Bewusstlos - Sabine Thiesler


    • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag (14. Januar 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3453268067
    • ISBN-13: 978-3453268067
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
Als Raffael erwacht, sind sein Bett und seine Sachen voller Blut. Er gerät in Panik, denn ihm fehlt jegliche Erinnerung an die vergangene Nacht. Es gelingt ihm nicht herauszufinden, was passiert ist, aber wenn er getrunken hat, weiß er nicht mehr, was er tut. Mordet vielleicht, ohne es zu wissen.

Von seinen Eltern, die in der Toskana leben, fühlt er sich verraten und verlassen. Die beiden führen ein glückliches Leben und ahnen nicht, dass er in ihrer Nähe ist und sie längst im Visier hat ...

Meine Bewertung: * * * * 

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Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen und bin immer ein bisschen zwiegespalten. Mein erstes Buch der Autorin "Der Kindersammler" fand ich einfach toll! Doch als ich dann die nächsten Bücher las und alle irgendwie ähnlich waren, wurde meine Begeisterung etwas gedämpft. Ich weiß, dass einige Leser besonders gerne zu ihren Büchern greifen, weil sie immer wieder in Berlin und in der Toskana spielen. Ich muss zugeben, dass es mich nervt immer am selben Schauplatz zu sein.
Bevor ich nun "Bewusstlos" las, war mir allerdings klar, dass es wieder so ablaufen wird und ich habe es einfach als gegeben "hingenommen" und sollte auch meine Bewertung nicht beeinflussen....dies nur mal als kleines "Vorwort" ;)

Das Buch beginnt sehr spannend mit einer Art Prolog, erzählt von einer gewissen Christine in kursiver Schrift, die einem Psychiater ihre Geschichte erzählt.
Danach springt die Autorin zu unserem Hauptprotagonisten Raffael, einem kranken Psychopaten, der frühmorgens in blutdurchtränkter Kleidung aufwacht und sich an nichts erinnern kann. Kein Wunder - trinkt er doch bis zur Besinnungslosigkeit und das fast jeden Tag! Doch woher kommt das viele Blut? Und wo war er nach seinem letzten Gasthausbbesuch?

Anfangs ist der Leser noch genauso verwirrt wie Raffael, doch nach und nach lernen wir unseren Hauptakteur besser kennen und erfahren von seinem traumatischen Erlebnis, das er mit sieben Jahren hatte.
Das macht ihn anfangs vielleicht nicht ganz so unsympathisch, wie er uns mit Sicherheit in den folgenden Kapitel werden wird. Denn spätestens nachdem er eine alte Frau quält, bei der er zur Untermiete eingezogen ist, beginnt man ihn zu hassen.
Dieser Teil der Geschichte hat mich tief bewegt! Schon zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass genau das eintreten wird, was ich mir so dachte und zusammen reimte und genauso war es dann.
Als Raffael der Boden in Berlin dann doch etwas zu heiß wird, flüchtet er nach Italien, wo er seine Eltern aufgespürt hat, die ihm damals in ein psychiatrische Klinik gebracht haben. Und er schwört Rache für die - wie er meint - an ihm begangene Schuld....

Sabine Thiesler hat hier einen Thriller geschrieben, der den Leser mit einem richtig durchgeknallten Psychopathen auseinander setzen lässt. Raffael ist einmal der nette junge Mann von nebenan und dann wieder ein unberechenbarer und grausamer Mörder.
Die Autorin erzählt aber leider manchmal etwas zu viel aus dem normalen Alltag bis es wieder zu einem sehr blutigen Verbrechen kommt und vergisst dadurch aber andere Erzählstränge, die sie angefangen hat, fertig zu erzählen und die einfach offen bleiben. Das Ende wirkt leicht überstürzt und kommt dann doch etwas zu schnell, nachdem vorher oft über Belanglosigleiten geschrieben wurde.
Trotzdem haben mich Teile des Buches wirklich gefesselt. Ich denke diese Geschichte wird sehr polarisieren, denn die einen Leser werden begeistert sein oder jedenfalls zufrieden, während die anderen enttäuscht sein werden. Ich gehöre diesmal zur Fraktion "zufrieden", denn "Bewusstlos" hat mir wieder um Einiges besser gefallen, als die letzten beiden Bücher der Autorin.

Fazit: Teilweise sehr spannend, aber auch mit einigen Belangslosigkeiten konnte mich der neuerste Thriller der Autorin gut unterhalten. Das aprupte Ende und einige offen gebliebene Erzählstränge haben die Lesefreude allerdings ein bisschen gebremst.


1 Kommentar:

  1. Beim Klappentext läuft es einem schon kalt über den Rücken. Aber Deine Rezi kann das noch toppen. Schade, dass die Autorin so manche Sachen "vergisst" oder nicht mehr darauf eingeht. Da hat wohl jemand beim Korrekturlesen geschlampt.
    Trotzdem klingt es nach einem interessanten Buch.
    lg Sandra

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