- Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
- Verlag: HarperCollins; Auflage: 1., Aufl. (10. November 2015)
- ISBN-10: 3959670109
- ISBN-13: 978-3959670104
- Originaltitel: Invincible
- Genre: Jugendroman
Harper Collins Kurzbeschreibung:
"Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?" Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern? Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht?
Meine Bewertung: gerade noch * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Krebsbücher schießen im Moment wie Pilze aus dem Boden bzw. aus den Verlagen ;) Irgendwie auch kein Wunder, wenn man die Statistiken dieser schlimmen Krankheit sieht. Ich denke, keine Familie ist bis jetzt davon verschont geblieben...
Doch der Jugendroman "Abschied für immer und nie" ist nur zum Teil ein Roman dieser Art. Während mich meine bereits gelesenen Bücher zu diesem Thema meist traurig und nachdenklich zurückgelassen haben, hat "Abschied für immer und nie" ein Gefühl von Ratlosigkeit und Unverständnis bei mir hervorgerufen. Warum? Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten....
Evie ist eine sehr beliebte Schülerin, Cheerleaderin und hat den besten Freund ever: Will. Doch dann wird bei ihr ein sehr seltener Krebs diagnostiziert und die Überlebenschancen sind äußerst gering. Will steht ihr bei und ihre verzweifelten Eltern besuchen sie regelmäßig im Krankenhaus. Trotzdem ändert sich für Evie alles.........vorallem ihre Lebensphilosophie.
In der Kinderonkologie schließt sie Freundschaft mit der rotzfrechen Stella, die früher in einer Punkband gespielt hat und mit dem schüchternen Caleb, der heimlich in Evie verliebt ist. Stella ist für Evie so etwas wie ein Vorbild, denn sie lässt sich nicht unterkriegen und findet das Leben trotz ihrer Krankheit lebenswert. Evie versucht sich von Stella den Lebensmut abzuschauen, doch plötzlich ereignen sich in Evies Leben ein paar unerwartete Dinge, die sie völlig aus der Bahn werfen. (Ich will hier nicht zu viel verraten....)
Sie wird entlassen und findet nicht mehr in ihr altes Leben zurück. Sie fängt an die Dosis ihrer Schmerztabletten zu erhöhen und eckt bei ihren ehemaligen Freunden nur mehr an. Sie rebelliert gegen ihre Eltern und gegen alles, was früher war...versucht in ihrer Wut und ihrem Zorn dem alten Leben zu entfliehen und zu leben - bis zum Exzess! Sie fällt in eine Spirale der Selbstzerstörung und in Marcus findet sie einen Jungen, der ebenso leidet wie sie, jedoch auf eine andere Art. Gemeinsam genießen sie ein Leben ohne Schranken, wobei sich Marcus eindeutig klüger verhält, denn er warnt Evie vor dem Missbrauch von Medikamenten.
Obwohl der erste Teil des Romans, die typisches Krebsthematik beschreibt, konnte ich hier einfach mitfühlen und mich in die Geschichte fallenlassen. Nach cirka 100 Seiten und mehr als der Hälfte der Leseprobe, die ich zuerst vom Literaturtest und Harper Collins erhalten habe, erfährt die Geschichte eine krasse Wendung. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber genau einer dieser beiden Veränderungen in Evies Leben konnte ich nicht verstehen und die Autorin hat sie auch nicht erklärt. Für mich ein Minuspunkt! Eine so wichtige Wendung in einer Geschichte gehört nicht nur kurz und knapp "abgeurteilt", sondern vielleicht auch veranschaulicht, wie so etwas möglich sein kann. Wahrscheinlich konnte es Amy Reed selbst nicht erklären...
Nachdem Evie aus dem Krankenhaus entlassen wird, findet sie nicht mehr in ihre altes Leben zurück. Ihre charakterliche Veränderung ist enorm. Der Autorin gelingt es sehr gut diese Probleme aufzuzeigen....dieses tiefe Loch, in das Evie fällt. Ich konnte ihre Verzweiflung richtig spüren. Sie ist so voller Wut, Hass und Selbstzerstörung, dass ihr letzendlich niemand mehr helfen kann. Dabei badet sie aber auch gewaltig in Selbstmitleid....Doch dies alles soll kein Freibrief zum Konsum von Drogen und Medikamentemnmissbrauch sein!
