Der Fluch der Zuckerinsel - Nora Berger


    • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag (Juli 2014)
    • ISBN-10: 3937357998
    • ISBN-13: 978-3937357997
    • Genre: Historischer Roman

Bookspot Kurzbeschreibung (gekürzt): 
Insel Martinique, Anfang des 19. Jahrhunderts: Annabelle und Léon lieben sich. Doch ihre Familien, reiche Zuckerrohr-Plantagenbesitzer, sind verfeindet und gegen eine Verbindung. Sklavenaufstände erschüttern die Insel, die nur ein scheinbares Paradies ist. Léon, der in Paris sein Medizinstudium abschließen will, erleidet Schiffbruch und gilt als verschollen. Annabelle, die nach einem leidenschaftlichen Abschied ein Kind von ihm erwartet, erfährt, dass die elterliche Plantage verschuldet ist. Sie ist gezwungen, den reichen Sklavenhändler Ramazon zu heiraten. Ein böser Fluch scheint über ihr und Léon zu liegen, trotz des schützenden Amuletts ihrer Sklavin Leila, der Tochter einer Mambo-Priesterin.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Einmal um die Welt Challenge

Buch zur Deutschen Autoren Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks durfte ich den äußerst spannenden historischen Roman der Autorin Nora Berger lesen. Ich habe oben die Inhaltsangabe gekürzt, da sowohl amazon als auch Bookspot fast den ganzen Inhalt preisgeben!
Wer sich also noch überraschen lassen will, sollte keine der Kurzbeschreibungen lesen!


Zwei der größten Plantagen auf der karibischen Insel Martinique - zwei verfeindete Familien: die Castellins und die de Montargis. Wie schon bei Shakespeare's Romeo und Julia (man beachte dieselben Initialen des Nachnamens!) lieben sich auch hier die Kinder der beiden Großfamilien: Annabelle Castellin und Leon der Montargis.
Während Leon bereits zu Beginn des Romans nach Frankreich aufbricht um sein Medizinstudium zu beenden, werden die Zustände auf der Insel immer schlimmer. Sklavenaufstände und Übergriffe auf die reichen Plantagenbesitzer lassen die reichen Grundherren vor Sorge noch härtere Maßnahmen gegen die Sklaven ergreifen. Bald darauf wird der grausame Aufseher der Planatage der Castellins ermordet aufgefunden. Alles sieht nach einem Übergiff der Sklaven aus, doch die beiden verfeindeten Familien beschuldigen sich gegenseitig. Während Annabelle auf ein Lebenszeichen von Leon hofft, der Schiffbruch erlitten hat, verlangt die Familie von ihr, dass sie den reichen Plantagenbesitzer und Sklavenhändler Ramazon heiratet, damit die in Schwierigkeiten steckende Plantage gerettet werden kann.
Als der ältere Bruder von Leon, Albert, der mehr dem Alkohol und den Prostituierten zuspricht als der Aufsicht der Plantage, Annabelles Vater schwer verletzt, kommt es zum endgültigen Bruch. Die Liebe der beiden scheint auswegslos. Nur Emilie, Leons Schwester, bleibt Annabelle eine gute Freundin.
Nach dem Tod des Vaters versucht Pierre, Annabelles Bruder, die Plantage zu retten. Doch ein böser Fluch scheint über den beiden Familien zu liegen. Hilft dagegen das Amulett von Annabelles Sklavin Leila, der Tochter einer Mambo-Priesterin ?

Man taucht sofort in die Geschichte ein, die die Autorin sehr spannend geschrieben hat. Die Sklavenaufstände, die napoleonischen Kriege in Europa und die schwelende Unruhe schildert Nora Berger sehr lebhaft. Auch geschichtlich wurde hier sehr gewissenhaft recherchiert und auch im Roman erwähnt, wie z. Bsp. die Abschaffung der Sklaverei während der Französischen Revolution, die von Napoleon wieder eingeführt wurde und hier auch als einer der Gründe für die Unruhen angegeben wurde. Auch der Aberglaube und Voodoo komment dabei nicht zu kurz.
Während der erste Teil des Buches in Martinique spielt, geht es im zweiten Teil in Paris weiter. Auch dort werden die Zustände nicht beschönigt und die Gegensätze zwischen Arm und Reich werden auch in der europäischen Metropole hervorgehoben. Annabelle, die reiche und verwöhnte Tochter eines Plantagenbesitzers, lernt hier die Armut kennen.

In diesem Buch wimmelt es nur so von Schicksalschlägen und die meisten "meiner" Thriller, die ich bis jetzt gelesen habe, habe nicht so viele Tote zu bieten, wie dieser historische Roman. Die Autorin meinte dazu, dass sie nichts beschönigen wollte und in dieser Zeit eben viele Menschen aufgrund von Krankheiten, Tod im Kindbett oder durch Aufstände ums Leben gekommen sind.


Schreibstil:
Die Autorin hat einen sehr bildhaften Schreibstil. Die Schauplätze in der Karibik und in Frankreich werden wunderbar beschrieben. Man fühlt sich fast "vor Ort". Der Roman ist sehr flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen und wurde historisch gut recherchiert. Die Charaktere sind sehr lebendig. Einige davon sind jedoch sehr stereotyp.

Cover:
Das Cover muss ich auch nochmals extra hervorheben, denn ich finde es wirklich schön und passend zu einem historischen Roman, der in der Karibik spielt.

Fazit:
Ein spannender historischer Roman rund um Sklavenaufstände und Aberglauben, sowie den Gegensätzen zwischen Arm und Reich.  Lebendige Charaktere und bildhaften Beschreibungen runden die, mit vielen Toten bereichernde Geschichte ab.


 Vielen Dank an Lovelybooks und an die Autorin Nora Berger für die aufschlussreiche Leserunde!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos