Origin - Dan Brown



    • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
    • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: [1. Auflage] (4. Oktober 2017)
    • Übersetzer: Axel Merz
    • ISBN-10: 3431039995
    • ISBN-13: 978-3431039993
    • Originaltitel: Origin
    • Genre: Thriller, Verschwörungsthriller
      Reihe: ja - Robert Langdon 5


Bastei Lübbe Kurzbeschreibung:
Als der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch drei der bedeutendsten Religionsvertreter der Welt um ein Treffen bittet, sind die Kirchenmänner zunächst skeptisch. Was will ihnen der bekennende Atheist mitteilen? Was verbirgt sich hinter seiner „bahnbrechenden Entdeckung“, das Relevanz für Millionen Gläubige auf diesem Planeten haben könnte? Nachdem die Geistlichen Kirschs Präsentation gesehen haben, verwandelt sich ihre Skepsis in blankes Entsetzen.
Die Furcht vor Kirschs Entdeckung ist begründet. Und sie ruft Gegner auf den Plan, denen jedes Mittel recht ist, ihre Bekanntmachung zu verhindern. Doch es gibt jemanden, der unter Einsatz des eigenen Lebens bereit ist, das Geheimnis zu lüften und der Welt die Augen zu öffnen: Robert Langdon, Symbolforscher aus Harvard, Lehrer Edmond Kirschs und stets im Zentrum der größten Verschwörungen.

Meine Bewertung: schwache * * * *

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Meine Meinung:
Mit Verwunderung habe ich eben gesehen, dass ich gar keine Rezensionen zu Büchern von Dan Brown auf meinem Blog habe. Somit habe ich wohl "Sakrileg", "Illuminati", "Diabolus" und "Meteor" noch vor meiner Blogger-Zeit gelesen. Das hätte ich nicht gedacht!
"Sakrileg" und "Illuminati" haben mich auf jeden Fall damals schwer begeistert und "Sakrileg" hat sogar mein Mann gelesen, der alle zehn Jahr mal ein Buch zur Hand nimmt ;)  Die letzten beiden Romane habe ich nicht mehr gelesen, da ich genug von Verschwörungstheorien hatte. Als "Origin" jedoch in meiner Bücherei ganz neu eingetrudelt ist und komischer Weise niemand für das Buch vorgemerkt war, nahm ich es mit. Ich fand es an der Zeit wieder einmal einen Dan Brown zu lesen und Robert Langdon bei seiner fünften Jagd auf Verbrecher zu begleiten.

Worum geht es in "Origin"?
Der Zukunftsforscher und Atheist Emund Kirsch hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, die die Welt erschüttern soll und die er in einem Livestream präsentieren will. Zuvor hat er jedoch den drei wichtigsten Kirchenmännern das Ergebnis seiner wissenschaftlichen Studien vorgeführt. Danach herrscht bei den Vertretern der drei Weltreligionen blankes Entsetzen und sie sind einer Meinung: Die Vorführung muss mit allen Mitteln verhindert werden.
Die Kuratorin des Guggenheim-Museums und Verlobte des zukünftigen spanischen Königs, Ambra Vidal, soll gemeinsam mit Kirsch die spektakuläre Liveshow, die die Menschheit erschüttern soll,  präsentieren.
Auch Symbolforscher Robert Langdon,  ein guter Freund von Kirsch und sein ehemaliger Lehrer in Harvard ist eingeladen. Doch die versprochenen Enthüllung wird mutwilig gestoppt und im Tumult gelingt es Langdon mit Ambra Vidal zu fliehen. Er möchte unbedingt das große Geheimnis lüften und macht sich auf die Suche nach Kirsch Entdeckung....

Wie bei Dan Brown gewohnt, begleiten wir nun Robert Langdon bei seiner Schnitzeljagd durch Bilbao und Barcelona. Natürlich darf auch die schöne Frau an seiner Seite nicht fehlen. Mit Ambra Vidal hat der Autor diesmal aber einen nicht wirklich greifbaren Charakter erschaffen, der auch nicht unbedingt symapthisch wirkt. Trotzden ist man sehr schnell mitten im Geschehen und die Seiten fliegen nur so dahin.

Die Themen, die diesmal aufgegriffen werden, sind brisant. Trotzdem sind es Dinge, die sich die Menschheit schon seit Jahrhunderten fragt: "Woher kommen wir?" und "Wohin gehen wir"? Diese Fragen bilden den roten Faden der Geschichte.
Die Religion und der Symbolismus stehen diesmal nicht im Mittelpunkt, sondern es geht vielmehr um neue Technologien, Kunst und Architektur. Die spanische Stadt Barcelona eignet sich dafür hervorragend. Mit den Bauten eines Antoni Gaudi und einem Zukunftsforscher, der den Architekten und seine Werke liebt und bewundert, wandeln wir in den Straßen der katalanischen Stadt. Besonders gefallen hat mir dabei der Besuch der Casa Milà und ihren Räumlichkeiten, die eine Ausstellung über Gaudi beherbergen. Diese habe ich selbst schon besucht. Da macht das Lesen gleich noch viel mehr Spaß, wenn man durch Städte wandelt, die man kennt. Wer noch nicht in Barcelona war, nimmt Freund Google zu Hilfe und sieht sich die wunderschönen und interessanten Plätze und Bauten im Internet an. Generell sind die Bücher des Autoren dafür sehr gut geeignet sich selbst schlau zu machen. Dan Brown versteht es beim Leser Interesse an diversen Themen zu erwecken, die man sonst eher außen vor lassen würde. Auf jeden Fall ist der Roman aber eine kostenlose Tourismuswerbung für Barcelona.

