Die andere Seite des Glücks - Seré Prince Halverson



    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (25. Juli 2013)
    • ISBN-10: 3596193788
    • ISBN-13: 978-3596193783
    • Originaltitel: The Underside of Joy
    • Genre: Roman; Gegenwartsliteratur

Amazon Kurzbeschreibung: 
Ella Beene kann sich glücklich schätzen mit ihrem wunderbaren Ehemann, zwei lebhaften Kindern und Schwiegereltern, die sie wie eine eigene Tochter betrachten. Aber als ihr Mann Joe bei einem Unfall ertrinkt, ist ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, und das Glück, das ewig dauern sollte, scheint vorbei zu sein. Als Joes schöne Exfrau, die ihn und die gemeinsamen Kinder drei Jahre zuvor verlassen hatte, plötzlich auf der Beerdigung auftaucht, fürchtet Ella das Schlimmste – zu Recht. Sie muss ihre eigene Trauer bewältigen, darum kämpfen, die Kinder zu behalten und sich um das wirtschaftliche Überleben der Familie kümmern. Aber während sie alles daran setzt, alles richtig zu machen und den Prozess um das Sorgerecht zu gewinnen, muss sie auch die Frage beantworten, ob sie die beste Mutter für die Kinder ist.

Meine Bewertung: tolle * * * * undeinhalb

Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge

Meine Meinung:
Dieses Erstlingswerk der Autorin ist wirklich gelungen. Die Geschichte hat mich wirklich berührt, dabei aber auch gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.

Ella Beene, die sich sehnlichst ein Kind wünscht und deren erste Ehe nach fünf Fehlgeburten scheiterte, lässt ihr altes Leben hinter sich und beschließt woanders neu anzufangen. Auf den Weg in ihr neues Leben begegnet sie Joe und seinen Kindern Annie und Zach, und aus einer kurzen Begegnung wird die große Liebe.
Die Geschichte beginnt am Tag als Joe bei einem Unfall ertrinkt und Ella plötzlich wieder vor den Scherben ihres Glücks steht. Denn schon bald findet Ella heraus, dass der Laden, der seit Generationen der Familie ihres Mannes gehört, vor dem finanziellen Ruin steht. Und dann taucht bei der Beerdigung auch noch die leibliche Mutter der Kinder auf, die diese vor mehr als drei Jahren von einem Tag auf den anderen verlassen hat. Ella muss nun nicht nur ums überleben des kleinen Laden bangen, sondern auch um ihre Kinder, denn Paige fordert ihr Recht als leibliche Mutter ein und möchte Annie und Zach nach Los Angeles holen.

Die Autorin, deren etwas ungewöhnlichen Namen man sich merken sollte, erzählt in der Ich-Form. So nimmt der Leser teil an Ellas Gedanken und Ängsten, Wünschen und Hoffnungen. Man zittert mit Ella mit, deren ganzes Leben sich plötzlich verändert und die alles zu verlieren droht.
Neben dem Handlungsstrang in der Gegenwart wird auch immer wieder in die Vergangenheit zurückgeblendet. Man erfährt mehr über Paige und ihre Handlungsweise, genauso wie über Joe, der Ella so manches verschwiegen hat und über die Vergangenheit seiner Familie, deren männliche Familienmitglieder während des zweiten Weltkrieges in Internierungslager gesteckt wurden.
Hier greift die Autorin ein Thema auf, über das bis heute sehr gut geschwiegen wird. Nicht nur Japaner, sondern auch Italiener, die eigentlich amerikanische Staatsbürger waren, wurden während des Zweiten Weltkrieges in den USA in Internierungslager gesteckt und nur ein Teil davon kam auch wieder zurück.


Ein Kompliment an die Autorin, der es gelingt diese Geschichte sehr facettenreich zu erzählen. Als Leser erlebt man somit ein Wechselbad der Gefühle. Man ist hin- und hergerissen, überlegt wie man selbst handeln  oder wie man am Besten zugunsten der Kinder entscheiden würde.

Laut Kurzbiografie am Buchende ist Seré Prince Halverson selbst Mutter und Stiefmutter und auch in einer solchen Familienkonstellation aufgewachsen. Man spürt, dass sie weiß wovon sie schreibt. Der Leser lernt sowohl aus der Sicht der leiblichen Mutter, als auch der Stiefmutter zu denken und zu fühlen.

Cover:

Das amerikanische Hardcover finde ich nicht so gelungen. Es ist mit zu fade und ich sehe auch keinen Bezug zur Geschichte. Da finde ich das deutsche Titelbild des Taschenbuchrs gelungener, denn es spricht mich einfach mehr an.






Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl hier einen Debütroman vor sich zu haben.

Fazit:
Ein wunderschöner, sehr emotionaler Roman, der einige Themen beinhaltet und dessen Hauptthema die Frage aufwirft: Wer ist die "bessere" Mutter? Was macht eine Mutter aus? Leseempfehlung!


1 Kommentar:

  1. Na das klingt doch wirklich ganz nach meinem Beuteschema ;-) Nochmal danke für den guten Tipp; Buch ist auf der Wunschliste gelandet.

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