Die Schwestern von Krakau - Bettina Storks

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


  • Broschiert: 576 Seiten
    • Verlag: ‎ Heyne Verlag (15. Januar 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3453361180
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3453361188
    • Genre: Historischer Roman, zwei Zeitebenen, #gegendasvergessen


Heyne Kurzbeschreibung:
Als Édiths Vater Simon Mercier 2016 in Paris stirbt, erfährt die 53-Jährige völlig überraschend von ihren deutsch-polnischen Wurzeln. Anscheinend war Simon ein angenommenes Kind, dessen jüdischer Vater Opfer der großen Razzia im Juli 1942 wurde. Doch wie ist Simon in die Familie Mercier gekommen und was geschah mit Simons Mutter Helene? Als Édith ihre Cousine Tatjana in der Nähe von Stuttgart ausfindig macht, suchen die Frauen gemeinsam nach Antworten und beginnen, ein jahrzehntelanges Schweigen zu durchbrechen. Wie hat Helenes Schwester, Tatjanas Großmutter Lilo, damals im von Deutschen besetzten Polen gelebt? In Krakau stoßen sie auf eine Apotheke, die nicht nur für Lilo eine zentrale Rolle gespielt hat, sondern auch für den jüdischen Widerstand.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die 576 Seiten des neuen Romans von Bettina Storks habe ich in kurzer Zeit, gemeinsam mit der lieben Caroline vom YouTube Kanal "Maries Salon de Livre", verschlungen. Die Romane der Autorin lese ich immer wieder gerne, wobei ich ihren neuesten als den bisher besten empfinde.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Als Édiths Vater Simon im Jahre 2017 in Paris verstirbt, findet sie wenig später in seinem Zimmer alte Zeitungsausschnitte und Fotos. Darauf erkennt sie ihren Vater als Kind. Unter dem Foto sind die Namen Helene Wagner mit Sohn Simon und Samuel Altmann angegeben. Édiths Vater hieß jedoch Simon Mercier. Es scheint, als hätte er Nachforschungen betrieben und konnte die Suche nach seinen Wurzeln jedoch nicht mehr abschließen. Édith findet Hinweise auf die Apothekerfamilie Wagner im Raum Stuttgart. Sie kontaktiert die Wagners und erfährt, dass Helene Wagner und ihr kleiner Sohn Simon während des Krieges in Paris verstorben sind. Doch das kann nicht sein, denn aus Simon Wagner-Altmann wurde Simon Mercier. Wie ist das möglich? Und was passierte mit seiner Mutter?

Tatjana lässt der Anruf aus Paris keine Ruhe. Sie trifft sich mit Édith und beide erkennen, dass sie kaum etwas über ihre Wurzeln wissen. Zudem gibt es viel zu viele Ungereimtheiten. Helenes Schwester Lilo, Tatjanas Großmutter, ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus Krakau nach Stuttgart geflohen. Erzählt hat sie jedoch kaum etwas von ihrer Vergangenheit. Tatjana bricht nach Krakau auf, findet Spuren von Lilos Vergangenheit und steht vor einer Apotheke mitten im Krakauer Ghetto, wo ihre Großmutter als Volksdeutsche ihr Praktikum zur Apothekerin absolvierte. Mit Adam, einem Historiker, der den Nachlass des Apothekers Tadeusz Pankiewicz verwaltet, findet sie immer mehr über ihre Großmutter und ihre wahre Geschichte heraus.

In Rückblenden erfahren wir, wie die polnische Bevölkerung und die jüdische Gemeinschaft während der Besetzung durch die Nationalsozialisten leben und was sie erleiden müssen. Lilo, die zur Volksdeutschen Minderheit gehört, kommt aus einer konservativen deutschen Familie. Sie sieht jedoch an ihrem Arbeitsplatz, wie die Menschen immer mehr unter der Besatzung leiden. Ihre rebellische Schwester Helene hat das streng katholische Elternhaus verlassen und ist nach Paris geflüchtet, wo sie ihr Glück sucht. Die pflichtbewusste Lilo ist hingegen geblieben, steht aber völlig im Schatten ihrer Schwester. Doch auch sie beginnt sich gegen ihre herrische Mutter und den an Demenz erkrankten Vater aufzulehnen. Die 27-jährige beschließt gegen den Willen ihrer Eltern ihre Ausbildung in der Adler Apotheke im Ghetto fortzusetzen. Sie liebt ihre Arbeit und auch ein bisschen ihren Chef, Tadeusz Pankiewicz. Dieser spielt in seiner Apotheke eine ganz besondere Rolle und Lilo muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen will....

