[Abgebrochen] Brooklyn - Colm Tóibin




    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. Januar 2016)
    • ISBN-10: 3423086491
    • ISBN-13: 978-3423086493
    • Originaltitel: Brooklyn
    • Genre: Historischer Roman


dtv Kurzbeschreibung:
Die junge Irin Eilis Lacey wandert um 1950 nach Amerika aus, um in Brooklyn Arbeit zu finden. Sie wird Verkäuferin in einem Warenhaus. Die Anpassung fällt schwer, das Heimweh ist groß - bis sie Tony begegnet. Mit dem jungen Italiener an ihrer Seite eröffnet sich eine rosige Zukunft. Da ruft eine tragische Nachricht sie zu ihrer Mutter nach Südirland zurück. In der vertraut-fremden Heimat trifft sie Jim wieder. Eilis muss sich entscheiden.

Meine Bewertung: abgebrochen 

Meine Meinung:
Wie hatte ich mich auf dieses Buch gefreut, da ich die Filmvorschau wirklich toll fand! Und gleich vorab: Den Film werde ich mir sicherlich noch auf DVD holen, wenn es ihn dann bald mal zu kaufen gibt! Denn ich gebe diese Geschichte nicht so schnell auf, weil mich das Thema eigentlich sehr interessiert. Ich kam hier einfach mit dem Schreibstil gar nich zurecht!
Obwohl ich viele historsiche Romane lese und es auch Romane mit sehr "alten" Schreibstil gibt, die aber zur historischen Geschichte passen, konnte ich mich hier in die 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht einfühlen. Es gab viele Dialoge, aber der Schreibstil selbst war richtig altmodisch. Ich quälte mich durch die ersten hundert Seiten, aber ich habe dann das Buch abgebrochen und hoffe nun auf den Film, den ich mir auf jeden Fall noch anschauen werde.


Das sprechende Kreuz - Tereza Vanek




    • Broschiert: 464 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag (12. November 2015)
    • ISBN-10: 3956690400
    • ISBN-13: 978-3956690402
    • Genre: Historischer Roman




Amazon Kurzbeschreibung: 
Johanna Schneiders Familie kam mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko und hat sich 1865 in Valladolid in Yucatan niedergelassen, wo sie einen Eisenwarenladen betreiben. Dort trifft Johanna Carlos Mendez, den Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers, der sich in sie verliebt und sich heimlich mit ihr verlobt. Doch sein Vater offenbart ihm ein lang gehütetes Geheimnis, das Carlos veranlasst, die Stadt fluchartig zu verlassen und zu den aufständischen Indios nach Yucatan zu fliehen. Johanna folgt ihm verzweifelt mit ihrer indianischen Dienerin Maruch und findet ihn krank in der Stadt Tulum, die von einer gefährlichen Frau beherrscht wird, María Uicab, die sowohl hohe Priesterin als auch ungekrönte Königin der Mayas ist. Sie zelebriert das Ritual des sprechenden Kreuzes, wodurch sie Weisungen von den Göttern empfängt. Da die Mayas jedoch einen Aufstand planen, weil das göttliche Orakel durch das sprechende Kreuz einen Angriff auf die weißen Eroberer befiehlt, geraten Johanna und Carlos in Lebensgefahr …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon länger steht dieser historische Roman, der in Mexiko spielt, auf meiner Wunschliste. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als es dazu eine Leserunde bei Lovelybooks gab und ich diesmal Glück hatte.

Im Mittelpunkt steht die österreichische Auswandererfamilie Schneider, die sich im 19. Jahrhundert in Valladolid eine neue Existenz aufbauen will. Der Vater der beiden Töchter, Johanna und Kornelia, hat nach dem Tod seiner Frau eine Mexikanerin geheiratetet, die ein kleines Feinkostgeschäft mit in die Ehe bringt. Während der Vater seine Töchter damit versorgt glaubt, widmet er sich der Malerei und seine Frau dem Müßiggang. So führen die beiden Töchter das Geschäft, das sich auf europäische Erzeugnisse spezialisiert hat. Vorallem Johanna ist eine sehr tüchtige Geschäftsfrau, während Kornelia mehr durch ihre blonden Locken und ihre Schönheit auffällt und sich nach ihrer alten Heimat Österreich und den Bergen sehnt. Doch Johanna ist es, die Aufregung in die Familie bringt, als sie sich in Carlos Mendez verliebt, Sohn einer der reichsten Plantagenbesitzer der Stadt. Gegend den Widerstand des Vaters von Carlos wollen die beiden Verliebten heiraten. Doch dann offenbart ihm sein Vater ein furchtbares Geheimnis, das Carlos fassungslos zurücklässt und woraufhin er seine Familie und Johanna verlässt. Er flüchtet Hals über Kopf in den Dschungel. Er rechnet jedoch nicht mit seiner sturen Verlobten, die ihm mit Hilfe von Maruch, dem Indio-Dienstmädchen des Hauses, folgt. Doch bald darauf werden sie von aufständischen Indios, den Cruzobs, gefangen genommen und geraten zwischen die Fronten der beiden Parteien...

Tereza Vanek hat sich in diesem Roman mit dem  Unabhängigkeitskrieg der Maya's im 19. Jahrhundert befasst. Grundthema neben den Kämpfen ist vorallem das damalige Kastendenken der mexikanischen Bevölkerung. Wie in den USA die Indianer nach und nach von den europäischen Siedlern vertrieben wurden, so wird auch der Lebensraum der Mayas immer weniger. Doch statt sich einheitlich gegen die weißen Einwanderer zu stellen, bekämpfen sie sich auch noch gegenseitig und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ein ähnliches Schicksal wie die Indianer ereilt.
Die Verhältnisse zwischen den neu zugewanderten Europäern, der kreolischen Oberschicht und den rechtlosen Indios wird ebenfalls sehr deutlich dargestellt. Hervorgehoben wird auch das Machtverhältnis der reichen Plantagenbesitzer, die sich mit Bestechung auch gegen das Gesetz stellen können, ohne verurteilt zu werden. Besonders die jungen Söhne, wie Miguel Almaviva, glauben sich alles erlauben zu können und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Das hat sich ja bis heute leider nicht wirklich geändert....

