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Taschenbuch: 416 Seiten
- Verlag: Rowohlt Taschenbuch; 3. Edition (19. Oktober 2021)
- Übersetzer: Christiane Steen
- ISBN-10 : 3499006316
- ISBN-13 : 978-3499006319
- Originaltitel: The Little Swiss Ski Chalet
- Reihe: ja - Band 6 der Romantic Escape Reihe
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Rowohlt Kurzbeschreibung:
Mina Campbell liebt leckeres Essen und gesellige Dinner mit Freunden. Kein Wunder, immerhin arbeitet sie in einer Testküche und probiert ständig neue Kreationen aus. Ein Rezept gegen Liebeskummer hat sie allerdings noch nicht gefunden.
Nun wurde Minas Herz erneut gebrochen, und sie packt kurzerhand die Koffer. Für eine Auszeit reist sie zu ihrer Patentante in die Schweiz, die dort ein entzückendes Ski-Chalet betreibt. Mina blüht auf. Vor allem die Schweizer Küche hat es ihr angetan: Fondue, Rösti und Kirschtorte – wer braucht da schon einen Mann, um glücklich zu sein? Wäre da nicht der charmante Luke, der Mina das verschneite Wallis von seiner romantischen Seite zeigt ...
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Kann einzeln gelesen werden, da unzusammenhängend
Meine
Meinung:
Nachdem der eigentliche fünfte Band der "Romantic Escape Reihe", der in Kroatioen spielt, leider nicht ins Deutsche übersetzt wurde (ich frage mich noch immer WARUM?), sind wir nun von Japan direkt in der Schweiz gelandet. Auf diesen neuen Roman war ich schon sehr gespannt, denn in vielen Dingen ähnelt die Schweiz auch meinem Heimatland Österreich - auf jeden Fall was das Schifahren und die Berge betrifft. Diese beiden Themen sind in dieser Geschichte reichlich vorhanden. Doch woran denkt man noch, wenn das Wort Schweiz fällt? Schokolade und Käse.
Ich muss zugeben, dass ich etwas skeptisch war und befürchtet habe, dass Julie Caplin genauso wenig Ahnung vom Schifahren hat, wie Karen Swan, die in ihrem Buch "Winterküsse im Schnee" so viel Unsinn geschrieben hat, dass ich wirklich entsetzt war! Noch heute kann ich nur den Kopf darüber schütteln! (vorallem auch betreffend des Lektorates) Vorweg kann ich aber sagen, dass Julie Caplin alles richtig gemacht hat und sich auskennt bzw. richtig recherchiert hat. Einzig bei der Übersetzung habe ich mich über den Ausdruck "Abfahrtski laufen" gewundert. Das sagt bei uns niemand....man geht einfach Schilaufen. Sonst ist der neue Roman von Julie Caplin aber äußert gelungen.
Mina ist eine quirlige und lebenlustige junge Frau, der es auch an Spontanität nicht mangelt. Sie liebt es, wenn sie ihre Freunde einladen und bekochen kann. Bei einer dieser Einladungen macht sie ihrem Freund Simon einen Heiratsantrag. Dies endet allerdings in einem Fiakso. Mina nimmt sich daraufhin im Job eine kleine Auszeit und flüchtet. Sie besucht endlich ihre Patentante Amelie in der Schweiz, die sie schon so oft eingeladen hat. Diese besitzt eine kuschelige Pension, in der sie nur ausgesuchte Gäste hat. Einer davon ist Luke, den Mina schon im Zug kennengelernt hat und der ihr sofort sympathisch ist. Doch der junge Mann ist ähnlich spontan wie sie und Mina hat sich geschworen, endlich erwachsen zu werden und das Leben ernster anzugehen. Außerdem hat sie gerade eine Beziehung hinter sich.... Doch Luke gibt nicht so schnell auf, lernt ihr das Langlaufen und erzählt ihr viel über die Schweiz, was die Beiden näher bringt.
Mina fühlt sich bei ihrer Tante wohl und stellt schon bald neue Kuchen- und Tortenkreationen her. Dabei entdeckt sie, dass sie nicht nur ihre Liebe zu Simon in England gelassen hat, sondern auch die zu ihrem Beruf als Testköchin.....
