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Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
- Verlag: ZS - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe; 1. Edition (1. Oktober 2021)
- ISBN-10 : 3965841610
- ISBN-13 : 978-3965841611
- Genre: Sachbuch, Ratgeber
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
ZS Kurzbeschreibung:
Diagnostik, Behandlung und Therapie der chronischen Erkrankung:
Chronische Schmerzen, starke Blutungen, zyklische Darmbeschwerden und unerfüllter Kinderwunsch – dies alles kann im Zusammenhang mit einer Endometriose auftreten. Viele Frauen in Deutschland quälen sich mit dieser Krankheit, häufig ohne es zu wissen. Denn bis zur korrekten Diagnose vergehen oft bis zu zehn Jahre, weil sowohl die Patientinnen selbst als auch Ärztinnen und Ärzte die Symptome nicht richtig zu deuten wissen.
Prof. Dr. Sylvia Mechsner, eine der führenden Endometriose-Expertinnen mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Praxis an der Berliner Charité, verbindet in ihrem ganzheitlichen Ratgeber das aktuelle medizinische Fachwissen mit fundierten Anleitungen und Tipps für kompetente Patientinnen.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Meine
Meinung:
Endo- was? Viele Frauen wissen auch heute kaum etwas über diese chronische Krankheit, die schwerwiegende Folgen haben kann.Dies führt zu großer Beeinträchtigung vieler Organe und bereitet zudem oft sehr starke Schmerzen.
Ich bin Endometriose bereits vor 30 Jahren begegnet, denn ich bin selbst betroffen. Deshalb habe ich mich für das Sachbuch "Endometriose - Die unterschätze Krankheit" von Prof. Dr. Sylvia Mechsner bei Lovelybooks beworben. Ich wollte noch mehr Hintergrundinformationen, erfahren was seit meiner eigenen Diagnose geändert hat und mich mit anderen austauschen.
Prof. Dr. Sylvia Mechnser befasst sich seit rund 20 Jahren an der Charité mit der Erforschung der Krankheit und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Viele Auswirkungen sind noch immer unbekannt. Schätzungen gehen davon aus, dass alleine rund zwei Millionen Frauen in
Deutschland davon betroffen sind. Da viele von ihnen einen langen Leidensweg
haben, bis die Krankheit überhaupt erkannt wird, geht man von einer
hohen Dunkelziffer aus.
Der Ratgeber ist in sieben Teilabschnitten geteilt. Zuerst wird die Krankheit und ihre verschiedenen Arten vorgestellt. Das größte Problem ist dabei, dass es relativ lange dauert bis Endometriose überhaupt erkannt wird. Nach dem Lesen des ersten Abschnittes, weiß die Leserin mehr über die verschiedenen Formen der Krankheit und lernt sie besser zu verstehen. Es wird erklärt, welche Arten von Schmerzbehandlung es gibt und wo man Hilfe bekommt. Da jede Frau andere Symptome hat, ist es besonders schwierig, für alle von ihnen die besten Lösungen zu finden.
Natürlich wird auch auf die Kinderwunschbehandlung eingegangen, die durch Endometriose empfindlich gestört ist und oftmals erst in dieser Lebensphase erkannt wird. Häufig haben die Frauen Beschwerden, die nichts mit den weiblichen Organen zu tun haben, denn Endometriose kann sich sowohl in die Bauchwand, die Blase oder auch im Darm verbreiten und führt dort zu Schmerzen. Ein Besuch beim Gynäkologen ist damit zumeist nicht der erste Weg, den die Patientin einschlagt.
Heute gibt es bereits Endometriosezentren, die ich auf jeden Fall weiter empfehle. Bei uns in Österreich wird Endometriose leider noch immer nicht als Krankheit anerkannt, was ich wirklich schlimm finde. Eine gänzliche Heilung gibt es nicht und diese unterschätze Krankheit beeinträchtigt das Leben jeder betroffenen Frau massiv.
Prof. Dr. Sylvia Mechsner hat in ihrem Sachbuch sehr viele Themen angesprochen und das für und wieder verschiedenen Therapiemöglichkeiten abgewogen. Manchmal fand ich die vielen medizinischen Fachbegriffe etwas zu viel, auch wenn man sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat. Trotzdem ist dieser Ratgeber für Laien im Endeffekt genauso verständlich und aufklärend. Was mir bei der Leserunde jedoch gefehlt hat, war der Austausch mit der Autorin selbst.
Nach dieser Lektüre kann ich für mich vermerken, dass ich in diesen 30 Jahren alles richtig gemacht habe und ich Gott sei Dank schon damals an einen kompetenten Arzt geraten bin. Nach der ersten Diagnose wurde mir nämlich zuerst von einem anderen Arzt keine Hilfe angeboten. Dieser hat mich mit einem lapidaren Satz, dass man nichts machen kann und ich den Kinderwunsch ad acta legen muss, einfach stehen gelassen. Deshalb appeliere ich an alle Betroffenen: Gebt nicht auf!
Ein Ratgeber, den ich allen betroffenen Frauen ans Herz legen kann. Kompetente Aufklärung, fundierte Einblicke in die Thematik und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten und Behandlungsmethoden - all das findet man auf diesen 224 Seiten und noch viel mehr.
Vielen Dank an den ZS Verlag und an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!















Liebe Martina
AntwortenLöschenOh ja, ein Thema, das wirklich noch viel präsenter sein sollte und zwar bei allen, die Männer sind ja sehr oft mitbetroffen, vor allem, wenn es um die Kinderwunschbehandlungen geht, aber auch, wenn ihre Partnerinnen Monat für Monat leiden. Die Leidensgeschichte einer guten Freundin hat mich auch sehr mitgenommen und ich war es, welche sie auf die Krankheit aufmerksam machte, alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte haben gar nicht an Endometriose gedacht. Schon beim Ultraschall (nicht erst bei der Bauchspieglung) war der Fall klar, weil sofort eine Schokozyste erkennbar war, die ja immer direkt mit der Endometriose zusammenhängt. Seither bekommt meine Freundin endlich die nötigen Behandlungen und wird vor allem ernst genommen. Tragisch, dass diese so weit verbreitete Krankheit sogar in einigen gynäkologischen Praxenen nicht präsent ist...
Alles Liebe an dich und es freut mich sehr, dass du schon vor 30 Jahren die richtige Behandlung erfahren durftest
Livia
Liebe Livia,
Löschenja es ist wirklich erschreckend, wie unbekannt diese Krankheit selbst bei Gynäkologen noch ist. Unvorstellbar! Erst bei der Lekütre des Buch ist mir so richtig klar geworden, wie viel Glück ich hatte, nachdem ich bei dem zweiten Gyn gelandet bin, der mir geholfen hat. Der erste kannte zwar die Diagnose, aber hat gesagt, da ist nichts zu machen! Sehr aufbauend....und ein wahrer Schock! Gut, dass ich dmals den Arzt gewechselt habe.
Es ist ein langer Leidensweg. Deiner Freundin alles Gute!
Liebe Grüße
Martina