Don't you cry - Mary Kubica



    • Broschiert: 384 Seiten
    • Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (12. Juni 2017)
    • Übersetzer: Rainer Nolden
    • ISBN-10: 3959671059
    • ISBN-13: 978-3959671057
    • Originaltitel: Don't you cry
    • Genre: Thriller


Harper Collins Kurzbeschreibung:
Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr.

Meine Bewertung:  *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Puh...was war denn das? Ein-Sterne-Bewertungen habe ich bis jetzt nur bei abgebrochenen Büchern vergeben, aber da ich den Roman bei einer Lovelybooks Leserunde gewonnen habe, habe ich durchgehalten. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich sonst wohl aufgegeben......
Zu den Marketing Kommentaren wie "Verursacht Gänsehaut" (Entertainment Weekly) oder "Nervenaufreibend und außergewöhnlich" (LA Times) kann ich nur den Kopf schütteln! Haben diejenigen auch wirklich dieses Buch gelesen, das noch dazu als Thriller betitelt wird? Das wage ich zu bezweifeln!

Wo soll ich anfangen?
Ich habe mich durch die Seiten gequält! So richtig....danach habe ich begonnen die Handlung mehr oder weniger zu überfliegen, in der Hoffung endlich auf interessante Stellen zu treffen. Leider hat man beim Drüberlesen nicht wirklich viel versäumt, denn die Autorin erzählt furchtbar ausschweifend von völlig belanglosen Dingen. Es gibt Wiederholungen und Wiederholungen......
Ich fragte mich immer wieder: Ein Thriller soll das sein? Dann lese ich ab heute nur mehr Horror, denn da finde ich dann vielleicht noch etwas Gänsehautfeeling!
Dabei klang der Klappentext sehr vielversprechend. Zwei Mädchen, die in einer WG wohnen, von denen eine plötzlich verschwindet, ein mysteriöser Brief und eine Annonce, in der bereits eine neue Mitbewohnerin gesucht wird. Klingt doch interessant....oder?

Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Einmal aus der Sicht von Quinn, die Mitbewohnerin der verschwundenen Studentin Esther und einmal aus der Sicht von Alex, einem Jungen, der sich eigentlich wie ein Stalker benimmt und ein unbekanntes Mädchen beobachtet und verfolgt. Im Endeffekt sind seine Abschnitte unnötig und nur lückenfüllend.
In den Kapiteln um Quinn war es anfangs ein bisschen interessanter, doch die immer wiederkehrenden Wiederholungen brachten auch hier eine unnötige Länge in die Handlung. Die Gedanken von Quinn drehten sich immer wieder im Kreis, dazu gab es ausschweifende und detaillierte Beschreibungen von Dingen, die absolut nichts zur eigentlichen Geschichte beitrugen. Die fehlenden Zusammenhänge der beiden Handlungsstränge verwirrten mehr, als dass dadurch Spannung aufkam.
Auf den letzten 80 Seiten kommt endlich ein bisschen Spannung auf und der Leser erkennt, wie die Handlungsstränge zusammenpassen. Jedoch wusste ich dann auch gleich wer das unbekannte Mädchen sein muss. Somit gab es für mich auch nicht wirklich einen Überraschungseffekt...
Es tut mir leid -  normaler Weise verreiße ich nur selten ein Buch, aber hier kann ich einfach nicht anders.
Warum der Roman "Don't you cry" heißt (auch in der Originalausgabe) kann ich ebenfalls nicht wirklich nachvollziehen....außer, dass er zum Heulen ist!

Schreibstil:
Die Autorin verwendet größtenteils kurze Sätze und trotzdem gelingt es ihr sehr detailverliebt zu erzählen. Ich langweilte mich unendlich und konnte nicht in die Geschichte eintauchen. Die Figuren bleiben an der Oberfläche und ich konnte keine Bezihung zu ihnen aufbauen - sie waren mir nicht einmal besonders sympathisch.
Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, die die Wochentage von Sonntag bis zum darauffolgenden Donnerstagbeschreiben.


Cover:

Das Originalcover links wurde auch ins Deutsche übernommen und ich finde das Cover auch wirklich ansprechend. Der Verlag hat damit eine gute Wahl getroffen. Die französischen, polnischen und portugisischen Cover (von links nach rechts) stehen eindeutig hinter dem Cover mit den zwei farblich unterschiedlichen Augen nach, wobei mir das französiche Cover am allerwenigsten gefällt.


Fazit:
Eigentlich genügt ein Satz: Eine maßlose Enttäuschung!


Vielen Dank an Harper Collins für das Rezensionsexemplar und an Lovelybooks

5 Kommentare:

  1. Huch, Martina! Was hast du denn da erwischt! Das klingt richtig furchtbar. Manchmal greift man halt mal ordentlich daneben ...

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Hi Martina :D

    Na, das klingt wirklich nicht so toll ;/ Ich kenne den Zwang auch, besonders bei Leserunden oder Reziexemplaren, da will man echt unbedingt durchhalten ;/

    Ich hoffe, dein nächstes Buch wird besser und danke für die Warnung! :D

    Liebe Grüße
    Jessi

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  3. Ui, das klingt ja gar nicht toll - mich hatte das Buch ursprünglich nach dem Klappentext auch interessiert, aber nun lasse ich es doch wohl bleiben - ich bin jetzt auch froh, mich nicht bei der Leserunde beworben zu haben :-) Dein nächstes Buch kann dich hoffentlich wieder mehr fesseln :-)

    Liebe Grüße
    Sabine

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  4. Hallo Martina,

    das klingt ja gar nicht gut! Ich habe mit dem Buch auch schon geliebäugelt, nun vergesse ich das mal ganz schnell!
    Danke fürs Durchquälen!

    Liebe Grüße
    Barbara

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  5. Huhu Martina :)

    Das klingt aber gar nicht gut... Dabei finde ich den Klappentext eigentlich ziemlich ansprechend, schade, dass es dich dann doch so enttäuscht hat.

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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