Sie wird dich finden - Freida McFadden

    Die Bildrechte liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (13. November 2024)
    • Übersetzer: ‎Astrid Gravert, Christina Hackenberg
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453442768
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453442764
    • Originaltitel: ‎ The Housemaid Is Watching
    • Genre: Thriller
    • Reihe: ja - Band 3 der Housemaid Reihe


Heyne Kurzbeschreibung:
Die Tage, in denen Millie die Häuser wohlhabender Menschen geputzt hat, liegen lange zurück. Ihr Traum von einem eigenen Haus in einer ruhigen Nachbarschaft, wo ihre Kinder spielen können, ist wahr geworden. Doch Millie wird das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt. Sie fühlt sich beobachtet. Schließlich macht sie einen grausigen Fund, und ihre Vergangenheit holt sie mit voller Wucht wieder ein. Ist die Vorstadtidylle in Wahrheit eine tödliche Falle, aus der es kein Entkommen gibt? Nur eins ist sicher: Um ihre Familie zu schützen, würde Millie alles tun.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Reiselust Challenge

ABC Challenge

Meine Meinung:
Im dritten Band der Housemaid Reihe hat sich Millie von ihrem Beruf als Putzfrau der Reichen verabschiedet. Sie ist verheiratet und Mutter. Ihr Wunsch endlich in einem eigenen Haus in einer ruhigen Nachbarschaft zu wohnen, scheint sich erfüllt zu haben.
Trotzdem fühlt sie sich nicht immer wohl und ein unterschwelliges Gefühl von Unruhe überfällt sie. Bald stellt sich heraus, dass die Nachbarschaft doch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Während eine Nachbarin ihren Sohn an die Leine legt, hat es die andere auf Enzo abgesehen, was Millie natürlich gar nicht gefällt. Auch Sohnemann Nico mach plötzlich Probleme und zieht sich mehr und mehr zurück. Ada ist die Einzige, die noch an ihn herankommt. Millie weiß nicht, ob es nur an der Pubertät oder an etwas anderem liegen könnte...

Von Beginn an herrscht eine düstere und angespannte Atmosphäre. Trotzdem beginnt die Handlung zuerst harmlos, während sie sich nach und nach steigert und sich Abgründe auftun.
Sehr verstörend fand ich die Nachbarin, die ihr Kind an der Leine hatte und es selbst zur Bushaltestelle begleitete.
Was ich nicht ganz nachempfinden konnte ist, dass Millie diesmal eher in der Defensive agiert.
Nach zwei starken Auftritten im ersten und zweiten Band erscheint sie mir hier viel zu zahm und auch unsicher. Vor allem auch Nachbarin Suzette gegenüber, die Enzo eindeutig Avancen macht. Man hat das Gefühl eine ganz andere Person vor sich zu haben.

Der Plot war nach dem dritten Band der Reihe um Millie bereits etwas vorhersehbar und das Ende konnte mich auch nicht ganz überzeugen.
Trotzdem lässt sich der einfache und fesselnde Schreibstil der Autorin immer wieder gut lesen. Ihre Plot-Twists sind einfach Hammer, auch wenn für mich der dritte und letzte Band der Housemaid-Reihe der mit Anstand am schwächsten war.
Für Thriller-Einsteiger kann ich die Reihe trotzdem empfehlen und den ersten Band fand ich ja wirklich genial gemacht.

Cover:

von links nach rechts:
das englischsprachige Original, das spanische, das polnische, das niederländische, das griechische und das schwedische Cover

Fazit:
Mit Abstand der schlechteste Teil der Housemaid-Reihe, der mir bestätigt hat, dass es nach dem genialen ersten Band keine weiteren Bände gebraucht hätte.


