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Broschiert: 448 Seiten
Verlag:
Loewe; 1. Edition (14. August 2024)
ISBN-10
:
3743216590
ISBN-13
:
978-3743216594
Lesealter
:
Ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch, Jugendthriller
Loewe Kurzbeschreibung:
Es ist eine Challenge der besonderen Art, auf die Philipp und Tessa sich einlassen: Hundert Menschen treten an, um einen einzigartigen, unfehlbaren Lügendetektor zu testen: Scandor. Er begleitet die Kandidaten rund um die Uhr, wittert jede Ausflucht, jede Schwindelei. Wer lügt, fliegt aus dem Rennen und muss sich seinen tiefsten Ängsten stellen. Die Person hingegen, die am Ende übrigbleibt, erhält ein Preisgeld von fünf Millionen Euro.
Doch nicht alle spielen fair. Und es gibt jemanden, der sich auf die Suche nach einer ganz besonderen Wahrheit gemacht hat
Meine Bewertung: * * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Die Ideen, die Ursula Poznanski immer wieder für ihre Jugendromane und Thriller hat, finde ich jedes Mal richtig gelungen. Sie ist immer up-to-date, was neue technische Errungenschaften angeht und versteht es diese in eine spannende Geschichte zu verpacken. Zuletzt habe ich "Die Burg" gelesen, wo es um eine Escape-Room-Spiel ging, welches durch eine KI gesteuert wurde. Diesmal haben wir einen neuartigen Lügendetektor, den titelgebenden Scandor.
Ich mag den Ausgangspunkt, wo hundert Kandidat:innen gegeneinander antreten, um diese Challenge zu gewinnen. Auch Philipp und Tessa haben eine dieser ominösen Münzen, die sie berechtigen, sich für das Spiel anzumelden. Philipp wurde seine zugespielt und Tessa stibitzt sie ihrem verhassten Onkel. Beide haben unterschiedliche Gründe antreten zu wollen und ahnen nicht, worauf sie sich eigentlich einlassen.
Die Geschichte wird großteils aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt, die wir in diesem Spiel begleiten, welches nicht ganz so einfach ist, als man
denkt. Im Alltag der Kandidaten erleben wir sehr schnell, wie leicht uns kleine Lügen oder gedankenlose Bemerkungen über die Lippen kommen. Denn wie oft greift man täglich zu einer kleinen Notlüge oder
einer Floskel, wie der Frage: "Wie geht es dir?" und man antwortet automatisch
darauf: "gut". Und schwupps ist man aus dem Spiel.
Zusätzlich versuchen alle Teilnehmer ihre Gegner in die Falle zu locken, damit diese lügen oder spielen unfair. Für noch
mehr Ansporn sorgt der für jeden Kandidaten individuelle hohe Einsatz,
bei dem man sich seinen größten Ängsten stellen muss. Nur wer stets die
Wahrheit sagt, wird am Ende gewinnen und bekommt das Preisgeld von fünf Millionen Euro.
Von Beginn an ist man als Leser mit dabei. Den Teilnehmern werden auf ihren Unterarmen Sensoren fixiert. Sie erhalten durch Wärmeströme neue Anweisungen oder bekommen durch einen Kältestrom signalisiert, dass sie ausgeschieden sind. Außerdem erhält jeder der Mitspieler einen Codenamen, der den anderen Teilnehmern nicht bekannt ist.
Sehr gelungen fand ich die kurzen Einblicke, die man erhält, wenn einer der Kandidaten ausscheidet und man den Moment "miterlebt". Umso besser erkennt man, wie schwierig die Aufgabenstellung eigentlich ist. Natürlich fragt man sich, was der Grund für diese Challenge sein könnte und gemeinsam mit Philipp und Tessa versucht man hinter das Geheimnis zu kommen.
Einer meiner Kritikpunkte bei Poznanskis Büchern ist für mich sehr oft die Charakterbildung. Diesmal habe ich nichts auszusetzen, denn Tessa und Philipp werden gut charaktisiert, sind authentisch und sehr unterschiedliche Figuren. Abwechselnd erhält man aus der Sicht von Tessa oder von Philipp Einblicke in ihre Challenge Aufgaben und wie sie sich im Spiel schlagen. Dabei sind sich die Beiden sympathisch und doch im Endeffekt Gegner, umso mehr Kandidaten ausscheiden.
Die restlichen Charaktere sind wirklich nur Nebenfiguren und spielen keine größere Rolle, bis auf wenige Ausnahmen.
