- Gebundene Ausgabe: 142 Seiten
- Verlag: Suhrkamp Verlag; 1. Edition (7. August 2017)
- Übersetzer: Deutsch
- ISBN-10 : 3518427644
- ISBN-13 : 978-3518427644
- Originaltitel
:
Los Afectos
- Genre: Novelle
| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Suhrkamp Kurzbeschreibung:
Im Nachkriegsmünchen ist er verfemt, und so geht er mit seiner Frau und den drei Töchtern nach Bolivien, der exzentrische Hans Ertl, einst Riefenstahls erster Kameramann und Rommels ›Leibphotograph‹. Doch auch das neue Leben ist reich an Spannungen, und für seine nächste Expedition, die Suche nach der verlorenen Inkastadt Paititi, muss die ganze Familie einen hohen Preis zahlen. Insbesondere Monika, die älteste Tochter und ihrem Vater frappierend ähnlich, scheint jeden Halt zu verlieren. Was als persönliche Sinnkrise beginnt, wird zu ihrer politischen Radikalisierung führen und sie zu immer extremeren Maßnahmen treiben.
Meine Bewertung: * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Das war leider so gar nicht mein Buch!
Hans Ertl ist ein Abenteurer und Bergsteiger. Kaum in seiner neuen Heimat angekommen, hat er ein neues Projekt vor Augen. Er möchte die verschollende Inkastadt Paititi im Dschungel finden. Mit einem Expeditionstreck und zwei seiner Töchter macht er sich auf, um die versunkene Inkastadt ausfindig zu machen. Seine Frau und seine jüngste
Tochter Trixi bleiben zu Hause, während er egoistisch und ohne irgendwelche Empathie seine Ziele verfolgt.
Die drei Töchter werden - bis auf Monika - nur kurz umrissen. Heidi wird nur zu Beginn erwähnt, als sie ihren Vater in den Dschungel begleitet. Dort findet sie in Rudi ihren zukünftigen Mann, mit dem sie nach München zieht. Die Mutter stirbt viel zu früh und Trixi findet keinen Halt bei den restlichen Familienmitgliedern. Monika beginnt sich zu radikalisieren und wird Sie ist Teil einer Guerilla-Aktion,
die auf den sozialistischen Wandel in diesem Land abzielt. Dem Leser ist jedoch völlig unklar WARUM sie sich radikalisiert.
Der Autor klärt nicht über die schreckliche Situation der indigenen Bolivianer auf, sondern stellt die Revolutionäre eher schwach und selbstmörderisch dar.
Die Geschichte wird in kurzen Episoden aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Etwas verwirrend ist dabei, dass alle in der Ich-.Perspektive erzählen und es über den kurzen Kapiteln keinerlei Informationen gibt, wer hier gerade berichtet. Erst nach einigen Sätzen erkennt man den Erzähler bzw. dass überhaupt plötzlich aus einer ein anderen Sichtweise geschrieben wird. Meiner Meinung wurde dies nicht sehr gut gelöst.
Der Schreibstil ist trocken und nüchtern. Die Sätze sind kurz. Die Schrift ist groß und es wird viel Platz gelassen. Die großzügige Aufteilung und die knapp 142 Seiten sind für ein Hardcover und dem Preis von 19.- Euro zu überteuert.Leider gibt es auch kein Nachwort oder sonstige zusätzliche Informatioen über Wahrheit und Fiktion. Das Ende ist ziemlich abrupt und lässt so einige Fragen offen, die hier noch geklärt hätten werden können. Hier hilft nur die eigene Recherche im Internet. Die vielen Übersetzungen und die teilweise guten Bewertungen zu diesem Buch verstehe ich leider überhaupt nicht...














Hallo Martina,
AntwortenLöschenschade, das hört sich gar nicht gut an. Und für die 142 Seiten - egal wie groß bedruckt - ist der Preis wirklich stolz.
Liebe Grüße,
Nicole