Die Geschichte führte mich in eine fremde Welt voller Exotik und Aberglauben. Der Großteil des Buches spielt im Dschungel, liest sich wie ein Abenteuerroman und bringt dem Leser die Mayakultur näher. Der Titel bezieht sich auf den Kult des sprechenden Kreuzes, der von den Cruzob praktiziert wurde. Man lernt hier spielerisch mehr über die Geschichte der Indios, die uns Europäern eher unbekannt ist, kennen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und konnte kaum aufhören zu lesen. Einzige Mankos waren für mich die vielen Fehler - ein neues Lektorrat würde ich empfehlen! - und den für eine europäische Frau eher leichtsinnigen Ausflug in den Dschungel, der ein kleinen hauch von Unglaubwürdigkeit hat. Trotzdem ist die Geschichte äußerst fesselnd und NICHT vorhersehbar, denn die Autorin hat geschickt einige überrachende Wendungen eingebaut, die die Spannung erhöhen.

Charaktere:
Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt. Besonders gefallen hat mir, dass es sowohl gute als auch böse Indios und Kreolen gibt und nicht eine Seite als Bösewicht und die andere als Gutmensch dargestellt wird. 
Unsere Hauptprotagonistin Johanna ist eine sehr toughe junge Frau, die sich nicht scheut, auszusprechen, was sie denkt. Damit stößt sie besonders in der damaligen Zeit viele Menschen vor dem Kopf. Trotzdem ist sie aufgeschlossen, interessiert sich für die Menschen in ihrer neuen Heimt und kann kräftig zupacken. Sie gibt nicht so schnell auf und setzt ihren Kopf durch. Kornelia hingegen hat Heimweh nach Österreich, interessiert sich nicht für die neue Heimat und hat eher nur ihr Aussehen im Kopf. Doch sie wandelt sich im Laufe der Geschichte zu einer selbstständigen und verantwortungsbewussten Frau.
Papa Schneider konnte ich überhaupt nicht verstehen. Er widmete sich rein dem Müßiggang und griff weder bei einem Überfall auf seine Töchter, noch als der Laden kurz vor dem Ruin steht, ein. Für mich als Elternteil absolut unvorstellbar! So einen egoistischen und unsympathischen Menschen, der nicht zu den Bösewichten zählt, habe ich noch in keinem Buch kennengelernt.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist packend und lässt sich unheimlich gut lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, war fasziniert von der fremden Welt und konnte darin versinken. Die historischen Fakten wurden gut recherchiert und mit der fiktiven Geschichte hervorragend verknüpft. Es ist wirklich schade,  dass der Lesefluss durch das schlechte Lektorrat geschmälert wurde.

Fazit:
Eine tolle und spannende Geschichte, gleich einem Abenteuerroman mit geschichtlichem Hintergrund, der vom Unabhängigkeitskampf der Indios erzählt. Exotische Plätze, Aberglauben und keine kitschige Liebesgeschichte runden dieses Lesevergnügen ab. Nur die vielen Fehler, die das Lektorrat übersehen hat, haben dieses geschmälert... Wer sich nicht, so wie ich, an den Fehlern stört, erhält eine wunderbare Geschichte voller Spannung und Exotik. Meine Leseempfehlung!

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar, die tolle Begleitung bei der Leserunde und bei Lovelybooks!

Ziemlich schwerwiegend - Elizabeth Horn





    • Taschenbuch: 408 Seiten
    • Verlag: Montlake Romance (10. Mai 2016)
    • ISBN-10: 1503937046
    • ISBN-13: 978-1503937048
    • Genre: Chick Lit, Liebesroman


Amazon Kurzbeschreibung:
Wenn Schönheit im Auge des Betrachters liegt, dann stimmt vielleicht einfach etwas mit Claras Augen nicht. Was sie da notgedrungen im Spiegel sieht, gefällt ihr überhaupt nicht. Aber auch in den Augen ihres Mannes sieht sie in letzter Zeit nur noch wenig Begeisterung. Eine mögliche Lösung des Problems wäre sicher ein erheblicher Gewichtsverlust. So quält sie sich mit mäßigem Erfolg, aber viel Selbstironie und komischer Verzweiflung durch Diäten und Sportstätten, bis ein anderer Betrachter die Situation dramatischer verändert, als ihre bisherigen Bemühungen es je vermocht hätten.

Meine Bewertung: * * * 

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Diesen Roman bekam ich wieder über Lovelybooks, nachdem mich die Leseprobe wirklich begeistert hat und ich mich für die Leserunde beworben habe. Ich hatte Glück und durfte diesen Roman lesen, der mit sehr viel Humor beginnt, aber leider kontinuierlich absackt...

Sport ist Mord!  Das sagte schon Winston Churchill und der Meinung ist auch Clara. Trotzdem versucht sie sich gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marion an diversen Sportarten, um den überflüssigen Pfunden Herr zu werden.
Mit viel Witz beschreibt die Autorin das Problem der zwei Freundinnen Clara und Marion Gewicht zu verlieren bzw. Muskeln aufzubauen. Was an Clara nämlich zuviel ist, fehlt bei Marion. So probieren sie diverse Sportarten aus, obwohl beide eher Sportmuffel sind. Doch der attraktive Yoga-Lehrer ist alleine schon Grund genug, sich sportlich zu verrenken.
Während Marion als Floristin sehr erfolgreich ist, ist die quirlige Rothaarige, die von ihrer Freundin Clara seit Kindertagen liebevoll Möhrchen genannt wird, schon lange auf der Suche nach dem richtigen Mann. Clara hingegen arbeitet sporadisch ein paar Stunden die Woche in der Firma ihres erfolgreichen Ehemannes Sebastian, fühlt sich dort aber fehl am Platz. Nach ihrem Kunststudium hat sie nie einen Job ergriffen und malt nur zum Zeitvertreib. Für ihren Ehemann ist sie eher ein mittlerweile ungeliebtes Anhängsel geworden, an dem er immer wieder etwas zu bemängeln hat. Erst als Clara in einem Internetportal Konditormeister Carl kennenlernt, ebenfalls Opernliebhaber und alles andere als schlank, beginnt sie über ihre Ehe nachzudenken. Während Sebastian sie kaum mehr wahrnimmt, erfährt sie durch Carl Anerkennung und Respekt. Carl hat immer ein offenes Ohr für sie und so entsteht zwischen den Beiden eine wunderbare Freundschaft...oder ist es etwa doch mehr?