Spannung und Nervenkitzel kommen nicht zu kurz, obwohl es im Mittelteil auch kleine Längen gibt. Was mich ein bisschen gestört hat ist, dass Robert Langdon diesmal etwas zu wenig Raum bekommen hat. Er ist nicht der eigentliche Hauptprotagonist und hätte durch jeden x-beliebigen ersetzt werden können. 
Auch das Ende fand ich etwas enttäuschend. Man fiebert die ganzen 600 Seiten darauf hin, was diese bahnbrechende Entdeckung wohl sein wird und dann denkt man unweigerlich: "Das war alles?"

Im Vergleich zu "Sakrileg" und "Illuminati" schwach, aber auf jeden Fall besser als "Diabulus". Einen Vergleich zu seinen letzten beiden Büchern kann ich nicht ziehen, da ich diese nicht gelesen habe.
"Origin" ist auf jeden Fall ein typischer Dan Brown Thriller nach altbewährtem Schema, der diesmal sehr aktuell und modern ist.
 
Wegen des Preises will ich hier jetzt nicht meckern...das haben schon andere getan und ich konnte das Buch ja aus der Bücherei mitnehmen, aber ein Lesebändchen habe ich bei den mehr als 660 Seiten doch vermisst.

Schreibstil:
Dan Browns Schreibstil lässt sich flüssig weglesen. Er schreibt detailliert, die Handlung ist komplex, seine kniffligen Rätsel sind trotzdem verständlich. Im Buch sind diesmal auch Zeichnungen enthalten, die de, Leser einzelne Begriffe und Zusammenhänge erleichtern sollen.
Besonders hervorheben möchte ich die gelungenen bildhaften Beschreibungen seiner Schauplätze.

Cover :

Ein Dan Brown wird natürlich in viele Sparchen übersetzt. Diese internationalen Cover habe ich gefunden (von links nach rechts): aus Dänemark, Italien, zwei englischsprachige Cover, aus Norwegen und aus Portugal.

Fazit :
Ein typischer Dan Brown, der mich gut unterhalten und mich vorallem mit der wunderschönen Stadt Barcelona geködert hat. Gut geschrieben und recherchiert, großteils spannend, aber trotzdem fehlte mit hier das gewisse Etwas. Vielleicht wird es Zeit, dass Dan Brown sich einmal einem neuem Konzept widmet...

3 Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    4 Sterne ist doch recht gut - ich habe nach den teils vernichtenden Rezis auf amazon bei dir schon Schlimmeres befürchtet ;)
    Freut mich, dass dich der Roman trotz ein paar Kritikpunkten gut unterhalten konnte. Mal schaun, wann ich zum Lesen komme, die Vorbestellerliste bei uns in der Bibo ist ewig lang..

    Liebe Grüße von Conny und dir ein entspanntes Lesewochenende!

    PS: Wir haben uns mal wieder zusammen auf ein Buch bei LB beworben (Von Elise) - mal schaun, wer diesmal von uns Glück hat ;)

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    1. Liebe Conny,
      die Meinungen zu "Origin" gehen wohl doch weit auseinander. Ich denke, da ich schon lange keinen Dan Broen gelesen habe, war es wieder interessanter für mich. Das Schema bleibt ja immer daselbe....und warum auch ändern, wenn es Erfolg bringt? Nur irgendwann ist es ausgelutscht...
      Dafür gibt es diesmal mehr Kunst und Technologie neben der Religion. Ich fand das Buch interessant...Barcelona liebe ich, genauso wie die Kunst von Gaudi. Das waren schon mal Pluspunkte =) Und die Spannung war auch größtenteils vorhanden. Mit Sakrilieg kann es nicht mithalten...aber warum soll es Dan Brown anders gehen, als anderen Autoren?
      LG Martina

      P.S.: Oh, ich drücke uns beiden die Daumen für "Von Elise". Ich möchte es unbeidngt lesen!

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    2. Liebe Martina,

      mein letzter Dan Brown ist auch schon eine Weile her ... mal schaun, wann es mit "Origin" klappt. Interessieren würde es mich schon.
      Leider hatte ich bei "Von Elise" im Gegensatz zu dir kein Glück. Dir aber viel Spaß beim Lesen! Bin auf deine Rezi gespannt. Irgendwann schaffen wir es mal in eine gemeinsame LB-Leserunde :)

      Liebe Grüße von Conny

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