Die Burg - Ursula Poznanski

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    • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
    • Verlag: ‎ Knaur HC; 1. Edition (1. Februar 2024)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3426448378
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3426448373
    • Genre: Thriller

     

Knaur Kurzbeschreibung:
Es hat ihn buchstäblich Unsummen gekostet – doch Milliardär Nevio hat die halbverfallene Burg Greiffenau nicht nur einfach instandsetzen lassen: Die unterirdischen Geheimgänge, Gruften und Verliese wurden mithilfe modernster Technik zu einer einzigartigen Escape-Welt ausgebaut. Eine künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass das Spiel auf jede Besuchergruppe individuell zugeschnitten ist. Ob mittelalterliche Festung, Vampirschloss oder Fantasywelt – Burg Greiffenau kann alles sein, was sich die Spieler wünschen. Um sein grandioses Werk zu testen, lädt Nevio eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Experten ein. Niemand ahnt, dass die KI längst beschlossen hat, ihr eigenes Spiel zu spielen. Und darin ist ein Happy End nicht vorgesehen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Mit ihrem neuen Thriller "Die Burg" hat sich Ursula Poznanski wieder einem äußerst aktuellen Thema gewidmet. Es geht um die künstliche Intelligenz und was passieren kann, wenn diese plötzlich ein Eigenleben bekommt.
Der Untertitel "Die KI kennt den Ausweg, Mitleid kennt sie nicht" hat auch bei mir Gänsehaut hinterlassen, denn so ganz geheuer ist mir das Thema Künstliche Intelligenz auch nicht.

Mit dem Setting einer alten Burg und einem Escape-Room, der alle Facetten spielt, hat mich die Autorin aber sofort gefangen genommen.
Milliadär Nevio hat seinen Traum Wirklichkeit werden lassen und eine alte verfallene Burg restauriert. In den unterirdischen Verliesen und Geheimgängen wurde eine hochmoderne Escape Welt erschaffen, die die zukünftigen Besucher in Staunen versetzen und ihnen das Gruseln lernen soll. Durch eine künstliche Intelligenz können die Besucher individuell durch besondere Schlagwörter ihre Escape Welt bestimmen und so exklusive Abenteuer genießen.
Kurz vor der Eröffnung lädt Burgherr Nevio eine exklusive Gruppe von Menschen zu sich auf Burg Greiffenau ein, um seine neue "Unterwelt" für einen Probelauf zu testen. Dazu hat er Influencerin Yvonne Rothe, den Unternehmer Maxim Ascher, der selbst eigene Escpae-Rooms betreibt, den Kunsthistoriker und Mittelalterexperten Lothar Malerski, die Rätselkoryphäe Petra Seifert und den ehemaliger Olympiaschwimmer und C-Promy Emil Strauss eingeladen.
Neben den auserwählten Gästen lernen wir auch das Personal kennen, welches die Escape-Welt managt. Neben Alissa, die die Gäste und die Abläufe auf der Burg koordiniert, gibt es die IT-Mitarbeiter und Sicherheitsberater Jannek, Chris, Fuxo und Sam, die die künstliche Intelligenz, die sie KIsmet nennen, erschaffen haben. Während Alissa im "Kommandozentrum" die Gruppe virtuell begleitet, schließen sich Jannek und Nevio den Teilnehmern der Escape Room Tour an. Diese
beginnt vielversprechend, denn die  Rätsel unterhalb der Burg sind voller Abenteuer, Fantasie und der allerneuersten Technik. Doch dann beginnt KIsmet, ein Eigenleben zu entwickeln und plötzlich wird aus Spiel Ernst....

Als Leser begleiten wir beiden Gruppen und erleben die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Aus dem Blickwinkel der Spieler ist es Maxim, aus dessen Sicht überwiegend erzählt wird, während wir durch Alissa erfahren, was sich hinter den Kulissen abspielt.
Für mich sind die Figuren und die Charakterdarstellung noch immer das große Manko der Autorin. Bereits in vielen ihrer anderen Romane waren die Figuren mein Kritikpunkt. Sie sind mir zu oberflächlich.
Dafür ist das Setting grandios und die Atmosphäre ist düster und beklemmend.
Ein Thriller war "Die Burg" für mich trotzdem nicht. Mich erinnerte die Geschichte durch die verschiedenen Rollenspiele eher an "Erebos", was ich damals regelrecht verschlungen habe. Auch hier vermischt Ursula Poznanski gekonnt Mittelalter-Setting, düstere Fantasy und Spannung. Wer Locked-in Szenarien liebt, kann hier auf jeden Fall zugreifen!

Der eher jugendlich gehaltene Schreibstil erinnert mehr an ihre Jugendbücher, was mich aber nicht störte. Ich liebte es in die virtuelle Welt einzutauchen, mich durch dunkle Wälder oder mittelalterliche Peststädte zu kampfen, kryptische Nachrichten zu entschlüssen oder in letzter Sekunde dem Grauen davon zulaufen. All das hat mich an die Geschichte gefesselt.
Natürlich steht im Mittelpunkt, wie und ob es die Spieler schaffen aus der Burg und der KI zu entkommen. Während die Geschichte sehr spannend begann, gab es im Mittelteil dann doch einige kleine Längen. Das Ende ist überraschend und passte für mich.
Ursula Poznanski zeigt mit "Der Burg" auf, was künstliche Intelligenz alles anrichten kann und regt ihre Leser zum Nachdenken an.  

Fazit:
Ursula Poznanski hat sich wieder einem sehr aktuellen Thema gewidmet. Die düstere Atmosphäre und die virtuellen Spielchen haben mich sehr gut unterhalten. Als Thriller empfand ich den Roman hingegen nicht, sondern als eine sehr unterhaltsame Geschichte mit gruseligen Elementen und einem Tick Mittelalterfeeling. Insgesamt fand ich "Die Burg" gut gelungen.

Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

5 Kommentare:

  1. Servus!

    Hihi, heute sind wir sogar zeitgleich dran :D. Und ich musste noch einmal grinsen, wo ich deine Rezi gerade durchgelesen habe, mir scheint, ich bin nicht die einzige, der das aufgefallen ist, dass die Autorin hier ihren Stil quasi "gemischt" hat :).

    Liebe Grüße
    Ascari

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  2. Hallo Martina,

    das klingt ja mal wieder richtig gut. Vorhin habe ich eine weniger begeisterte Rezension dazu gelesen, da wurde der zähe Mittelteil kritisiert. Doch wie du es jetzt beschreibst, kann das durchaus wieder etwas für mich sein.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Ja, im MIttelteil lässt es ein bisschen nach, aber mir hat es gut gefallen und auf jeden Fall viel besser, als ihre letzten Bücher.
      LG Martina

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  3. Guten Morgen!

    Das klingt nach einem sehr spannenden Abenteuer! Das Thema KI wird ja immer präsenter und ja, mich gruselt es da auch ein bisschen. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll...
    Die Autorin scheint es jedenfalls wieder sehr packend geschrieben zu haben. Dass die Protas etwas oberflächlich bleiben stört mich bei so einem Szenario nicht so - weil es für mich vor allem auf die Spannung ausgelegt sein soll, und hier natürlich auch auf die KI und ihre Möglichkeiten.

    Das Buch werde ich sicher lesen, auch wenn ich mir damit noch Zeit lassen werde :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,
      mir hat es wirklich gut gefallen und mich ängstigt die KI auch sehr.
      Ich mochte es im Vergleich zu ihren letzten Bücher wirklich viel lieber, weil es auch dieses Rollenspiel dabei hatte. Ich mag das!
      Liebe Grüße
      Martina

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