Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green

    • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
    • Verlag: C. Hanser Verlag; (30. Juli 2012) 
    • ISBN-10: 3446240098
    • ISBN-13: 978-3446240094
    • empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
    • Originaltitel: The fault in our stars
    • Genre: Jugenbuch


Amazon Kurzbeschreibung:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

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Meine Meinung:
Es wird wohl nicht mehr sehr viele Blogger geben, die dieses Buch noch nicht gelesen haben. Da die Verfilmung im Sommer ins Kino kommt, musste ich natürlich den Roman, von dem viele so begeistert sind, vorher lesen, denn den Film möchte ich mir doch gerne ansehen. Andererseits bin ich jetzt nach dem Beenden nicht sicher, ob ich doch lieber auf die DVD warten soll, denn mit verheultem Gesicht sitze ich nicht so gerne im Kinosaal....

Es gibt einige Bücher über krebskranke Jugendliche oder Erwachsene, die uns alle mit einem Gefühl von Wut und Trauer oder bei einer Heilung mit dem Gefühl von Erleichertung zurücklassen. Wie es auch immer wieder im täglichen Leben passiert. Ich denke, mittlerweile gibt es in jeder Familie oder im Freundeskreis Menschen, die an Krebs erkrankt sind und deshalb ist dieses Thema auch ein sehr schwieriges.

John Green hat es geschafft in diesem Roman das Thema auf seine Weise mit sarkastischen  Humor und kraftvollen Worten zu erzählen. Obwohl die ganze Zeit der Tod über dem Thema schwebt, ist die Geschichte nicht trübsinnig. Die Hauptcharaktere sind keine Helden, sondern normale Teenager, deren Erwachsen werden eine für sie plötzlich fremde Richtung eingeschlagen hat und die versuchen damit umzugehen.

Die 16-jährige Hazel hat Krebs. Die Heilungschancen stehen bei NULL und ohne ihre Sauerstoffflasche, die sie immer mit sich herumträgt, würden ihre Lungen den Dienst versagen. Doch durch bestimmte Behandlungsmethoden kann ihre Krankheit verlängert werden. Ihrer Mutter zuliebe geht sie eher unregelmäßig zu einer Selbsthilfegruppe, die aus krebskranken Kindern und Jugendlichen besteht. Außer Isaac, einen Jungen in ihrem Alter, hat sie dort keine Freunde. Sie will keine wichtigen Freundschaften mehr schließen, denn sie will weder bemitleidet werden, noch die Menschen verletzten, die sie eines Tages verlassen wird.
Doch eines Tages begleitet der selbstsichere Freund von Isaac, Augustus, genannt Gus, diesen zur Therapie und lernt dort Hazel kennen. Die beiden Teenager mögen sich auf Anhieb und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die bald in Liebe umschlägt. Doch Beide wissen, dass ihnen nicht allzu viel Zeit mehr bleibt. Augustus, der durch eine Krebserkrankung sein Bein verloren hat, weiß um Hazels Gefühle und Gedanken.
Auch die gemeinsame Liebe zu Hazels Lieblingsbuch "Ein herrschaftliches Leiden" von Peter Van Houten gibt ihnen viel Diskussionsstoff. Hazel wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal mit dem Autor über sein völlig abruptes Ende in seinem Roman zu sprechen und so versucht Gus ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Mehr möchte ich von der Geschichte nicht mehr preisgeben, denn die muss man schon selbst lesen!

Positiv anmerken möchte ich noch, dass man in John Greens Buch auch etwas über die Familiensituation von Hazel und ihren Eltern mitbekommt, was des öfteren in anderen Büchern zu kurz kommt. Während der Vater meistens in Tränen ausbricht, muss die Mutter die Starke spielen, während sie fast an der Krankheit ihrer Tochter zerbricht. Auch Gus Eltern nehmen einen Teil des Romans ein.

Schreibstil.
Die Dialoge und Zitate in diesem Buch sind einfach wunderschön. Der Sprachstil ist einzigartig und man sollte auch der Übersetzerin ein großes Lob ausprechen!

Außerdem versteht es der Autor, wie schon oben erwähnt, durch die Erzählung aus der Sicht von Hazel selbst, ein sehr emotionales, aber auch sehr positives Gefühl in die Geschichte zu bringen. Auch der schwarze Humor von Hazel bringt Schwung  in den Roman, der trotzalledem sensibel und gefühlvoll bleibt.

Cover:


Links das Filmplakat und rechts das Originalcover des Buches, ebenfalls in hellblau gehalten, wie das deutsche Titelbild.

Fazit:
Ein wunderbares Jugendbuch, das ein schwieriges Thema einzigartig verpackt. Rührt zu Tränen - ist jedoch nicht kitschig! Tiefgründiger und sarkastischer Humor, sympathische Protagonisten und eine wundervolle Sprache machen den Roman zum Lesegenuss!

4 Kommentare:

  1. Schöne Rezi :)
    Und kann dir nur zustimmen :)

    lg, Steffi

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  2. Ich hab schon so viel von dem Buch gelesen, aber bis jetzt hab ich mich noch nicht dran getraut... getraut ist der richtige Begriff, ich lese ungerne Bücher über Krankheit und Tod, irgendwie ist es ein Tabuthema für mich. Lesen will ich es unbedingt, mal sehen, wann ich dazu greife.
    Tolle Review!
    Wünsche Dir einen schönen Montag!!!

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  3. Schön, dass du dieses wunderbare Buch endlich gelesen und so toll rezensiert hast. :)

    Liebe Grüße
    Sabine

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  4. Ah, schön mal eine REzi zu einem Buch bei Dir zu lesen, dass ich schon kenne .. und eine tolle Rezi noch dazu! ... ja, ich glaube, ins Kino würde ich auch nicht wollen .. weil ich jetzt schon weiß, dass ich lange und intensiv heulen werde :)

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