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist für mich bereits auf den ersten Seiten zu erkennen. Sie schreibt flüssig, klar und einnehmend. Man weiß von Beginn an, dass nichts so ist, wie es scheint. Sehr schnell entwickelt sich ein Sog, der einem in die Geschichte zieht - so auch bei Scandor. Die Auflösung hat mir gut gefallen, auch wenn ich etwas "Größeres" dahinter erwartet habe. Für einen Jugendthriller hat das Ende allerdings gepasst und vorallem der Weg dorthin wurde spannend erzählt.
Fazit:
Der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski hat mir sehr gut gefallen und mir unterhaltsame Lesestunden gebracht. Tolle Idee und gute Umsetzung, sowie eine passende Auflösung am Ende, die überrascht hat, aber nicht ganz so "groß" war, wie ich erwartet hätte.
Vielen Dank an Buchcontact und an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!















Hallo Martina,
AntwortenLöschenna, das klingt ja wieder nach einer spannenden Geschichte. Ich bin gespannt, wie mir das Hörbuch gefallen wird :)
Liebe Grüße,
Steffi vom Lesezauber
Liebe Steffi,
Löschenich bin auch schon gespannt, wie es dir gefallen wird.
Liebe Grüße
Martina
Moin Martina,
AntwortenLöschendas hört sich interessant an. Werde mir das mal näher anschauen.
Bisher hab’ ich mich noch nicht an die Autorin rangetraut, weil ihre Bücher doch relativ unterschiedlich ankommen. Da fällt oft eins durch und dann ist da wieder eins, was gute Kritiken bekommt.
Aber ich möchte schon gerne mal eins von ihr lesen, zumal sie ja auch schon mit Arno Strobel zusammen geschrieben hat.
Ich behalte das hier mal im Auge :)
Übrigens läuft bei mir auf dem Blog gerade ein Gewinnspiel für ein Wunschbuch, Getränke gibt's auch 😉
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Su
Liebe Su,
Löschendu musst auch unterscheiden, ob es Erwachsenen-Thriller sind oder Jugendbücher. Ich muss sagen, dass mir ihre Jugendbücher besser gefallen und die aber auch sehr unterschiedlich sid. Ich finde "Erebos" richtig gut und auch die "Eleria-Trilogie - das ist aber eher eine Dystopie.
Liebe Grüße
Martina
Ok, dann werde ich doch mal mehr darauf achten, ob es ein Jugendbuch ist. Danke dir :)
LöschenLiebe Grüße
Su
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenDas hört sich wirklich sehr gut an und macht mich echt neugierig! Die Themen, die Poznanski in ihren Büchern verarbeitet, sind wirklich immer aktuell und interessant!
Die (fehlender) Charakterbildung hat mich bisher tatsächlich oft gar nicht so gestört, weil für mich der Fokus immer eher in den Hintergründen lag. Da macht es mir nicht so viel aus, wenn die Figuren etwas blasser bleiben. Je nachdem, wie stark ihr Charakter von der Geschichte abhängt.
Mich hat eher immer gestört, dass das Ende zu schnell und zu unlogisch irgendwie zusammen geschustert wurde :D
Hier scheint das ja anders und gut gelungen zu sein - auch wenn es wohl nicht den erwarteten Knall-Effekt hatte.
Liebste Grüße, Aleshanee
Guten Morgen Aleshanee,
Löschenes ist schon ein Countdown runter vonn 100 auf nur mehr wenige und so kommt das Ende dann eigentlich nicht zu schnell daher, auch wenn man schon einige Detailos dazu erahnen kann. Für mich war es fast zu "banal", aber dafür realistisch. Aber ich mochhte "Scandor", wie auch schon "Die Burg".
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina!
AntwortenLöschenSchön, dass wir wieder fast zeitgleich eine Rezension zum selben Buch veröffentlichen :D :D. Und ich sehe, dass wir auch dieses Mal eine recht ähnliche Meinung dazu haben!
Liebe Grüße
Ascari
Servus! Ich hab's gerade gesehen =) und habe eben auch kommentiert. Fein, dass wir wieder so ziemlich derselben Meinung sind.
LöschenLiebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschendas klingt wunderbar und wieder nach einem guten Poznanski-Buch. Dass das Ende etwas zu klein geraten ist, das ist wohl verkraftbar.
Ich bestelle mir nun das Hörbuch vor. Das erscheint Ende August.
Liebe Grüße
Nicole
Sehr gut! Ich bin gespannt....=)
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