Der Vergangenheitsstrang hat mich gefesselt und sehr berührt. Ich habe schon sehr viele Bücher und auch Biografien über diese Zeit gelesen, doch über den jüdischen Widerstand wurde bisher eher wenig geschrieben. Bettina Storks hat in ihrem Roman eine der wichtigsten Figuren dieses Widerstandes miteingebaut: Gusta Dawidson-Draenger. 
Wir erleben Aktionen gegen die Juden und polnische Intellektuelle hautnah mit, begeben uns in den jüdischen Untergrund und sind Zeugen ihrer Versuche zu überleben. Bewundert habe ich aber vor allem den stillen Apotheker Tadeusz Pankiewicz, der Anlaufstelle für den jüdischen Widerstand war.
Bettina Storks hat historische und fiktive Personen und Begebenheiten gekonnt zusammengeführt. Die historischen Rückblicke stützen sich dabei auf das Tagebuch von Gusta Dawidson-Draengler, welches sie in Gefangenschaft geschrieben und danach versteckt hat, sowie den Memoiren von Tadeusz Pankiewicz.

Der Schreibstil von Bettina Storks hat mich sofort wieder gefangen genommen. Schon ihr letzter Roman "Die Kinder von Beauvallon" war ein Highlight. Der Schauplatz Krakau war so bildhaft dargestellt, dass ich alles wie in einen Film vor Augen hatte. Auch die Charaktere sind alle sehr lebendig und sympathisch gezeichnet. Nur mit Adam wurde ich nicht richtig warm, den ich als ziemlich hochnäsig und egoistisch empfunden habe. Auch Édith kam mir im Vergleich zu Tatjana im Roman etwas zu kurz.
Obwohl mich der Gegenwartsstrang nicht ganz so fesseln konnte, wie die Rückblicke in die Vergangenheit, erkennt man, wie die Sprachlosigkeit der Kriegsgeneration die folgenden Generationen in ihren Handeln und den weiteren Lebensweg beeinflusst. Ein großartiger Roman #gegendasvergessen und in der heutigen Zeit umso wichtiger!

Fazit:
Ein bewegender Roman über den jüdischen Widerstand, die Sprachlosigkeit der Kriegsgeneration und eine Geschichte, die auch später noch nachwirkt. Eine Leseempfehlung!


Vielen Dank an Corinnna Schindler vom freelance team und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar 

Fernwehland - Kati Naumann

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     




  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: ‎ HarperCollins Hardcover; 1. Edition (28. Januar 2025)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3365007431
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3365007433
    • Genre: Roman, zwei Zeitebenen,



HarperCollins Kurzbeschreibung:
Die Astoria ist das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Seit über siebzig Jahren trägt es die Menschen übers Meer und hat schon unzählige Schicksale bestimmt. Nach einer Kollision mit dem Luxusschiff Andrea Doria wurde es an die DDR verkauft und fortan für Urlaubsreisen eingesetzt. Auf seinen Fahrten bis in die Karibik geraten das Schiff und seine Passagiere auch zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Die Stewardess Simone und der Matrose Henri haben sich vor vielen Jahren auf diesem Schiff kennengelernt. Heute treten sie noch einmal eine Kreuzfahrt mit der Astoria und damit auch eine Reise in ihre Vergangenheit an. Denn sie begegnen dabei der Schwedin Frida, die als Kind die Schiffstaufe erlebt hat und deren Geschichte ebenfalls ganz eng mit der des Schiffes verbunden ist.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur ABC Challenge

