- Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
- Verlag: Knaur HC; Auflage: EA, (1. September 2014)
- ISBN-10: 3426653478
- ISBN-13: 978-3426653470
- Genre: Roman, Gegenwartsliteratur
Knaur Kurzbeschreibung:
In einer hübschen kleinen deutschen Stadt gibt es ein Museum, das seinesgleichen sucht, so viele seltsame Exponate stehen dort herum und in geheimnisvoller Verbindung zueinander. Carlotta Goldkorn, die nette, überarbeitete Kuratorin, bereitet dort gerade die nächste Ausstellung vor und sitzt zu diesem Zweck dem Stockholmer Literaturprofessor Gösta Johansson gegenüber, der dem Museum ein Gemälde leihen will. Ja, natürlich. Liebe auf den ersten Blick. Und gleich darauf: eine Kettenreaktion aufwühlender Ereignisse mit (nicht gleich erkennbarem) Glückspotential: ein Paar fürs Leben, ein gelüftetes Familiengeheimnis, ein riesiger Kunstfälschungsskandal, ein gerettetes Kind und mehrere Leute, die endlich zu sein wagen, wer sie sind.
Meine Bewertung: * * * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Bei diesem Roman war ich mir nicht sicher, ob er mir gefallen würde, denn die Inhaltsangabe war mir irgendwie zu nichtssagend. Die begeisterten Rezensionen haben das Buch dann doch auf meine Wunschliste gebracht und als ich es in unserer Bücherei sah, wusste ich, jetzt war der richtige Zeitpunkt um dieses Buch zu lesen und zu sehen, ob es mich begeistern kann oder nicht.
Schon auf den ersten Seiten spürte ich, dass ich richtig gewählt hatte! Der wunderschöne Schreibstil verzauberte mich sofort, genauso wie der Handlungsort: ein Museum der etwas anderen Art.
Gegründet wurde es von August Gayette, dem Großonkel von Carlotta Goldkorn, die dort als Kuratorin arbeitet. In diesem Museum findet der Besucher allerlei Kuriositäten, denn August Gayette war ein Sammler aus Leidenschaft und stellt hier seine Besitztümer aus: Skelette und Gerippe, besondere Steine, Musikinstrumente, sowie jede Menge Bilder aus dem 17. Jahrhundert, vorallem vom schwedischen Maler Jasper Johannsson. Neben diesen Sammelstücken findet man genauso Plastikschmuck oder Spielzeugautos und lebensgroße Puppen, die wie Besucher des Museums vor einem Kunststück drappiert sind. Diese Besonderheit macht den Reiz dieses Museums aus.
Carlotta, unsere Hauptprotagonistin, liebt ihren Beruf und die fast familäre Atmosphäre an ihrem außergewöhnlichen Arbeitsplatz. Gemeinsam mit ihrer etwas launischen Chefin Professor Gundrich, ihrer Kusine Susan Gayette, die dort als Restauratorin arbeitet, und ihrer Freundin Emily, die das Museumscafé führt, hält sie das Museum am Laufen. Für die nächsten Monate schwebt ihr eine Sonderausstellung über den schwedischen Künstler Jasper Johannson, der Gayettes Lieblingsmaler war, vor. Sie nimmt Kontakt zum Urenkel des Malers, dem schwedische Professor Gösta Johansson auf, der ihr eines der Gemälde seines Urgroßvaters für die Ausstellung leiht. Als sich die Beiden das erste Mal treffen ist es Liebe auf den ersten Blick. Carlottas Tochter Jule und Göstas Sohn Nils sind davon nicht allzu begeistert und reagieren nicht gerade positiv auf die neue Liebe ihrer Eltern. Aber auch das Bild von Gösta, das über hundert Jahre alt ist, verbirgt ein altes Geheimnis und löst eine Kettenreaktion dramatischer Ereignisse aus.
Obwohl das Museum sehr detailreich beschrieben wird, ist dies keinesfalls trocken und lehrhaft, sondern es fühlt sich an wie ein Spaziergang durch eine andere und auch sehr kuriose Welt. Der Arbeitsplatz Carlottas und ihre Liebe zu all den ausgestellten Exponaten ist genauso lebendig beschrieben, wie die handelnden Personen in dieser wunderbaren Geschichte. Während sich die Liebesgeschichte eher im Hintergrund hält, was mir persönlich sehr gut gefiel, kommen die verschiedenen Charaktere sehr gut zur Geltung. Man spürt die plötzliche Distanz der Tochter zur Mutter, versucht mit Gösta die Probleme seines Sohnes Nils zu erkunden und fiebert mit den beiden Erwachsenen mit, die einem Geheimnis auf der Spur sind.
Besonders gefallen hat mir auch Carlottas Onkel Henri, der sich besonders um den sensiblen Leo kümmert, dem Sohn Emily's.
Neben den größeren und kleineren Problemen der verschiedenen Protagonisten, steht auch der Künstler Jasper Johannson im Vordergrund und der Leser wird des öfteren ins malerische Schweden entführt. Die bildhaften Landschaftsbeschreibungen des skandinavischen Sommers fand ich sehr inspirierend.
Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, mit viel Liebe zum Detail. Obwohl man sehr leicht durch diese Geschichte spaziert, hat sie auch einiges an Tiefgang zu bieten. Die Autorin verbindet hier jede Menge Themen, die sie in einer ungewöhnlichen Kulisse vereint.
Cover:
Das Cover ist wunderschön! Es gleicht einem Setzkasten, in dem man alle Dinge hortet, die einem lieb sind und einem etwas bedeuten. Er stellt für mich den symbolischen Inhalt des Buches dar: Besondere Momente, Bilder, Menschen und Dinge, die einem wichtig sind.
Fazit:
Eine wunderbare Geschichte mit Tiefgang, die berührt und die man genießen sollte. Ein richtiges Wohlfühlbuch, das dem Leser die Liebe zu so ziemlich allen näher bringt und die wichtigsten Momente und Dinge widerspiegelt. Leseempfehlung!
















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