Der Titel ist hier meiner Meinung etwas irreführend, denn obwohl es im Roman zu Beginn um Figurprobleme und das Abnehmen geht, handelt der Hauptteil der Geschichte eher um Selbstfindung und Freundschaft und entwickelt sich schlussendlich zu einem eher kitschigen Liebesroman. Die ersten Kapitel sind noch voller Humor.  Der Wortwitz sprüht, man amüsiert sich köstlich und auch die wunderbare Freundschaft zwischen Marion und Clara wird hervorgehoben. Leider flacht die Geschichte ab der Hälfte sehr ab, der Handlungsstrang wirkt konstruiert und auch der Wortwitz ging irgendwie verloren. Mir fehlte die Dynamik, etwas mehr an Spannung oder überraschende Wendungen. Der Roman tümpelte nur mehr vor sich hin und ich konnte das Buch ohne weiteres aus der Hand legen und hatte nicht unbedingt das Bedürfnis weiterzulesen - es fehlten die echten Höhepunkte. Die Figuren verhielten sich sehr klischeehaft und viele Ereignisse waren bereits vorhersehbar. Außerdem fand ich das ewige "Clärchen hier, Clärchen da" mit der Zeit wirklich ätzend.

Charaktere:
Marion ist der liebenswürdigste und lebendigste Charakter in diesem Roman. Leider ist sie auch nur zu Beginn und zum Ende hin präsent. Clara hat mich polarisiert. Zu Beginn war sie mir noch sehr sympathisch, doch im Laufe der Geschichte nahm die Sympathie deutlich ab. Ich konnte zwar ihre Selbstzweifel nachvollziehen, die ihr jahrelang "eingeimpft" wurden, doch kam sie mir auch sehr egoistisch vor. Sie versucht gar nicht auf eigenen Beinen zu stehen, sondern lässt alles schleifen, bemitleidet sich selbst und pickt sich die Rosinen aus den Kuchen. Viele ihrer Handlungen konnte ich im Laufe des Romans nicht mehr verstehen. Carl ist ein gutmütiger Kerl, der sie auf Händen trägt, der mir aber auch im Laufe der Geschichte ebenfalls zu anstrengend wurde.
Die Charaktere sind zwar normale Menschen, direkt aus dem Leben gegriffen, jedoch sind sehr schwarz-weiß gemalt und haben kaum Ecken und Kanten (außer ihrem Aussehen). Sie werden in kleine Schubladen gesteckt, aufgeteilt in Gut und Böse.

Schreibstil:
Dass die Autorin schreiben kann, zeigt der Beginn des Romans, der durch viel Humor und Wortwitz besticht. Auch die Dialoge zwischen Clara und Möhrchen sind witzig und aus dem Leben gegriffen. Der Schreibstil ist einfach, flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Man ist schnell durch die Geschichte durch und dass ist eindeutig dem angenehmen Schreibstil der Autorin zu verdanken.

Fazit:
Der sehr witzige und lebendige Beginn des Romanes sackt leider nach der Hälfte zu einem stereotypischen und konstruierten Liebesroman ab. Die Charaktere sind sehr klischeehaft und der Wortwitz ging verloren - schade! Für die erste Hälfte würde ich fünf Sterne vergeben, für die zweite nur einen Stern...so werden es schlussendlich drei Sterne.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und an Lovelybooks für die Leserunde

Neue Bücher in meinem Bücherregal...Mai Teil 2

Hallo meine Bücherwürmer!

Bevor der Mai zu Ende geht, wird es Zeit euch Teil 2 meiner Mai-Neuzugänge zu zeigen. Es sind diesmal wieder etwas mehr Bücher geworden....*hust*...


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Francesca Haig
Das Feuerzeichen - Rebellion
Dystopie
Band 2

 In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ...

Nach Teil 1 der Dystopie muss natürlich auch der Folgeband einziehen. Leider habe ich bis jetzt eher sehr durchwachsene Meinungen dazu gehört....
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Anna Fredriksson
Der Frühlingsclub
Roman

 Jahrzehntelang drehte sich Karins Leben nur um ihren Mann Sten und die zwei Kinder. Nach ihren eigenen Bedürfnissen hat nie jemand gefragt - nicht einmal sie selbst. Während Sten sich langsam von seinem Schlaganfall erholt, wird Karin klar, dass es so nicht weitergehen kann. Zur großen Überraschung und auch Missbilligung ihrer Familie und Freunde bucht sie spontan einen sündhaft teuren Kurs bei einem schwedischen Sternekoch - die erste verrückte und gänzlich eigennützige Aktion in ihrem Leben. Doch das ist erst der Anfang. Dort lernt sie außerdem Monika kennen, die genau der Typ Frau ist, der Karin gerne wäre: lebensfroh, mutig, unabhängig. Die beiden gründen zusammen den »Dienstagsklub«, der für Karin der ersehnte Gegenpol zu ihrem langweiligen Alltag wird. Als sich schließlich auch eine neue Liebe anbahnt, schafft es Karin, aus ihrem alten Leben auszubrechen. Sie lässt sich scheiden und gründet zusammen mit Monika ein Cateringunternehmen. Aber zahlt sich ihr Mut zur Veränderung aus?