Die Housemaid Reihe:

  1. Wenn sie wüsste  *Rezi*
  2. Sie kann dich hören  *Rezi*
  3. Sie wird dich finden

Das Haus in Charlottenburg - Beate Sauer

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    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, Originalausgabe (14. Januar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453442245
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453442245
    • Genre: Historischer Roman



Heyne Kurzbeschreibung:
Deutsches Kaiserreich um 1890: Die junge Elise träumt davon, sich als Schneiderin einen Namen zu machen und erreicht es, in einem renommierten Modeatelier angestellt zu werden. Die krassen sozialen Ungerechtigkeiten sind in Berlin unübersehbar. Elise kann sie nicht gutheißen, nimmt sie aber als unabänderlich hin. Bis sie den Architekten Johann kennenlernt, der um genossenschaftliches Bauen kämpft. Die beiden verlieben sich ineinander. Als ein Schicksalsschlag Johann davon abhält, den Wohnungsbau selbst voranzutreiben, werden seine Pläne fortan zu ihren. Sie will eine Heimat für bedürftige Menschen schaffen. Dieses Ziel verfolgt sie trotz ihrer skrupellosen und zu allem entschlossenen Gegnerin, Baronin von Rienäcker, die Elise das Liebste zu nehmen droht – ihre und Johanns kleine Tochter.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Nach längerer Zeit habe ich wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Von Beate Sauer habe ich bereits "Die Fernsehschwestern - Wunder gibt es immer wieder" gelesen.
Diesmal sind wir aber etwas früher in der Zeit und zwar im Deutschen Kaiserreich um 1890. Die sozialen Gegensätze in Berlin sind eklatant und mit den neuen Mietskasernen, die mehr und mehr gebaut werden, erhalten die Menschen noch unmenschlichere Lebensbedingungen. Spekulanten und Immobilienhaie verdienen sich eine goldene Nase, während die Armen kaum über die Runden kommen.

Elise ist Schneiderin und lebt mit ihrer Mutter, Bruder Willi und der kleinen Schwester Marie in ärmlichen Verhältnissen. Sie ist sehr talentiert und träumt von einem eigenen Modeatelier, doch ihre herrische Chefin hält sie bewusst klein. Als sie den Architekten Johann und dessen Freund Louis kennenlernt, der als Arzt in der Charité arbeitet, scheint sich ihr Leben positiv zu ändern. Johann hat nämlich weitreichende Pläne: Er möchte Genossenschaftswohnungen bauen, um auch den Ärmeren einen Platz zu bieten, der sie nicht krank macht und auch bezahlbar ist. Natürlich treffen seine Pläne auf Gegenwind und man versucht Johann immer wieder Steine in den Weg zu legen. Ganz besonders schlimm ist Leonora von Rienäcker, die Mutter von Louis, die anonym ihre Handlanger benutzt, um so billig wie möglich zu bauen. Sie hat einige Mietskasernen in Bau, die ihr noch mehr Geld einbringen werden, aber in denen die Menschen in unwürdigen Verhältnissen leben müssen.

Obwohl ich viel historische Romane gelesen habe, erfährt man auch hier wieder neue Dinge, die sich hier vor allem um den Wohnungsmangel und die Ausbeutung der Menschen drehen.
Beate Sauer hat sich dem Thema sehr genau angenommen und hat reale Ereignisse mit fiktiven Personen verknüpft. Alle Figuren, bis hin zu den letzten Nebencharakteren, sind sehr lebendig und facettenreich gezeichnet.
Wie schon im ersten Band der Autorin um die Fernsehschwestern, liebt auch Elise die Arbeit mit Nadel und Faden und zaubert kunstvolle Stickereien auf den Kleidern, die sie näht. Sie weiß genau, was sie möchte und versucht ihren Traum zu erfüllen. Johann ist ebenso erfüllt von seiner Liebe zur Architektur, doch beide bekommen immer wieder Gegenwind zu spüren. Vor allem Leonora hat dabei wiederholt ihre Finger im Spiel.
Beate Sauer erzählt eindringlich und bildhaft. Der Schreibstil passt sich der damaligen Zeit an und erschafft Bilder im Kopf. Mit einigen erwarteten und vielen unerwarteten Wendungen wurde die Spannung aufrecht erhalten.  
Im Nachwort geht die Autorin noch mehr auf die damalige Wohnungsnot und auf reale Figuren dieser Zeit ein. 

