Sanfte Rache - Sandra Brown





    • Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
    • Verlag: Blanvalet Verlag (12. Dezember 2016)
    • ISBN-10: 3764505621
    • ISBN-13: 978-3764505622
    • Originaltitel: Mean Streak


       

 Blanvalet Kurzbeschreibung: 
An einem eisigen Wintermorgen verschwindet die Kinderärztin Emory Charbonneau bei einer Joggingrunde auf einer einsamen Bergstraße spurlos. Ihr Mann Jeff meldet sie als vermisst, doch als die Ermittlungen endlich beginnen, ist die Spur bereits kalt. Während die Polizei Jeff selbst verdächtigt, erwacht Emory in Gefangenschaft eines geheimnisvollen Mannes. Sie versucht alles, um ihm zu entkommen, muss aber schnell feststellen, dass die wahre Bedrohung für ihr Leben nicht von ihrem Entführer ausgeht. Und obwohl sie weiterhin Angst vor ihm hat, sprühen zwischen den beiden bald auch die Funken der Leidenschaft …

Meine Bewertung: * * *

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Meine Meinung:
Die Thriller oder Spannungsromane von Sandra Brown lese ich schon jahrelang sehr gerne. Ich würde sie eher unter Ladythriller einordnen, denn außer der Spannung finden wir auch immer wieder eine aufkommende Liebesbeziehung. Sie nimmt allerdings nie so viel Raum ein, wie bei ihrer amerikanischen Autorenkollegin Karen Rose, sondern bleibt eher im Hintergrund. Bei "Sanfte Rache" ist dies ebenso, auch wenn der Schuss Romantik/Erotik eher erst im letzten Teil zu finden ist.

In ihrem neuersten Roman lernen wir Emory Charonneau kennen. Sie ist Kinderärztin und ein richtiger Gutmensch. Gemeinsam mit ihren beiden Arztkollegen führt sie eine Gemeinschaftspraxis, die sehr erfolgreich ist. Zurzeit trainiert sie fleißig für einen Wohltätigkeitslauf - einen Marathon, den sie selbst organisiert hat. Am Wochenende möchte sie in den Bergen North Carolinas noch trainieren und bespricht mit ihrem Ehemann noch die Route. Dabei kommt es zu einem heftigen Streit, als Emory beschließt noch einen Tag länger in der unwirtlichen Region zu bleiben. So meldet ihr Ehemann Jeff sie auch erst nach dem Wochenende als vermisst, was ihn von Beginn an zum Hauptverdächtigen der Polizei macht.
Bevor Emory überhaupt gesucht wird, erwacht sie in einer einsamen Berghütte mit einer großen Platzwunde am Hinterkopf. Der sehr schweigsame und geheimnisvolle Mann, der wie ein Einsiedler ohne Strom und Verbindung zur Außenwelt lebt, versucht alles, damit sie nicht entkommen kann. Er erzählt ihr, dass er sie bewusstlos im Schnee gefunden und in seine Hütte gebracht hat. Die schlechten Wetterbedingungen spielen ihm dabei in die Hände und so sitzen sie in ihrer einsamen Bleibe fest. Doch bald ahnt nicht nur Emory, sondern auch der Leser, dass die Gefahr nicht von diesem Mann ausgeht, sondern sie draußen in den Bergen und im Wald zu finden ist.....

Die erste Hälfte ist gewohnt spannend geschrieben und man überlegt fieberhaft, wer hinter dem Überfall auf Emory steckt und welches Spiel der Entführer spielt. Es entwickelt sich ein Gespinst aus Lügen und Intrigen, das sich nach und nach zu entwirren beginnt. In der Mitte schleichen sich allerdings ein paar Längen in die Geschichte, die aber beim spannenden Finale schnell vergessen sind. Besonders die überraschende Wendung kurz vor Schluss ist der Autorin absolut gelungen!

Was mir nicht gefallen hat, war der Hintergrund des Entführers und seine Geschichte, die ich als ziemlich konstruiert und unglaubwürdig empfand. Die Charakterbeschreibungen der ermittlenden Detectives, wie Special Agent Jack Connell vom FBI oder die örtlichen Polizisten, Knight und Grange, die das Verschwinden von Emory untersuchen, sind zwar gelungen, aber wie von der Autorin gewohnt, einseitig dargestellt. Diese typische amerikanische schwarz-weiß Malerei der Charaktere finden wir leider sehr oft bei Autoren und Autorinnen aus den Vereinigten Staaten. Selten erleben wir Figuren, die nicht in dieses Schema fallen. Das ist schade und schmälert in letzter Zeit immer mehr meine Lesefreude.
Mit überraschenden Wendungen und einem Schuss Romantik bleibt sich die Autorin ihrem Stil treu, wobei ich allerdings schon bessere Bücher von ihr gelesen habe.


Cover:

Drei sehr ähnliche Cover, die alle die Silhuette eines Mannes von hinten zeigen. Auch der winterliche Touch ist gegeben. Auffällig finde ich, dass der Name der Autorin bis auf einmal immer größer als der Titel des Buches abgebildet ist (auch bei der deutschen Ausgabe).

Fazit:
Ein durchschnittlicher Thriller aus der Feder von Sandra Brown, der in der Mitte ein paar Längen aufweist, aber mit einem spannenden Finale aufwarten kann. Mit dem Quäntchen Romantik entsteht ein weiterer typischen Roman der Autorin.Ganz nett, aber es gibt Besseres von der Autorin.


2 Kommentare:

  1. Ach schade, ich hatte das Buch auch noch auf meiner Wunschliste. Mal gucken, ob ich das jetzt noch lese :P

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    1. Vielleicht gefällt es dir ja besser....ich habe momentan auch eine kleine Leseflaute...sprich mir gefällt zur Zeit sehr wenig richtig gut. Es ist nicht schlecht, aber es gibt auch bessere Bücher von ihr. Lies doch noch ein paar andere Rezis oder mach dir selber ein Bild! =)
      Liebe Grüße
      Martina

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