Für die "Durch die Jahreszeiten Challenge" benötigte ich noch ein Buch mit dem Wort "Frühling" im Titel. Nach einiger Recherche wanderte dieser Roman in meinem Warenkorb
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Tereza Vanek
Das sprechende Kreuz
Historischer Roman

Johanna Schneiders Familie kam mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko und hat sich 1865 in Valladolid in Yucatan niedergelassen, wo sie einen Eisenwarenladen betreiben. Dort trifft Johanna Carlos Mendez, den Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers, der sich in sie verliebt und sich heimlich mit ihr verlobt. Doch sein Vater offenbart ihm ein lang gehütetes Geheimnis, das Carlos veranlasst, die Stadt fluchartig zu verlassen und zu den aufständischen Indios nach Yucatan zu fliehen. Johanna folgt ihm verzweifelt mit ihrer indianischen Dienerin Maruch und findet ihn krank in der Stadt Tulum, die von einer gefährlichen Frau beherrscht wird, María Uicab, die sowohl hohe Priesterin als auch ungekrönte Königin der Mayas ist. Sie zelebriert das Ritual des sprechenden Kreuzes, wodurch sie Weisungen von den Göttern empfängt. Da die Mayas jedoch einen Aufstand planen, weil das göttliche Orakel durch das sprechende Kreuz einen Angriff auf die weißen Eroberer befiehlt, geraten Johanna und Carlos in Lebensgefahr …

Dieser Roman steht schon lange auf meiner Wunschliste und als eine Leserunde bei Lovelybooks dazu gab, habe ich mich beworben und das Buch gewonnen.
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Andrea Maria Schenkel
Als die Liebe endlich war
Historischer Roman

Verfolgung, Existenzangst und Neuanfänge in der Fremde - das sind die Erfahrungen des jungen Juden Carl Schwarz, als er 1950 in Brooklyn Emmi kennenlernt, die wie er aus Bayern stammt. Sie hat Deutschland nach dem Krieg verlassen, und wie er will auch sie ein neues Leben beginnen. Carl findet bei Emmi die Heimat, die er elfjährig verlassen musste, und lebenslange Liebe und Geborgenheit. Über die Vergangenheit reden beide nicht - zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an das, was war. Jahrzehnte später wird Carl von einer Freundin gebeten, den schriftlichen Nachlass ihres verstorbenen Ehemannes durchzusehen, eines Holocaust-Überlebenden. Nur widerwillig macht sich Carl an die Arbeit - und stößt in den Briefen und Unterlagen aus dem KZ Dachau auf Hinweise aus Emmis Vergangenheit. Das Fundament aus Verschweigen und Halbwahrheiten, auf dem ihr gemeinsames Leben basierte, beginnt zu zerbrechen ...

Dieser Roman war bei meinen MUST HAVES des Aprils dabei und bei einem Gewinnspiel bei Lovelybooks hatte ich Glück und gewann das Buch
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Andrea Nagele
Grado im Regen
Krimi

An einem regnerischen Junitag muss Angelina Maria mit ansehen, wie eine junge Frau im Meer ertrinkt. Aber niemand schenkt ihr Glauben. Als jedoch eine weitere Frau verschwindet, muss Kommissarin Degrassi erkennen, dass ein Mord stattgefunden hat – und die beschauliche Ruhe in Grado weicht einer bedrohlichen Atmosphäre der Angst. Dunkle Wolken an der Adriaküste: ein intensiver Psychothriller.

Auch diesen Krimi habe ich bei Lovelybooks bei einem Gewinnspiel gewonnen.
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Michael E. Vieten
CHRISTINE BERNARD - Das Eisrosenkind
Psychokrimi
Band 2

Ein kalter Morgen im März. Eine gefrorene Kinderleiche am Moselufer. Eisige Farinade verziert das kleine Gesicht. Ist das die achtjährige Rosalia, nach der die Trierer Kriminalpolizei verzweifelt sucht? Ist sie im Nachtfrost erfroren oder verbirgt sich ein noch viel schrecklicheres Geheimnis hinter der Schönheit des Grauens? Nach seinem ersten Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ veröffentlicht Michael E. Vieten nun einen weiteren mörderischen Fall, bei dem Kommissarin Bernard mit den dunkelsten und abgründigsten Seiten der Menschen konfrontiert wird. Ihre Ermittlungsarbeiten führen sie durch das winterliche Trier. Ein Thriller, der Gänsehaut verschafft – und das nicht nur aufgrund eisiger Temperaturen! 

Hier hat mich der Autor angeschrieben und nachdem ich mir die Leseprobe durchgelesen habe, habe ich zugesagt den Psychokrimi zu rezensieren. Ich bin schon sehr gespannt!
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Nicole Steyer
Die Kunst des Teufels
Historischer Roman

Ein Spruch auf Zetteln, die im Jahre 1620 unter Landsknechten in der Nähe von Passau kursieren, verspricht Unverwundbarkeit für einen Tag. Stirbt man doch, so gehört die Seele dem Teufel. Auch Rupert, der Bruder der jungen Holzschnitzerin Teresa lässt sich auf den Handel ein und verliert Leben und Seele. Teresa bleibt in tiefer Trauer allein zurück. Ihr Weg führt sie nach Passau, wo sie sich in den Studenten Christian verliebt. Sie ahnt nichts von seiner dunklen Seite 

Eine weitere Lovelybooks Leserunde, auf die ich mich sehr freue, da ich die historischen Romane der Autorin liebe!
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Elizabeth Horn
Ziemlich schwerwiegend
Roman

Wenn Schönheit im Auge des Betrachters liegt, dann stimmt vielleicht einfach etwas mit Claras Augen nicht. Was sie da notgedrungen im Spiegel sieht, gefällt ihr überhaupt nicht.
Aber auch in den Augen ihres Mannes sieht sie in letzter Zeit nur noch wenig Begeisterung. Eine mögliche Lösung des Problems wäre sicher ein erheblicher Gewichtsverlust.
So quält sie sich mit mäßigem Erfolg, aber viel Selbstironie und komischer Verzweiflung durch Diäten und Sportstätten, bis ein anderer Betrachter die Situation dramatischer verändert, als ihre bisherigen Bemühungen es je vermocht hätten.