Fazit:
Ein spannender historischer Roman, der die Wohnungsnot Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin schildert. Eindringlich und bildhaft erzählt. Leseempfehlung!


Vielen Dank an Lovelybooks und an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der andere Arthur - Liz Moore

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    • Gebundene Ausgabe: 377 Seiten
    • Verlag: ‎ C.H.Beck, 1. Auflage ( 22. Januar 2026)
    • Übersetzer: Cornelius Hartz
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3406843336
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3406843334
    • Originaltitel: ‎ Heft
    • Genre: Roman, Gegenwartsliteratur



C.H. Beck Kurzbeschreibung:
Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Letztes Jahr ist man um Liz Moores Roman "Der Gott des Waldes" nicht herumgekommen und auch bei mir landete er unter den besten Büchern 2025.
Nun wurde das Debüt der Autorin ebenfalls auf Deutsch übersetzt und ich durfte den Roman als Rezensionsexemplar vom C.H. Beck Verlag lesen.

Ich habe sowohl "Long Bright River" als auch "Der Gott des Waldes" gelesen und beide Geschichten sind völlig verschieden. Mit "Der andere Arthur" haben wir erneut eine ganz andere Geschichte vor uns, die aber ebenso fesselt.
Der titelgebende Arthur ist ein ehemaliger Literaturprofessor, der sein Haus seit einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen hat. Der Grund ist seine Fettleibigkeit. Selbst im Haus bewegt er sich nur mehr im Erdgeschoß und lässt sich von Lieferdiensten alles was er benötigt, zustellen.
Eines Tages erhält er einen Brief von Charlene Turner, mit der er eine rege Brieffreundschaft unterhält. Sie war einst Studentin an der Universität, wo er unterrichtet hat. In ihr erkannte er die eigene Einsamkeit wieder. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und kleine Verliebtheit. Als Charlene die Uni nach einem Semester verlässt, geht auch Arthur nicht mehr zurück und verschanzt sich in seinem Elternhaus in Brooklyn. Er flüchtet sich in die Fresssucht und auch Charlene bekommt ihr Leben nicht auf die Reihe. Als er nun nach einiger Zeit wieder Post von Charlene bekommt, ist er überrascht. Sie bittet Arthur ihrem Sohn Kel zu helfen und ihn zu unterrichten. Charlene und Kel möchten Arthur besuchen, was ihn leicht in Panik versetzt, denn er hat in seinem Briefen nicht immer die Wahrheit erzählt. Aber auch Charlene hat sich so einige Unwahhrheiten erlaubt....
Als er die blutjunge Yolanda engagiert, die sein Haus für den Besuch auf Vordermann bringen soll, erkennt sie schnell, wie einsam Arthur ist. Ihr fröhliches und optimistisches Naturell holt Arthur nach und nach aus seinem Schneckenhaus. Aber auch Yolandas Leben ist nicht einfach und so helfen sie sich gegenseitig.

Hier wechselt die Perspektive zu Kel als zweiten Ich-Erzähler. Für den nur mittelmäßigen Schüler steht Baseball an erster Stelle. Er möchte unbedingt Profispieler werden und schämt sich seiner alkoholkranken Mutter, die das Leben nicht meistert. Es gelingt ihr nicht, sich so um ihren Sohn zu kümmern, wie sie es gerne möchte. Das Leben hat sie desillusioniert.
Als ein Schicksalsschlag Kel völlig aus der Bahn wirft, erkennt er sehr schnell, wer wirklich seine wahren Freunde sind. Die Unsicherheiten und Ängste, die den jungen Mann begleiten, spürt man durch jede Zeile.

