- Taschenbuch: 416 Seiten
- Verlag: Bastei Lübbe (28. August 2010)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3404164687
- ISBN-13: 978-3404164684
- Genre: Roman
Amazon Beschreibung:
Zum Missfallen ihrer Eltern bemüht die junge Ricarda Bensdorf sich um eine Anstellung als Ärztin in der Berliner Charité. Aber im Jahr 1893 sind Medizinerinnen in Preußen noch unvorstellbar. Als die Eltern sie zu einer Ehe drängen, beschließt Ricarda, nach Neuseeland auszuwandern, da Frauen dort mehr Rechte besitzen. Heimlich tritt sie die gefährliche Reise an, nicht ahnend, das sie auch am anderen Ende der Welt auf große Widerstände treffen wird. Ohne die Hilfe eines mutigen Farmers und die Künste einer Maori-Heilerin wäre sie rettungslos verloren ...
Meine Bewertung: * * *
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Meine Meinung:
Wer meinen Blog so richtig verfolgt, der weiß, dass ich ein riesengroßer Neuseelandfan bin. Deshalb lese ich auch fast alles über dieses Land, was mir so in die Finger kommt. Sachbücher und Reiseliteratur stelle ich hier ja nicht vor, ist aber auch in meinem Bücherschrank vorhanden. Weniger "ernstzunehmende" Lektüre wie auch "Die Sterne von Tauranga" lese ich deshalb gerne, weil meistens einiges über die Landschaft und vorallem über die Maori berichtet wird. Und Auswandererromane, die um die Jahrhundertwende oder früher spielen, mag ich ja auch sehr gern.
Unter dem Pseudonym Anne Lauren (ich konnte ich leider nicht genau herausfinden, wer sich dahinter versteckt) schreibt wieder eine deutsche Autorin über "das Land der weißen Wolke"...was mich an Sarah Lark und Lauren Walden erinnnert. Wenn mir diesbezüglich jemand weiterhelfen kann, würde ich mich freuen.
Die Geschichte an und für sich ist nicht wirklich neu. Zu viele derartige Romane habe ich schon gelesen, wo junge toughe Damen in ein ihr unbekanntes Land auswandern, nur die Gründe sind des Öfteren verschieden. In diesem Fall haben wir die junge Ricarda Bendsorf, Tochter einer Ärztefamilie, die schon über Generationen diesen Beruf nachgeht. Da sie jedoch das einzige Kind ist und noch dazu ein Mädchen, lässt sie vorerst ihr Vater zwar Medizin in der Schweiz studieren (in Deutschland sind weibliche Studentinnen noch nicht zugelassen), jedoch nach Abschluss des Studiums will er sie genauso hinterm Herd mit einer Schar Kinder sehen und den passenden Heiratskandidaten hat er auch schon in petto.
Was mir jetzt genau an dieser Stelle gefehlt hat, war die genaue Planung und die lange Schiffsreise in das total unbekannte Land. Man konnte zwar lesen, dass Ricarda gehört hat, dass in Neuseeland Frauen angeblich studieren und den Arztberuf ausüben dürfen und dies der Grund ist, dass sie dorthin auswandert. Aber sonst kam es mir vor, als ob sie eigentlich vorher so gar nichts über dieses Land wusste. Und warum geht sie so weit weg, wenn sie vorher in der Schweiz studieren durfte und vielleicht auch dort Möglichkeiten hätte den Beruf auszuüben? Hier fehlte mir ganz einfach eine genauere Erklärung und ich hatte das Gefühl, dass dieser Teil eben nur schnell abgehandelt wurde, damit die Geschichte nun in Neuseeland weitergehen kann. Und praktischerweise kommt die Hauptprotagonistin auch aus reichem Haus, dass es keine Probleme mit dem Geld betreffend der Schiffspassage gibt.
Natürlich bekommt Ricarda auch gleich nach der Landung von der ersten Person, die ihr über den Weg läuft, den guten Tipp, wo sie sich einquartieren kann und die junge Frau, die ihr in ihrer Pension ein Zimmer zur Verfügung stellt, hilft ihr natürlich auch gleich weiter. Ebenso wie Mary, die Ehefrau von Senator Cantrell, die ihr zu einem schnellen Einwanderungsbescheid und die Zulassung als Ärztin verhilft. Denn der einizge Arzt in Tauranga, dem Städchen, in dem Ricarda gelandet ist, setzt alles daran, dass er der Alleinige in dieser Stadt bleibt. Doch die neue Praxis scheint bald zu boomen, denn vorallem Frauen gehen lieber zu einer Ärztin als zu einem Arzt. In dem Bordellbesitzer Borden findet Doktor Doherty einen skurpellosen Helfer in seinem Plan die neue Ärztin zu vetreiben....
Der Stil ist recht einfach gehalten, lässt sich aber gut, schnell und zügig lesen. Landschaftsbeschreibungen habe ich in diesem Roman leider vergeblich gesucht. Im Gegensatz zu Sarah Lark oder Lauren Walden schreibt Anne Laureen hier sehr "einfach". Es gibt kaum verschiedene Handlungsstränge und vieles ist sehr vorhersehbar. Im Endeffekt gibt es in dieser Geschichte nicht wirklich etwas Neues und über Neuseeland selbst hab ich kaum etwas erfahren.....leider!
Fazit: Als Neuseelandfan habe ich vor allem die Beschreibungen über das Land vermisst. Die Story an sich war allerdings auch nicht wirklich neu und gemessen an den Büchern von Lark, die zwar auch keine "gehobene Literatur" sind, liegt diese Geschichte leider weit darunter.















Oweh, das klingt ja nicht so prickelnd. Das Buch subt bei mir noch. Zu dem Pseudonym kann ich dir leider auch nichts sagen.
AntwortenLöschenLG
Susanne