- Taschenbuch: 320 Seiten
- Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. April 2017)
- ISBN-10: 3956496787
- ISBN-13: 978-3956496783
- Originaltitel: The Heavenly Italian Ice Cream Shop
- Genre: Roman, Gegenwartsliteratur
- Reihe: ja - Band 2
Mira Kurzbeschreibung:
Der gebürtige Italiener und die Engländerin Anna wagen das Abenteuer und ziehen vom nasskalten Brighton ins sonnenverwöhnte Sorrent. Hier wollen sie eine Gelateria eröffnen und ganz Italien mit ihren Eiskreationen verzaubern. Eigentlich eine brillante Idee, wäre da nicht Matteos verrückte, laute Verwandtschaft. Insbesondere Mamma Elisa hat ihre eigenen Vorstellungen, wie italienische Eiscreme zu schmecken hat. Eines steht fest, dass wird ein turbulenter Sommer …
Meine Bewertung: schwache * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Als ich entdeckte, dass dieser Roman, den ich bei Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen habe, der Folgeband zu "Viviens himmlisches Eiscafé" ist, habe ich noch schnell zu Band 1 gegriffen, der noch in meinem SuB-Regal schlummerte. Vor kurzem habe ich euch meine Rezi dazu hier vorgestellt *klick*
Anna und Matteo leiten mittlerweile Viviens himmlisches Eiscafé in Brighton, das Imogen und Anna von Vivien vererbt bekommen haben. Matteo beginnt jedoch immer mehr an Heimweh zu leiden und möchte zurück nach Italien. Da Anna ihren Freund glücklich wissen möchte und auch die gemeinsame Tochter Isabella den italienischen Familienzweig besser kennenlernen sollte, mieten sie für ein halbes Jahr ein Eiscafé in Sorrent. Auch in Italien werden Anna's Eiskreationen ein Renner, doch mit dem Auftauchen von Matteos Mutter, ziehen die ersten dunklen Wolken am Himmel auf. Sie möchte der jungen Familie unter die Arme greifen und drängt sich immer mehr zwischen Anna und Matteo.......
Nachdem ich vor kurzem den ersten Band gelesen habe, war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Die ersten Kapitel sind auch wirklich amüsant, jedoch schleicht sich bald wieder das Gefühl ein, dass hier ein Ereignis nach dem anderen aneinandergereiht wird. Kaum ist man in den Abschnitt eingetaucht, folgt der Szenenwechsel. So hat man große Mühe Emotionen für all die Konflikte aufzubringen, die sowieso wieder viel zu schnell und problemlos gelöst werden und sich alles in Wohlbefinden auflöst.
Obwohl man natürlich weiß, dass es sich hier um einen luftig leichten Sommerroman handelt, wurden mir auch im Folgeband viele Dinge zu oberflächlich behandelt. Ein unterhaltsamer Roman, mit dem man dem Alltag entfliehen kann, muss nicht unbedingt seicht sein! Dazu gibt es viele Beispiele....
Doch Abby Clements hat sich mit "Das Glück schmeckt nach Zironeneis" leider nicht gesteigert, sondern hat meiner Meinung nach zu viele Handlungsstränge angerissen, die nebeneinander laufen. Besonders bei der Geschichte um den geheimnisvollen Brief von Großmutter Vivien hätte ich mir viel mehr Informationen gewünscht. Hier steckte so viel Potential drinnen und doch wurde dieses Thema wieder nur angerissen und nicht ausgeschöpft. Auch den Strang rund um Clarissa fand ich völlig überflüssig, denn er trug zur Handlung eigentlich nicht wirklich viel bei.
Einzig Imogens Wandlung fand ich gelungen. Die jüngere Schwester, die nicht sesshaft werden möchte, entwickelt sich im Laufe dieses Bandes wirklich weiter. Ihre inneren Konflikte und der Wunsch mehr aus ihrem Leben zu machen bzw. den Entschluss welche Richtung sie in Zukunft einschlagen möchte, hat die Autorin gut und nachvollziehbar beschrieben (mit Ausnahme einer völlig übereilten Reaktion, die ich nicht nachvollziehen konnte).
Die traumhaft schöne Landschaftsbeschreibungen rund um die Amalfiküste weckten Urlaubsehnsüchte in mir. Am liebsten würde man die Koffer packen und dem regenerischen Wetter hier den Rücken kehren.
