- Broschiert: 416 Seiten
- Verlag: Pendo; Auflage: 4 (13. August 2013)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3866123175
- ISBN-13: 978-3866123175
- Originaltitel: 7 ans après
- Genre: Roman
Nikki und Sebastian sind geschieden – und glücklich darüber. Doch als ihr Sohn Jeremy spurlos verschwindet, müssen sie sich zusammen auf die Suche nach ihm machen. Auf ihrer atemlosen Verfolgungsjagd stellen sie sich den schwierigsten Herausforderungen: rätselhaften Botschaften, skrupellosen Gegnern – und ihren eigenen Gefühlen.
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge
Meine Meinung:
Guillaume Mussos letzter Roman mit leichten Thrillerelementen "Nachricht von dir" hat mir wirklich sehr gut gefallen. Leider kann sein neuestes Buch so gar nicht damit mithalten.
Es liegt sicher nicht am Schreibstil, denn der ist packend und flüssig und der Autor versucht auch hier mehr Thriller reinzupacken, aber an der Geschichte gibt es soo viele Dinge, die wirklich an den Haaren herbeigezogen sind, dass man einfach nur den Kopf schütteln kann.
Dabei beginnt die Geschichte sehr gut. Postiv überrascht hat mich gleich die Einführung, dass unser Hauptprotagonist Sebastian Geigenbauer ist. Ich arbeite selbst in einem Musikgeschäft mit Werktstatt, wo allerdings Blechblasinstrumente erzeugt werden. So hatte ich sofort Zugang zum Thema. Doch auch sehr schnell hatte ich so meine Probleme mit Sebastian, der seine Teenagertochter derart kontrolliert, dass ich immer wütender beim Lesen wurde. Zimmerdurchsuchung, Handy- und Internetüberwachung mindestens einmal pro Woche, wühlen in der Unterwäsche und im Badezimmer der Tochter...also sowas ließ mir echt die Zornesröte ins Gesicht steigen! Das geht ja mal gar nicht!!! Dabei bin ich selber Mutter eines Teenagers!
Und wenn man gleich zu Beginn so eine Antipathie gegen einer der Protagonisten hat, wird es meistens nicht besser....
Es wurde zwar dann besser, aber nur im Sinne der "Sympathie". Nikki und Sebastian sind so ziemlich das gegensätzlichste Paar überhaupt. Während ihre Tochter Camille nach der Trennung beim Vater lebt und nur am Anfang und am Ende Teil der Geschichte ist, nimmt ihr Zwillingsbruder Jeremy, der bei der Mutter wohnt, sehr viel Raum ein. Das plötzliche Verschwinden des gemeinsamen Sohnes lässt Nikki und Sebastian wieder ein bisschen näher kommen. Und plötzlich sind beide auf den Weg nach Paris, wo es eine Spur von Jeremy gibt.
Der Roman nimmt hier an Fahrt auf und ist eigentlich sehr spannend und gut geschrieben. Die Schrift ist eher groß und die Seite nur halb mit Text ausgefüllt...so hat man das Buch sehr schnell durch. Auch hatte ich bald das Rätsel der Entführung geknackt. Deshalb gebe ich auch noch drei Sterne....
Doch was der Autor am Schluss an Absurdität bietet, schlägt echt den Fass den Boden aus!
Die Geschichte würde glatt zu einem Tschinn-Bumm-Kinofilm a la Hollywood passen, denen ich lieber aus dem Weg gehe. Schade! Nun kann ich nur hoffen, dass das nächste Buch des Autors mehr zu bieten hat!
Cover:
Das französische Originalcover passt perfekt zur Geschichte. Man sieht das Ex-Ehepaar auf der Flucht. Das deutsche Cover lässt ja eher wieder auf eine Liebesgeschichte schließen, was nicht ganz so ist.
Schreibstil:
Den Schreibstil kann ich überhaupt nicht bemängeln. Flott und spannend, flüssig und packend....eigentlich alles, was man sich wünscht.
Fazit:
Der Schreibstil des Autors ist wie immer toll, doch die Geschichte ist in diesem Roman sowas von unglaubwürdig, dass es einfach zu viel ist! Die Idee ist teilweise gut, doch die Ausführung und besonders der zweite Teil des Buches sind grottig. Sowas bin ich vom Autor wirklich nicht gewöhnt! Drei Sterne wegen des guten Schreibstils...aber nur deswegen!!! Nun hoffe ich ganz stark auf den nächsten Roman....

















Hallo Martina,
AntwortenLöschendas liegt noch auf meinem SuB, aber deine Rezension stimmt nicht gerade fröhlich. Bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird.
Liebe Grüße
Sabine
Das Buch hatte ich letztens in der Buchhandlung in der Hand. Ich habe es dann aber doch nicht mitgenommen. ;)
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Steffi