- Taschenbuch: 464 Seiten
- Verlag: Penguin Verlag; Neuveröffentlichung Edition (24. Mai 2023)
- Übersetzer: Karin Dufner
- ISBN-10 : 3328110860
- ISBN-13 : 978-3328110866
- Originaltitel: If we were villains
- Genre: Roman
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Penguin Kurzbeschreibung:
Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Rollen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter ihre Rollen wahren?
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Vielleicht bin ich mit den falschen Voraussetzungen an den Roman in unserer Leserunde herangegangen...abgesehen davon, dass ich gar nichts von der Hype rund um "If we were villains" mitbekommen habe ;) Ich dachte tatsächlich das Buch wäre schon älter....und mein Gefühl trug mich nicht!
Der Roman wurde tatsächlich bereits 2017 mit dem Titel "Das verborgene Spiel" erstmals auf deutsch veröffentlicht (siehe hier). Das Cover finde ich absolut nichtssagend.
Ich fand sehr schwer in die Geschichte und dachte nach dem ersten Leseabschnitt sogar daran das Buch abzubrechen. Es langweilte mich fuchtbar. Nachdem aber meine Mitleserinnen alle sehr positiv gestartet sind, las ich doch weiter.
Die Geschichte beginnt im Gefängnis. Im Prolog erzählt Oliver den damals ermittelnden Polizeibeamten, der den Job wechselt, was vor zehn Jahren wirklich vorgefallen ist. In Rückblenden wird die Handlung in 5 Akten erzählt, wobei auch immer wieder in die Gegenwart ins Gefängnis gewechselt wird. Das Oliver im Gefängnis sitzt ist kein Geheimnis, denn es wird bereits zu Beginn klargelegt. Ob er wirklich der Mörder ist, erfährt ihr allerdings erst zum Schluss.
Das Theatersetting hat mir sehr gut gefallen. Die Atmosphäre am Dellecher Collage, wo ausschließlich Shakespeare Stücke erlernt und aufgeführt werden, ist sehr anschaulich dargestellt. Nur mehr sieben Studenten haben es ins letzte Studienjahr geschafft. Die Liebe zu Shakespeare und zum Theater verbindet die sehr unterschiedlichen Charaktere. Dabei legen sie ihre Rollen auch im Privaten nicht gänzlich ab. Obwohl sie immer geschlossen als Clique auftreten, spürt man unterschwellig die aufkommende Rivalität. Eines Tages treibt einer von ihnen tot im See und es ist klar, dass der Mörder ein Mitglied der eingeschworenen Clique sein muss.
Die Handlung baut sich sehr langsam auf, ist komplex und hat doch einige Längen. Es gab kaum Überrschungen oder Twists. Der Plot ist hingegen facettenreich und die Sprache mit den laufend eingestreuten Shakespeare Versen etwas ganz Neues. Diese können mit der Zeit beim Lesen aber auch nerven, denn sie sind allgegenwärtig. Ich fand sie interessant, denn sie gaben der Geschichte das gewisse Etwas. Trotzdem habe ich manchmal darüber hinweggelesen.
Bei der Figurenzeichnung bin ich zwiegespalten. Einige davon sind sehr bildhaft dargestellt, vorallem was ihre Gefühlswelt betrifft. Andere sind wiederum so blass, dass man kaum etwas über sie sagen kann. Interessant war aber, wie erschreckend sich die Freundschaft der sechs entwickelt hat. Alkohol, Drogen, Angstzustände, Hilfslosigkeit, Gewalt finden mehr und mehr Einzug.
Gefallen haben mir einige Szenen, bei denen die Studenten zu besonderen Anlässen ein Theaterstück aufführen müssen. Diese sind wirklich gelungen. Man hält beim Lesen unwillkürlich den Atem an, so bildhaft werden die Szenen von der Autorin beschrieben.
