Triebwasser - Sandra Altmann

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    • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
    • Verlag: ‎ Volk Verlag; 1. Edition (24. Oktober 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3862225038
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3862225033
    • Genre: Historischer Roman


Volk Verlag Kurzbeschreibung:
November 1918: Der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen, da beginnen am Walchensee die Bauarbeiten für eines der bis dahin größten Elektrizitätswerke der Welt. Auch vor dem kleinen Ort Desselgrub macht der technische Fortschritt nicht halt. Seine Bewohner stehen den Neuerungen feindlich gegenüber, bis die Ersten begreifen, dass sich mit Oskar von Millers gewagtem Projekt gutes Geld verdienen lässt. Nicht nur der Fischer Hartl Lauber steht mit einem Mal zwischen den Fronten und muss einsehen, dass sich sein Freund Veit und auch seine Nachbarin Irmi längst der neuen Zeit verschrieben haben. Der Konflikt im Dorf spitzt sich immer weiter zu – bis eines Tages Gusti, die Frau des Fischers, spurlos verschwindet und alles auf eine große Katastrophe zuläuft.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
In diesem nur 175 Seiten langen Roman von Sandra Altmann steckt jede Menge Inhalt. Die Autorin hat sich rund um das historisch belegte Ereignis um den Bau des Kraftwerkes am Walchensee eine sehr authentische fiktive Geschichte ausgedacht, die leichte Krimielemente birgt.

Wir sind kurz nach dem ersten Weltkrieg im fiktiven bayrischen Dorf Desselgrub. Die Einwohner stehen dem Bau des neuen Kraftwerkes mehr als skeptisch gegenüber. Das Elektrizitätskraftwerk soll auch in das Tal endlich elektrischen Strom bringen. Doch die alteingesessenen Dorfbewohner wollen weder Strom, noch Zuzügler. Alte Bräuche, Aberglaube und harte Arbeit spielen in Desselgrub die Hauptrolle und Neuerungen sind nicht gern gesehen. Kompromissloses Festhalten am Althergebrachten ist im Bergdorf Alltag. Genauso möchte man auch keine Menschen im Dorf haben, die "nicht hierher gehören". 

Sandra Altmann gelingt ein sehr authentischer Einblick in das schwere und harte Leben in einem abgeschiedenen Bergdorf kurz nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Während die Kinder trotz Hilfe am Hof noch Kinder sein dürfen, werden die Erwachsenen schnell in das enge Korsett gezwungen. Wenn man nicht in die Dorfgemeinschaft passt, hat man es schwer. Der Ton ist rau und hart.

Der Schreibstil ist der damaligen Zeit angepasst. Die Autorin beschreibt die Gegend und vor allem die verschiedenen Charaktere wahnsinnig bildhaft und lebendig. Man findet sich als Leser schnell mittendrin in der dörflichen Gemeinschaft, deren Los harte Arbeit ist. Der mühsame Alltag voller Plackerei und der Aberglauben, der Anfang des 20. Jahrhunderts noch in den Bergdörfern herrscht, ist jederzeit greifbar.
Wir lernen einige der Familien aus Desselgrub besser kennen und ich muss zugeben, dass mir nur wenige sympathisch waren. Vieles ist mir aus anderen historischen Romanen bekannt, einiges kenne ich noch selbst und andere Verhaltensweisen kann ich so gar nicht nachvollziehen.

Zum Ende hin spitzt sich die Lage im Dorf immer mehr zu und man spürt das drohende Unheil kommen. Dieses kommt schlussendlich aber aus einer ganz anderen Richtung, als gedacht....

Fazit:
Viel Inhalt auf wenigen Seiten, tolle Charakterdarstellungen und ein überraschendes Ende machen diesen historischen Roman zu einer tollen Unterhaltung. Ich hätte mir allerdings noch ein paar Seiten mehr gewünscht und ein paar Fakten zum Ende, welches ein paar Fragen offen lässt.


Vielen Dank an den Volk Verlag und Lovelybooks für das Leseexemplar!

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