Meine Meinung:
Mit den Romanen von Kati Naumann kann man nichts falsch machen. Die Autorin lässt uns tief in die Geschichte der DDR eintauchen und erzählt in all ihren Büchern über diese Zeit, als Deutschland geteilt war. Dabei verwendet sie nicht alltägliche Themen, die spannend erzählt werden.
In ihrem neuen Roman widmet sie sich der Schifffahrt und ganz besonders dem Kreuzfahrtschiff "Völkerfreundschaft": 
Als Binnenlandkind, auch wenn ich die Donau fast vor der Haustüre habe, interessieren mich Schiffe eher weniger. Kati Naumanns Romane sind allerdings - egal zu welchen Thema - immer äußerst lesenswert. Sie bringt in "Fernwehland" diese Besonderheit der "Völkerfreundschaft", die insgesamt unter zwölf verschiedenen Namen gefahren ist, auch mir sehr nahe. Neben dem ersten Kreuzfahrtschiff der DDR, welches in internationale Gewässer fahren durfte, erfahren wir auch mehr über die sächsische Binnenschifffahrt vor der Wende. Und wer nun denkt, dies sei langweilig, liegt total falsch!

Die Schifffahrt ist der rote Faden rund um die Lebensgeschichten von Frida, Dora, Erwin, Henri und Simone. Die heimliche Hauptfigur ist jedoch die "Völkerfreundschaft", die damals in Warnemünde an der Ostsee ihren Heimathafen hatte. Zuvor hieß das Schiff "Stockholm", wo es auch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges getauft wurde. Mit dabei ein kleines Mädchen, nämlich Frida. Auch sie verbindet eine ganz besondere Geschichte und bittersüße Erinnerungen mit dem Schiff. So oft wie möglich fährt sie damit auf Reisen ....
Als "Astoria" hatte die "Völkerfreundschaft" ihre letzten Ausfahrten und Henri hat jahrelang gespart, dass er noch einmal mit "seinem Schiff" auf Reisen gehen kann. Nach dem Tod seines Vaters konnte er sich mit seinem Erbe diesen langersehnten Wunsch erfüllen. Gemeinsam mit Simone geht er auf die Reise, bei der sie Frida und später auch die junge Elli kennenlernen.
Die Seefahrt liegt Henri im Blut, denn auch sein Vater Erwin und seine Mutter Dora waren auf der "Diesbar", einem Binnenschiff auf der Elbe, unterwegs. Doch Reisen und neue Länder kennenlernen waren in der damaligen DDR nicht vorgesehen.
Als Leserin spürt man die Liebe zur See aus jeder Zeile, die diese Familie prägt. Aber nur Henri erreicht sein Ziel in internationalen Gewässern fahren zu dürfen. Er wird Matrose und lernt Simone kennen, deren Herz ebenfalls für das Meer und die Seefahrt schlägt  - bis eines Tages etwas Schlimmes passiert.
Mit diesem Ereignis in der Vergangenheit versucht Henri seitdem zurecht zu kommen, während Simone hofft, dass er sich nun auf der langersehnten Reise - 40 Jahre später - endlich damit aussöhnt. 

Geschickt hat Kati Naumann die einzelnen Lebensgeschichten und auch die verschiedenen Zeitstränge zusammengeführt. Mit viel Liebe zum Detail und toller Recherchearbeit erzählt die Autorin von vier verschiedenen Menschen, die sich auf der "Astoria" treffen und dessen Leben auf eigenwillige Art zusammenführen.
Ich hätte nie gedacht, dass mich dieser Roman so begeistern und fesseln kann. Kati Naumann erzählt mitreißend und emotional. Vor allem Doras Lebensgeschichte hat mich mitgenommen und berührt. Alle  Charaktere sind lebendig und großartig gezeichnet. Ich hatte die Figuren vor Augen und habe mit ihnen gehofft, gebangt und mitgefühlt. Auch die Atmosphäre auf dem Schiff und die verschiedenen Länder, die besucht wurden, sind wunderbar bildhaft dargestellt.
Das Leben in der DDR wird in vielen Facetten beschrieben. Dabei gibt es keinen erhobenen Zeigefinger der Autorin, sondern gute und schlechte Erinnerungen.

Fazit:
Deutsch-deutsche Geschichte, wie sie nur Kati Naumann erzählen kann. Atmosphärisch wunderbar und großartig recherchiert. Eine Geschichte, die ich in kurzer Zeit inhaliert habe und gerne noch ewig weitergelesen hätte.... Leseempfehlung!


