Die Bücherinsel - Janne Mommsen




    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (26. März 2019)
    • ISBN-10: 3499275864
    • ISBN-13: 978-3499275869
    • Genre: Liebesroman
    • Reihe: ja - Die Inselbuchhandlung 2

Rowohlt Kurzbeschreibung:
Sandra Malien lebt in einem kleinen Haus am Strand. Durch Zufall landet die quirlige Mittdreißigerin in dem Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Hier treffen sich Bücherliebhaber, aber auch diejenigen unter den Insulanern, die abends nicht allein vor dem Fernseher sitzen wollen. Besonders sympathisch ist Sandra der charmante Schulleiter Björn. Nur hat Sandra ein Problem: Dass sie nicht lesen und schreiben kann, ahnt auf der Insel niemand. Eines Tages trifft Sandra Björn unverhofft an ihrer Lieblingsstelle am Strand wieder, sie verbringen einen atemberaubend ­schönen Nachmittag auf der großen Düne. Für Sandra ist danach klar: Sie hat sich Hals über Kopf in diesen Mann verliebt. Aber hat ihre Liebe trotz aller Geheimnisse eine Chance?

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Hauptprotagonistin im zweiten Band der Reihe rund um die Inselbuchhandlung ist Sandra, die wir bereits in "Die kleine Inselbuchhandlung" kennen gelernt haben.
Sie lebt seit fünf Jahren auf der Insel und ist bereits ein festes Mitglied der kleinen Inselgemeinschaft. Ihren Lebensunterhalt verdient sie als Putzfrau auf einer Fähre und genießt das Leben direkt am Meer. Einzig die Inhaberin der Buchhandlung weiß, dass Sandra Analphabetin ist. Als Kind von Schaustellern mit laufenden Wohnsitzwechsel hat sie ungenügend lesen und schreiben gelernt. Ihr ganzes Leben hat sich Sandrea immer irgendwie durchgeschummelt und ist bis jetzt ganz gut damit durchgekommen. Seitdem sie die Eltern und die Schaustellerei verlassen hat, lebt sie auf der nordfriesischen Insel und hat sich in die wunderschöne Natur verliebt. Sooft wie möglich ist sie im Freien unterwegs und genießt das Meer, die Dünen und das Watt. Nebenbei hat sie sich auch in die Menschen auf der Insel ein kleines bisschen verliebt.
Obwohl Sandra nicht lesen und schreiben kann, liebt sie alle möglichen Geschichten, die sie als Hörbücher konsumiert. In ihrem Kopf denkt sie sich immer wieder selbst Erzählungen aus. Als sich in Gretas Buchhandlung der Lesekreis trifft, gesellt sich Sandra dazu und liest angeblich aus einem Buch vor, das niemand kennt. Sie erzählt allerdings ihre eigene Geschichte, die sie auswendig im Kopf gespeichert hat und rechnet nicht damit, dass die Anderen von ihren Zeilen begeistert sind. Sie wird eingeladen weiter beim Lesekreis mitzumachen, doch ihr Analphabetismus hindert sie daran. Gleichzeitig gefällt ihr der neue Grundschullehrer Björn, der neu zum Lesekreis dazugestoßen ist. Als sie ihn an ihrer Lieblingsstelle in den Dünen trifft und sie einen netten Nachmittag zusammen verbringen, verliebt sich Sandra in Björn. Doch wie lange kann sie ihr Geheimnis vor ihm bewahren? Meistens lässt such die Vergangenheit nicht für immer verbergen...

Janne Mommsen Bücher lese ich immer wieder gerne. Seine Naturbeschreibungen sind sehr bildhaft und stimmungsvoll. Sie laden zum Träumen ein. Die Insel und das Inselleben wird wieder sehr atmosphärisch beschrieben. Man fühlt sich einfach wohl bei diesem Setting und kann die Seele baumeln lassen. Kein anderer versteht es die Naturlandschaften diverser Nordseeinseln besser zu beschreiben als Janne Mommsen.
Durch den flüssigen und locker-leichten Schreibstil findet man sofort in die Geschichte, in der der Autor das Thema des Analphabetismus aufnimmt. Man erfährt wie fantasievoll Menschen, die nicht lesen und schreiben können, andere täuschen können. Ich stelle es mir allerdings wirklich ermüdend vor mit diesem Problem leben zu müssen. Seitdem ich eine Lesebrille tragen muss, bemerke ich immer wieder wie oft ich Dinge ohne Brille nicht entziffern kann. Gar nicht lesen zu können, kann ich mir gar nicht vorstellen....

