White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht - Michelle Marly

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    • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
    • Verlag: Rütten & Loening; 1. Edition (22. September 2020)
    • ISBN-10 : 3352009392
    • ISBN-13 : 978-3352009396
    • Genre: Historischer Roman, biografischer Roman



Rütten & Loening Kurzbeschreibung:
Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann. 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Michelle Marly alias Micaely Jary hat zum Thema Musik einen ganz besonderen Bezug, denn ihr Vater war ein bedeutender deutscher Komponist.
In "White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht" erzählt sie über den Komponisten des weltberühmten Songs.

Der Broadway-Star und Jazz-Komponist Irving Berlin wurde als Izzy Baline, Sohn russisch-jüdischer Einwanderer, in New York geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf.
Die Geschichte beginnt 1937 in Hollywood, wo Irving über Weihnachten beruflichen Verpflichtungen nachkommt. Er vermisst seine Familie und die winterliche Atmosphäre von New York. Seine Gedanken schweifen zurück zu seiner Kindheit und den Beginn seines Erfolges.
Vom Zeitungsverkäufer und singenden Kellner erlebt Irving den Amerikanischen Traum und wird zum Broadwaystar. Der alleinstehende Jazzkomponist lernt eines Tages die charismatische Ellin Mackay, Tochter eines der reichsten Männer der USA, kennen. Beide kommen aus unterschiedlichen Welten: Arm und reich, jüdisch und irisch-katholisch. Zusätzlich ist Irving um einiges älter, als Ellin. Keine Überraschung, dass Ellins Vater gegen eine Beziehung zu Irving ist. Er versucht so einiges die Beiden auseinanderzubringen. Der Kampf von Irving und Ellin gegen alle Widrigkeiten ist sehr lebendig beschrieben und hat mir gut gefallen.
Am Ende legt Irving im sonnigen Kalifornien all seine Sehnsucht nach seiner Famlie und winterlichem Ambiente in das Weihnachtslied, das er komponieren möchte...in dem er von weißen Weihnachten träumt...

Ich muss zugeben, dass ich mir mehr über die Enstehung des Weihnachtsliedes, aber vorallem mehr Winter- und Weihnachtsstimmung erhofft hatte. Die Geschichte entpuppt sich nämlich immer mehr als Liebesroman, der eine unglaubliche Liebesgeschichte offenbart. Diese ist jedoch sehr liebevoll erzählt und wirkt dabei niemals kitschig.
Ich mochte beide Hauptprotagonisten sehr und fieberte mit ihnen mit. Irvings besondere Art zu komponieren fand ich erfrischend. Er erlebt den amerikanischen Traum und man ist es ihm vergönnt. Ellin ist für die damalige Zeit eine sehr starke und mutige junge Frau. Neben den beiden Hauptfiguren tummeln sich auch einige reale historische Persönlichkeiten, wie der damalige britische Thronfolger Edward VIII, der der Liebe wegen zur geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson, auf den Thron verzichtete.

Schreibstil:
Micaley Jary, die hier unter Pseudonym schreibt, erzählt sehr bildhaft. Man befindet sich beim Lesen direkt in der Welt der Protagonisten. Durch die Erzählweise aus verschiedenen Zeitebenen und Persepktiven wird die Spannung hochgehalten.
Alle 37 kurzen Kapitel sind mit einem Songtitel von Berlin versehen. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Irving und Ellin.
Im Nachwort informiert die Autorin über den weiteren Werdegang des Liedes und den Siegeszug rund um die Welt, sowie über den weiteren Lebensweg der Protagonisten.

Fazit:
Ich hatte mir bei Michelle Marly's Roman "White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht" mehr Musik und mehr winterliches/weihnachtsliches Ambiente erhofft, das durch Cover und Titel suggeriert wurde. Bekommen habe ich eine Geschichte, deren Fokus nicht bei der Musik liegt, sondern die berührende Liebesgeschichte des Komponisten erzählt. Mir hat der biografische Roman zwar gut gefallen, hatte aber etwas ganz anderes erwartet. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.


 

4 Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    ich habe jetzt zu Weihnachten mit dem Buch angefangen. Was mich aber nicht abhielt, deine Rezension zu lesen. Freue mich schon auf den Rest des Buches. Dir noch ein schönes Wochenende Liebe Grüße Hanne

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  2. Hallo Martina,

    von der Autorin habe ich das Buch um Coco Chanel gelesen. Da war mir auch die Liebesgeschichte zu vordergründig, was einfach nicht zu Coco Chanel passt. Ansonsten war's aber gut zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ich habe auch schon andere Romane mit ihrem Klarnamen Micaela Jary gelesen, die mir gefallen haben. Hier hatte ich mir einfach etwas anderes erwartet.
      Und in das besasgte Buch von Coco Chanel habe ich ja auch reingelesen und es abgebrochen. Soweit ich es gelesen hatte, ging es NUR um die Liebesgeschichte und das nervte mich immer mehr. Und wie du weißt, ist mir Coco auch nicht sympathisch ;)
      Liebe Grüße
      Martina

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    2. Liebe Martina

      Zum Glück hast du noch dazugeschrieben, dass Michelle Marly ein Pseudonym von Micaela Jary ist, das Buch war nämlich auf meiner Weihnachtsliste für 2021. Nun wird es aber wieder gestrichen. "Wie ein fernes Lied" der Autorin hat mich ja leider negativ überrascht, weshalb ich dieses Buch auch nicht lesen möchte. Zumal dein Fazit zur Geschichte leider nicht sehr überzeugend klingt, auch wenn die Liebesgeschichte schön erzählt ist, aber mehr Winterfeeling wäre doch wünschenswert.

      Danke, dass ich auch einmal ein Buch von meiner Wunschliste streichen konnte. Sonst packe ich mir die ja immer so voll ;-)

      Alles Liebe
      Livia

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