- Taschenbuch: 448 Seiten
- Verlag: Knaur TB (10. September 2010)
- ISBN-10: 3426505576
- ISBN-13: 978-3426505571
- Genre: Krimi
Amazon Kurzbeschreibung:
Ein 500-Seelen-Dorf im Schwarzwald. Das pure Idyll, so scheint es. Dann liegt in der nahen Rabenschlucht eine tote Schwangere. Sie war gerade erst nach zehn Jahren in ihre Heimat zurückgekehrt. Hauptkommissar Ehrlinspiel nimmt die Ermittlungen auf – und stößt auf mehr als ein düsteres Dorfgeheimnis. Und eine zweite Leiche …
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
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Meine Meinung:
Ich muss sagen als Debütroman einer Autorin fand ich diesen Krimi wirklich gelungen! Da muss ich mir wohl auch die anderen Bücher von Petra Busch besorgen oder die Bücherei überreden diese zu kaufen ;)
Der Prolog entführt den Leser in eine düstere Winternacht und lässt einem etwas verwirrt, aber sehr interessiert zurück.
Zehn Jahre später findet die Journalistin Hanna Brock bei ihrer Recherche in der Rabenschlucht in einem kleinen Dorf im Schwarzwald eine furchtbar zugerichtete weibliche Leiche. Gerade erst hat sie ihre Stelle verloren und arbeitet nun als selbstständige Redakteurin an einem Wanderführer. Außerdem hat sie eben erst
ihren Freund mit einer Anderen erwischt.....schlimmer hätte es wohl kaum mehr kommen können...dachte sie! Völlig fertig und furchtbar wütend sitzt sie im Dorfgasthaus, geschnitten von den Dorfbewohnern, und wartet auf den ermittelnden Kriminalhauptkommissar Moritz Ehrlinspiel. Auch dieser ist eher eine Stadtpflanze und wohnt mit seinen beiden Katerchen Bentley und Bugatti in seiner Wohnung in Freiburg.
So hat er es nicht wirklich leicht den Mord im 500-Seelen Dorf aufzuklären, denn die Dorfbewohner teilen keine Geheimnisse mit Fremden.
Die Ermordete Elisabeth Kühn ist die Tochter der eingessenen Familie Sommer, die vor 10 Jahren überraschend nach Berlin gegangen und erst kürzlich auf einen Besuch nach Hause gekommen ist. Der schwangeren Frau wurde ihr Baby aus dem Bauch geschnitten, trotzdem wurde sie liebevoll auf einem Moospolster platziert, was die Tat umso widersprüchlicher macht. Und warum hatte Elisabeth ihre Famile in den letzten zehn Jahren nie besucht?
Die Charaktere in diesem Krimi sind wirklich hervorragend ausgearbeitet und man kann sich jeden Dorfbewohner, sowie den Kriminalhauptkommissar und die Journalistin, sehr lebhaft und bildlich vorstellen. Jeder Charakter im Buch ist einzigartig: Frieda, die tyrranische Mutter Elisabeth's, der autistische Bruder Bruno und der ältere Bruder Hermann, der Bürgermeister des Dorfes; die ängstliche Sina, einst Elisabeths beste Freundin und Johannes, ihr Ex-Freund, genauso wie Willi, der Dorfwirt oder die alte, etwas unheimliche Bertha, die mit ihrem toten Ehemann spricht....
Der Kriminalroman enthält viel Aberglauben, allen voran die Geschichte um den Rabenmann, der beim ersten Schneefall den Tod ins Dorf bringen soll. Ebenso haben wir es hier noch mit veralterten Moralvorstellungen, Neid, Missgunst und den berühmten "Schein wahren" zu tun, den man besonders oft in kleinen Orten finden kann...egal ob im Schwarzwald oder anderswo.
Auch das Thema Authismus nimmt im Roman viel Platz ein und wird von der Autorin sehr interessant und aufklärend, aber niemals langeweilig, geschildert. Denn Petra Busch lässt uns an der Gedankenwelt von Bruno teilhaben und die Geschichte aus seiner Sicht sehen.
Fazit: Ein gut geschriebener Krimi mit sehr vielschichtigen Charakteren, viel Lokakolorit und einer komplexer Story. Die Figuren bleiben undurchsichtig und der Täter wurde von mir diesmal nicht erraten....ein weitere Pluspunkt!
















So, Buch ist jetzt auf meiner Wunschliste gelandet. Gelungene Rezi - macht Lust auf mehr.
AntwortenLöschenlg Sandra
Hallo Martina,
AntwortenLöschenmir hat dieser Krimi auch total gut gefallen. :)
LG
Sabine
Hallo Martina, ich wollte dir nur mitteilen, dass ich ab sofort unter neuer Blogadresse blogge: http://buchschatz.blogspot.de/
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
die Lesehexe