Liz Moore beschreibt die Charaktere sehr einfühlsam und ohne zu urteilen. Obwohl es sich um gesellschaftliche Randfiguren handelt, kann man sich in alle von ihnen einfühlen. Man leidet mit ihnen mit und möchte sie oftmals nur schütteln. Vor allem Arthur möchte man aus seiner Lethargie herausreißen. 
Alle Figuren in diesem Roman sind in ihrer tiefen Einsamkeit gefangen. Am ehesten öffnet sich Kel gegenüber anderen Menschen und mit Dee und Lindsey hat er auch zwei Freunde gefunden, die ihm beistehen.
Beide Erzählstränge bleiben bis zum Ende hin isoliert. Deshalb fand ich es etwas schade, dass Arthur und Kel bis zum Ende der Geschichte nicht aufeinander treffen. Eigentlich hätte ich mir durch den Klappentext dies erwartet. Trotzdem kann man sich ein sehr schlüssiges Bild von beiden Figuren machen und das leicht offene Ende lässt Spielraum für den Leser und seiner Fantasie.

Cover:


Fazit:
Liz Moore hat einen Roman über Vereinsamung, verpasste Chancen, Isolation, Trauer und unerfüllte Hoffnungen geschrieben, der unter die Haut geht. Dabei urteilt sie nicht, sondern bringt uns die Figuren sehr nahe. Ein ruhiger, aber intensiver Roman, der trotz des melancholischen Inhaltes Hoffnung versprüht.

Vielen Dank an den C.H. Beck Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Boss - Iliana Xander

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    • Broschiert: 336 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag, deutsche Erstausgabe (14. Januar 2026)
    • Übersetzer: Frank Dabrock
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453443810
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453443815
    • Originaltitel : ‎ All Eyes On Him
    • Genre: Thriller


Heyne Kurzbeschreibung:
Natalie Olsen und ihre beste Freundin Cara feiern ausgelassen in einem Club. Dann verschwindet Cara mit einem gutaussehenden Mann. Am nächsten Morgen liegt sie im Koma. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Natalie ist entschlossen, den Mann zu finden, der ihrer Freundin das angetan hat. Als sie den Unbekannten auf dem Cover eines Magazins entdeckt, ist klar: Es handelt sich um den erfolgreichen Unternehmer Geoffrey Rosenberg. Natalie nimmt einen Job in der Villa des charismatischen Millionärs an. Aber kaum betritt sie sein Haus, beschleicht sie ein grauenvoller Verdacht. Sie wollte ihrem neuen Boss eine Falle stellen. Doch was, wenn sie längst in seiner sitzt?

Meine Bewertung: noch * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challege

Meine Meinung:
Nachdem mich letztes Jahr "Love, Mom" von Iliana Xander extrem begeistert hat, war es klar, dass ich auch ihren neuen Thriller lesen werde. Leider kann dieser so gar nicht mit dem Vorgänger mithalten. 

Nathalie und Cara sind beste Freundinnen, die sich gemeinsam eine WG in New York teilen. Nach einer ausgelassenen Nacht in einem Club wird Cara am nächsten Morgen bewusstlos an einer Bushaltestelle gefunden und liegt seitdem im Koma. Ihr wurde ein Nervengift verabreicht und Cara kämpft ums Überleben. 
Nathalie möchte wissen, wer ihrer Freundin dies angetan hat und macht sich entschlossen auf die Suche nach dem rothaarigen "Hauptgewinn", wie Cara ihren Aufriss nannte. Als sie am Zeitungskiosk sein Bild auf dem Cover eines Magazins erkennt, ist sie wie elektrisiert. Es ist Geoffrey Rosenberg, ein Multimillionär, der mit Kryptowährung demnächst an die Börse gehen will. Sie fasst einen riskanten Plan und bewirbt sich als Aushilfskellnerin in seiner Villa. Sie möchte herausfinden, ob dieser Mann Cara in  in diese Lage gebracht hat. Als sie erfährt, dass es noch zwei weitere Mädchen gibt, die mit demselben Gift im Körper im Krankenhaus liegen, reift ein Plan in ihr. Sie möchte dem Boss eine Falle stellen....

