- Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
- Verlag: Oetinger (20. Januar 2014)
- ISBN-10: 378914746X
- ISBN-13: 978-3789147463
- Genre: Jugendbuch
Oetinger Kurzbeschreibung:
Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?
Meine Bewertung: * * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Chaos Challenge
Buch zur Chaos Challenge
Meine Meinung:
Letztes Jahr gab es die große Hype um dieses Buch der jungen Autorin Anna Seidl. Ich wollte es ebenfalls sehr gerne lesen, da ich es sehr mutig fand über ein Thema wie Amoklauf zu schreiben. Vorher hatte ich nur "19 Minuten" von Jodie Picoult zu diesem Ereignis gelesen und dieses Buch hat mich tief beeindruckt, wie die meisten Bücher von Picoult. Umso neugieriger war ich auf dieses Debüt!
Danach sah man allerdings das Buch auf jeden Blog und mir wurde es eindeutig zu viel. Die Lust diese Geschichte zu lesen verging mir irgendwie und so lag es jetzt ein Jahr auf meinen SuB.
Vor kurzem hatte ich Lust dazu und es fehlte mir auch noch ein Punkt zur Chaos Challenge....also wurde es aus meinen Regal befreit und ich habe es nicht bereut!
Schon auf den ersten Seiten nahm mich der eindringliche Schreibstil gefangen. Voller Verwunderung mit welchem großartigen Gespür die Autorin hier eine Geschichte erzählt, die jeden Menschen traumatisiert zurücklässt, blieb ich an den Seiten kleben. Mit immer mehr Begeisterung drang ich in die Gefühlswelt von Miriam, unserer Hauptprotagonistin, ein. Ein Mädchen, gerade mal 15 Jahre alt, das den Tod eines Mitschülers und den tödlichen Schuss auf ihren Freund erleben muss und schlussendlich in den direkten Pistolenlauf blickt, den der Schütze auf sie gerichtet hat. Was geht in einem Menschen vor, der soetwas erlebt? Und wie verarbeitet er dieses Erlebnis? Genau darum geht es in diesem Jugendbuch!
Anna Seidl hat hier ein Buch geschrieben, das mich wirklich beeidnruckt hat! Nicht nur, weil dieser Jugendroman von so einer jungen Autorin geschrieben wurde, sondern besonders deswegen, weil man das ganze Buch über das Gefühl hat, die Autorin hätte alles selbst erlebt. Die Gefühle, die Miriam nach dem furchtbaren Zwischenfall in der Schule in sich trägt, sind einfach so wunderbar beschrieben, dass man in dieser Geschichte versinkt und sich mitten drin fühlt. Die Schockstarre nach der grauenhaften Tat in der Miriam und vorallem ihre beste Freundin Joanne leben, löst sich nur langsam und bei Joanne überhaupt nicht. Die Frage, ob Miriam und ihre Klassenkollegen ebenfalls Teilschuld an dieser Tat haben, weil sie den Schützen gemobbt haben, wird ebenfalls in den Raum gestellt. Ich war beeindruckt von der Menge an Gefühlen, die in dieser Geschichte hervorbrechen: Angst, Sorge, Verzweiflung und Hoffnung...alles nahm ich Miriam und ihren Freundinnen ab. Das Leben der Mädchen, das von einer Sekunde auf die andere plötzlich ganz anders ist und nichts mehr wichtig zu sein scheint als die Frage "Wie lebe ich damit weiter?" "Kann ich damit weiterleben"?
In Rückblenden erlebt der Leser das zuvor unbeschwerte Leben der Teenager, das sich - wie so üblich - größtenteils um ihre Freunde, ausgehen und Spaß haben, dreht. Und wie unvorbereitet sie alle diese Tat trifft und sie verändert. In dieser Geschichte ist der Amoklauf der Auslöser und dann erst beginnt die eigentliche Geschichte.....eine Geschichte von Schuld, Leid und Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Lebensmut.
Schreibstil:
Der Schreibstil der jungen Autorin hat mich von Beginn an gefesselt. Er ist intensiv, eindringlich, aber auch gefühlvoll. Die Ich-Perspektive bringt dem Leser unsere Hauptprotagonistin sehr nahe, sie ist authentisch und lebendig. Wie die Autorin das Leben dieses jungen Mädchens beschreibt ist direkt aus dem Leben gegriffen. Die Gedanken, die sich die verstörten Jugendlichen machen, wie die Eltern damit umgehen und wie die Teenager langsam wieder zurück ins Leben finden oder daran zerbrechen, wird hier auf beeindruckenste Weise geschildert
Fast auf jeder Seite könnte man einzelne Sätze anstreichen, die man in ein Heft notieren und als kleine Schätze hüten könnte....kleine Lebensweisheiten eben.
Fazit:
Ein beeindruckendes Buch, das noch lange nachwirkt, sehr intensiv und eindringlich ist! Ich bin begeistert und kann allen, die es noch nicht gelesen haben, diese Geschichte nur ans Herzen legen!
















Mir ging es bei dem Buch genauso! Schöne Rezension!
AntwortenLöschenLg Sonja
Ich muss es wirklich endlich mal lesen! Auch "19 Minuten" steht eigentlich schon lange auf meiner Wunschliste.
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