Trotz der vielen Kritikpunkte ist dies eine leichte Sommerlektüre und ich hatte auch nichts anderes erwartet. Unterhalten hat mich der Roman allemal, auch wenn er mich etwas enttäuscht zurück lässt.
Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, die sich schnell weglesen lässt, sollte zugreifen. Ein Must-Read ist der Roman allerdings nicht wirklich. Und deshalb auch meine 3 Sterne Bewertung, die bei mir heißt: Kann man lesen, muss aber nicht sein.
Schreibstil:
Auch diesmal ist der Schreibstil wieder flüssig und lässt sich gut lesen, bleibt aber wieder sehr oberflächlich. Man fliegt durch die Seiten und hat trotzdem das Gefühl nicht wirklich anzukommen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Anna oder Imogen erzählt.
Cover:
Auch diesmal wurde das englische Originalcover übernommen. Jedoch kann ich nicht verstehen, warum es so unterschiedlich zu Band 1 ist, das ich wirklich sehr gelungen fand. Ich dachte es liegt beim deutschen Roman am Verlagswechsel, doch sehe ich nun, dass auch das Originalcover verändert ist.
Die leuchtenden Pastelltöne und der Blick auf die Piazza spiegeln den Inhalt des Romans zu 100% wider. Ich finde es zwar passend und auch gelungen, aber irgendwie stört es mich, wenn Reihen nicht zusammenpassen. Wie geht es euch damit?
Fazit:
Der Folgeband zu "Viviens himmlisches Eiscafé" ist leider schwächer als sein Vorgänger. Der Roman bietet kurzweilige Unterhaltung, bleibt aber sehr an der Oberfläche. Die vielen Ereignisse und verschiedenen Stränge werden zu schnell abgehandelt und man keine richtige Beziehung und Emotionen zu den Charkteren aufbauen. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Vielen Dank an Harper Collins (Mira Taschenbuch) und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar

















Hallo Martina,
AntwortenLöschenich finde Titel und Cover versprechen hier doch gleich eine schöne Lektüre für den Sommer.
Schade, dass die Handlung etwas "gestelzt" wirkt. Ich glaube das ist etwas, was mich auch stören würde.
Was deine Frage zu den Buchcovern angeht: Ich denke es würde mich zwar nicht allzu sehr stören, wenn die Cover unterschiedlich sind, allerdings finde ich ähnliche Cover bei einer Reihe viel sinnvoller. Der Leser erkennt gleich beim Vorbeigehen, dass der nächste Teil nun erhältlich ist. Im Regal machen sich Cover, die zusammenpassen natürlich auch etwas besser.
Ganz liebe Grüße
Tanja
Hallo liebe Tanja,
Löschenbei der LR war es so, dass kaum jemand bemerkt hat, dass es ein zweiter Teil war. Das war schade....gut, dass ich Teil 1 zuhause hatte =) Aber an den Covern merkt man es ja überhaupt nicht und auch weil noch der Verlag ein anderer ist....
LG Martina
Liebe Martina,
AntwortenLöschenschade, dass dich das Buch nicht sie richtig überzeugen konnte. Aber der nächste Rooman wird bestimmt wieder besser.:)
Das stimmt, die Cover zu den beiden Büchern sind doch recht unterschiedlich; mir gefallen aber beide Varianten, mit leichter Tendenz zum Band 1 - Bild.
Cover sind mir im Allgemeinen aber nicht ganz so wichtig, da ich mir die meisten Bücher nur ausleihe und nicht ins Regal stelle.
Übrigens wurde jetzt das letzte Titanic-Buch von Christiane Lind auch umbenannt und mit neuem Cover versehen. Nachträgliche Titeländerungen finde ich da schon etwas störender ;)
Liebe Grüße von Conny
Tatsächlich...das habe ich gar nicht mitbekommen, dass das Buch von Christiane Lind ein neues Cover bekommen hat! Wieso das denn?
LöschenIch bin auch kein Coverkäufer, aber wenn ich das Buch bzw. die Reihe im Regal stehen habe, sehe ich es totzdem lieber, wenn sie zusammenpassen!
Liebe Grüße
Martina