Ich habe die 337 Seiten im Flugzeug von Colombo nach Wien in kürzester Zeit weggelesen. Die Story liest sich einfach und ist wieder sehr temporeich. Man fällt in einem ähnlichen Sog, wie bei "Love, Mom" und dennoch konnte mich "Der Boss" nicht wirklich abholen. 
Nach dem spannenden Epilog flachte die Story ab und der Zufall, wie Nathalie an den Job in der Villa kommt, war mir viel zu weit hergeholt. Hier muss man definitiv ein Auge zudrücken, um die restliche Story zu "genießen".
Von Beginn an ist klar, dass Nathalie in großer Gefahr schwebt. Die Atmosphäre in der Villa ist beängstigend und man hat das Gefühl, dass dort etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Die Angestellten sind zurückweisend und man bemerkt schnell, das sie Angst vor ihrem Boss haben. Jeder muss sich an bestimmte Regeln halten und Nathalie fällt dies ganz besonders schwer. Ihre Ideen, die oftmals sehr naiv gedacht sind, konnte ich nicht immer nachvollziehen. Manchmal stolpert man über Dinge, die mir seltsam oder unrund vorkamen.

Die Story wird hauptsächlich aus der Sicht von Nathalie erzählt. Dazu gibt es noch Kapitel eines "Unbekannten", der noch etwas mehr Rätselraten beim Leser erzeugt. Die Autorin spielt gekonnt mit Misstrauen, Manipulation und psychologischer Spannung.
Obwohl man durch die Story nur so fliegt, hatte sie für mich zu wenig Thrill und ist arg überzogen. Die Figuren sind sehr schwarz-weiß gemalt und man kann sie perfekt in die üblichen Schablonen zuordnen. Der erwartete Plot-Twist kommt fast zu früh, doch dann wird es sehr spannend und die Handlung zieht rasant an. Vor allem zum Ende hin hatte ich jedoch das Gefühl in einem billigen Agententhriller gelandet zu sein.
Den Hintergrund und die Auflösung fand ich hingegen gelungen. 

Cover:
von links nach rechts:
die beiden englischsprachigen Ausgaben und in der Mitte das bulgarische Cover

Fazit:
Nach "Love,Mom", welches von mir 5 Sterne bekommen hat, ist "Der Boss" leider eine Enttäuschung. Mich konnten weder die Charaktere, noch die Storyline wirklich überzeugen. Vieles war sehr überzogen dargestellt. Ich vergebe gerade noch 3 Sterne.


[Leserunde] Die Zukunft am Horizont - Alexandra Fischer

 

Nun sind wir beim letzten Band der Bahlow-Reihe angekommen, die Nicole und ich nun abschließen werden.

Am 16. Februar starten wir mit der gemeinsamen

LESERUNDE

zum fünften und letzten Band der von Bahlow Reihe von Alexandra Fischer

Die Zukunft am Horizont

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KLAPPENTEXT:
Apia, 1956: Während Westsamoa sich langsam dem Traum der Unabhängigkeit nähert, müssen auch die von Bahlows entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen. Ein neues Gesicht mit einem vertrauten Namen taucht in Apia auf und mit ihm die Geister der Vergangenheit. Vor allem Martha wird gezwungen, sich ihnen zu stellen, während Gertrud und Emilie in Kalifornien versuchen, ein neues Leben aufzubauen. Sefina hingegen muss sich gegen einen alten Feind behaupten und Paul trifft eine Entscheidung, deren Konsequenzen die gesamte Familie erschüttern. Inmitten politischer Umbrüche, persönlicher Prüfungen und einer sich wandelnden Gesellschaft muss jedes Familienmitglied entscheiden, ob es in Westsamoa eine Zukunft hat. Wird Tamalele am Ende wieder zur Heimat der von Bahlows oder endgültig zum Symbol eines verlorenen Traums?
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EINTEILUNG DES BUCHES:

Abschnitt 1: bis Seite 110, Alameda 1957, SEFINA
Abschnitt 2: bis 216, Los Angeles 1958, SEFINA
Abschnitt 3: bis Seite 324, Los Angeles 1959, SEFINA
Abschnitt 4: bis Seite 400, Apia 1960, MARTHA
Abschnitt 5: ab 400 bis Ende

Teilnehmer:
Nicole von Zeit für neue Genres
und
ich
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Weitere Mitleser sind herzlich willkommen!



