Die Weihnachtsfamilie - Angelika Schwarzhuber

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    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: ‎ Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (21. September 2022)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 373411148X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3734111488
    • Genre: Weihnachtsroman


Blanvalet Kurzbeschreibung:
Singlefrau Emily soll kurz vor den Feiertagen die siebenjährigen Zwillinge Stella und Joshua ins Berchtesgadener Land zu ihrer Mutter zu bringen, die dort einen Kinofilm dreht. Als Valentin in Hamburg seine Kinder an Emily übergibt, ahnt die Personenschützerin, dass es ein schwieriger Auftrag werden wird, denn die Zwillinge wollen nicht ohne ihren Vater Weihnachten feiern. Während sie in den tief verschneiten bayerischen Bergen festsitzen, heckt ausgerechnet Weihnachtsmuffel Emily mit den Kindern ein Komplott aus, die geschiedenen Eltern wieder zusammenzubringen. Dabei holen sie die Erinnerung an ihre eigene Kindheit ein … 

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Weiter geht's mit den Weihnachtsromanen. Das Wetter passt sich ebenfalls schön langsam danach an ;) Nach dem bereits gelesenen Hunde-Weihnachtsroman von Petra Schier durfte ich Angelika Schwarzhubers "Die Weihnachtsfamilie" via Lovelybooks lesen.
Ich liebe es, wenn ich ab November und während der Adventzeit Weihnachtsgeschichten lesen kann und diese auch sehr unterschiedlich sind, obwohl natürlich alle den Überbegriff "Weihnachten" haben.

Im neuen Roman von Angelika Schwarzhuber hat mir ganz besonders gefallen, dass unsere Protagonistin Emily den Beruf einer Personenschützerin ausübt und wir das Thema Scheidungskinder haben. Gerade in der Weihnachtszeit gibt es immer wieder das Problem, bei welchem Elternteil die Kinder die Feiertage verbingen sollen/können/dürfen.

Die siebenjährigen Zwillinge Stella und Joshua freuen sich auf das bevorstehende Weihnachtsfest, jedoch ist es das erste Mal, seit sich ihre Eltern getrennt haben. Die Schauspiel-Karriere ihrer Mutter Hannah läuft gerade immer besser an und deshalb verbringt sie die Tage rund um Weihnachten im Berchtesgadener Land, wo gedreht wird. Stella und Joshua, die bei ihrem Vater Valentin in Hamburg leben, sollen einige Tage bei der Mutter verbringen. Die Personenschützerin Emily bekommt den Auftrag die Kinder auf ihren Flug nach München und weiter in die Berge zu begleiten. Doch sie hat nicht mit dem Einfallsreichtum von Stella und Joshua gerechnet, die unbedingt die Eltern wieder zusammenbringen möchten und alles daran setzen, dass dies auch passiert. Bis Emily mit den Zwillingen endlich Hamburg verlassen kann und was sich die Beiden sonst noch so ausgedacht haben, liest sich äußerst amüsant.

Die Autorin bringt die Problematik von Scheidungskindern erzählerisch sehr gut auf den Punkt. Mit ihrer Protagonistin Emily hat sie eine weitere verletzte junge Frau in Szene gesetzt, die seit einem traumatischen Vorfall in ihrer Kindheit - just am Heiligen Abend - Weihnachten nicht mehr feiern will. Dieser Vorfall wird zu Beginn im Prolog erzählt und die Autorin blendet dabei 22 Jahre zur zehnjährigen Emily zurück. Erst im Laufe des Romans wird darüber mehr und mehr offenbart. Emily wird nun mit Kindern konfrontiert, die wie sie noch immer, ebenfalls unter der Scheidung der Eltern leiden. Jedoch haben Valentin und Hannah weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis zueinander und tun alles dafür, dass die Kinder Kontakt zu beiden Elternteilen haben. Emily's Eltern haben sich jedoch seit der Scheidung nichts mehr zu sagen und sie verbringt deshalb die Feiertage am liebsten alleine, um weder Vater noch Mutter zu beleidigen.

Das Setting in den verschneiten Bergen ist passend und lässt auch mich wieder von einem schneereichen Winter in den Bergen träumen. Die Atmosphäre im Haus wird sehr bildhaft beschrieben und man bekommt beim Lesen so richtig Lust auf weihnachtliche Musik, den Duft von Keksen und eine Schneeballschlacht im Garten.
Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist lebendig, humorvoll und bildhaft. Ich hatte immer alle Figuren vor Augen und habe mit ihnen gelacht und geweint.

Der einzige kleine Kritikpunkt war für mich, dass mir manche Handlungen zu idyllisch und unproblematisch vorkamen, besonders die freundschaftliche Beziehung zwischen den Expartnern. Dazu hat die Autorin aber eine Lösung parat, die passt. Auf der anderen Seite ist es aber auch traurig, dass uns dies "unwirklich" vorkommt, obwohl es doch gerade wünschenswert wäre, dass Eheleute auch noch nach der Trennung freundschaftlich verbunden sind. Leider kennen wir alle mehr als genug Paare, die nach der Scheidung eher  Hass versprühen und die Kinder in genau dieser Zwickmühle stecken, wie damals Emily.

Im Anhang gibt es noch leckere Rezepte, die in der Geschichte erwähnt werden.

Fazit:
Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte, die die Problematik von Scheidungskindern zu den Festtagen anspricht und trotzdem eine wohlige Atmosphäre versprüht. Ein rundum gelungener Weihnachtsroman, der verzaubert.

Vielen Dank an Blanvalet und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

3 Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    wie schön, dass Dir dieser Roman auch so gut gefallen hat wie mir.
    Zu Deinem kleinen Kritikpunkt:
    Ja, hier war es etwas anders mit den Ex-Partnern als man das oft in der Wirklichkeit erlebt, da stimme ich Dir zu.
    Ich habe mir beim Lesen oft gedacht, dass sich vielleicht manche geschiedenen Paare daran ein Beispiel nehmen sollten, für ihre Kinder.

    Liebe Grüße
    Conny

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    1. Ja, das wäre wünschenswert! Leider funktioniert dass oft in der realität nicht.
      LG Martina

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  2. Liebe Martina

    Von Angelika Schwarzhuber liegt hier auch ein Weihnachtsroman, den ich im Mai in einem offenen Bücherschrank gefunden habe und spätestens im Dezember möchte ich das Buch lesen und freue mich schon darauf.

    Deine Kritik kann ich gut nachvollziehen, aber ansonsten klingt das ja wirklich toll, finde ich.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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