Veilchens Feuer - Joe Fischler




    • Broschiert: 288 Seiten
    • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. Aufl. (19. November 2015)
    • ISBN-10: 3709978327
    • ISBN-13: 978-3709978320
    • Genre: Krimi
    • Reihe: ja - Valerie Mausers zweiter Fall


Haymon Kurzbeschreibung:
Wolf Rock, der streitbare Deutschrocker und berühmteste Tiroler Musikexport, beansprucht Polizeischutz, denn er wird bedroht: Jemand will ihn für eine Schandtat aus den Siebzigern büßen lassen. Doch was er damals verbrochen haben soll, weiß er nicht mehr. Drei Tage bleiben Valerie und ihrem Team, um Licht in die bewegte Vergangenheit des Stars zu bringen. Neider, frühere Weggefährten und Hardcore-Fans tauchen auf. Die Drohungen werden konkreter. Als sich dann die Pforten des Bergiselstadions zu Wolf Rocks großem Finale öffnen, überschlagen sich die Ereignisse: Die Alpenstadt wird zum Hexenkessel und der Rockstar zum Gejagten. Mittendrin Veilchen - da brennt nicht nur der Hut!

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den 2. Band der Reihe rund um Komissarin Valerie Mauser habe ich bereits im Februar gelesen und noch immer keine Rezension dazu geschrieben. Da ich nur Bücher für meine Monatsstatistik zähle, die ich auch rezensiert habe, kommt diese nun für den April.

Valerie Mauser mit ihrem blonden Afro ist schon eine interessante Erscheinung und auch eine etwas andere Ermittlerin. Gemeinsam mit ihrem guten Freund und Exkollegen Manfred Stolwerk verbringt sie das Wochenende bei einem Selbsterfahrungsseminar. Da kommt der Anruf vom Dezernat gar nicht ungelegen, denn das karge Frühstück und der sehr kauzige Seminarvortragende sind nicht ganz ihr Geschmack. "Veilchen", wie sie Stolwerk nennt, bekommt den Auftrag Personenschutz für den Deutschrocker Wolf Rock zu organisieren. Er will sein Abschlusskonzert in seiner Heimatsatdt Innsbruck performen, dort wo seine Karriere angefangen hat. Doch der Sänger fühlt sich seit längerem bedroht. Es dauert nicht lange und die Drohungen werden immer aggressiver, auf Facebook gibt es einen richtigen Shitstorm und Veilchen hat bald den Verdacht, dass dieser gewollt gesteuert ist, da sogar ausländische Hoolingans ihr Kommen ankündigen. Doch nicht nur Randale beim Konzert sind vorprogrgammiert. Wolf Rock wird auch direkt und persönlich bedroht. In einem Drohbrief wird ihm eine Schandtat aus 1976 vorgeworfen. Doch Wolf Rock hat keine Ahnung, was damit gemeint sein soll....die wilden Siebziger hat er meist im Drogenrausch verbracht. Valerie ist alles andere als begeistert von dieser Art Personenschutz. Der exentrische Musiker ist so gar nicht ihr Fall und auch die aufgeschaukelten Randale erscheinen ihr äußerst merkwürdig....

Der erste Band der Reihe rund um Oberstleutnant Valerie Mauser hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es toll, dass nun auch in der Tiroler Hauptstadt Innsbruck krimitechnisch ermittelt wird. Ich freute mich auf ein Wiedersehen mit Veilchen, Stolwerk und dem jungen EDV-ler Schmatz, sogar auf Landeshauptmann Freudenschuss. Doch leider bleibt der zweite Teil rund um Valerie Mauser etwas hinter dem Erstlingswerk zurück. Der Spannungsbogen fällt im Mittelteil ziemlich ab und es gab deutliche Längen. Erst zum Ende hin - kurz vor dem großen Abschlusskonzert - zieht das Tempo merklich an und endet in einem actionreichen Finale. Doch der Weg dahin zieht sich manchmal wie Kaugummi. Einzig der zweite Erzählstrang, bringt ein bisschen mehr Spannung ins Geschehen. In diesem Teil, der durch eine andere Schriftart von der Hauptgeschichte abgegrenzt wird, erzählt jemand in Tagebuchform aus dem Jahr 1976. So erhält der Leser immer wieder Einblicke in diese Zeit und rätselt mit, was Wolf Rock alias Gotthilf Semmelweis damals angestellt haben könnte.

Die Stärke des Regionalkrimis besteht eindeutig aus den tollen und sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Jede einzelne Figur ist sehr individuell und einzigartig. Valerie wird mir immer sympathischer und auch in ihrem kleinen Geheimnis steckt noch Potenial für weitere Geschichten. Die Personen sind alle sehr menschlich dargestellt, unterhaltsam und ein bunter Mix aus teilweise exentrischen Charakteren.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Joe Fischler ist sehr humorvoll, ironisch und bissig. Die Geschichte lässt sich trotz mancher Längen flüssig lesen. Der Krimi beinhaltet auch jede Menge Lokalkolorit, denn er ist gewürzt mit österreichischen Schmäh.

Fazit:
Der zweite Teil der Reihe rund um Valerie Mauser, genannt Veilchen, kann leider an Band 1 nicht anknüpfen. Die Längen im Mittelteil sind doch eklatant, der Fall tritt auf der Stelle. Doch das Ende ist dann wirklich actionreich und lässt mich auf einen weiteren guten dritten Teil hoffen. 

2 Kommentare:

  1. Mir hat der erste Band auch um Längen besser gefallen. Schade, ich hatte mich so auf das Buch gefreut!

    LG Barbara

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  2. Hm, kann mich jetzt nicht begeistern.

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