Das Geheimnis des Mahagonibaums - Sabrina Zelezný



    • Taschenbuch: 349 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
    • ISBN-10: 3746630975
    • ISBN-13: 978-3746630977
    • Genre: Familiensaga, Gegenwartsliteratur



atb Kurzbeschreibung:
Für Blanca geht ein Traum in Erfüllung: Sie wird nach Peru reisen, um dort Fotografie zu studieren. Als ihre Großmutter ihr zum Abschied ein Bild der eigenen Mutter schenkt und sie bittet, herauszufinden, wohin Guadalupe in den Wirren des zweiten Weltkriegs verschwand, ahnt Blanca nicht, auf welch tragische Geschichte sie stoßen wird – von Verrat, Hoffnung und einer Liebe, die alles überwindet.


Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Darum geht's:
Blanca erhält ein Stipendium für die Fotografische Akademie in Arequipa, Peru. In dieser Stadt lebte einst ihre Urgoßmutter Guadelupe, die sich in den Deutschen Fotografen Max verliebte und mit ihm nach Deutschland auswanderte. Als der zweite Weltkrieg auszubrechen droht und sich die Lage zuspitzt, beschließen Guadelupe, Max und die kleine Magda nach Peru aufzubrechen. Max und Magda erhalten jedoch keine Ausreisegenehmigung und Guadelupe reist ihnen voraus. Doch dann bricht der Kontakt plötzlich ab und Max hofft verzweifelt auf ein Lebenszeichen. Bevor Blanka nach Südamerika reist, bittet ihre Großmutter Magda sie herauszufinden, was damals mit Guadelupe geschah.....

Meine Meinung:
Blanca liebt die Fotografie und hat eines der begehrten Stipendien an der Fotografischen Akademie in Arequipa erhalten. Voller Vorfreude reist sie in das südamerikanische Land, aus dem ihre Urgroßmutter Guadelupe stammt. Während sie in Arequipa ankommt und sich im Centro Artistico mit Begeisterung der Fotografie und der Stadt widmet, hat sie jedoch im Hinterkopf immer die Bitte ihrer Großmutter. Sie soll herausfinden, warum Guadelupe während des zweiten Weltkrieges verschwunden ist bzw. die Familie kein Lebenszeichen von ihr bekam. Anfangs noch etwas widerwillig, macht sich Blanca auf die Suche nach Spuren ihrer Urgroßmutter, Dabei stellt sie sich manchmal ziemlich naiv an. Mit Hilfe von Emilio, der in der Akademie Francisco, dem Lehrer und Inhaber der Akademie, zur Hand geht, erhält Blanca einige Hinweise. Auch eine Nonne aus dem Kloster Santa Catalina ermöglicht ihr den Einblick in Gudaelupes Tagebuch. 
Diese Tagebucheinträge sind in kursiver Schrift abgebildet und fallen besonders durch die sehr poetische Schreibweise auf. Der Leser bekommt somit immer genauso viele Hinweise, wie Blanka und rätselt mit der jungen Frau mit. Leider habe ich manche Dinge relativ schnell durchschaut, trotzdem bleiben noch immer zahlreiche Geheimnisse zu lüften und es bleibt definitiv bis zum Schluss spannend. Wer hier eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht werden, denn der Fokus liegt hier eindeutig bei der Suche nach der Wahrheit und dem Land Peru.

Die Autorin versteht es mit ihrer sehr bildhaften Beschreibung der farbenprächtigen Stadt Arequipa und dem vorherrschenden einzigartigem Licht, sowie das peruanischen Lebensgefühl wunderbar darzustellen. Man sieht wie durch die Linse einer Kamera und spürt das Besondere dieser Stadt. Interessante Einblicke gibt es auch zum Thema "Fotografie". Jeder, der gerne besondere Momente mit seiner Kamera einfängt, wird seine Freude beim Lesen haben. Sabrina Zelezny lässt aber auch die politischen Probleme nicht aus und erzählt von der Terror-Organisation "Leuchtender Pfad", die im Hochland von Peru Menschen jahrelang wahllos tötete. Dieser Teil der Geschichte Peru's war mir bis dato gänzlich unbekannt.


Durch die jugendliche Hauptprotagonistin ist dieser Roman perfekt für Leserinnen geeignet, die gerne einmal in eine Geschichte reinschnuppern wollen, die ein Familiengeheimnis birgt und keinen historischen Bezug hat. Oder die gerne einmal in eine fremde Welt eintauchen wollen.


Charaktere:
Blanca ist eine etwas naive, aber sympathische junge Frau, die die Fotografie liebt und beherrscht. Peru ist ihr trotz perfekter Spanischkenntnisse und ihren eigenen südamerikanischen Wurzeln jedoch etwas fremd.
Emilio und Francesco bleiben beide etwas geheimnisvoll und bald hat man das Gefühl, dass einer der Beiden oder gar alle Beide, nicht ganz die Wahrheit sagen.
Mit Claire findet Blanca eine Freundin, die sie mit ihrer logischen Denkweise schlussendlich auf die richtige Spur führt.

Schreibstil:
Der sehr flüssige, wunderbar bildhafte Schreibstil ließ mich mit Begeisterung in Südamerika verweilen. Man merkt, dass die Autorin selbst viel Zeit in Peru verbringt und dieses Land zu ihrer zweiten Heimat geworden ist. 

Fazit:
Eine faszinierende Geschichte über ein Famliengeheimnis, die den Leser in die farbenfrohe Welt Peru's entführt. Eindrucksvoll und bildhaft beschrieben, mit einer sympathischen Protagonistin ausgestattet, legt man diesen Roman kaum aus der Hand.



Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar, der Autorin Sabrina Zelezný für die tolle Begleitung  und die Bilder von Peru, sowie Lovelybooks für die Leserunde.
 

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