Und noch eine Lovelybooks Leserunde....ein sehr unterhaltsamer Roman, den ich gerade beendet habe.
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Christiane Lind
Das Shakespeare Geheimnis
Historischer Roman

London 1592. Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann landet die junge Alice in der Welt der Theater, Bordelle und Tierkämpfe. Als Mann verkleidet und mit Hilfe des Autors Christopher Marlowe wird sie Schauspieler im Rose Theatre. Trotz der Sorge aufzufliegen, wird Alice am Theater glücklich – spätestens als sie dort ihre große Liebe findet. Doch dann spürt ihr Ehemann sie auf, und Alices Leben gerät in höchste Gefahr …
Ein Roman wie ein Theaterstück zu Shakespeares Zeit – voller Liebe, Geheimnisse, Rache, Verschwörungen, Emotionen und der Pest.

Diesen historischen Roman habe ich ebenfalls in einer Lovelybooks Leserunde gelesen und er hat mir sehr gefallen!. Die Rezension dazu gibt es *hier*.

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Puh.....jede Menge Lesestoff! Viel zu viel, wenn ihr mich fragt! ;) Tja, aber ihr kennt das Problem sicher auch....
Ist auch etwas für euch dabei? Oder habt ihr schon das eine oder andere Buch davon gelesen?



Das Shakespeare Geheimnis - Christiane Lind




    • Taschenbuch: 388 Seiten
    • Verlag: Amazon Publishing (10. Mai 2016)
    • ISBN-10: 1503937747
    • ISBN-13: 978-1503937741
    • Genre: Historischer Roman

Amazon Kurzbeschreibung: 
London 1592. Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann landet die junge Alice in der Welt der Theater, Bordelle und Tierkämpfe. Als Mann verkleidet und mit Hilfe des Autors Christopher Marlowe wird sie Schauspieler im Rose Theatre. Trotz der Sorge aufzufliegen, wird Alice am Theater glücklich – spätestens als sie dort ihre große Liebe findet. Doch dann spürt ihr Ehemann sie auf, und Alices Leben gerät in höchste Gefahr …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon als Kind liebt Alice das Theater und das Schauspiel. Sie ist ein aufgewecktes junges Mächen, das jedoch durch die arrangierte Ehe mit dem herzlosen und brutalen Stephen Compton, zu einer verängstigten jungen Frau wird. Als sie vor den brutalen Schlägen ihres Mannes flüchtet, schließt sie sich in London, in der Verkleidung eines jungen Mannes, der Schauspielgruppe unter Christopher "Kit" Marlowe an. Hier erfährt sie Geborgenheit und Schutz vor ihrem Ehemann und darf außerdem auf der Bühne stehen. Als junger Mann verkleidet, bekommt sie Frauenrollen übertragen, da zu dieser Zeit nur Männer Schauspieler sein durften. Alice ist als "Allen" glücklich und kann endlich ihrem großen Traum nachgehen. Doch auch innerhalb der Schauspielgruppe gibt es Neid und Intrigen. Besonders James spioniert ihr heimlich nach und Bridget scheint sie zu hassen. Aber auch Stephen lässt die Schmach des verlassenen Ehemannes nicht auf sich sitzen, schwört Rache und macht sich auf die Suche nach Alice. Da bricht die Pest wieder aus und die Tore der Hauptstadt werden geschlossen. Auch die kleine Theathergruppe muss aus London flüchten und sich auf den Weg in die umliegenden Dörfer wagen. Dabei geht es der fahrenden Schauspieltruppe eher schlecht als recht und Alice fürchtet dabei Stephen über den Weg zu laufen....

Der sehr bildhafte Schreibstil der Autorin und die zusätzlichen Informationen während der Leserunde über das historische London katapultiert den Leser direkt ins Geschehen der englischen Hauptstadt. Man läuft durch verwinkelte Gassen, riecht den Unrat auf den Straßen, steht nervös auf der Theaterbühne oder säuft bis zum Umfallen im nahen Pub. Das Theaterleben der damaligen Zeit wird sehr genau beschrieben und man erfährt worauf ein Geschichtenschreiber besonders achten muss. Auch gab es damals schon gestaffelte Preise für Theaterbesucher, damit sich auch die arme Bevölkerung die Vorstellungen ansehen konnten.  Doch auch die Politik kommt nicht zu kurz. Christiane Lind hat hier geschickt historische Fakten mit dichterischer Freiheit zusammengeführt, sowie die Gerüchte um Christopher Marlowe's Spionagetätigkeiten miteingebracht. Die Autorin hat hervorragend recherchiert und viele bekannte Personen, wie Robert Deveraux, Robert Cecil, Sir Francis Walsingham und natürlich Wiliam Shakespeare in ihrem Roman einfließen lassen. Man fühlt sich beim Lesen mitten im Geschehen und bangt mit Alice und auch mit Christopher Marlowe, der als Spion zwischen den Stühlen sitzt, um deren Leben.

Während mich die Geschichte wirklich in ihren Bann gezogen hat, gibt es aber auch einen Kritikpunkt, der die Höchstbewertung leider ausschließt. Ich hatte manchmal das Gefühl Passagen überlesen zu haben, da mir einige Informationen oder genauere Erklärungen fehlten. Einige Fragen blieben dadurch für mich offen und haben mich etwas irritiert zurückgelassen.

