[Abgebrochen] Als die Sonne im Meer verschwand - Susan Abulhawa



    • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (18. Mai 2015) 
    • ISBN-10: 3453291700
    • ISBN-13: 978-3453291706
    • Originaltitel: The Blue Between Sky And Water 
    • Genre: Roman

Diana Kurzbeschreibung: 
In Amerika aufgewachsen, kennt die Palästinenserin Nur die malerischen Dörfer ihrer Heimat bloß aus den Erzählungen ihres Großvaters. Doch dann trifft sie Jamal, der als Arzt in Gaza arbeitet und sie dorthin einlädt. Zum ersten Mal reist Nur zu ihrer Familie und erlebt, wie eng deren Geschichte mit der Israels und Palästinas verflochten ist. Sie ist überwältigt von den Eindrücken, erfährt aber auch eine bittere Wahrheit über Jamal. Stehen lediglich die strengen Regeln seiner Kultur zwischen ihnen? Nur muss herausfinden, wohin sie und ihre Liebe gehören.

Bewertung: abgebrochen

Meine Meinung:
Ich breche eigentlich sehr selten Bücher ab, aber mit "Als die Sonne im Meer verschwand" quälte ich mich regelrecht durch die ersten 80 Seiten und beschloss diesen Roman nicht weiterzulesen.
Warum?
Der Klappentext hört sich wirklich interessant an und ich erwartete eine Geschichte in der Gegenwart, die mich mit der Hauptprotagonistin Nur nach Palästina führt. Doch Nur kam auf den ersten 80 Seiten gar nicht vor und somit auch der Rest der Inhaltsangabe ebensowenig.  Der Leser lernt Nur's Vorfahren in den Vierziger Jahren kennen. Dadurch, dass die im Klappentext angeführte Protagonistin noch gar nicht vorkam, weiß ich nur, dass sie eine Nachfahrin von den erwähnten Protagnisten auf diesen Seiten ist.

Der Leser lernt zuerst Umm Mamduh, Nazmiyya, Mariam und Mamduh kennen. Umm Mamduh wird von den Menschen im Dorf als Verrückte angesehen, die jedoch bei den Einwohnern von Beit Daras einen hohen Stellenwert hat. In ihrem Körper lebt ein Dschinn, der den Namen Sulayman trägt und ab und zu an die Oberfläche kommt, wobei Umm Manduh Anfälle bekommt und wirres Zeug stammelt bzw. Vorhersagen von sich gibt. Mariam erkennt Auren und hat einen imaginären Freund, Khaled. Er ist der Enkelsohn ihrer Schwester.....tja...und das sind nur einige "Tatsachen" aus dem Roman, die mich einfach nur den Kopf schütteln ließen.
Mich ließen diese ersten 80 Seiten nur verwirrt zurück und ich fragte mich, was diese Geschichten mit dem im Klappentext angegebenen Inahlt zu tun haben. Und ehrlich gesagt, ich will es auch gar nicht mehr wissen, denn die Freude diesen Roman lesen zu wollen, ist mir abhanden gekommen.

Es gibt noch ein Thema, das mich das Buch vorzeitig beenden ließ. Die Darstellung des Konfliktes zwischen Israelis und Palästinenser wurde bereits in dieser kurzen Zeitspanne sehr einseitig dargestellt. Die Autorin stellt hier die Juden eindeutig an den Pranger und gibt ihnen die alleinige Schuld am Konflikt.

Wer einen Roman zu diesem Thema lesen möchte, sollte zu "Ismaels Orangen" *meine Rezi* greifen! Denn die Autorin Claire Hajaj hat sich dem Nahostkonflikt wirklich angenommen und erzählt in ihrem Roman sehr bewegend und absolt wertfrei von beiden Seiten.

Fazit:
Ich konnte mit dem gelesenen 80 Seiten gar nichts anfangen und war ratlos. Außerdem stellt mir die Autorin den Nahostkonflikt zu einseitig dar! Ich kann diesen Roman nicht weiterempfehlen!


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