Leider gibt es aber auch einige Kritkpunkte. Bereits seine letzten beiden Romane konnten mich nicht mehr ganz überzeugen. Trotzdem habe ich mir auch den zweiten Band der Inselbuchhandlung "Die Bücherinsel" zugelegt. Die Fortsetzung fällt aber leider noch ein bisschen schwächer aus.
Sandra ist zwar eine sehr sympathische Protagonistin, die mit allerlei Tricks ihren Analphabetismus zu verbergen weiß, sich aber oftmals nicht wie eine Frau in ihrem Alter verhält. Ihre Energie, ihre tolle Beobachtungsgabe und ihr Tatendrang haben mir aber sehr gut gefallen. Sandra versteht es trotz ihres Handicaps mit Optimismus durchs Leben zu gehen.
Die weiteren Figuren bleiben allerdings sehr an der Oberfläche, vorallem diejenigen, die in diesem zweiten Band ganz neu dazugekommen sind.
Die Liebesgeschichte zwischen Sandra und Björn konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Hier fühlte ich keinerlei kribbeln und kein Band zwischen den Beiden. Obwohl ich es nicht gerne kitschig mag, hätte man hier etwas mehr daraus machen können.

Ich weiß, dass es Janne Mommsen besser kann und hoffe sehr, dass seine weiteren Romane wieder an "Zwischen den Bäumen das Meer" (mein Lieblingsbuch) oder "Friesensommer" anschließen können.

Fazit:
Ein sehr leichter unterhaltsamer Roman - am besten als Urlaubslektüre geeignet - der stimmungsvolle Landschaftsbeschreibungen beinhaltet. Leider bleibt die eigentliche Geschichte sehr an der Oberfläche, jedoch verzaubert das Inselflair und das Thema Bücher einen Buchliebhaber sehr schnell. Wer gerne träumt und sich nicht an einer wenig tiefgehenden Geschichte stößt, hat hier die perfekte Lektüre gefunden.

Die Reihe rund um die kleine Inselbuchhandlung:
  1. Die kleine Inselbuchhandlung  *Rezi*
  2. Die Bücherinsel
  3. Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung

Der rote Judas - Thomas Ziebula



    • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
    • Verlag: Wunderlich; Auflage: 1 (28. Januar 2020)
    • ISBN-10: 3805200064
    • ISBN-13: 978-3805200066
    • Genre: Historischer Krimi


Wunderlich Kurzbeschreibung:
Leipzig, Januar 1920. Der Polizist Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Deutschland taumelt durch die Nachkriegswirren, nichts ist mehr so, wie es einmal war, und in viel zu vielen Nächten wird Stainer vom Grauen der Schützengräben eingeholt. Doch ein aufsehenerregender Fall zwingt den Kriminalinspektor, sich mit der Gegenwart zu befassen: In der Villa eines Fabrikanten werden mehrere Menschen erschossen. Alles sieht nach einem missglückten Einbruch aus, doch eine verängstigte Zeugin und ein Koffer voller Dokumente führen Stainer bald auf die Spur der „Operation Judas“, Männer, die über Leichen gehen, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Was der Inspektor nicht ahnt: Die Mörder haben ihn längst ins Visier genommen und planen seinen Tod.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Dieser historische Krimi ist mein erstes Buch von Thomas Ziebula, aber sicherlich nicht mein letztes!
Mit der Figur des Paul Stainer, der nach Kriegsende 1920 aus der französischen Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Leipzig zurückkehrt, hat der Autor einen sympathischen Protagonisten erschaffen von dem ich gerne noch mehr lesen möchte.
Paul Stainer wird nach seiner Rückkehr sofort wieder in den Polizeidienst gestellt und sogar zum Leiter der Kriminalpolizei befördert. Umso mehr versucht er seine seelischen Wunden, die er aus dem krieg mitgebracht hat, zu verbergen. Alpträume quälen ihn fast jede Nacht und seine Frau Edith ist in der Zwischenzeit mit einem anderen Mann liiert. Im Präsidium trifft er außerdem auf einen Arzt, bei dem er im Lazarett in Behandlung war und der ihn jederzeit verraten könnte.
Kaum wieder im Dienst wird Stainer zu einem Toten gerufen. Schnell erkennt er, dass es sich hier nicht um Selbstmord, sondern um Mord handelt. Bald darauf wird er zu einem ähnlich ermordeten Opfer gerufen, bei dem er ein interessantes Foto und einen Brief findet, dessen Spuren nach Dinant in Belgien führen...