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt leicht und locker. Vorallem
punktet Caplin durch die sehr bildhaften Beschreibungen des jeweiligen
Landes ihrer Romantic Escape Reihe. Die Innenseite des Buches ist liebevoll gestaltet. Darin befindet sich eine
Karte der Schweiz mit den verschiedenen Stationen, die Mina besucht. Am Ende befindet sich ein Rezept für eine Basler Kirsch-Torte.
Die Charaktere sind individuell und lebendig, wie auch sympathisch. Die heimelige Atmosphäre im Chalet strahlt einfach nur Gemütlichkeit aus und bei den Köstlichkeiten, die den Besuchern kredenzt werden, lief mir das Wasser im Mund zusammen. Julie Caplin schafft es aber auch die wunderschöne Landschaft und das winterlieche Ambiente in den Bergen wundervoll darzustellen. Ich bin ja ein Winterkind und beim Lesen wäre ich selbst am liebsten sofort in meine Schiausrüstung geschlüpft und hätte den nächsten Schilift/Gondel den Berg rauf genommen.
Die Ausflüge in die Welt der Käseproduktion oder in die Schokoladenfabrik sind noch weitere Zuckerl, die mich begeistern konnten.
Aber auch eine Spur Nachdenklichkeit mixt die Autorin in ihr Geheimrezept, das der Geschichte noch einen Hauch Tiefgang beschert. Auch die Dramatik kam nicht zu kurz und das Ende war dann wieder richtig was fürs Herz.
"Das kleine Chalet in der Schweiz" ist vorallem ein Wohlfühlroman, der mich diesmal auf eine wunderbare Reise in unser Nachbarland, die Schweiz, mitgenommen hat. Besonders jetzt in der Winter- und Weihnachtszeit kann ich das Buch empfehlen.
Cover:
von links nach rechts:
das englischsprachige Originalcover, das tschechische und das italienische
Fazit:
Für mich der bisher beste Band der "Romantic Escape Reihe" von Julie Caplin, der mit viel Atmosphäre und winterlichem Ambiente glänzt. Auch die lokalen Köstlichkeiten werden sehr anschaulich beschrieben. Einziger Nachteil: Ich hatte beim Lesen laufend Lust auf Schokolade und Torten.
Nun freue ich mich auf den weiteren Band, der in Irland spielen und im Juni 2022 erscheinen wird.
















Liebe Martina,
AntwortenLöschenAbfahrtsski laufen sagt man so in der Schweiz, das hat die Autorin wohl so gehört und übernommen.
Mir hat das Buch auch gut gefallen und hat eine Prise Winter in meinen Alltag gestreut.
Liebe Grüsse aus der mittlerweile verschneiten Schweiz.
Irene
Danke! Bei Anya aus der Schweiz habe ich aber auch gelesen, dass das niemand so in der Schweiz sagt =) Lustig! Bei uns in Österreich auf jeden Fall mal nicht...aber sonst hat eh alles gepasst!
LöschenLiebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschenmich konnte das Buch zwar gut unterhalten und es hat mir viel Schweizer Flair geschenkt, aber mehr auch nicht. Ich fand die Liebesromanze zu vorhersehbar und mir fehlte leider der nötige Tiefgang.
Liebe Grüße
Barbara
Liebe Barbara,
Löschenich habe gesehen, dass du es viel schlechter bewertet hast.
Ja, die Liebesgeshcichte war vorhersehbar...die ist es doch bei all diesen Romanen. Punkto Tiefgang fand ich hier schon, dass mehr drinnen steckt. Man denkt an Amalie und auch an Lukes Vergangenheit. Da war bei den Vorgängern gar nichts in dieser Richtung...vielleciht noch bei japan, aber bei Kopenhagen und Island, die ich gelesen habe, nicht.