Auch das Ende konnte mich alles andere als überzeugen! Es bleibt ein wenig offen
Doch genau diese zwei Punkte.....das eher offene Ende und die krasse Wendung mitten im Buch, waren genau meine Vorbehalte gegen eine vorgezogene Rezension dieses Buches, wie es zuerst gewünscht wurde.
(siehe meine Neuzugangspost zum Buch *klick*)
Ich rezensiere Bücher nicht, die ich nicht zu Ende lesen kann und habe mich gegen ein Reziexemplar entschieden. Ich habe es dann überraschender Weise doch bekommen und schlussenendlich ein zweites Buch MIT Ende. Die Philosophie dahinter verstehe ich nicht ganz.... Aber hätte ich nun das Buch rezensiert bevor ich den zweiten Teil gelesen hätte, hätte es sicher 4-5 Sterne erhalten. Nach dem Lesen des zweiten Teiles und des Endes ist meine Meinung jedoch auf 2 Sterne abgesunken. Deshalb gebe ich jetzt gerade noch 3 Sterne...mit viel Bauchweh!
Charaktere:
Evie verändert sich sehr und war mir zum Ende hin nicht mehr wirklich sympathisch. Marcus wird hier als Bad Boy abgestempelt, der jedoch viel vernünftiger als Evie ist und sich um sie sorgt. Will ist der liebenswerte, zu gute Kerl, der alles für seine Freundin tut.
Stella fand ich richtig liebenswert und hat einen sehr authentischen, extremen und starken Charakter. Caleb blieb etwas im Hintergrund, was seine Schüchternheit sehr gut darstellte. Mit Evies Schwester Jenica wurde ich nicht wirklich warm....
Schreibstil:
Der Schreibstil von Amy Reed ist flüssig und lässt sich gut lesen,. Er ist ziemlich dialoglastig und die Autorin versteht es sehr gut die Gefühle und die innere Zerissenheit der Protagonisten darzustellen. Zum Thema der Wende in der Geschichte vermisste ich allerdings eine Erklärung und warum Amy Reed dies nicht anders gelöst hat, kann ich nicht ganz verstehen....
Cover:
Dieses Cover wird sicher einigen gefallen, mir jedoch nicht wirklich. Es hat zwar eindeutig Bezug zur Geschichte, was dem deutschen Cover offensichtlich fehlt, doch irgend etwas stört mich am Buchcover des englischsprachigen Originals. Das deutschsprachige schmeisst mich jetzt allerdings auch nicht vom Hocker....
Es gibt übrigens bereits ein Sequel (noch nicht übersetzt) zu diesem Roman.
Fazit:
Dies ist alles andere, als ein lebensbejahender Roman! Der einfühlsame Beginn täuscht, denn bald ändert sich die Geschichte, samt ihrer Protagonistin. Während mir Evie immer unsympatischer wurde, gefiel mir auch die Entwicklung der Geschichte nicht wirklich und ließ mich eher ratlos und unzufrieden zurück.
Vielen Dank an Harper Collins und dem Literaturtest für die Bereitstellung der Leseprobe und des Reziexemplares!

















Huhu,
AntwortenLöschenja wirklich schade um das Buch mit dem tollen Potential. Die Autorin hat echt das Zeug dazu emotinale Geschichten zu erzählen, aber ich habe auch nicht verstanden, wieso dann diesen Weg und vor allem dieses Ende wählt...
Das Originalcover finde ich wirklich recht schön und würde mich auch ansprechen.
lg, Steffi
Hallo Martina,
AntwortenLöschenmir ging es mit der Geschichte ähnlich. Diese krasse Veränderung konnte ich absolut nicht nachvollziehen und ihre Eltern taten mir fast schon leid. Dennoch mochte ich den Schreibstil gern, und hätte vielleicht auch mehr Punkte vergeben, wenn das Ende etwas anders gewesen wäre.
Liebe Grüße
Diana