Ich liebe historische Krimis, die in der Zeit zwischen den beiden Weltkrigen spielen. Diese Zeitspanne hat spezielle für dieses Genre viel Potential.
Zu Beginn gibt es sehr viele Figuren und ich benötigte etwas Zeit diese zuzuordnen. Doch schon bald fand ich mich gut zurecht und konnte den Krimi kaum mehr aus der Hand legen.
Die Charaktere sind bis in die kleinsten Nebenfiguren hin sehr lebendig und detalliert dargestellt. Fine und Rosa sind sehr taffe Frauen, die sich für das einsetzen, was ihnen wichtig ist. Beide müssen nach dem Tod ihres Mannes über die Runden kommen. Max Heiland ist Kleinganove, der neben seinen Boxwettkämpfen auch kleine Einbrüche unternimmt, um seine Familie versorgt zu wissen. Trotzdem hat er das Herz auf dem rechten Fleck. Stainer selbst ist loyal und lässt sich weder einschüchtern, noch erpressen. Er steht für Recht und Ordnung und handelt auch dementsprechend. Sein ihm zugeteilter Kommissaranwärter Junghaus steht ebenso loyal hinter ihm, im Gegensatz zu seinem weiteren Kollegen Heinze. Auch die restlichen Nebenfiguren sind lebensnah gezeichnet.

Das Thema, das Thomas Ziebula verfolgt, ist bis heute eines, das größtenteils noch immer gerne verschwiegen wird: Menschenrechtsverletzungen und Greuel an unschuldigen Menschen. Er befasst sich aber genauso mit den psychischen Auswirkungen des Krieges. Auch die Trostlosigkeit und die Unsicherheit der Menschen nach dem Versailler Friedensvertrag, den sogenannten "Schandfrieden", wird anschaulich beschrieben. Nach dem Ende des Krieges ist der ersehnte Frieden nicht eingekehrt. Die Spannung zwischen den Roten und den Nationalisten ist explosiv und Stainer versucht zwischen all den verschiedenen Lagern seinen Mörder zu finden. Dazu muss er in wirklich grausame menschliche Abgründe vordringen....

Der Erzählstil ist angenehm, die Geschichte wird fesselnd erzählt. Überraschende Wendungen erhöhen die Spannung. Der Autor zögert auch nicht mit geliebten Figuren alles andere als zimperlich umzugehen...

Nach meiner geliebten Reihe rund um August Emmerich von Alex Beer, die zur selben Zeit in Wien spielt, habe ich nun eine weitere Krimireihe für mich entdeckt, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde. Ich bin begeistert!

Fazit:
Ein absolut gelungener historischer Krimi, den ich auf jeden Fall weiter empfehle! Thomas Ziebula versteht es die Atmosphäre der Nachkriegszeit und der Weimarer Republik großartig festzuhalten. Dazu kommt das Geflecht aus Lügen, Betrug und Kriegsverbrechen, die für Spannung sorgen. Top!

Vielen Dank an den Wunderlich Verlag für das Rezensionsexemplar und an den Autor für die Begleitung der Leserunde

TTT#457 - 10 Bücher aus deinem Lieblingsgenre, die dir überhaupt nicht gefallen haben


Heute hat die liebe Aleshanee, die die Top Ten Thursday veranstaltet, ein sehr interessantes Thema gewählt. Wir sollen zehn Bücher aufzählen, die uns nicht gefallen haben und zwar aus unserem Lieblingsgenre.

Da ich ja querbeet lese ist das gar nicht so einfach. Eigentlich lese ich in letzter Zeit viele historische Romane. Diese sind jedoch zeitlich sehr unterteilt. Das beginnt mit Romane aus dem frühen Mittelalter bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Da finde ich nie und nimmer zehn Stück ;)

Deswegen habe ich mich für mein eigentliches Lieblingsgenre entschieden, das in letzter Zeit etwas zu kurz kommt: den Thriller.
Der Grund ist, dass ich bei Thriller SEHR heikel bin und in letzter Zeit sehr oft auf einem Cover Thriller draufsteht, aber keiner drinnen ist!

