Das Siechenhaus - Astrid Fritz



    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (26. Februar 2016)
    • ISBN-10: 3499269457
    • ISBN-13: 978-3499269455
    • Genre: Historischer Roman, historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 3 um die Begine Serafina


Rowohlt Kurzbeschreibung:
Tausend Schritte vor der Stadt: Hier im Freiburger Siechenhaus wohnen die Aussätzigen – Sie gelten als lebende Tote. Gerade ist der Bäcker Kannegießer symbolisch zu Grabe getragen worden. Der wähnt sich gesund und bittet Begine Serafina um Hilfe. Serafina will den Wundarzt Achaz hinzuziehen, doch in der Nacht wird Achaz niedergeschlagen und scheint fortan nicht mehr recht bei Verstand. Dabei drängt die Zeit: Selbst wenn Kannegießer gesund ist, unter den anderen Kranken wird er es bald nicht mehr sein. Also fängt Serafina an zu forschen. Gelingt es Serafina, die Wahrheit rechtzeitig ans Licht zu bingen?

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge 

****Wer die Vorgängerbände noch nicht kennt, kann ohne Probleme auch später einsteigen****


Meine Meinung:
Nach "Das Aschekreuz" und "Hostienfrevel" (meine Rezi *hier*) ist dies nun der dritte Band rund um die Begine Serafina (Beginen sind fromme Frauen, die sich um Arme und Kranke kümmerten). Auch im dritten Band steckt die muntere Protagonistin aus dem Christoffelshaus ihre Nase in Dinge, die sie wie gewohnt in große Schwierigkeiten bringen.
Als der Bäckermeister Kannegießer mit Verdacht auf Lepra ins Siechenhaus vor der Stadtmauer gebracht wird, bittet er Serafina um Hilfe. Er sei nicht krank, sondern habe nur eine Mehlstauballergie, von der er oft die Krätze bekommt. 
Da Serafina jeden zweiten Tag die Kranken vor den Toren von Freiburg besucht, hat sie ebenfalls bald Zweifel an einer Lepraerkrankung des Bäckermeisters. Sie bittet den Wundarzt Albert Achaz hinzu und bittet Kannegießerrs Frau nochmals beim Rat vorzusprechen, damit eine zweite Leibesbeschau durchgeführt werden kann. Doch diese wird von den Ratsherren abgelehnt und kurz darauf wird Achaz niedergeschlagen. Das erweckt erst recht Serafinas Misstrauen......

Am Beginn des Buches gibt es ein Personenregister, wo alle im Buch erwähnten Charaktere aufscheinen. Danach folgt der Prolog, in dem der Mörder seine Taten vor Gott rechtfertigt und bereits die Neugierde des Lesers entfacht.
Schnell ist man mitten in der Geschichte und rätselt mit Serafina mit, was hier eigentlich vor sich geht. Man fragt sich, ob jemand den Bäckermeister aus dem Weg räumen will bzw. ob es überhaupt darauf hinausläuft oder ein anderer Grund hinter all dem steckt, denn schon bald gibt es den ersten Toten.Verdächtige gibt es einige und die Autorin hat hier die eine oder andere Überraschung parat.

Charaktere:
Serafina ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, die nicht immer das tut, was sie als Begine tun sollte. Sie ist neugierig, steckt ihre Nase in Dinge, die sie nichts angehen und setzt sich für die Armen sein. Außerdem ist da noch diese Anziehungskraft zum Arzt Adalbert Aachaz, die schon im Vorgängerband spürbar war. Auch Serafinas Mitschwestern sind wieder wunderbar beschrieben. So erfährt auch jeder Einsteiger der Reihe, wer welche Aufgaben im Christoffelhaus hat.
Da ist zum Beispiel Brida, eine verwöhnte Adelstochter und der Neuzugang im Haus, die Serafina zugeteilt wird. Sie sollen zusammen regelmäßig dem Siechenhaus einen Besuch abzustatten. Da ihr Vater das gesamte Vermögen verspielt hat, hat Brida keine andere Möglichkeit als bei den Beginen unterzukommen. Doch Brida hat weder Lust ohne Mann zu bleiben, noch will sie den Leprakranken zu Nahe kommen. Dann gibt es ebenfalls ein Wiedersehen mit Catharina, der Meisterin im Christoffelhaus, die vor hat, Serafina bei der anstehenden Meisterinnenwahl als ihre Nachfolgerin vorzuschlagen. Oder die nach außen hin griesgrämige und mürrische Heiltrud, der das Leben übel mitgespielt hat....

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und lässt sich trotz der typischen historischen Redewendungen leicht lesen. Es gibt sehr viele interessante historische Fakten und der Leser erhält informative Kenntnisse über die Lepra. Durch den Krimianteil im historischen Roman bleibt die Geschichte auch richtig spannend und man klebt richtig an den Seiten.

Fazit:
Auch der dritte Teil der Reihe rund um die Begine Serafina ist ein gelungener historischer Roman mit Krimianteilen, der wunderbar zu lesen ist und eine starke und sympathische Protagonistin hat. Ich freue mich schon auf weitere Bände der Reihe.


Die Reihe um die Begine Serafina: 
  1. Das Aschekreuz
  2. Hostienfrevel
  3. Das Siechenhaus

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, der Autorin Astrid Fritz für die interessante Leserunde und Lovelybooks

2 Kommentare:

  1. Ich habe letztes Jahr 'Henkersmarie' von dieser Autorin gelesen, welches mir ziemlich gut gefiel.
    Ich werde diese Reihe dank deiner schönen Rezension jetzt auch mal im Auge behalten. :)

    Herzige Grüße
    Jane :)

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  2. Hallo Martina,

    das Buch ist mir schon aufgefallen und ich finde es total interessant. Aber - jetzt hast du mich richtig erschreckt - weil es ein Teil einer Reihe ist! Das wusste ich gar nicht. Gut, dass du schreibst, dass man die vorherigen Bände nicht kennen muss. Vielleicht wird's dann doch etwas mit diesem Buch und mir.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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