Firewatch - Colin Hadler

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    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (19. Februar 2026)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264632
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264631
    • Genre: Thriller, Romantic Thrill



dtv Kurzbeschreibung:
Ein Jahr zuvor: Aaron übernimmt bei einem Ferienjob die Firewatch in einem kalifornischen Nationalpark. Stationiert im Firetower nebenan: Der gleichaltrige Schriftsteller Kian, der eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Aaron ausübt – obwohl er spürt, dass Kian etwas verbirgt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten – und kehrt nie zurück. Als die Ermittlungen eingestellt werden, fasst sein bester Freund Robin einen riskanten Plan: Er will Kian daten, um sein Vertrauen zu gewinnen und Aaron zu rächen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Nach dem Vampir-Thriller folgt ein weiteres Thriller-Untergenre, welches ich sehr selten lese.
Über vorablesen durfte ich das neue Buch von Colin Hadler lesen - mein erstes. Es ist kein normaler Thriller, sondern eine Mischung aus Suspence Romance/New Adult und eben dem Thrillerthema. Es hat mich ein bisschen an die Bücher von Karen Rose erinnert, die ebenfalls immer eine Liebesgeschichte beinhalten. Normaler Weise mag ich ja das nicht so, aber hier hat es perfekt zum Plot gepasst und hat sich perfekt eingefügt, auch wenn es mir manchmal doch zu spicy war. Dass es sich auch um Gay Romance handelt, war ebenfalls eine neue Erfahrung für mich.

Aaron, Robin und Haley sind beste Freunde. Haley ist die Beschützerin der Gruppe, Robin der zurückhaltende Träumer, der sich als Schauspieler versucht und Aaron ein Draufgänger, der nichts anbrennen lässt. Als er wieder einmal über die Stränge schlägt, schicken ihn seine Eltern während der Ferien als Firewatcher im Goldanfalls Nationalpark in Kaliforniern. Auf einem der beiden Firetowers soll er den Nationalpark überwachen und Brände sofort melden. Ohne Internet und Handy verläuft die Zeit nur langsam. Es gibt nur Funkkontakt zur Außenwelt und zum zweiten Turm, wo sich ein gewisser Kian den Job mit Aaron teilt. Für ihn verlässt Aaron heimlich seinen Posten und kehrt nicht mehr zurück. Er gilt als verschwunden. Als Monate später die Polizei die Ermittlungen einstellt, möchten Robin und Haley dies einfach nicht akzeptieren. Robin beginnt Kian, den Firewatcher im zweiten Turm, den sie als vermeintlichen Täter vermuten, zu stalken und aus ihm ein Geständnis heraus zu kitzeln. Dass dies in die Hose geht, ist wohl jedem von uns klar....

Eine Ausgangssituation, die ich als ziemlich naiv einschätze, die aber natürlich die Spannung in der Handlung erhöht. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit sind wir bei Aaron im Nationalpark und erleben, wie er sich dort nur schwer einlebt - bis er Kian kennenlernt. Es gibt ebenfalls Rückblicke in die Zeit davor, wie die drei gemeinsam Studium, Job und ihr tägliches Leben meistern, wobei Aarons Leben mehr aus Parties besteht.
In der Gegenwart begleiten wir Robin bei seinem Versuch mehr über den mysteriösen Kian zu erfahren, ihn in Sicherheit zu wiegen und sein Vertrauen zu erschleichen..
Dabei hat mich oft die Naivität von Robin gestört, der wirklich mehr als blauäugig seine Ideen umsetzt, um Kian als Aarons Mörder zu entlarven. Dabei gerät er selbst in einige kritische Situationen und empfindet schlussendlich immer mehr für den jungen Mann.

Fasziniert hat mich der Schreibstil des jungen österreichischen Autors. Er ist sehr dialoglastig, aber fesselnd und die Kapitel sind kurz und knackig gehalten. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, auch wenn ich oftmals den Kopf über Robins Naivität geschüttelt habe. Einige Szenen fand ich etwas weit hergeholt, blieb aber immer gerne in der Geschichte. Fasziniert hat mich, wie der Autor immer wieder versucht hat den Leser zu beeinflussen. Ich war mir nie sicher, wem ich trauen kann und wem nicht. Colin Hadler hat dies perfekt umgesetzt.