Mein 10 Thriller, die mir überhaupt nicht gefallen haben


Mary Kubica
Don't you cry

Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

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Hazel Frost
Last Shot

Der smarte Russe Dima war nur mal kurz für kleine Jungs. Als er zum Wagen seiner Familie zurückkommt, sind sein Vater und seine Schwestern tot – durch Kopfschüsse aus nächster Nähe eiskalt hingerichtet. Vom jüngsten Familienmitglied, der sechsjährigen Mathilda, fehlt jede Spur. Dima hat nicht die leiseste Ahnung, in was seine Familie verwickelt war. Er weiß nur, dass er Mathilda finden muss – und den Mörder. Eine gnadenlose wie halsbrecherische Verfolgungsjagd durchs bayrische Voralpenland nach München beginnt, an deren Ende für Dima alles, was ihm noch geblieben ist, auf dem Spiel steht

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Alex Michaelides
Die stumme Patientin

Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?

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Kristina Ohlsson
Schwesterherz

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …

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S.K. Tremayne
Stiefkind

Rachel hat es endlich gut getroffen. Nach langen Single-Jahren hat sie den Anwalt David Kerthen kennengelernt und zieht mit ihm in sein Herrenhaus auf den Klippen von Cornwall. Mit den besten Absichten, auch für Davids Sohn aus erster Ehe, den 9-jährigen Jamie, eine gute Mutter zu sein. Denn Davids erste Frau kam auf tragische Weise in einer der überfluteten Zinngruben an Cornwalls Küste ums Leben. Doch Jamie verändert sich, scheint von düsteren Visionen geplagt - und platzt schließlich mit einem Satz heraus, den Rachel nicht mehr vergessen kann: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."

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Nicole Neubauer
Moorfeuer

In der Einsamkeit eines alten Moors verbrennt eine Frau wie auf einem Scheiterhaufen, um den Hals trägt sie ein mysteriöses Amulett. Hauptkommissar Waechter und sein Team von der Münchner Mordkommission werden zu dem Fall hinzugezogen und müssen feststellen, dass die bisherigen Indizien mehr als dürftig sind: Eine Brandstelle. Eine Leiche. Hinweise auf Fremdverschulden. Die einzige Spur führt sie schließlich zu einem verfallenen Bauernhaus, aus dem die Tote tags zuvor verschwunden war, und in dem der Geist eines kleinen Mädchens spuken soll. Wer hasste die Frau so sehr, um sie derart grausam zu töten?

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Jo Nesbø
Blood on snow

Olav lebt das einsame Leben eines Killers. Als Killer ist es eben nicht unbedingt leicht, anderen Menschen nahe zu kommen. Doch jetzt hat Olav die Frau seiner Träume getroffen. Zwei Probleme stellen sich. Sie ist die Frau seines Chefs. Und Olav wurde gerade beauftragt, sie zu töten.


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Erik Axl Sund
Schattenschrei
Band 3

Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.

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Jussi Adler Olsen
Verheißung
Band 6

Siebzehn Jahre lang hat Polizeikommissar Christian Habersaat vergeblich versucht, den Tod einer jungen Frau aufzuklären, die kopfüber in einem Baum hängend aufgefunden wurde. Kurz nachdem er Carl Mørck um Hilfe gebeten hat, kommt er auf schockierende Weise ums Leben - und nur wenig später sein Sohn. Die Recherchen des Sonderdezernats Q führen nach Öland, zu einem obskuren »Zentrum zur Transzendentalen Vereinigung von Mensch und Natur«. Carl Mørck und seine Assistenten ahnen nicht, dass sie sich in tödliche Gefahr begeben ...

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Und als Abschluss habe ich einen Krimi gewählt, weil ich keinen Thriller mehr gefundne habe

Joe Fischler
Veilchens Blut
Band 3

Eigentlich ist Valerie "Veilchen" Mauser auf Reha und soll endlich einmal Ruhe geben. Doch da passiert, was sie seit Jahren ersehnt, aber niemals gewagt hätte zu glauben: Ihre Tochter taucht auf, Luna - eine rastabelockte, kiffende kleine Rebellin, die ein Herz für Tiere hat, ansonsten aber ziemlich desinteressiert durch die Welt geht. Und vor allem: die bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt - Veilchen muss ihr dringend helfen.


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Nun bin ich wirklich gespannt, wie viele hier auch Thriller als Lieblingsgenre genommen haben und ob wir Gemeinsamleiten habe oder hier jemand etsetzt aufschreit und es nicht fassen kann, dass mir dieser Thriller nicht gefallen hat ;)

Die Frauen vom Alexanderplatz - Elke Schneefuss

    Die Bildrechthe liegen beim Verlag



    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (13. Januar 2020)
    • ISBN-10: 3453423569
    • ISBN-13: 978-3453423565
    • Genre: Historischer Roman


Heyne Kurzbeschreibung:
Berlin 1918: Das Land ist erschüttert von den Folgen des Ersten Weltkrieges. In Berlin tobt die Novemberrevolution. In diesen Tagen begegnen sich der Matrose Benno und die Schneiderstochter Vera und verlieben sich sofort ineinander. Was Benno nicht ahnt: Seine Jugendliebe Fritzi ist auf der Suche nach ihm und will ihn zurückholen. Auch die Fabrikantentochter Hanna reist in diesen Tagen in die verschneite Hauptstadt und schmiedet Pläne für eine selbstbestimmte Zukunft. Die drei Frauen sind davon überzeugt, dass endlich besser Zeiten vor ihnen liegen und sie sind bereit, alles dafür zu tun, ihre Träume zu verwirklichen.

Meine Bewertung: * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Berlin im Dezember 1918. Der Krieg ist zwar offiziell vorüber, doch in Berlin herrscht noch immer Willkür. Kaiser Wilhelm II. wurde verjagt, die Monarchie ist Geschichte. Die Novemberrevolution spaltet die Menschen. Die politische Lage ist noch immer prekär. Anarchie und Chaos beherrschen die Straßen und jeden Moment kann es zur Eskalation kommen. Die Welt ist in Umbruch  - und genau hier setzt der Roman von Elke Schneefuss an...
 
Zu dieser Zeit lernen wir drei Frauen kennen: Vera, Hanna und Fritzi.
Während Vera in Berlin wohnt und sich um ihre kränkelnden Mutter kümmert, kehrt ihr Bruder Georg aus dem großen Krieg zurück. Er ist jedoch verblendet und will die Niederlage der Monarchie nicht akzeptieren. Georg führt einen Freikorps, die Sozialisten aufspüren. Dabei quartiert er seine Männer in der ehemaligen Schneiderwerkstatt seines verstorbenen Vaters ein, die Vera eigentlich wieder eröffnen wollte. Damit bringt Georg seine Mutter und Schwester in große Gefahr.

Fritzi kommt aus einem kleinen Dorf in Schleswig-Holstein. Sie sucht ihren Verlobten Benno, um ihn von ihrer gemeinsamen Tochter Christel zu erzählen. Er ist nach Kriegsende nicht zurückgekehrt. Sie vermutet ihn bei seinem Cousin Wolfgang. Fritzi will ihn zurückholen und ihn endlich auffordern sie zu heiraten.

Hanna ist die gutbürgerliche Tochter eines Fabrikbesitzers. Sie wurde im Krieg als Hilfskrankenschwester ausgebildet und möchte nun eine richtige Ausbildung als Krankenschwester machen. Doch ihre Mutter möchte sie gut verheiratet wissen. Sie weiß jedoch nicht, dass sich Hanna nichts aus Männern macht und sich in ihre Freundin Cora verliebt hat. Die beiden Frauen planen eine gemeinsame Zukunft.

Der interessante Klappentext und die Frage der Autorin, ob ich gerne ihre Geschichte lesen möchte, hatte mich schnell überzeugt. Das Schicksal dreier Frauen in einer sehr schwierigen Zeit....genau mein Beuteschema. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt und der Roman konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven aus der Sicht von Vera, Fritzi und Hanna erzählt.
Ich wurde mit keiner der drei Frauen wirklich warm. Oftmals fehlte es mir an Emotionen. Jede von ihnen kämpft zwar für ihre Träume, erscheinen dabei manchmal etwas naiv und haben wenig Erfolg. In der Folge wirkt die Geschichte oftmals etwas bedrückend. Das hätte mich weniger gestört, wenn die Handlung nicht nur so dahingeplätschert wäre. So richtig kommt diese nicht in Schwung bzw. trat sie mir zu oft auf der Stelle. Manchmal verirrt sich die Autorin in Nebensächlichkeiten, die eigentlich für den weitern Geschichtsverlauf keine Bedeutung haben. Diese politisch sehr explosive Zeit hätte immens Potenzial, was allerdings nur teilweise erfüllt wurde.