Vielen Dank an Lovelybooks und Harper Collins für das Rezensionsexemplar und ganz besonders an die Autorin, die uns bei der Leserunde mit vielen historischen Bildern diese Zeit nahe gebracht hat.

TTT #715 - Buchtitel, die ein Ö im Titel haben

 

Am heutigen Donnerstag, den Top Ten Thursday Donnerstag, bin ich wieder mit dabei, wenn die liebe Aleshanee vom Blog Weltenwanderer nach

10 Bücher, die ein "Ö" im Titel haben

sucht.
Ich musste diesmal gar nicht lange oder weit zurück suchen und habe alle meine letzten
zehn Titel mit "ö" heute dabei. Aufgefallen ist mir hingegen, dass es großteils Thriller oder Krimis sind und Wölfe gleich 2x vertreten sind.

**********************************************

Freida McFadden
Sie kann dich hören
Thriller

Millie Calloway hat einen neuen Job. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hilft sie einem reichen Paar aus Manhattan im Haushalt. Ihr Arbeitgeber Douglas Garrick wirkt nett, und zum Glück stellt er ihr nicht zu viele Fragen zu ihrer Vergangenheit. Doch warum darf Millie nicht mit seiner Frau Wendy sprechen? Was bedeuten das Weinen, das sie aus dem verschlossenen Zimmer hört, und die Blutflecke auf Wendys Kleidung? Ist Douglas in Wahrheit nicht der fürsorgliche Ehemann, der er vorgibt zu sein? Millie weiß nur eins: Sie muss Wendy helfen. Auch wenn sie damit riskiert, dass ihr dunkelstes Geheimnis doch noch ans Licht kommt.

meine Rezension
____________________________________________

M.W. Craven
Der Zögling
Thriller

Ein Serienmörder foltert seine Opfer in den uralten Steinkreisen der Grafschaft Cumbria und verbrennt sie bei lebendigem Leibe. Der Täter hinterlässt keinerlei Spuren – bis die scheinbar willkürlichen Foltermale des dritten Opfers bei einer genauen Untersuchung den Namen „Washington Poe“ ergeben. Könnte Detective Poe das nächste Opfer sein? Eilig wird der zurzeit suspendierte Detective zurück in den Dienst beordert und zusammen mit der brillanten, aber sozial inkompatiblen Analystin Tilly Bradshaw auf den Fall angesetzt. Als weitere Opfer und Hinweise entdeckt werden, die sich offenbar gezielt an Poe richten, stoßen die beiden Ermittler auf ein lange gehütetes Geheimnis, das den Morden zugrunde liegen könnte. Je näher Poe dem Täter kommt, desto größer wird der furchtbare Verdacht, dass er den Mann kennt, den die Presse „den Brandopferer“ getauft hat …

meine Rezension
____________________________________

Beate Maly
Mord im Böhmischen Prater
Historischer Krimi
Band 9

Wien, 1925. Bei schönstem Herbstwetter genießen Anton und Ernestine das bunte Treiben im Böhmischen Prater. Während Anton vor lauter Powidltascherl im Mehlspeishimmel schwelgt, widmet sich Ernestine der Polka. Doch die beschwingte Stimmung kippt, als Cockerspaniel-Dame Minna einen menschlichen Knochen unter dem Musikpavillon ausgräbt. Ernestine wittert ein Verbrechen – und stößt inmitten von Schaustellern und Besuchern auf gut gehütete Geheimnisse und raffinierte Intrigen.

meine Rezension
____________________________________

Julia Bultmann
Día de Muertos und die Schönheit des Lebens
Roman

Nicky lebt im Münchner Umland, liebt Max und verbringt gerne Zeit mit ihrer quirligen Schwester Lena. Sie ist glücklich, bis sie einen Autounfall verursacht, bei dem Lena ums Leben kommt. Traumatisiert und von Schuldgefühlen gequält, zieht sie sich in die Einsamkeit zurück. Zwei Jahre später lernt sie die herzliche Maria kennen, die sie in ihre Wahlheimat Mexiko einlädt. Trotz gemischter Gefühle spürt Nicky, dass diese Reise eine Chance ist, um neu anzufangen. Bald nimmt das gleichermaßen zauberhafte wie dunkle Gesicht Mittelamerikas sie gefangen.