Einige Leser erhofften sich einen reinen Shakespeare-Roman, doch der berühmte Dichter spielt hier nur eine kleine Nebenrolle. Dazu muss man sagen, dass der Titel und das Cover doch eher diese Erwartungen wecken und manche Leser daher enttäuscht sein könnten. Meinen Erwartungen konnte der Roman jedoch entsprechen und das Geheimnis um den Buchtitel wird am Ende des Romans für alle Neugierigen gelüftet.

Erwähnen möchte ich noch das Personenverzeichnis am Beginn des Buches, das Glossar über die damals gebräuchlichen Wörter und über die Währungseinheiten zur Elisabethanischen Zeit in England, sowie die Anmerkungen der Autorin zu den historischen Hintergründen. Hier wurde wirklich perfekt recherchiert und dem Leser die damalige Zeit verständlich erklärt.

Schreibstil:
Christiane Lind besticht durch ihren bildhaften und flüssigen Schreibstil, der uns die farbenfrohe Welt des Theaters näher bringt. Aber auch die ausdrucksvollen Beschreibungen Londons zur Zeit von Elizabeth I., die keineswegs unseren heutigen Vorstellungen entspricht, haben mich begeistert. Am Beginn des Buches gibt es dazu noch eine zeitgemäße Karte von London und eine Zeichnung des Globe Playhouses.
Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Alice erzählt, sowie einige Kapitel aus der Sicht von Stephen. Die Sprache ist der Zeit angepasst, weder modern noch zu "historisch". Durch diese Attribute des Schreibstils ist der Roman auch für Einstieger des Genres geeignet.

Cover:
Das Cover finde ich äußerst gelungen. Der Theatervorhang und die Frau mit der Schreibfeder in der Hand sehen einfach großartig aus und passen perfekt zur Geschichte.

Fazit:
Ein wunderbarer, farbenprächtiger Roman rund ums Theater, der spannend geschrieben und eindrucksvoll erzählt wird. Einige Fragen blieben leider offen, deshalb gibt es von mir 4 1/2 Sterne und keine Höchstbewertung. Trotzdem möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen!

Vielen Dank an Lovelybooks, sowie an die Autorin für die sehr interessante Leserunde und für das Rezensionsexemplar

[Aktion #jdtb 16] Das Jahr des Taschenbuchs - Monat Mai



Wer diese Aktion noch nicht kennt, hier mein Bericht dazu ---> klick

Monat Mai

Für die Aktion "Das Jahr des Taschenbuchs" ist nun auch mein Taschenbuch des Monats Mai eingezogen. Eigentlich hatte ich geplant einige meiner Wunschbücher vorzubestellen, denn letzten Monat konnte ich ja kein Einziges (!)  davon in einer der wenigen lokalen Buchhandlungen hier kaufen. Selbst Thalia hatte die Bücher nicht im Geschäft aufliegen. Auch bei meinen Besuch letzte Woche war das nicht anders :(
Dafür habe ich vorher schon in der kleinen Dom Buchhandlung in Melk eines meiner neuen Wunschbücher gefunden.

Es handelt sich um dieses Taschenbuch:


Warum gerade dieses Buch?
Ich hatte mich bei Lovelybooks für dieses Buch beworben, nachdem ich in die Leseprobe reingelesen habe. Leider hatte ich kein Glück bei der Verlosung. Deshalb hüpfte es sofort in meinen Warenkorb, als ich es nun in der kleinen Buchhandlung in Melk im Regal sah.
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Worum geht es?
1963: Sie sehnt sich nach der Freiheit über den Wolken. Schon immer wünscht sich die Flugbegleiterin Isabelle, als Pilotin in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Doch Frauen ist dieser Beruf verwehrt. Erst eine Zufallsbekanntschaft gibt Isabelle neue Hoffnung: Ein amerikanischer Pilot will sich für sie einsetzen. Sie kann nicht ahnen, dass diese Begegnung alles in Frage stellen wird: ihr Vertrauen in ihre Eltern, ihr Verhältnis zu ihrer Schwester, ihren Glaube an sich selbst. Eine Reise nach Argentinien, das Land ihrer Kindheit, verspricht Klarheit – oder setzt Isabelle damit Ereignisse in Gang, die sie für immer bereuen wird?
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Ich bin schon sehr gespannt auf die Geschichte! Was ist euer Taschenbuch des Monats?



Fremd - Ursula Poznanski und Arno Strobel




    • Broschiert: 400 Seiten
    • Verlag: Wunderlich; Auflage: 1. Auflage (29. Oktober 2015)
    • ISBN-10: 3805250843
    • ISBN-13: 978-3805250849
    • Genre: Thriller


Wunderlich Kurzbeschreibung:
 Stell dir vor, du bist allein zu Haus. Plötzlich steht ein Mann vor dir. Er behauptet, dein Lebensgefährte zu sein. Aber du hast keine Ahnung, wer er ist. Und nichts in deinem Zuhause deutet darauf hin, dass jemand bei dir wohnt. Er redet auf dich ein, dass du doch bitte zur Vernunft kommen sollst. Du hast Angst. Und du verspürst diesen unwiderstehlichen Drang, dich zu wehren. Ein Messer zu nehmen. Bist du verrückt geworden?

Stell dir vor, du kommst nach Hause, und deine Frau erkennt dich nicht. Sie hält dich für einen Einbrecher. Schlimmer noch, für einen Vergewaltiger. Dabei willst du sie doch nur beschützen. Aber sie wehrt sich, sie verbarrikadiert sich. Behauptet, dich niemals zuvor gesehen zu haben. Sie hält dich offensichtlich für verrückt. Bist du es womöglich?

Eine Frau. Ein Mann. Je mehr sie die Situation zu verstehen versuchen, desto verwirrender wird sie. Bald müssen sie erkennen, dass sie in Gefahr sind. In tödlicher Gefahr. Und es gibt nur eine Rettung: Sie müssen einander vertrauen...

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Sehr gespannt war ich auf die erste Zusammenarbeit der beiden Bestseller-Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel. Mit "Fremd" ist ihnen ein guter Thriller gelungen, der anfangs fesselt, jedoch leider sehr stark nachlässt.