Trotzdem fehlte es mir durchgehend an Spannung. Das Ende wurde von uns Leserinnen verschieden interpretiert, was einige Fragen aufgeworfen hat.
von links nach rechts:
Hardcover und Paperback der englischsprachigen Ausgabe, das ungarische, das polnische und das spanische Cover. Ich finde ganz besonders das spanische Cover wunderschön!
Fazit:
Die Hype um diese "Dark Academia" Geschichte, die neu aufgelegt und über TikTok erfolgreich beworben wurde, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist es ein Roman, der in einer Theaterakademie angesiedelt ist und durch den Mord einen leichten Krimitouch erhält. Es geht um Freundschaft und die Liebe zu Shakespeare. Für mich war es ein eher langweiliges Stück...
Gerne verlinke ich euch noch die Rezensionen der Mitleserinnen
Rezi von Nicole von Zeit für neue Genres *klick*
Rezi von Sabine von Buchmomente *klick*
Rezi von Aleshanee von Weltenwanderer *folgt*

















Liebe Martina,
AntwortenLöschenich habe die Längen zwar auch verspürt, aber mich haben sie nicht so gestört wie dich, aber ich verstehe sehr genau, was du meinst. Ich freue mich, dass du doch dran geblieben bist am Buch, so hatten wir mir dir interessante Einblicke in unserer Leserunde. Danke.
LG Sabine
Hallo Martina!
AntwortenLöschenIch muss ja zugeben, dass die erste Begeisterung bei mir ab der Hälfte etwas abgeflaut ist. Gerade den Einstieg fand ich großartig, das Kennenlernen der Charaktere, das Setting, diese schillernde Theaterwelt voller Masken, die nach und nach fallen, also ich mochte das echt gerne. Und auch die Shakespeare Zitate hab ich gerne gelesen. Mich hat es fasziniert, wie sie so gekonnt eingesetzt wurden, dass sie passten :)
Aber gegen Ende ist die Spannung doch sehr abgeflaut, weil es einfach nicht wirklich was zum miträtseln gab. Schade, dass bei dir die Langeweile schon zu Beginn an vorhanden war.
Dennoch hoffe ich, dass dir die Leserunde mit uns trotzdem etwas Spaß gemacht hat ^^
Ich wünsch dir wunderschöne Weihnachtsfeiertage!
Liebste Grüße, Aleshanee
Liebe Martina,
AntwortenLöschenich hoffe, du hattest ein schönes Weihnachtsfest und entspannte Feiertage!
Ich habe den Roman gelesen, als er vor ein paar Jahren schon in Deutschland mit dem Titel "Das verborgene Spiel" erschienen ist und ich weiß eigentlich nur noch, dass mich die laufenden Zitate aus den Shakespeare-Werken ein wenig gestört und mich immer wieder im Lesefluss unterbrochen haben. An mehr kann ich mich gar nicht mehr erinnern und den Hype um den Roman als "Tiktok-Sensation" konnte ich wirklich nicht nachvollziehen. Insofern bist du mit deiner Meinung nicht allein.
Alles Gute für 2024!
Liebe Grüße
Lena
Hallo Martina,
AntwortenLöschendeine Kritikpunkte kann ich allesamt nachvollziehen. Es ist kein Krimi oder Thriller, sondern schon etwas eigenes, finde ich. Von daher verstehe ich, dass es viel Beachtung bekommen hat.
Ich muss gestehen, dass ich von dem Hype gar nichts mitbekommen habe. :D
Mir hat es ja recht gut gefallen. Die Spannungskurve ging zwar ab dem 3. Akt runter, dennoch war es für mich ganz was eigenes, in diese Theaterwelt abzutauchen und mich in Shakespeares Welt zu begeben.
Für eine Leserunde war's ja bestens geeignet, wenn man sich unsere Interpretationen ansieht. :D
Liebe Grüße
Nicole
Huhu! Meine Rezi ist jetzt auch online, falls du reinschauen magst :)
AntwortenLöschenhttps://blog4aleshanee.blogspot.com/2024/01/if-we-were-villains.html
Liebste Grüße und noch einen schönen Abend!
Aleshanee