Seebestattung - Natascha Manski


    • Taschenbuch: 352 Seiten
    • Verlag: rororo (27. Februar 2015)
    • ISBN-10: 3499268701
    • ISBN-13: 978-349926870
    • Genre: Krimi 
    • Reihe: ja - 2 Band um Petersen und Spandorff


Rohwolt Kurzbeschreibung: 
Am Wattensteg in Butjadingen machen zwei Abiturienten einen grausigen Fund: Eine Leiche treibt im Wasser, von Fischfraßverletzungen entstellt. Hauptkommissarin Tomma Petersen und ihr eigenwilliger Kollege Ulrich Spandorff können die Identität des Opfers dennoch schnell ermitteln: Nicola Sencker, Marketingleiterin einer Hafengesellschaft. Die Karrierefrau wurde von den Männern begehrt und von den Frauen gehasst. Alles deutet auf eine Beziehungstat hin. Deshalb hält Petersen den anonymen Hinweis, die Firma würde illegal Waffen verschiffen, zunächst für ein Ablenkungsmanöver ...

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Auch diesen Krimi, der in Norddeutschland spielt, durfte ich bei einer Leserunde bei Lovelybooks mit der Autorin Natascha Manski lesen. "Seebestattung" ist bereits der zweite Band um die Ermittler Tomma Petersen und Ulrich Spandorff. Ich kannte das erste Buch "Fanggründe" allerdings nicht, hatte aber trotzdem keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen.

Am Wattensteig in Butjadingen finden zwei Jugendliche durch Zufall eine weibliche Leiche. Tomma und Spandorff werden zur Fundstelle gerufen. Die Identität der Frau ist bald geklärt. Es handelt sich um die attraktive Nicola Sencker, Marketingleiterin bei der Nordenhamer Hafengesellschaft. Bald schon ermittelt die Mordkommision im privaten Umkreis der Toten, bei der Hafengesellschaft und im ansäßigen Yachtclub, wo Nicola Mitglied war. Es wird zunächst von einer Beziehungstat ausgegangen, doch schon bald gibt es mehrere Anhaltspunkte, die in verschiedene Richtungen gehen. Es gibt sogar Anzeichen eines Waffenschmuggels und so wird auch das LKA Hannover miteinbezogen...

Der Einstieg in den Krimi hat mir sehr gut gefallen. Bereits die Leseprobe, die das Auffinden der Toten beschreibt, fand ich vom Schreibstil her sehr flüssig und machte mich neugierig auf die weitere Geschichte.
Die Charaktere sind so beschrieben, dass man auch als Neueinsteiger in den zweiten Band, sich ein sehr gutes Bild der Ermittler machen kann.

Tomma gerät zum Beispiel mit ihrem Aussehen immer wieder in den ungewollten Mittelpunkt, denn ihr Vater ist Japaner. Dadurch fällt sie im nordischen Umkreis immer wieder auf. Ihre Selbstzweifel, die durch ihr anderes Aussehen, den unbekannten Vater und der oftmals in Frage gestellten Kompetenz durch ihr Gegenüber, werden sehr gut beschrieben. Kollege Spandorff bleibt allerdings etwas im Hintergrund und blasser. Im Gegenteil dazu wird die Tote sehr bildlich beschrieben und dürfte ein sehr starker und überzeugender Charakter gewesen sein. Sie spielte mit ihrem Aussehen und Auftreten, sowie ihrem Selbstbewusstein, das ihr schlussendlich das Leben kostete. Chiara wiederum ist eine sehr sympathische Frau, die sich, besonders seit ihre Tochter in den USA ein Auslandsjahr macht, alleine fühlt. Zu ihr fand ich den besten Zugang.

Dieser norddeutsche Krimi punktet mit lokalkolorit und einer durchwegs spannende Handlung. Die Autorin hat jede Menge Überraschungsmomente verpackt und streut viele Fährten aus. Man tappt vollkommen im Dunkeln, obwohl sich eigentlich die Anzahl der möglichen Täter in Grenzen hält. Das Ende birgt eine Überraschung und trotzdem ist die Lösung schlüssig.  

Schreibstil:
Natascha Manski überzeugt mit einem flüssigen und packenden Schreibstil. Die kurzen Kapitel sind mit den betreffenden Wochentagen gekenntzeichnet und werden größtenteils abwechselnd von Tomma oder Spandorff in der 3. Person erzählt. Die Charaktere sind gut gezeichnet und punkten mit Ecken und Kanten. Durch immer wieder überraschende Wendungen in der Handlung und den vielen verschiedenen Fährten, gelingt es der Autorin die Spannung am Ende sogar noch hochzuschrauben, um den Leser eine überraschende, jedoch logische Lösung bieten zu können

Cover:
Durch das maritime Cover erkennt man sofort, dass es sich um einen sogenannten Küstenkrimi handelt. Die dunklen Wolken am Himmel vermitteln eine düstere Stimmung.

Fazit:
Ein Ermittlerkrimi ohne viel Blutvergießen und viel lokalcolorit, der mit vielen verschieden Fährten und Wendungen punkten kann.  Gelungen!


Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag, Lovelybooks und der netten Autorin, die auch einer Österreicherin norddeutsche Gepflogenheiten erklären konnte.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Mit Nutzung der Kommentarfunktion akzeptierst du die Speicherung deiner Daten. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.

 

Martinas Buchwelten Copyright © 2012 Design by Antonia Sundrani Vinte e poucos