Moorfeuer - Nicole Neubauer




    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. Januar 2016)
    • ISBN-10: 373410212X
    • ISBN-13: 978-3734102127
    • Genre: Krimi 
    • Reihe: ja- Band 2 rund um Kommissar Wächter



Blanvalet Kurzbeschreibung:
In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

Meine Bewertung: * *

Buch zur Blanvalet Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Leider musste ich mich durch diesen spannungsarmen Krimi quälen und war öfters in Versuchung das Buch abzubrechen. Ich habe mich trotzdem durchgekämpft und fand auf den letzten 80 Seiten die Spannung, die ich mir eigentlich von den ganzen 416 Seiten erwartet hatte.

Im Freisinger Moor, etwas außerhalb von München, wird auf einem Feld die verkohlte Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde auf einem angerichteten Holzstapel, der bereits für das Osterfeier vorbereitet wurde, verbrannt. Bald ist die Identität der Toten geklärt: Eva Nell, eine Esoterikerin. So deutet der Scheiterhaufen und der Beruf des Opfers auf eine "Hexenverbrennung" hin. Doch wer glaubt heutzutage noch an Hexen?
Die Tochter der Toten, Marit lebt mit ihrem Kind und dem Ehemann unweit des Leichenfundes in einem heruntergekommenen Haus, in dem es angeblich spuken soll. Der Geist eines kleines Mädchens soll schon seit Jahren im alten Bauernhaus sein Unwesen treiben.

Was sich hier wirklich sehr spannend anhört, entwickelt sich zu einer zähen und langatmigen Geschichte, in der es zwar viel um Aberglauben geht, doch der Kriminalfall kommt hier eindeutig zu kurz. Die Autorin hat seitenweise über das Gefühlsleben der einzelnen Ermittler geschrieben, die alle mehr oder weniger einen Knacks haben. Langsam kommt es mir so vor, als ob es keine "normalen" Polizeibeamten mehr gibt, denn in den meisten Krimis und Thriller gehört die Hälfte davon zum Psychiater! Zuerst dachte ich, ich urteile zu streng, da ich den ersten Band der Reihe "Kellerkind" nicht gelesen habe und zu Beginn die einzelnen Personen vom Münchner Revier und die Polizisten vom eigentlichen Landkreis schwer auseinderhalten konnte. Doch auch die verschiedene Ansprache - einmal mit Vornamen und dann wieder mit dem Nachnamen - verwirrte mich sehr. Ein Ermittler wurde außerdem "Der Hüter des Schweigens" genannt und blieb mir im Laufe der Geschichte gänzlich unbekannt. Falls er im ersten Band vorgestellt wurde, möchte ich mich entschuldigen, aber es wäre nett, auch Neueinsteiger die Ermittler näher zu bringen. ich konnte ihn bis zum Ende nicht zuordnen, noch mir eine Person dazu vorstellen.

Die Rückblenden betreffend des ungeklärten Todes aus der Vergangenheit rund um das "kalte Mädchen" und die angebrachten Hexenbanner hätten wirklich viel Potential für eine gruselige Geschichte gehabt. Leider wurde diese nicht genutzt und der Fokus auf die Privatprobleme der einzelnen Ermittler gelenkt.
Obwohl es viele verschrobene und seltsame Typen in der Geschichte gibt und sie alle mehr oder weniger verdächtig sind, wusste ich bald, wer der Täter ist - nur sein Motiv war mir nicht klar. Dieses wird auf den letzten 80 Seiten, die wirklich spannend waren, dann auch aufgeklärt.
Schade, dass nur mehr das Ende die von mir erhofte Spannung brachte und der Rest des Krimis vor sich hin plätscherte. Für mich leider ein Fehlgriff!

Fazit:
Was hätte man aus diesem Thema alles rausholen können! Leider fand ich diesen Krimi - bis auf die letzten 80 Seiten - nur zäh und spannungsarm. Der Fokus lag bei den problembehafteten Ermittlern und deren Privatleben statt beim eigentlichen Fall. Ich war oft kurz vorm abbrechen und kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.


Die Reihe rund um Kommissar Wächter:
  1. Kellerkind
  2. Moorfeuer

3 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Puh...Gott sei Dank bin ich nicht alleine mit meiner Kritik!
      LG Martina

      Löschen
  2. Ach, so schade. :( Schlechte Krimis sind immer so frustrierend.

    AntwortenLöschen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos