Locked in - Henri Faber

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    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 1. Auflage (15. Mai 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423264233
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423264235
    • Genre: Thriller



dtv Kurzbeschreibung:
In Heidelberg verschwinden Menschen. Die Hoffnung, sie lebend wiederzusehen, sinkt von Tag zu Tag. Als Kommissar Paul Maertens endlich eine Spur zum Entführer findet, kommt es bei der Festnahme zu einem fatalen Unfall. Der Täter fällt ins Wachkoma, und seine Opfer scheinen verloren. Um sie zu retten, bleibt Maertens nur eine Chance: Der berühmte Neurologe Dr. Theo Linde hat eine Methode entwickelt, mit der er die Gedanken von Komapatienten lesen kann. Gemeinsam dringen sie in das Bewusstsein des Täters ein, um das Versteck der Entführten zu finden. Doch die Uhr tickt. Hinter jedem Gedanken verbirgt sich ein Hintergedanke. Und das Böse lauert nicht nur im Kopf des Entführers.

Meine Bewertung: * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Das ist mein drittes Buch des österreichischen Thriller-Autors und ich muss leider sagen, dass mich "Locked In" bisher am aller wenigsten überzeugen konnte. Dabei finde ich das Thema und die Idee wirklich toll.

In Heidelberg und Umgebung verschwinden innerhalb kurzer Zeit Menschen. Diese Entführungen halten Kommissar Paul Maertens und sein Team auf Trab, denn er kann zwischen all den Entführungsopfern einfach keine Gemeinsamkeiten finden. Als er bei einem Einsatz auf den vermeintlichen Entführer schießt, fällt dieser daraufhin ins Koma. Somit schwindet die Möglichkeit ein noch nicht aufgefundenes Entführungsopfer zu finden. Maertens erhofft sich durch den berühmten Dr. Theo Linde, einer Koryphäe auf seinem Gebiet, Unterstützung. Dieser hat einen Apparat erfunden, mit dem er mit Komapatienten kommunizieren kann. Kann Maertens noch rechtzeitig eingreifen und das letzte Opfer dank dieser Maschine finden?

Die Idee, in einem Thriller mit Hilfe eines neurologischen Verfahrens in den Kopf des Täters zu sehen, fand ich sehr spannend und innovativ.
Nach einem wirklich guten Start, der neugierig macht, wird der Thriller leider immer verworrener. Ich habe kein Problem mit vielen verschiedenen Erzählperspektiven, aber hier wurden sie oftmals viel zu abrupt gewechselt. Außerdem fehlte es mir an einer durchgehenden Spannung und Tiefe. Zusätzlich verwirrt der Autor den Leser mit zu vielen und zu raschen Wendungen. Ab der Mitte wurde es mir einfach zu viel, denn Faber stellt alles bis dahin gelesene auf den Kopf und das Tempo zieht nochmals an.
Die Geschichte verlor irgendwie ihren Fokus und das eigentliche Thema, im eigenen Körper eingesperrt zu sein ("Locked in") trat zunehmend in den Hintergrund. Die vielen Wendungen machten es schwierig der Handlung konzentriert zu folgen. 
Insgesamt waren es mir einfach zu viele konstruierte und wirre Szenen, zu viele Ungereimtheiten und Zufälle. Auch der Epilog war mir einfach zu viel des Guten.

Der Schreibstil von Henri Faber hebt sich von anderen Autoren ab. Er schreibt sehr knackig, die kurzen und knappen Kapitel und die schnell wechselnden Perspektiven muss man mögen. Ich hatte bei seinen Vorgängern damit keine Probleme und im Großen und Ganzen auch nicht bei "Locked in"...es war mir hier nur einfach alles sprunghaft und zu unglaubwürdig. Schade!

Fazit:
Im Großen und Ganzen hat mich dieser Thriller von Henri Faber leider ab der Hälfte nicht mehr abholen können und hat meinen Geschmack nicht getroffen.




1 Kommentar:

  1. Liebe Martina,
    ich lese ja nicht mehr so gerne Thriller, weil mir manche Wendungen einfach zu konstruiert erscheinen.
    Es ist gut zu wissen, dass auch du zu den Leserinnen zählst, die mal keine gute Bewertung abgeben und die Kritik beim Namen nennt. Es ist in letzter Zeit bei vielen Büchern so, dass sie in den Himmel gelobt werden.

    Liebe Grüße
    Barbara

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