Der Klappentext versprach Spannung pur. Denn man kann sich nicht vorstellen, wie man selbst in der Situation reagieren würde: Du bist zuhause und plötzlich steht ein Mann vor der Tür, der behauptet dein Ehemann zu sein....oder umgekehrt...deine Ehefrau erkennt dich nicht wieder und im ganzen Haus gibt es keinerlei Spuren von dir! Eine erschreckende Vorstellung!
Und so nahm mich der Beginn des Buches sofort gefangen. Die beiden Autoren zeigen hier ihr Können und vermögen den Leser augenblicklich zu fesseln. Abwechselnd wird die Geschichte aus Johannas und aus Eriks Sicht erzählt.
Als Leser zweifelt und rätselt man die ganzen Seiten über, wer nun von den Beiden die Wahrheit spricht. Die Ängste und Zweifel der beiden Protagonisten werden hervorragend dargestellt und man fiebert mit den beiden Protagonisten mit. Überraschende Wendungen erhöhen die Spannung und die Frage, was hier eigentlich dahintersteckt.
 Leider hatte ich im letzten Drittel das Gefühl, dass sich das die Autoren auch langsam zu fragen begannen, nämlich wie denn die Lösung nun aussehen könnte....
Der Thriller entpuppt sich, je länger man darin liest, zu einer immer unwahrscheinlicheren Geschichte, die zum Ende hin, mehr als unglaubwürdig daherkommt und das finde ich sehr schade. War ich anfangs begeistert und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, konnte ich später nur mehr den Kopf  über völlig unzureichende und an den Haaren herbeigezogene Erklärungen schütteln.
Kommen wir zu den positiven Punkten: Charaktere und Schreibstil...

Charaktere:
Die Darstellung der Charaktere ist sehr gut gelungen. Johanna ist glaubwürdig, verunsichert und ängstigt sich. Man nimmt ihr ihre Gefühle ab und ist verstört, als sie plötzlich den Gedanken hat, Erik das Messer in den Rücken zu stechen.
Erik ist irritiert und verzweifelt. Er hat keine Vorstellung, was passiert sein könnte, sodass ihn seine Frau nicht mehr erkennt und sich vor ihm fürchtet. Er glaubt an ihre Liebe und bemüht sich um sie. Umso verstörter ist er, als Johanna plötzlich mit dem Messer auf ihn losgeht. Trotzdem geben beide Protagonisten nicht so schnell auf und versuchen hinter dieses Psychodrama zu kommen...

Schreibstil:
Nicht umsonst sind sowohl Ursula Poznanski, als auch Arno Strobel, Bestsellerautoren. Schreiben können sie und den Leser an eine Geschichte fesseln, ebenso. Die Spannung bleibt über die ganzen 400 Seiten erhalten und überraschende Wendungen geben der Geschichte noch einen zusätzlichen "kick". Erzählt wird aus der Ich-Perspektive, abwechselnd aus Johannas und Eriks Sicht. Die Erzählstränge greifen perfekt ineinander, der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Aber was die Autoren schlussendlich daraus gemacht haben, ist eine andere Sache....

Fazit:
Toller Beginn, der einem an das Buch fesselt. Die Autoren spielen gekonnt mit der Psyche der Leser. Jedoch lässt der Thriller immer mehr nach und zum Schluss fragte ich mich, ob die Autoren selbst noch wussten, was für ein Ende sie sich hier eigentlich überlegt hatten.... völlig an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch! Schade! 3 1/2 Punkte wegen des tollen ersten Drittels....



Rosmarintage - Silke Schütze




    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (1. März 2016) 
    • ISBN-10: 3426514362
    • ISBN-13: 978-3426514368
    • Genre: Gegenwartsliteratur



Knaur Kurzbeschreibung: 
An seinem 76. Geburtstag findet Max Engel im Internet die Liebe seines Lebens wieder, die Französin Rosalie. Also überredet er die unkonventionelle Altenpflegerin Tamara Finke, die in seinem Seniorenheim jobbt, mit ihm nach Südfrankreich zu fahren, um Rosalie zurückzugewinnen. Für beide beginnt eine Reise, auf der sie lernen, dass die Tage im Leben am schönsten sind, die nach Rosmarin duften.

Meine Bewertung: * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur Knaur Challenge

Meine Meinung:
Der Beginn erinnerte mich ein bisschen an den "Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg...", denn unser Protagonist Max Engel hat Ähnliches vor. Er türmt aus dem Pflegeheim, in welches er nach dem Tod seiner Frau Inge eingezogen ist. In der Parkgarage versteckt er sich im Auto von Pflegerin Tamara. Seinen Fluchtplan hat Max perfekt ausgeklügelt und so hat Tamara nicht wirkliche eine Alternative, als ihm seinen Wunsch zu erfüllen und mit Max nach Südfrankreich zu fahren. Dort lebt nämlich seine erste große Liebe, Rosalie, die er vor kurzem, durch Zufall, im Internet wiedergefunden hat. Und er hat noch eine alte Schuld offen, die er unbedingt noch begleichen möchte....