meine Rezension
_____________________________________

Tessa Duncan
Wer mit den Wölfen heult
Krimi
Band 2

Bei einem Einsatz anlässlich eines Banküberfalls schießt Police Sergeant Martin Gordon seinen Kollegen Clark Jarrett an. War das nur ein Versehen? Nicht zum ersten Mal gab es Konflikte zwischen den beiden Polizisten. Deren Vorgesetzter beauftragt Lily Brown, ein psychologisches Gutachten über Gordon zu erstellen. Doch noch bevor sie zu dem verschlossenen Mann durchdringen kann, begeht er Selbstmord. Er hinterlässt einen Brief mit der Botschaft: »Lily Brown wird herausfinden, was wirklich geschehen ist.« Lily kann sich zwar keinen Reim darauf machen, wird aber zu den internen Ermittlungen der Umstände von Gordons Tod hinzugezogen Dabei stößt sie auf ein unglaubliches Komplott innerhalb der Polizei. 

meine Rezension
_______________________________________

Charlotte McConaghy
Wo die Wölfe sind
Roman

Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will? 

meine Rezension 
_____________________________________

Charlotte McConaghy
Zugvögel
Roman

Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Auf einem der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, ihrer Vergangenheit kann Franny nicht entfliehen. Schon bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer. Eine Ode an die bedrohten Geschöpfe dieser Erde. Eine Geschichte über die Wege, die wir gehen für die Menschen, die wir lieben. Und sei es bis zum äußersten Rand der Welt.

meine Rezension
_________________________________

Eva-Maria Silber
Föhr in Flammen
Krimi

Familienmord auf Föhr: Hochspannend und atmosphärisch erzählt. In einer Holzhütte auf Föhr werden fünf Tote entdeckt. Sie gehörten alle derselben Familie an. Gemeinsam mit Polizeianwärterin Maja Storm rekonstruiert Kriminalhauptkommissar Jan Andretta die Tat und stellt sich die Frage, wer der fünf das eigentliche Ziel des Mörders war. Doch sie kommen der Lösung erst näher, als ein sechster Toter gefunden wird – und sich die verworrenen Spuren zu einem erschreckenden Bild zusammensetzen.

meine Rezension
________________________________________

René Anour
Tödlicher Duft
Krimi

Das sonst so verschlafene Grasse ist in Aufruhr: Eric Sentir, Erfinder betörender Düfte für den renommierten Parfümeur Fragonard, wird tot aufgefunden. Seine Leiche schwimmt in einem Bottich seiner eigenen Kreation, inmitten blutroter Kamelienblüten. Und das ausgerechnet sonntags, wenn Louis Campanard sich in Ruhe seinem Lavendelgarten widmen möchte. Der erfahrene Commissaire beschließt, die Polizeipsychologin Linda Delacours aus Paris zu holen und undercover in die geheimnisvolle Welt der Duftkreation einzuschleusen. Um den Fall aufzuklären, müssen die beiden ihr ganzes Können aufwenden – und geraten dabei selbst ins Visier des Täters.

meine Rezension
________________________________

Beate Maly
Die Kinder von Schönbrunn
Historischer Roman
Band 2

Der Krieg ist vorbei, der Kaiser hat abgedankt, in Wien bricht eine neue Zeit an. Greta fällt es trotz allen Aufschwungs immer noch schwer, den Verlust ihres geliebten Gustavs zu akzeptieren. Als sie in Schönbrunn auf eine junge Frau trifft, die eine Erzieherschule im Schloss besucht, entschließt sie sich zu der Ausbildung. Sie glaubt daran, etwas bewegen zu können. Doch bald stößt sie auf erste Konflikte, denn nicht jeder ist von ihren liberalen Ideen begeistert. Greta zieht den Pädagogen Michael Brenner auf ihre Seite. Der Sozialdemokrat hat ein Auge auf sie geworfen, und auch Greta fühlt sich zu ihm hingezogen. Kann sie Gustav endlich gehen lassen, um ihr neues Glück zu finden?

meine Rezension
__________________________________

Haben wir Gemeinsamkeiten?