Zum Ende hin gibt es eine unerwartete Wendung, die ich nicht kommen sah. Hier passte dann die Bezeichnung Thriller perfekt, denn es wird blutig und schockierend. 

Fazit:
Der Suspence Romance Anteil ist bei diesem Thriller hoch, liest sich aber flott weg und hat sich perfekt in den Plot eingefügt. Kurze Kapitel und überraschende Wendungen halten den Spannungsanteil hoch. Manche Szenen fand ich etwas weit hergeholt, aber insgesamt habe ich "Firewatch" gesuchtet und schnell weggelesen. Für New Adult Leser, die auch gerne Thriller lesen und für Thriller Leser, die sich nicht an einigen spicy Szenen stören. 


Vielen Dank an vorablesen und dtv für das Rezensionsexemplar!


Die Nelkentochter - Tessa Collins

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    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Ullstein Taschenbuch, 2. Auflage, ( 31. Juli 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3548068863
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3548068862
    • Genre: zwei Zeitebenen, Roman
    • Reihe: ja - Band 3 der Blumentöchter


Ullstein Kurzbeschreibung:
Nach dem Tod ihrer Großmutter hat Lali den Halt verloren. Bei Rose hat sie Trost und Wärme gefunden, nachdem ihre eigene leibliche Mutter die Familie früh verlassen und nach Sri Lanka gegangen ist ist. Lali hat nie begreifen können, wieso ihre Mutter das getan hat, und ist nun vollkommen überrumpelt, als sie in der Gärtnerei eine Gedichtsammlung von ihr findet. Die feinfühligen Texte brechen in Lali etwas auf und sie beschließt, ihre Mutter endlich zur Rede zu stellen. Zum ersten Mal in ihrem Leben verlässt sie ihr Nest in Cornwall und geht nach Sri Lanka. Dort begibt sie sich auf die Spuren einer alten Teeplantage und stößt auf ein großes Familiengeheimnis …

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Reiselust Challenge

Meine Meinung:
Normaler Weise mag ich es weniger, wenn ich einfach irgendwo in einer Reihe anfange, aber aus bestimmten Gründen habe ich mir den dritten Band der Blumentöchter Reihe von Tessa Collins aka Silke Ziegler gekauft. Da ich für zwölf Tage nach Sri Lanka gereist bin, wollte ich mich vor der Reise auch literarisch einstimmen. Da fiel mir dieses Buch in die Hände.....
Tatsächlich habe ich es dann ein bisschen vor meinem Urlaub, aber größtenteils während der beiden Flüge gelesen und mich auf die "Perle im Indischen Ozean" eingestimmt.

Lali ist Mitte zwanzig, lebt bei ihrem Vater und sucht verzweifelt nach ihrem Lebensinhalt. Ein Praktikum nach dem anderen und wieder nicht der Beruf, der in ihr das Feuer entbrennen lässt. Wann wird sie endlich etwas finden, was ihr Spaß macht? Auch ihr Singledasein scheint sich nicht ändern zu wollen, denn ihre Dates verlaufen ähnlich desaströs, wie die Jobsuche.
Lalis Mutter hat Cornwall verlassen, als Lali ein Kleinkind war. Besonderen halt ihr daraufhin ihre Großmutter Rose gegeben, die vor kurzem verstorben ist. Als sie in der Gärtnerei der Großeltern ein Büchlein mit Gedichten ihrer Mutter findet, wird in ihr der Wunsch wach, ihre Mutter in Sri Lanka zu besuchen. Sie möchte endlich wissen, warum sie ihr Kind damals einfach verlassen hat.
Doch die Ankunft auf der Teeplantage ist nicht, wie es sich Lali vorgestellt hat. Ihre Mutter begrüßt sie mit den Worten "Du hättest nicht herkommen sollen" und weckt in ihr tiefe Enttäuschung. Erst nach und nach entdeckt Lali warum ihre Mutter Isha diesen Satz zu ihr gesagt hat, die selbst ohne Mutter aufgewachsen ist und schlicht Angst um ihr Kind hat. Isha denkt, dass ihre Familie unter einem Fluch leidet, der besonders die Frauen der Familie betrifft. Lali beginnt ein bisschen in der Familiengeschichte zu graben. Dabei hilft ihr Santosh, der Geschäftsführer der Plantage, der ihr auch die Schönheit der Insel näher bringt.

