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Die Bildrechte liegen beim Verlag
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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
- Verlag:
Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (30. August 2021)
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Übersetzer:
Kerstin Schöps
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ISBN-10
:
344231643X
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ISBN-13
:
978-3442316434
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Originaltitel
:
Som en fjäder i vinden
- Genre: Gegenwartsliteratur
Goldmann Kurzbeschreibung:
Es ist Sommer auf Gotland. Viola, die seit jeher auf der Insel lebt, verbringt glückliche Tage umgeben von ihren Töchtern, Enkeln und Urenkeln. Doch ein Anruf aus Paris stellt ihr Leben auf den Kopf. Jahrzehntelang hat sie die Stimme ihrer besten Freundin nicht gehört und jetzt teilt Lilly ihr mit, dass sie sterben wird. Viola steht unter Schock. Denn mit einem Mal sind sie wieder da – die längst verdrängten Erinnerungen an die Vertraute aus Kindertagen. Kurzerhand beschließt Viola nach Paris zu reisen, um Lilly zu suchen. Denn sie weiß, dass sie keinen Frieden finden wird, ehe sie nicht erfährt, warum Lilly damals ohne ein Wort verschwand ...
Meine Bewertung: * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Sofia Lundberg erzählt in "Der Weg nach Hause" die Geschichte einer besonderen Freundschaft.
Gotland 2019. Viola sitzt in ihrem Haus am Strand und wartet auf die Rückkehr ihrer Kinder, Enkel und dem ersten Urenkerl. Während des Sommers ist das Haus voll, doch die restliche Zeit des Jahres ist Viola alleine. Sie denkt zurück an die Zeit als sie noch ein Kind war, als das Telefon läutet. Die Stimme am anderen Ende hat sie viele Jahre vermisst, jedoch nie
vergessen. Lilly, ihre beste Freundin von Kindesbeinen an, teilt ihr eine Nachricht mit, die Viola's Welt aus den Angeln hebt. Gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln macht sie sich auf nach Paris, um Lilly noch einmal wiederzusehen....
Auf zwei Zeitebenen erzählt Sofia Lundberg die Geschichte dieser ganz
besonderen Freundschaft. In Zeitsprüngen zwischen dem heute und der Kindheit erfahren wir von der besonderen Beziehung der beiden Mädchen Wir begleiten Viola und Lilly während ihrer Kindheit und Jugendzeit.
Viola, ein Einzelkind, kommt aus der gehobenen Mittelschicht, während Lilly,
ihre beste Freundin, in ärmlichen Verhältnissen in einer Großfamilie aufwächst. Die beiden Mädchen sind Nachbarskinder und wachsen wie Geschwister auf. Dabei entwickelt sich eine ganz besondere
Freundschaft, die niemand trennen kann. Als am 12. August 1948 die Mutter
von Lilly bei der Geburt eines weiteren Kindes stirbt, wird das Leben für
sie und ihre Geschwister noch härter. Viola und ihre Eltern sind für Lilly eine große Stütze. Während Viola zur Sekretärin ausgebildet wird, muss
Lilly als Küchenhilfe im ortsansäßigen Restaurant arbeiten, um für den
Unterhalt der Familie zu sorgen. Mit ihrer
zauberhaften Stimme träumt Lilly von einer Karriere als Sängerin, denn Musik ist ihr Leben. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches und Lilly verliert den Job und hat weitere Konsequenzen zu fürchten. Schliesslich trennen sich die Wege der Freundinnen, doch im Innersten bleiben sie sich verbunden....
Die
Jahre, die wir die beiden begleiten dürfen, sind geprägt von Freude,
Trauer und einer innigen Freundschaft weit über die Grenzen Gotlands
hinaus. Dabei befinden wir
uns hauptsächlich in den 1950iger und 1960iger Jahren des letzten Jahrhunderts. Der 12. August wird dabei zu einem Datum, das immer wieder erwähnt wird und auch in den folgenden Jahren eine tragende Rolle spielt.
Über die Jahre hinweg blicken wir immer wieder auf diesen 12. August, der für Lilly jedes Jahr ein besonderer Tag bleibt.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist unaufgeregt. Die melancholische Grundstimmung passt perfekt zum Inhalt und spiegelt das Gefühlsleben der Protagonisten wider.
Die Hauptcharaktere sind sehr gut gezeichnet und ich hatte von Lilly und Viola ein gutes Bild. Trotzdem konnte ich einige Verhaltensweisen nicht richtig nachvollziehen. Die Nebenfiguren blieben mir zu oberflächlich. Von der Landschaft Gotlands habe ich ebefalls nicht wirklich viel erfahren, außer den Strandbesuchen. Das finde ich schade, vorallem wo meine Tochter erst vor kurzem diese Insel besucht und mir viele Fotos geschickt hat. Für mich war der neue Roman von Sofia Lundberg leider etwas zu ruhig und unaufgeregt, um mich richtig fesseln zu können. Die Lebenswege der Freundinnen waren mir nach ihrer Kindheit zu knapp umrissen.
Cover:
Das schwedische Originalcover (links) und daneben das identische finnische Cover. Ich finde dieses viel, viel schöner als die deutschsprachige Ausgabe vom Goldmann Verlag und frage mich, warum der Verlag dieses nicht übernommen hat.
Der Titel des Buches auf schwedisch heißt "Wie eine Feder im Wind". Den Titel finde ich ebenso nichtssagend, wie "Der Weg nach Hause" ist, wobei man bei beiden an Lilly denken könnte.
Fazit:
Ein eher durchschnittlicher Roman mit leisen Tönen, der das Thema Freundschaft behandelt, aber mir zu ruhig und unaufgeregt war. Ob er in Erinnerung bleiben wird? Das kann ich noch nicht sagen, befürchte aber eher nicht. "Ein halbes Herz" hat mir wesentlich besser gefallen.
Vielen Dank an den Literaturtest und an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!
Hallo Martina,
AntwortenLöschenich hab das Buch auch schon gelesen und mich hat das Buch einfach nur gefesselt.
Trotzdem kann ich deine Kritikpunkte sehr gut nachvollziehen.
Trotzdem eine sehr schönen Rezension von dir und ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Teresa von Te´s Bücherblog
Liebe Martina
AntwortenLöschenVon Sofia Lundberg habe ich "Das rote Adressbuch" gelesen und sehr, sehr gerne gemocht. Wie dir hat mir Lundbergs Erzählsprache sehr gut gefallen. Vielleicht wäre das ja dann eher ein Buch für dich?
Alles Liebe
Livia
Liebe Livia,
Löschen"Das rote Adressbuch" habe ich noch auf dem Sub, aber ich habe ihr anderes Buch "Das halbe Herz" gelesen und fand es etwas besser, als der Weg nach Hause.
Liebe Grüße
Martina