- Taschenbuch: 560 Seiten
- Verlag: Ullstein Taschenbuch (6. März 2015)
- ISBN-10: 3548286682
- ISBN-13: 978-3548286686
- Genre: Roman
Ullstein Kurzbeschreibung:
Nach einer gescheiterten Beziehung verliebt Annabel Hansen sich in einen alten Kutter mit dem Namen »Sturmrose«. Sie will das Schiff restaurieren und ein Café daraus machen. Bei den Renovierungsarbeiten findet sie einen Brief: Vor über dreißig Jahren hat das Boot einer jungen Frau zur Flucht aus der DDR verholfen. Vollkommen aus der Bahn geworfen, geht Annabel dem bewegenden Schicksal nach und begegnet dabei Christian, dessen Geschichte tragisch mit dem Kutter verbunden ist. Gemeinsam suchen sie nach der Frau von damals und finden Erschreckendes über Annabels eigene Kindheit heraus.
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
"Die Jasminschwestern", das letzte veröffentlichte Buch von Corina Bomann, war einer meiner Monats-Highlights letzten Jahres, während ich ihr Buch "Die Schmetterlingsinsel" fast abgebrochen hätte. Deshalb ist ein neuer Roman der Autorin für mich immer wieder eine Art "Sprung ins kalte Wasser", da ich nicht weiß, ob mich das Buch fesseln wird oder nicht.
"Die Sturmrose" wird zwar nicht mein Monaths-Highlight im Mai, aber der Roman rund um einen Fischkutter namens "Sturmrose" und einen Einblick in die damalige DDR, hat mich wunderbar unterhalten.
Annabel Hansen zieht nach der Scheidung von ihrem Mann mit ihrer Tochter Leonie von Hamburg nach Rügen. Dort hat sie ein wunderschönes Häuschen am Strand gefunden, das ihr ein älteres Ehepaar für eine längere Zeit vermietet. Als Werbefachfrau ist sie relativ ortsunabhängig und für Leonie wurde auch schon ein Kindergartenplatz gefunden. Bald hat sie auch eine tolle Marketingkampagne für ein Hotel in Sassnitz in der Tasche. Dabei entdeckt sie im Binzer Hafen einen Fischkutter, der zu einem Ausflugsschiff umgebaut wurde. Von ihrem Adoptivvater, der im Schiffsbau arbeitete, hat Annabel das Interesse und die Liebe zu den Schiffen übernommen und so lässt sie der Gedanke an diesem alten Kutter nicht mehr los. Sie würde ihn gerne zu einem Kulturschiff umbauen. Als er zum Verkauf angeboten wird und es auch andere Interessenten gibt, will sie das Schiff unbedingt kaufen. Doch ihre finanziellen Verhältnisse sind nach der Scheidung von ihrem Mann Jan nicht gerade rosig. Da bietet ihr der geheimnisvolle Christian, der sich ebenfalls für das Schiff interessiert, an die Sturmrose gemeinsam zu kaufen. Annabel weiß zuerst nicht was sie davon halten soll, willigt jedoch ein. Kurze Zeit später findet sie beim Saubermachen des Schiffes einen mysteriösen Brief hinter einer der Holzverkleidungen und sie entdeckt, dass die Sturmrose einst als Flüchtlingsschiff für Menschen aus der ehemligen DDR fungierte. Annabell möchte unbedingt die unbekannte Briefschreiberin finden und stößt dabei auf eine Vielzahl von Geheimnissen, die dieses Schiff verbirgt.....
Die Location des Romans ist großartig gewählt und die bildhaften Schilderungen von Rügen haben mich als Österreicherin von einem wunderschönen Ostseeurlaub träumen lassen. Ich lese immer wieder gerne Bücher, die an der Nord- oder Ostsee spielen, da es für mich etwas total Fremdes ist und ich schon Jahre von einem Inselurlaub träume.
Corina Bomann widmet sich in diesem Roman einem wichtigen Kapitel der deutschen Geschichte und hat rund um das Schiff eine sehr interessante Geschichte eingebaut, die dem Leser die Zeit, als Ost - und Westdeutschland noch durch die Mauer in Berlin getrennt war, näher bringen soll. Wie gut ihr das gelungen ist, kann ich nicht wirklich bewerten, da ich zwar diese Zeit miterlebt habe, aber in Österreich und nicht in Deutschland. Für uns war der "eiserne Vorhang" der unser Land umgeben hat (Ungarn, die damaligen Länder Tschechoslowakei und Jugoslawien) greifbarer. Jedoch möchte ich mich in Zukunft noch mehr mit diesem Thema in Büchern auseinandersetzen. Ein neues Kapitel war für mich das Thema Zwangsadoption, das mich ziemlich schockiert zurückgelassen hat!
Kommen wir zu den Charakteren, die mir leider etwas zu schwarz-weiß gemalt waren. Auch die Suche nach Annabells leiblicher Mutter, der Sinneswandel von Jan, die mysteriöse Briefschreiberin, sowie Christians Geheimnis waren für mich fast zu viel an Zufällen und Schicksalschlägen. Trotzdem las sich vorallem Christians Hintergrund sehr spannend und die Geschichte rund um die Sturmrose wurde richtig interessant wiedergegeben.
Schreibstil:
Corina Bomanns Schreibstil ist - egal, ob mir ihr Buch gefallen hat oder nicht - sehr gut zu lesen. Er ist flüssig, herzerfrischend und sehr bildhaft. So fliegt man richtig durch die Seiten und befindet sich während des Lesens direkt am Schauplatz.
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt zu den anderen Büchern der Autorin und der Steg zum Meer wird im Roman des öfteren aufgegriffen.
Fazit:
Eine interessante Geschichte, die den Leser in die deutsche Vergangenheit reisen lässt und trotz kleiner Schwächen gut unterhält. Ich werde auch die kommenden Bücher der Autorin wieder gerne lesen.
















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