Die Pädagogin der glücklichen Kinder - Laura Baldini

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    • Broschiert: 304 Seiten
    • Verlag: ‎ Piper Taschenbuch (24. Oktober 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492064760
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492064767
    • Genre: Historischer Roman, biografischer Roman



Piper Kurzbeschreibung:
Laura Baldinis fesselnder Roman über die junge Emmi Pikler (1902-1984), die unter den Nazis um ihr Leben fürchtete und von den Eltern ihrer Schützlinge gerettet wurde.
Wien, 1930er Jahre: Die frisch promovierte Emmi ist begeistert von den modernen Ansätzen der Kindermedizin, denn Ärzte, Analytiker und Pädagogen arbeiten zum Wohle der Kleinsten zusammen. Hier will sie ihre eigenen Ideen einer liebevollen Erziehung weiterentwickeln. Als sie ihren späteren Mann kennenlernt, scheint Emmis Glück vollkommen. Doch dann ergreifen die Nazis die Macht, und Emmi, die Jüdin ist, gerät in Lebensgefahr. Sie kann sich mit ihrer Tochter zur Familie eines »ihrer« Kinder retten. Aber niemand weiß, ob das Versteck sicher ist. Und ob Emmi ihren Mann je wiederfinden kann …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ein weiterer Roman von Beate Maly, die unter ihrem Pseudonym Laura Baldini über Themen rund um mobile Frühförderung schreibt und bereits biografische Romane über Maria Montessori oder Hans Asperger geschrieben hat. "Die Pädagogin der glücklichen Kinder" gehört zur Reihe bedeutender Frauen, die die Welt verändern, die im Piper Verlag erscheint.

Als ungarische Jüdin darf Emmi Reich 1920 in ihrem Heimatland nicht studieren, weshalb sie zu ihrer Tante Poldi nach Wien zieht und sich an der ansässigen medizinischen Fakultät einschreibt. Dort lernt sie György Pikler kennen, einen ungarischen Lehrer, der sich für den Kommunismus engagiert. Die beiden gehen eine Fernbeziehung ein, während Emmi in Wien studiert und György in Triest und Budapest unterrichtet. 
In Wien erlebt sie viele moderne Ansätze der Kindermedizin, die sie begeistern. Vor allem Clemens von Pirquet und Hans Salzer inspirieren sie zu Kind gerechteren Behandlungen und Verhaltensweisen. Nach erfolgreich absolviertem Studium kehrt das mittlerweile verheiratete Ehepaar in ihre Heimat Ungarn zurück. Die Regierung von Miklós Horthy legt Emmi und ihrem Mann jedoch weiterhin Steine in den Weg, György wird wegen seinen politischen Ansichten angefeindet und Emmi wegen ihrer jüdischen Herkunft und ihrer revolutionären Ideen und Behandlungen von Kindern. Sie betreut Familien auch zuhause und lässt die Mütter die einzelnen Entwicklungen ihrer Kinder protokollieren. Außerdem hält sie Vorträge über Pflege und Erziehung.

Laura Baldini widmet sich in ihrem neuen Roman der jungen Emmi Pikler, ihrer Jugendzeit und ihrem Wirken während des Zweiten Weltkrieges in Ungarn. Unterstützung erhält sie dabei von ihrer Wiener Freundin Eva und ihrer Nachbarin Henriette. Besonders gefallen haben mir die Auszüge aus ihrem Studium in Wien und den diversen Praktika in unterschiedlichen Krankenhäusern und Kinderkliniken. Die Mixtur aus Medizin, Pädagogik und Psychologie ist spannend erzählt und zeichnet ein Bild von einer sympathischen und engagierten Ärztin und Pädagogin, die ihrer Zeit voraus war. Sie widmet sich vor allem der Entwicklung der Kinder und möchte gleichzeitig auch deren Gesundheit fördern. Es ist spannend zu lesen, welche Ideen oder Einsichten Emmi Pikler hatte, die wir heute als selbstverständlich ansehen. Kaum jemand weiß, dass sie diejenige war, die sich darüber Gedanken machte und ihre Ideen schlussendlich übernommen wurden.