Aber ich will nicht nur meckern. Trotzalledem liest sich die Story angenehm und flüssig. Obwohl es kleine Längen gibt, wollte ich immer wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist detailliert und oftmals dialoglastig. Die Charaktere der drei Frauen sind authentisch und auch lebendig, obwohl ich nicht wirklich mit ihnen mitfühlen konnte. Hingegen kommen die jungen Männer nicht wirklich gut weg ;)

Warum man im Titel von den drei Frauen vom Alexanderplatz spricht, hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Weder wohnen sie dort, noch kennen sich die drei Frauen. Im Endeffekt stehen sich nur einmal Vera und Fritzi gegenüber....sonst kreuzt sich der Weg von Hanna, Vera und Fritz aber nicht.
Das Ende ist etwas kurz geraten und wird mit einem Ehestands- und Handelsregister abgeschlossen, in dem wir Leser Antworten bekommen, wie das Schicksal der Figuren weiter geht.
Ich habe leider das Gefühl, dass mir der Roman nicht wirklich in Erinnerung bleiben wird. Schade!
   
Fazit:
Ein historischer Roman, der in Berlin der Nachkriegszeit spielt und von drei Frauenschicksalen erzählt, die zu dieser Zeit versuchen ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen. Leider fehlte es mir etwas an Spannung und auch die Charaktere blieben mir zu blass.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Neuerscheinungen im März

Hallo meine lieben Bücherwürmer!

Der März ist ja Messemonat und wie ihr wisst, werden wir in diesem Monat immer von Neuerscheinungen überschwemmt. So natürlich auch dieses Jahr.

Ich habe wirklich sehr, sehr viele Bücher gefunden und zeige euch heute wieder einen kleinen Genre-Mix.
Ganz ehrlich? Ich weiß gar nicht, wie viele Bücher noch im März erscheinen werden, aber die Anzahl hier ist bereits leicht unübersichtlich geworden. Wahnsinn, oder?!
Wisst ihr schon was ihr auf eurem Wunschzettel packt?


Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag 

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Meine MUST HAVES für den März


Zuerst freue ich mich auf ein neues Wohlfühlbuch von Anne Barns. In "Kirschkuchen am Meer" begeben wir uns diesmal nach Norderney.

Sehr gespannt bin ich auf Sofia Lundbergs neuen Roman "Ein halbes Herz". Ich habe das Buch angefragt und hoffe, dass es bald bei mir einziehen wird.

Caren Benedicts neuer Roman "Das Grand Hotel" wird sicher bei mir einziehen und darauf freue ich mich schon sehr.

Genauso freue ich mich auf den dritten und abschließenden Teil der Trilogie rund um die weiße Stadt Vitoria von Eva García Sáenz "Die Herren der Zeit"

Eva Völler hat den historischen Roman "Ein Traum vom Glück" geschrieben, bei dem ich bereits die Leseprobe gelesen habe und ich darauf hoffe bei der Lesejury mitlesen zu dürfen

Und der zehnte Band der Sarah Pauli Reihe von Beate Maxian "Der Tote im Fiaker" steht natürlich auch auf meiner Must Read Liste

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Meine MIGHT HAVES für den März
...sind auch nicht gerade wenig!  Puh!

    

"Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarewan hört sich nach einem interessanten Roman an, dessen Klappentext mich neugierg gemacht hat 

Ebenso "The Doll Factory" von  Elizabeth McNeal, von einer mir noch völlig unbekannten Autorin, dessen Inhalt mich ebenfalls fasziniert hat.

"Pandora - Auf den Trümmern von Berlin" ist wieder ein historischer Krimi von Amber & Berg, der in der Nachkriegszeit in Berlin spielt. 

"1965 - der erste Fall für Thomas Engel" von Thomas Christos führt ebenfalls von 1965 zurück in die 1930iger Jahre

Und zum Abschluss endlich ein mir bekannter Autor: Herbert Dutzlers neuer Krimi "Letzter Jodler", der achte Band rund um Inspektor Franz Gasperlmaier
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Ja, der März hat es in sich. Sicherlich werde ich nicht alle Bücher hier lesen, aber einige habe ich definitiv ins Auge gefasst. Wann ich sie lesen werde, steht aber noch in den Sternen.

Und bei euch so?
Wollt ihr bei der Leipziger Messe zuschlagen oder danach? Oder habt ihr sowieso eure eigene Wunschliste?


 

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