Ich liebe aber auch die Berge und den Schneee...du ja eher nicht so, oder ;)
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschendas ist wirklich eine Reihe, die ich mir vllt fürs nächste Jahr mal vornehme. Ich bin ja auch sehr gern in verschiedenen Ländern/Städten unterwegs und nehme diese typischen Eigenarten gern mit^^
Da man die Bücher separat lesen kann, werde ich wohl mit Island starten <3
Liebe Grüße,
Andrea
Hallo Andrea,
Löschenes sind schon mehr Wohlfühlrimane und Island war mir etwas zu kitschig..nur als "Vorwarnung" ;) Aber die isländische Landschaft wird toll beschrieben.
Liebe Grüße
Martina
Liebe Martina
AntwortenLöschenDazu habe ich bei deutschen und österreichischen Bloggerinnen nur begeisterte Rezensionen gelesen, in einer Schweizer Tageszeitung wurde das Buch ziemlich lächerlich gemacht, weil es wohl etwa so viel mit der Schweiz zu tun hat, wie Essiggurken mit Schlagsahne ;-)
Vor allem die darin beschriebenen und als "Nationalgericht" betitelten Rezepte stammen von einer Foodbloggerin, die selber in Kanada aufgewachsen ist und erst seit zehn Jahren in der Schweiz lebt (immerhin hat sie eine Schweizer Mutter und so sicher einiges erfahren und miterlebt). Den Artikel findest du hier: https://www.tagesanzeiger.ch/versunken-in-schweizer-klischees-328258886370
Ich bin es mir mittlerweile gewohnt, dass meine Heimat in der Regel in Büchern nicht annähernd so geschildert wird, wie ich sie kenne und dass - vor allem sprachliche und geografische Details - schlicht und einfach falsch und in Klischees erzählt werden, aber das geht wohl allen so, wenn sie über ihre Heimat lesen. Man ist da wohl auch kritischer und empfindlicher, aber wenn Dinge schlichtweg nicht stimmen, ist es schon schade, finde ich.
Schön aber, dass dir das Buch gefallen hat und viel Wohlfühlatmosphäre verbreiten konnte, das ist dabei ja eigentlich die Hauptsache :-)
Alles Liebe an dich
Livia
Liebe Livia,
AntwortenLöschenhm, also Anya aus der Schweiz hat es auch gelesen und ihr hat es super gefallen. Sie hat nur die Namen bekritelt...da muss ich ihr recht geben!Sie sind sehr deutsch...und wegen eines Ausspruchs, aber sonst gab es keine Kritik.
Punkto Gerichte kann ich selbst auch nichts sagen, aber sie haben sich in der Story ja auch Torten ausgedacht. Da steht nrgends etwas von orignal Schweizer Rezepten.
Du hast aber recht, dass man Geschichten, die in der eigenen Heimat spielen, ganz anders liest und einem sofort auffällt, wenn was nicht passt. Den Artikel sehe ich mir gleich mal an =)
Liebe Grüße
Martina
So gelesen....das innerhalb eines Tages schifahren stimmt schon mal nicht. Mina hist bereits in England Schi gefahren und lernt hier "nur" Langlaufen.
AntwortenLöschenDas ist okay, denn da habe ich bei karen Swan ganz anderes gelesen...darüber kann ich mich heute noch "aufregen"!! Und die Autorin hat dann hinten noch geschrieben sie wäre jedes Jahr in den bergen auf Winterurlaub. Schigefahren ist sie aber ihr Leben noch nie!
Aber ich schweife ab...ja, Mina will lernen Schokolade herzustellen. Sie macht aber in Broc bei Cailler nur eine Führung!!!
Die Autorin des rtikels dürfte das Buch auch nicht gelesen haben oder nur überflogen. Bei den Leckereien muss ich ihr aber teilweise recht geben ;)
Liebe Grüße
Martina
Liebe Martina
LöschenIch kann mir gut vorstellen, dass die Autorin wohl empfindlich getroffen war von den Beschreibungen ihrer geliebten Heimat und entsprechend reagiert hat. Wenn man Fehler finden will, findet man die halt auch und sie stimmt immerhin zu, dass das Buch alleweil zum Wohlfühlen einlädt und das ist bei diesem Roman sicher die Hauptsache.
Ganz liebe Grüsse
Livia