Laura Baldini versteht es ihre eigenen Kenntnisse als Pädagogin einfließen zu lassen. Auch die bildhaften Beschreibungen von Wien und der bereits sehr modernen medizinischen Fakultät, wie auch der politischen Lage in Österreich und Ungarn sind gelungen und wurden hervorragend recherchiert.

Fazit:
Beate Maly aka Laura Baldini erzählt in ihrem biografischen Roman eindrucksvoll von einer Frau, die die Kindererziehung nachhaltig geprägt hat. Fakten und Fiktion wurden von ihr wunderbar verwoben und zeigen das Bild einer beeindruckenden Frau.


[ABGEBROCHEN] Die Schatten von Prag - Martin Becker/Tabea Soergel

    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     


    Gebundene Ausgabe: 312 Seiten

    • Verlag: ‎ Kanon Verlag Berlin; 1. Edition (16. Oktober 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3985681244
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3985681242
    • Genre: Historischer Krimi


Kanon Kurzbeschreibung:
Mai 1910 soll die Erde den Schweif des Halley‘schen Kometen kreuzen – ein jeder blickt zum Himmel, und die Verbrecher auf Erden haben leichtes Spiel. Egon Erwin Kisch, berühmt-berüchtigter Reporter der »Bohemia«, ermittelt auf eigene Faust in seinem ersten Fall. Er lässt sich sogar als Schwerverbrecher ins Gefängnis sperren, um mit dem Kopf der Prager Unterwelt Portwein zu trinken. Zum Glück bekommt Kisch Hilfe: Vom tschechischen Zöllner Novák, der sich mit Panikattacken herumschlägt, dem schüchternen Sonderling Brodesser und natürlich von seiner kongenialen Partnerin Lenka Weißbach, eigentlich Medizinstudentin, die sich fürs Böse interessiert und wie ihr Kumpel Kisch in den engen Gassen von Prag zu Hause ist.

Meine Bewertung: * abgebrochen

Normaler Weise breche ich Rezensionsexemplare nicht ab, aber hier war es mir einfach nicht möglich weiterzulesen. Bis Seite 131 habe ich mich durchgequält, aber dann war es genug!
Ich lese ja super gerne historische Krimis und dieser spielt auch noch in Prag....einer meiner Lieblingsstädte. Leider hat mich aber die Story so überhaupt nicht gepackt, denn es passierte einfach NICHTS!
Es werden zwar Menschen der Reihe nach ermordet, aber irgendwie ermittelt keiner. Reporter Egon Erwin Kisch ist zwar immer bereits als Erster an der Unglücksstelle, aber das wars auch schon wieder. Es wird viel mehr über seinen Job als Journalist erzählt, als über irgendwelche Ermittlungen oder Schnüffeleien, was die Morde betrifft.
Unsere zweite Protagonistin ist Lenka Weißenbach, die von Berlin nach Prag zurückkehrt um für ihre kranke Mutter zu sorgen. Komischer Weise ist sie aber trotzdem laufend irgendwo unterwegs und bekommt sogar einen Job in der Redaktion, wo Kisch arbeitet. Außer ihrer Liebe zu Berlin und einer Freundin, die sie in der Stadt zurücklassen musste, erfahren wir bis dahin kaum mehr über Lenka.

Mehr kann ich weder zum Inhalt, noch zu den Figuren sagen, die mir fremd blieben. Obwohl ich fast bis zur Hälfte des Buches gelesen habe, kann ich nichts weiteres über den Inhalt erzählen, weil einfach nichts passiert ist!


Mein Lesemonat Januar

Hallo meine Bücherwürmer! 
Pauli

Willkommen zum ersten Rückblick auf den ersten Lesemonat des Jahres 2025!
Wie lief er denn bei euch? Hattet ihr Vorsätze und sind diese erfüllt worden?
Ich habe mir dieses Jahr keinen Lesevorsatz genommen, denn ich bin durch den stressigen Dezember mit meinen Lesevorhaben ziemlich zurückgeworfen worden. Rezensionsexemplare und Büchereibücher haben sich hier gestapelt und einen Teil habe ich "abarbeiten" können.
Allerdings werde ich mich demnächst etwas mehr zurückhalten.....naja, vielleicht ist das ein wiederkehrender Vorsatz von mir ;)