Tamara, die zum dritten Mal ihren Urlaub angemeldet hatte, ist wütend, da ihr dieser kurzfristig wieder verwehrt wird. Das passt Max gut in den Plan, denn so ist sie schneller überredet, als er dachte. Außerdem ist sie Witwe und Sohn Finn befindet sich im Moment zwecks Schüleraustausch in den USA. So kann Tamara auch die Zeit erübrigen, diese überraschende Reise mit Max zu unternehmen. Dieser hat alles bis ins kleinste Detail perfekt geplant. Sogar den Fahruntersatz stellt er zur Verfügung: einen platinblauen Citroen DS, Jahrgang 1970. Und so so befinden sich die Beiden mit der "Göttin", wie Max den Oldtimer liebevoll nennt, auf einen Roadtrip Richtung Süden. Auf ihrer Fahrt bleiben die Beiden aber nicht lange alleine und es gesellt sich bald ein niederländischer junger Mann dazu, Jakob, ein Globetrotter, der sich mit Gelegenheitsjobs seine Reisen finanziert. Kurzfristig sitzt auch Luis, ein achtjähriger Junge aus Ecuador, der sich illegal in Deutschland aufhält, im Auto. Hier nimmt sich die Autorin der Flüchtlingsproblematik an.
Generell werden im Roman viele aktuelle Themen angesprochen. Neben der Flüchtlingsproblematik geht es auch um die Liebe trotz großem Altersunterschied, um Pflegeeinrichtungen und die dortige Behandlung von älteren Menschen, um Tod und Verlust, den Krieg und falschen Verpflichtungen. Manche Themen wurden mir dabei zu kurz angerissen bzw. hätte sich Silke Schütze auf einige wenige davon beschränken können.

Zu Beginn des Romans hatte ich auch einige Schwierigkeiten den Stoff glaubwürdig zu finden. Doch mit der Fahrt und den Kilometern, freundete ich mich dann immer mehr mit der Geschichte an.
Vorallem die Rückblenden in Max Vergangenheit und wie er seine große Liebe gefunden und wieder verloren hat, fand ich ungemein interessant. Genauso wie die Freundschaft zwischen Max und Tamara, die sich langsam, aber umso intensiver entwickelt. Hier findet man einige sehr bewegende Momente und tiefgründige Zitate. Die von mir erhoffte wunderbare Geschichte, fand ich schlussendlich ab dem Zeitpunkt der Ankunft in Südfrankreich.

Charaktere:
Tamara ist eine herzensgute Frau, die seit dem Tod ihres Mannes versucht sich über Wasser zu halten. Obwohl Pflegerin nicht ihr Traumberuf ist, ist sie in der Seniorenresidenz am Park eine der wenigen Pflegerinnen mit Herz. Trotzdem eckt sie mit ihrer direkten Art oft an.
Max hat mit seinen 76 Jahren schon viel erlebt und möchte sich seinen Herzenswunsch erfüllen. Sein bisheriges Leben bestand aus vielen Schicksalschlägen.
Auch die Nebenfiguren des Romans sind sehr gut getroffen und anschaulich beschrieben.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und lässt sich flüssig lesen. Die Kapitel in der Vergangenheit heben sich vom Rest der Geschichte durch kursive Schriftsetzung ab. Bei jedem Kapitelbeginn befindet sich unten eine Zeichnung eines Rosmarinbusches.
Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft, auf dem Weg von Berlin nach Südfrankreich, waren eine der Highlights dieses Romans. Auch viele Lebensweisheiten und aufgegriffene Themen, die die Autorin in ihren Roman einbezogen hat, fand ich wunderschön erzählt, so wie ich es bereits von ihren anderen Büchern gewöhnt bin. Doch der Beginn war mir leider zu zäh und für mich nicht glaubwürdig genug.

Fazit:
Hier hat die Autorin leider etwas zu viel gewollt! Zu viele angeschnittene Themen und ein eher zäher Beginn stehen der zweiten Hälfte gegenüber, die mir vorallem durch die Rückblenden in die Vergangenheit von Max sehr gut gefallen hat. Auch die wunderbare Landschaftsbeschreibungen und die Entwicklung der Charaktere sind gelungen.

Vielen Dank an den Knaur Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Neuheiten im Juni

Hallo meine Bücherwürmer!


Langsam denke ich mir, ich mache mir mit meiner monatlichen Neuerscheinungs-Blog-Post selbst die meisten Probleme!  Durch das vermehrte suchen nach Neuerscheinungen landen immer mehr Bücher auf meiner Wunschliste und auch auf meinem SuB! Geht es euch ähnlich?

Hier nun die Bücher, die im Juni erscheinen werden und ich habe leider wieder mehr als genug MUST HAVES gefunden....seufz!



Schön bunt, nicht?

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Das sind meine MUST HAVES:


Ein neuer Krimi von Claudia Rossbacher!! Jipee! Als ich eine Mail von der Autorin bekam, dass am 1. Juni "Steirernacht" veröffenlticht wird, habe ich mich total gefreut! Natürlich muss der 6. Fall von Claudia Mohr bei mir einziehen!

Auch Jutta Maria Herrmann hat wieder einen neuen Psychothriller geschrieben "Schuld bist du". Nach "HOTLINE" muss ich auch dieses Buch von der Autorin lesen.

Genauso geht es mir bei Teresa Simon's "Die Holunder-Schwestern". Nachdem mich "Die Frauen der Rosenvilla" begeistert haben, kann ich ebenfalls den neuen Roman nicht im Verkaufregal stehen lassen... 

Und hier hat mich der Inhalt neugierig gemacht..."Das Leuchten meiner Welt" von Sophia Khan.....steht ebenfalls auf meiner Wunschliste. Die Autorin kenne ich noch nicht...

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Meine MIGHT HAVES sind:

eigentlich die Reihennachfolgebücher von Chris Carter, Annette Wieners und Frauke Scheunemann, aber hier muss ich erst die Vorgängerbände lesen....

Deshalb werden es diese hier:


Charlotte Roth's "Weil sie das Leben liebten" fällt genau in meine Leseschema und ich habe auch die beiden anderen Bücher der Autorin im Regal...allerdings auch noch ungelesen....*schäm*

Anders ist es bei Ulrike Renk's "Das Versprechen der australischen Schwestern". Hier habe ich bereits den Vorgängerband gelesen.

Und Guillaume Musso ist sowieso einer meiner Lieblingsautoren....."Vierunzwanzig Stunden" ist wie immer eine Mischung aus Thriller und Liebesroman....etwas, das nur er hinbekommt! 

Und welche Bücher wünscht ihr euch im Juni? Habt ihr noch Vorschläge?


 

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