Gesang der Zikaden - Heike Franke


    • Taschenbuch: 336 Seiten
    • Verlag: Montlake Romance (26. September 2017)
    • ISBN-10: 1542048710
    • ISBN-13: 978-1542048712
    • Genre: Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Die junge Architektin Feline erbt von ihrem Vater eine Finca-Pension auf Mallorca. Eine Überraschung für die temperamentvolle Berlinerin, denn sie hatte keine Ahnung, dass er etwas von Wert besaß. Entschlossen das Anwesen schnell zu verkaufen, reist sie auf die Sonneninsel. Was die toughe Feline nicht erwartet hat: Ihr Erbe erweist sich als charmanter alter Bau auf einem magisch schönen Stückchen Erde. In einem Ansturm der Gefühle fühlt sie sich hier zum ersten Mal in ihrem Leben dem Vater nahe, den sie nie richtig gekannt hat. Auch wenn sie kein Geld hat und das Haus dringend renoviert werden müsste – ist ein Verkauf wirklich der richtige Weg? Und dann wäre da noch der amerikanische Musiker Steven Taylor. Der einzige Gast in der Pension bringt ihr Herz zum Schwingen, auch wenn sie mit dem Thema Liebe so ihre Probleme hat …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

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Meine Meinung:
"Gesang der Zikaden" ist der zweite Roman von Heike Franke. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich ihren Debütroman "Eine Liebe in der Bourgogne" gelesen. Diesmal entführt uns die Autorin auf die Sonneninsel Mallorca.
Feline, eine junge Architektin, erlebt im Moment ein richtiges Gefühlschaos. Sie hat gerade ihren Job verloren, weil sie ihrem Chef etwas zu eindeutig ihre Meinung gesagt hat. Danach erhält sie die Nachricht vom Ableben ihres Vaters, den sie kaum kannte. Bereits im Kindesalter hat er sie und ihre Mutter verlassen. Umso überraschter ist Feline, dass sie nach dem neuen spanischen Erbrecht seine Finca auf Mallorca erbt. Um den Verkauf so schnell wie möglich abzuwickeln, fliegt sie auf die Insel im Mittelmeer. Doch dort erwartet sie eine Überraschung. Ihr Vater hatte nochmals geheiratet und gemeinsam mit seiner zweiten Frau Sofia Pensionsgäste beherbergt, die fernab von großen Hotels und Stränden Erholung suchen. Auch der US-Musiker Steven Taylor, der nach einer unglücklichen Beziehung keine Melodien mehr im Kopf hat, sucht auf diesem Fleckchen Erde nach neuer Inspirition. Feline steht nun nicht nur Sofia gegenüber, deren Existenz auf dem Spiel steht, sondern sie verliebt sich in das charmante, aber renovierungsbedürftige Häuschen, sowie der wunderschönen und friedlichen Umgebung. Auch der charmante Steven trägt bald dazu bei, dass Feline die Insel nicht mehr so schnell verlassen möchte.....

Feline ist eine sehr selbstbewusste Protagonistin, die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält. Das bringt sie des Öfteren in Schwierigkeiten,  öffnet ihr aber auch da und dort die Türen. Mir war sie nicht ganz so sympathisch und ich habe einige ihrer Verhaltensweisen nicht wirklich nachvollziehen können.
Steven ist das komplette Gegenteil, obwohl man von ihm annimmt, dass er als berühmter Musiker doch nur vor Selbstbewusstein strotzen müsste. Er ist einfühlsam und sympathisch.

Die Geschichte ist etwas vorhersehbar, doch bei Liebesromanen zu erwarten. Wegen der tollen Atmosphäre und dem wundervollen Inselflair konnte ich großzügig darüber hinwegsehen. Die Autorin hat einige überraschende Wendungen eingebaut, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Auch die lebendigen Beschreibung der Schauplätze auf Mallorca konnten mich restlos überzeugen. Da ich selbst schon zweimal die Insel besucht habe, kannte ich auch das eine oder andere beschriebene Plätzchen. Die idyllische Umgebung rund um die Finca konnte ich mir bildhaft vorstellen. Man fühlte sich tatsächlich anwesend bzw. wünscht sich dem regnerischen und stürmischen Herbst hier zu entfliehen und den Sonnenuntergang auf der Klippe hinter dem Haus zu genießen.

Liest sich der Roman anfangs wirklich sehr gut, fällt er leider ab der Hälfte ab. Hier steht nur mehr die Liebesbesziehung im Vordergrund und damit bin ich nicht mehr so gut zurechtgekommen. Besonders Felines Verhalten ließ mich nur mehr den Kopf schütteln. Die wundervolle Atmosphäre der ersten Hälfte war großteils verschwunden und die Geschichte konnte mich nicht mehr so richtig fesseln.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig, spritzig und angenehm zu lesen. Ich war direkt auf der Insel und konnte all die Plätze, die Heike Franke beschreibt, vor mir sehen. Man genießt das Flair und spürt Felines Interesse an der Finca und am Leben ihres Vaters.

Fazit:
Locker leichte Lektüre, deren atmosphärische erste Hälfte wirklich überzeugt und man sich gerne nach Mallorca träumt. Leider lässt die Geschichte in der zweiten Hälfte nach und plätschert nur mehr vor sich hin. Das fand ich richtig schade! Leider kommt "Gesang der Zikaden" nicht ganz an den Debütroman der Autorin heran. Trotzdem hatte ich nette und unterhaltsame Lesestunden und vergebe 3 1/2 Sterne.

Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstsellung des Rezensionsexemplares und für die nette Leserunde!

1 Kommentar:

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