- Taschenbuch: 400 Seiten
- Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (14. Mai 2013)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3492300952
- ISBN-13: 978-3492300957
- Genre: Krimi, Thriller
Jahre ist es nun schon her, dass Joanas Schwester spurlos verschwand. Ihre spanische Heimat hat Joana mittlerweile verlassen und sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut. Da erhält sie eine Nachricht, die vermuten lässt, dass Carmen doch noch am Leben sein könnte, und Joana macht sich auf nach Andalusien. Die Gewissheit über Carmens Schicksal scheint zum Greifen nah, doch unter der brennenden Sonne Spaniens lauern düstere Wahrheiten …
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Krimi und Thriller Cover Challenge
Buch zur Wir lesen dicke Dinger Challenge
Deutschsprachige Autoren Challenge
Deutschsprachige Autoren Challenge
Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich mir für die Thriller- und Krimi Cover Challenge ausgesucht, da ich noch ein Buch mit einem Getränk am Cover suchte. Durch die durchwegs sehr guten Bewertungen auf Amazon und der Tatsache, dass der Autor Österreicher ist und mir total unbekannt war, hüpfte das Buch in meinen Warenkorb. Nun habe ich es beendet und kann leider die guten Bewertungen nicht nachvollziehen.
Zuerst möchte ich anführen, dass dies das zweite Buch des Autors ist und er dieselben Protagonisten aus seinem ersten Buch "Pata Negra" verwendet hat, welches ich nicht gelesen habe. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass genau dieselben vier Personen genau am selben Schauplatz wieder in ein Verbrechen verwickelt sind, noch dazu, wo es "ganz normale Menschen wie du und ich" sind. Doch daran sollte es nun auch nicht scheitern.....
Der Prolog war wahrlich mal was anderes und hat mich zutiefst erschüttert. Der Leser nimmt an der Überfahrt einiger Bootsflüchtlinge teil, die aus Afrika kommend in Europa ein neues Leben beginnen wollen. Als der Motor ausfällt treiben sie tagelang ohne Wasser und Nahrung am offenen Meer und werden von anderen Schiffen einfach ignoriert, weil sie genau zwischen zwei Hoheitsgewässern treiben. Und der große Schockmoment kommt erst, denn genau das ist von Drogenbossen so geplant, die so ihre Ware von Afrika nach Europa einschleusen.
Der weitere Einstieg fiel mir jedoch dann etwas schwer. Freundlinger erzählt in der dritten Person und wechselt bereits im ersten Kapitel zwischen 3-4 Personen und Handlungssträngen. Das hat mich äußerst verwirrt. Ich musste in den nachfolgenden Kapitel immer wieder nachdenken...wer ist das jetzt? Wo gehört der dazu? Zwischen einzelnen Bandenmitgliedern; zwei befreundeten Frauen und deren Ehemännern bzw. Freunden; einer Frau, die in einem Keller eingeschlossen ist und einem Ermittlerteam wechselt der Autor in sehr kurzen Abständen seine Erzählweise.
Während in "Pata Negra" Maite und Joanna, die beiden Freundinnen, sowie Maites Ehemann Kilian und ihre Schwester Carmen schon eine Rolle spielten, ist das Ermittlerteam neu. Rubén de Freitas und Lucia Cienfuegos gehören zur spanischen Polizei, der Guardia Civil und besonders Ruben ist alles andere als ein typischer Polizeibeamter. Mit Rastazöpfen und selbst Gras rauchend, sieht er auch noch Lenny Krevitz ähnlich und lässt die Frauenherzen höher schlagen....auch das von Lucia, die jedoch auch Frauen nicht abgeneigt ist und im Moment mit ihrer Freudin zusammenlebt. Das Ermittlerduo und die Guardia Civil sind aber im Buch eher nur Randfiguren. Trotzdem fand ich einmal erfrischend ein völlig anderes Team ermitteln zu sehen....wenn sie mal ermitteln. Die Polizei (mit Ausnahme von Rubén und Lucia) wird auch als völlig trottelig dargestellt oder die Beamten sind geschmiert.
Während sich die Toten häufen, die sich alle mit Drogenschmuggel eine zweite Einnahmequelle gesichert haben und die Polizei in diesen Fällen ermittelt, erhält Joanna in Deutschland einen Hinweis, dass ihre tote Schwester Carmen angeblich doch noch lebt und bricht mit Ehemann Kilian und Sohn Xaver sofort nach Andalusien auf. Doch das Lösegeld, das der Unbekannte verlangt, kann Joanna zuerst nicht aufbringen. Sie versucht alles Mögliche und begibt sich gleich in mehrere gefährliche Situationen. Leider wird die Geschichte dann immer unglaubwürdiger, auch wenn die Handlungsstränge zusammenlaufen und man langsam erkennt wer oder was hinter all den Verbrechen steckt. Obwohl die Geschichte teilweise spannend geschrieben wurde, waren mir all die unglaubwürdigen Zwischenfälle oder neuen Entwicklungen einfach zu viel! Etwas weniger davon hätte dem Krimi, der für mich rasant wie ein Thriller war, gut getan.
Cover:
Sagt nicht wirklich etwas über die Geschichte aus...
Schreibstil:
Klar, deutlich, teilweise brutal....gute Charakterbeschreibungen.
Fazit:
Eine gute Geschichte und Idee, die mir jedoch anfangs zu wirr und danach zu unglaubwürdig geschrieben war. Spannend und rasant, jedoch auch wieder irrational. Eine Krimi, der mich etwas zwiespältig zurücklässt und ein Autor, der eher nicht auf meine Leseliste kommt.
















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