Wettertechnisch war der Januar richtig mies. Gefühlt war es in unserem Teil von Österreich immer nur frostig und nebelig und dunkel. Das Wetter (und die politische Lage) haben mich richtig depressiv werden lassen. Es gab auch keine besonderen Höhepunkte was die Freizeit betraf und so habe ich dafür gut gelesen.
Außerdem war ich jede Woche mit meinem Pauli beim Tierarzt, weil er Blut im Urin hatte. Und letzte Woche habe ich die niederschmetternde Neuigkeit bekommen, dass er einen Tumor auf der Blase hat! Nun habe ich innerhalb von 16 Monaten bereits drei meiner vier Miezen verloren und nun sieht es für Pauli auch alles andere als gut aus. Noch hat er keine Schmerzen, aber ich fürchte mich schon vor dem Tag, wenn es nicht mehr gehen wird....

Nun freue ich mich aber trotzdem auf den Februar - meinen Geburtstagsmonat und auf zwei gemeinsame Leserunden mit lieben Bloggern.
____________________________________________


Im Januar habe ich 14 Bücher gelesen und rezensiert. Insgesamt waren es 5.300 Seiten. Das dünnste Buch hatte 176 und das dickste 624 Seiten.

Es waren wieder einige Genres vertreten: 4 Thriller, ein historischer Krimi, ein Krimi, ein Jugendbuch, zwei Familienromane, ein Winterroman, zwei historische Romane und zwei zeitgenössische Romane. 


*****************************************************

Januar:

  1. Der Zögling - M.W. Craven  (400 Seiten)  4 Sterne
  2. Zwei zwischen der Wahrheit - Lene Jansen, Mila Marten  (372 Seiten)  4 1/2 Sterne
  3. Triebwasser - Sandra Altmann  (176 Seiten)  4 Sterne
  4. Die Töchter der Ärztin: Zeit des Vertrauens - Helene Sommerfeld  (512 Seiten)   4 1/2 Sterne
  5. Yellowface - Rebecca F. Kuang  (384 Seiten)  3 1/2 Sterne
  6. Sie kann dich hören - Freida McFadden  (368 Seiten)  4 Sterne
  7. Die weiße Stunde - Alex Beer (368 Seiten)  4 Sterne
  8. Zimtschnecken und Schneegestöber - Hanna Blixt  (320 Seiten)  2 1/2 Sterne
  9. Minus 22 Grad - Quentin Peck  (368 Seiten)  4 Sterne
  10. Die Frau des Serienkillers - Alice Hunter  (416 Seiten)  3 Sterne
  11. Steirerzorn - Claudia Rossbacher  (288 Seiten)  5 Sterne
  12. Die goldene Schreibmaschine - Carsten Henn  (256 Seiten)  4 1/2 Sterne
  13. Das Mädchen aus Yorkshire - Lucinda Riley  (624 Seiten)   4 Sterne
  14. Der Unendlichkeit so nah - Theresa Kern  (448 Seiten)  5 Sterne
    Januar Gesamtseitenanzahl: 5.300

    _______________________________________________

    Mein HIGHLIGHT für den Monat Januar 

sind meine beiden 5 Sterne Bücher von Claudia Rossbacher und Theresa Kern.
Die Regionalkrimireihe von Claudia Rossbacher lese ich ja schon lange, aber dieser Krimi hier ist fast ein Thriller und sticht total aus der Reihe heraus. Er war spannend und grausam zu lesen.

Der erste Band der Dilogie von Theresa Kern ist ein absolutes Highlight gewesen und hat mich berührt und ganz wunderbar unterhalten.
_____________________________________________

Meine ENTTÄUSCHUNG im Monat Januar


war dieser Winterroman von Hanna Blixt, der mich nicht überzeugen konnte
_________________________________

Bei meinen Challenges habe ich ganz gut begonnen und ich bin zufrieden...es könnte aber auch besser sein ;)


Meine Challenges:
Weltenbummler Challenge: 60 Punkte
besuchte Länder: 6 (Deutschland, Großbritannien, Irland, Österreich, Schweden, USA)

ABC Challenge: 4 /26
Music meets Book Challenge: 4 /40
 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos