Tod und tiefer Fall - Elias Haller


 Amazon Kurzbeschreibung: 
Seine Tochter ist tot, seine Frau verschwunden. Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist nicht nur seelisch gebrochen, sondern nach einem Dachsturz auch körperlich entstellt. Den ehemals besten Ermittler der Mordkommission hat man an den Schreibtisch verbannt, beruflich sein Ende. Doch dann erhält er eine Nachricht von seinem toten Partner – von dem Mann, der für den Verlust von Donners Familie verantwortlich ist. Eine gnadenlose Jagd beginnt, bei der ein Verbrechen aus der Vergangenheit tödliche Folgen hat.

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der Autor Nicholas Vega, der normaler Weise phantastische Romane für Kinder, Jugendliche und Erwachsene schreibt, hat sich unter dem Pseudonym Elias Haller an ein neues Genre gewagt: den Thriller. Und ich würde ihm empfehlen diesem auch treu zu bleiben, denn er beherrscht auch diese Sorte "Roman" sehr gut.

Ich durfte wieder im Rahmen einer Leserunde ,it dem Autor bei Lovelybooks mitlesen.
Der Einstieg in dieses Buch verursacht dem Leser gleich jede Menge Gänsehaut. Man wird Zuschauer einer Situation, die wohl für jeden Menschen der absolute Horror ist. Kommisssar Erik Donner steht seinem ehemaligen Kollegen Jeff Balthasar gegenüber, der Rache an ihm nimmt und Donners Tochter vor seinen Augen mit in den Tod reißt. Bei dem Versuch sie zu retten wird er selbst schwer verletzt und trägt seine Narben nicht nur im Gesicht, sondern auch im Herzen.

Ich tat mir anfangs mit den durchwegs unsympathischen Charakteren nicht wirklich leicht. Es beginnt mit unserem Hauptkommissar Donner, der alles andere als ein zugänglicher und netter Zeitgenosse ist. Seit dem Zwischfall mit Jeff Balthasar wird er nur mehr "Monster" gerufen, da er durch den Unfall ziemlich entstellt wurde. Da merkt man auch gleich, dass seine Kollegen Kroll und Liechtenberg alles andere als feinfühlig sind. Einzig die neue Kripobeamtin Kolka fand ich sympathich, die allerdings auch Haare auf den Zähnen hat. Doch diese setzt sie gezielt ein und behauptet sich vorallem gegen ihre männlichen Kollegen.
Donner, seit seinem Unfall an einen Schreibstischjob gefesselt, ist alles andere als amüsiert über sein neues Betätigungsfeld. Bis ihn eine Nachricht des damaligen Täters erreicht, der eigentlich tot ist. In der sms wird ihm unmissverständlich mitgeteilt, dass dieser Rache will. Von nun an kämpft Erik Donner gegen seine Vergangenheit und gegen einen unbekannten Täter, der ein perfides Spiel mit ihm spielt.

Obwohl ich anfangs leichte Schwierigkeiten mit den Personen hatte, ist jeder einzelne Charakter sehr gut beschrieben und ausgefeilt. Alle von ihnen haben ihre Ecken und Kanten und trotzdem werden sie nicht komplett den Krimiklischée gerecht, die vorallem psychisch kaputte Ermittler um sich scharren. Auch wenn Donner in dieses Bild passt, ist er trotzdem anders... Man beginnt erst ganz langsam ihn zu mögen. Und so erging es mir auch mit den meisten anderen Charakteren. Allerdings fand ich den Umgangn zwischen den einzelnen Kollegen etwas zu überspitzt. Schließlich haben sie alle ein und dasselbe Ziel: den Täter zu finden.

Die Story ist sehr temporeich und man fliegt nur so durch die Seiten. Einige überraschende Wendungen und falsche Spuren erhöhen den Spannungsbogen. Am Schluss fügt sich alles perfekt ins Bild und es bleiben keinerlei Fragen offen. Ich würde gerne noch mehr von Donner lesen....

Schreibstil:
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, die Schreibweise eher etwas derb und rasant. Auch die Sätze sind eher kurz, aber verfügen über eine sehr prägnante und plastische Beschreibung. Oft kommt auch eine leichte Ironie durch, die die düstere Stimmung auflockert. Es wird hauptsächlich aus der Perspektive von Erik Donner erzählt.  

Fazit:
Ein Pageturner mit sehr eigenwilligen Charakteren und einer rasanten und vielschichtigen Story. Gerne würde ich noch mehr über Hauptkommissar Donner lesen! Dadurch, dass ich anfangs etwas schwierig in die Geschichte reinkam, ziehe ich einen halben Stern ab


Vielen Dank an den netten Autor, an Lovelybooks und die kleine, aber feine Leserunde!

2 Kommentare:

  1. Klingt interessant und wandert gleich mal auf die Wunschliste. Danke für die Rezi.

    Liebe Grüße
    Sabine

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  2. Hi!

    300 Seiten? Klingt genau nach der richtigen Länge, wenn ich das nächste Mal nach Hause zu meiner Familie nach Anif fahre :). Alleine das Cover jagt einem ja schon einen Schauer über den Rücken, aber fürs sonst eher langweilige Zugfahren ist das genau das Richtige!

    Liebe Grüße
    Maria

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