Die Yacht - Sarah Goodwin

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    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Lübbe, 1. Aufl.,  28. März 2025
    • Übersetzer: ‎ Dr. Holger Hanowell
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3404194292
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3404194292
    • Originaltitel: ‎ The Yacht
    • Genre: Thriller



Lübbe Kurzbeschreibung:
Eine exklusive Silvesterparty auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia. Als Hannah von der wohlhabenden Libby und deren Ehemann eingeladen wird, sieht sie dem Abend nicht nur mit Vorfreude entgegen. Obwohl die beiden Frauen schon lange befreundet sind, wiegen die sozialen Unterschiede schwer. Bereits kurz nach der Ankunft fühlt Hannah sich wie Libbys persönliches Sozialprojekt und beschließt, an Neujahr frühestmöglich abzureisen. Doch am nächsten Morgen stellt sie mit Entsetzen fest, dass die Yacht auf dem offenen Meer treibt - mit leerem Tank, nur wenigen Vorräten und ohne die Möglichkeit, Hilfe zu rufen. Schon bald wird der erste Passagier vermisst ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challemge

Meine Meinung:
Sarah Godwin ist eine Autorin, bei der ich nie genau weiß, was ich bekommen werde. Mein erstes Buch von ihr, "Die Insel" hat mir sehr gut gefallen. Danach kam "Das Resort", welches ich mittlerweile noch schlechter bewerten würde, als bei meiner Rezension letztes Jahr. Umso gespannter war ich auf ihren diesjährigen Thriller "Die Yacht".

Der Thriller spielt an Silvester. Hannah ist zur exklusiven Silvesterparty auf der Luxus-Yacht ihrer Freundin Libby und deren Mann Olly vor der italienischen Küste eingeladen. Hannah ist die einzige im Freundeskreis ehemaliger Studentinnen, die nicht in der obersten (Geld-)Liga mitspielt. Umso überraschter ist sie, als sie feststellt, dass bei der diesjährigen Silvesterparty nicht wie üblich jede Menge Leute geladen sind, sondern nur sie, ihre Freundin Maggie mit ihrem Verlobten Leon und Harry, ihr heimlicher Schwarm von damals. Der Künstler ist erst vor nicht allzu langer Zeit entdeckt worden und nun auch in den Kreis der Reichen und Schönen aufgestiegen. 
Hannah fühlt sich von Beginn an nicht wohl auf der Yacht. Obwohl sie mit Libby und Maggie noch immer in Kontakt ist, klaffen zwischen den drei Freundinnen finanzielle und gesellschaftliche Welten. Außerdem kommt sich Hannah vor, als müsste sich Libby vor ihr brillieren und zeigen, was sie sich im Gegensatz zu Hannah alles leisten kann. Viel zu schnell kippt die Stimmung und es kommt zwischen der Gruppe zu Sticheleien. Neid und Missgunst, exzessiver Alkohol- und Drogenkonsum lädt die Stimmung noch weiter auf. Hannah nimmt sich vor die Yacht am nächsten Morgen zu verlassen. Doch am nächsten Tag treibt diese auf dem offenen Meer. Es gibt keinen Treibstoff und die Verbindung zur Außenwelt ist gekappt. Wo am Vorabend noch mit dem Essen geprasst wurde, sind die Vorräte beachtlich geschrumpft und müssen rationiert werden. Schon bald liegen die Nerven blank und vor allem die beiden Männer von Libby und Maggie agieren übergriffig und werden immer gefährlicher. Als plötzlich eine der sechs Menschen an Bord verschwunden ist, eskaliert die Situation.

Ich liebe ja "Locked Room Stories" und da bin ich bei Sarah Goodwin richtig. Die Dynamik zwischen den sogenannten Freunden ist eine der großen Stärken dieser Geschichte, die aus der Sicht von Hannah erzählt wird. Wir teilen ihre Gedanken und Ängste und erfahren, warum sie an der Freundschaft zwischen Libby und Maggie festhält, obwohl beide auf Hannah herabsehen. Für sie wird die Situation immer brisanter. Sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen oder ob sie überhaupt irgendjemand auf der Yacht vertrauen kann. Misstrauen wird rasch zur Paranoia und die Geschichte zu einem Survival Drama.

Alle Charaktere, außer Hannah und der etwas undurchsichtige Harry, sind richtig unsympathisch. Vor allem Leon hat mich beim Lesen mit seinen frauenfeindlichen Aussagen immer wieder auf die Palme gebracht. Hannah ist hingegen eine starke Protagonistin, die über sich hinauswächst. Trotzdem steckt sie in einer schier ausweglosen Situation, die auf kein Happy End schließen lässt. Die unterschwellig bedrohliche Stimmung zieht sich durch den ganzen Roman. 
Über einige kleine Logikfehler konnte ich hinwegsehen. Einzig das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen und fand ich etwas überzogen, aber sonst hat mich dieser Thriller gut unterhalten.

Cover:

Diesmal habe ich nur dieses englischsprachige Cover gefunden. Das Schiff sieht auf jeden Fall mehr nach Luxusyacht aus, als auf dem deutschsprachigen Cover. Dieses wirkt etwas mickrig und nicht wirklich luxuriös. Der im Thriller angesprochene Hubschrauber, der sich auf der Yacht befindet, würde darauf keinen Platz finden ;) 

Fazit:
Wer gerne Survival Thriller und Locked Room Stories liest, kommt hier auf seine Kosten und bekommt einen spannenden Thriller vorgesetzt, der zwar einige nicht ganz realistische Szenen beinhaltet, aber mir trotzdem gut gefallen hat. Man bekommt eine packende Story und einen tollen Plot.

1 Kommentar:

  1. Hallo Martina,

    hier haben wir ähnlich empfunden. Mich hat es auch gut unterhalten und ich bin wirklich froh, dass ich mir noch einmal ein Buch der Autorin geschnappt habe.

    Liebe Grüße
    Nicole

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