- Taschenbuch: 254 Seiten
- Verlag: Amazon Publishing (8. Dezember 2015)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 1503954528
- ISBN-13: 978-1503954526
- Genre: Roman, Humor
Amazon Kurzbeschreibung:
Marlene Winter ist eine glückliche Hausfrau. Jedenfalls glaubt sie das. Dass sie mit der Zeit immer mehr zur Sklavin ihres Ehemanns und ihrer verwöhnten Kinder mutiert, nimmt sie überhaupt nicht wahr. Als ein Wellnesswochenende mit ihrer Freundin bevorsteht, übermannt sie das schlechte Gewissen – und sie sagt kurzfristig ab. Man könnte glauben, ihr sei nicht mehr zu helfen. Doch das Schicksal meint es gut mit Marlene und startet einen letzten Versuch, sie zur Vernunft zu bringen. Einen ziemlich radikalen Versuch: Marlene löst sich in Luft auf. Sie wird urplötzlich unsichtbar. Was bedeutet, dass sie nicht nur zum Nichtstun verdammt ist, sondern auch dazu, mit anzuhören, was ihre Familie wirklich über sie denkt. Eine heilsame Rosskur, die ihr so einiges klar macht. Aber was hat sie nun von ihrer Erkenntnis, unsichtbar, wie sie ist?
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Darum geht's:
Marlene ist die typische Familienmanagerin. Außer dem perfekt geführten Haushalt, macht sie ihrem Mann noch die Firmenbuchhaltung - natürlich unentgeltlich. Doch weder Ehemann, noch die drei Kinder erkennen, was Marlene eigentlich leistet. Im Gegenteil: Es wird noch gemeckert und die pubertierende Tochter versteht auch noch äußerst geschickt ihre Mutter zu manipulieren. Als sie ihre Freundin Jessica zu einem Wellness-Wochenende überredet, fühlt sich Marlene schlecht und hat auch noch Gewissensbisse. Deshalb sagt sie kurzfristig ab. Als sie völlig erschöpft ins Haus zurückkehrt, merkt sie plötzlich Veränderungen an sich...sie löst sich in Luft auf. Als ihre Familie nach Hause kommt und annimmt Marlene wäre im Wellnesshotel, erfährt sie so einiges über ihre Lieben und was diese eigentlich über sie denken...ganz nach dem Motto: "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand"......
Meine Meinung:
Unsere Hauptprotagonistin Marlene stellt ihre eigenen Bedürfnisse seit Jahren hinten an, denn am Wichtigsten ist für die das Wohl ihrer Familie. So erkennt sie nicht, dass sie eigentlich von allen nur ausgenutzt wird. Mit der plötzlichen Unsichtbarkeit und ihrer Verurteilung zum Nichtstun, eröffnen sich ganz neue Perspektiven für unsere Hauptprotagonistin. Doch bis Marlene das erkennt, passiert hier so einiges und das hat Heike Abidi wieder mit viel Witz und Ironie in "Ich sehe was, was du nicht liebst" beschrieben.
Die Autorin versteht es mit ihrer humorvollen Schreibweise die Leser zu unterhalten. Bereits in ihrem Roman "Dancing Queens", den sie gemeinsam mit Tanja Janz unter dem Pseudonym Jana Fuchs geschrieben hat, als auch mit dem Jugendromanen "We love Fashion" unter dem Pseudonym Maya Seidensticker, hat mich Heike Abidi komplett überzeugt.
Die Grundidee des Buches ist keineswegs neu. Ich kann mich noch an einen uralten Film erinnern, den ich als Kind gesehen habe und der "Als Mutter streikte" hieß. Doch Heike Abidi hat in ihrer Geschichte nicht nur die typischen zu erwartenden Ereignisse, sondern auch unerwartete Wendungen eingebaut.
Ebenso hat der Leser sofort das Gefühl die einzelnen Familienmitglieder zu kennen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und lebensecht und entwickeln sich im Laufe der Geschichte realistisch weiter. Ich habe mit Marlene mitgelitten oder so manchen Wutanfall mit ihr geteilt. Wer selbst eine Teenagertochter zuhause hat, der wird mehr als nur eine Szene daraus wiedererkennen. Und die Ansichten so mancher Ehemänner sind leider auch noch ähnlich oder genauso veraltert, wie die von Phil. Denn, wie hieß es in einem alten Schlager von damals schon: "Das bisschen Haushalt, macht sich von allein, sagt mein Mann..."
Jedoch beinhaltet die Geschichte rund um Marlene und ihre Familie nicht nur lustige Szenen. Die Autorin zeigt vorallem auf, wie ausgenutzt diese von ihrem Mann und den Kindern wird und wie ihre Bemühungen überhaupt nicht geschätzt werden. Bei manchen Szenen wurde ich richtig wütend, andere machen einem nachdenklich, denn wohl jede Mutter findet sich in vielen Szenen wieder. So regt doch die eine oder andere Situation zum Nachdenken an.
Schreibstil:
Der junge, lockere und flüssige Schreibstil gewürzt mit viel Humor lässt einem durch die Seiten fliegen. Die Kapitel sind kurz gehalten, ziemlich dialog-lastig und wechseln zwischen der Ich-Perspektive von Marlene und einem Erzähler in der 3. Person, der das Leben der restlichen Familienmitglieder beleuchtet.
Fazit:
Ein humorvoller und kurzweiliger Roman, der trotz viel Witz und Charme auch zum Nachdenken anregt. Gewürzt mit einer Prise Fantasie und dem eigentlich Unmöglichen, nämlich unsichtbar zu sein, erlebt hier der Leser eine erfrischende Geschichte.
Mein Dank gilt der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und Lovelybooks für die Leserunde!
















Das Buch scheint interessant zu sein. Ich werde es auf meine Liste setzen.
AntwortenLöschenLG und frohe Weihnachten Karin
Schöne Rezi
AntwortenLöschenLiebe Martina, du hast auf meinem Blog den Amazongutschein gewonnen. Ich brauche deine Emailadresse. Gratulier!