In einem zweiten Handlungsstrang geht es zurück in die Achtziger Jahre, als in Sri Lanka der Bürgerkrieg zwischen den mehrheitlich auf der Insel lebenden Singhalesen und den Tamilen ausbrach. Die Tamil Tigers, die tamilischen Separatisten, wollten damals einen eigenen unabhängigen Staat gründen.
Zu dieser Zeit leben Isha und ihre Schwester Nashreen mit ihre Mutter Saliya und Vater Parmod auf der gut gehenden Teeplantage im Hochland. Doch der Bürgerkrieg kommt immer näher und wird zum Schicksal der Familie...
Dieser Strang hat mich emotional sehr bewegt, denn er erzählt über die schwierigen Zeiten in diesem Land und die Auswirkungen des Bürgerkrieges auf die Menschen, die darunter leiden mussten. Erst 2009 kam es zu einem endgültigen Waffenstillstand. Heute leben Tamilen und Singhalesen wieder friedlich zusammen. Neben einem buddhistischen steht unweit daneben ein tamilischer Tempel, sowie eine Moschee und eine Kirche. Das fand ich wirklich wunderbar!

Der Roman spielt Großteils im Hochland rund um Nuwara Eliya und in Colombo. Tessa Collins gelingt es die wunderschöne Landschaft des Hochlandes und auch die kulturelle Vielfalt der Insel
einzufangen. Ich war gespannt wie authentisch Tessa Collins uns diese vermitteln wird. Ich muss sagen, dass es ihr gut gelungen ist, auch wenn ich beim Lesen der Geschichte oftmals eine ganz andere Vorstellung hatte, als es dann tatsächlich aussah. Das liegt aber eindeutig an mir und meiner Fantasie.
Mich hat das Hochland von Sri Lanka richtig verzaubert. Als Liebhaber von nicht zu hohen Temperaturen empfand ich die etwas kühleren Temperaturen richtig angenehm und die bergige Landschaft wunderschön.

©Martina Luger

Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht lesen und ist sehr bildhaft. Die einzelnen Figuren sind lebendig beschrieben. Auf der einen Seite hat mich Lalis Unsicherheit manchmal nur mehr den Kopf schütteln lassen, auf der anderen Seite imponierte mir ihre plötzliche Begeisterung und ihre bestimmende Art neue Dinge anzugehen. Sie hat sich deutlich weiterentwickelt.
Tessa Collins hat hier zwar nicht unbedingt das Rad neu erfunden, aber das soll sie auch gar nicht. Allerdings empfand ich doch einiges sehr vorhersehbar oder etwas unglaubwürdig (ich will hier nicht spoilern, aber jemanden, den man nur von alten Fotos kennt in einer Großstadt zu suchen und zu finden, erscheint mir etwas sehr unglaubwürdig). Oftmals lösen sich Konflikte auch etwas zu leicht und schnell. Dennoch finde ich, dass diese Art von Romanen besonders von den bildhaften Beschreibungen des Landes leben! Genau deshalb liest man diese Geschichten und genau DAS liebe ich auch daran.

Fazit:
Die Mischung aus Selbstfindung, kulturellen Eindrücken und einem Familiengeheimnis ist immer eine gute Option für spannende Lesestunden.
Wer die "Sieben Schwestern Reihe" von Lucinda Riley mochte, wird sich sicher genauso gerne von Tessa Collins in die weite Welt entführen lassen, um diverse Familiengeheimnisse aufzudecken. 


 

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