Das falsche Kind - Petra Schulz/Dieter Bracht



    • Broschiert: 452 Seiten
    • Verlag: Leinpfad Verlag; Auflage: 1. Aufl. (23. März 2015)
    • ISBN-10: 3942291886
    • ISBN-13: 978-3942291880
    • Genre: Krimi




Leinpfad Verlag Kurzbeschreibung: 
Bennie und Lukas, beide blond und 5 Jahre alt, spielen im Garten einer Villa im Mainzer Rosengartenviertel. Einer ist Asterix, der andere Obelix. Da steht plötzlich Miraculix am Gartenzaun: Idefix ist in Gefahr, und nur Asterix kann ihn retten! Als die Entführer merken, dass sie nicht den Sohn des vermögenden Klaus von Kesselheim entführt haben, setzen sie alles daran, das richtige Kind zu schnappen. Aber wohin mit dem falschen Kind? Der Mainzer KHK Karl Bender ermittelt unter Hochdruck, denn die entführten Kinder sind in höchster Gefahr. Und als dann auch noch das Lösegeld verschwindet und Menschen, die mit dem Fall in Verbindung stehen, auf grausame Weise ermordet werden, sucht Bender nicht nur nach den Kindern und ihren Entführern, sondern auch nach einem Mörder, von dem er nur eines weiß: Er tötet gerne …

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Den Debütroman von Petra Busch und Dieter Bracht durfte ich im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde lesen und ich freue mich sehr, dass ich ein neues interessantes Krimi-Autorenpaar kennenlernen durfte. Der pensionierte Staatsanwalt mit seinem Ermittler Know-how und die Fernsehjournalistin ergänzen sich hier perfekt.
Der Regionalkrimi spielt in Mainz und Umgebung. Hier lebt Kommissar Karl Bender mit seinem geliebten Hund Bommel. Er sammelt Toaster aus den Fünfziger Jahren und durchsucht generell gerne Sperrmüllhaufen, wobei er schon einige tolle Fundstücke aufgespürt hat. Als er im Garten eines Hauses einen alten Toaster erblickt und im Sperrmüll wühlt, wird er vom aufgebrachten Hausbesitzer niedergeschlagen. So erfährt Kommissar Bender, dass sich im Hause von Klaus von Kesselheim gerade ein Drama abspielt. Der fünfjährige Lukas, der Sohn der Kinderfrau, wurde entführt. Die Entführer dürften allerdings die beiden blonden Jungen, die im Garten spielten, verwechselt haben. Statt Benni, den Sohn des reichen Promiarztes Klaus von Kesselheim, haben sie Lukas mitgenommen und forden eine Million Euro Lösegeld. Kommissar Bender übernimmt den Fall gemeinsam mit seinem Team und ahnt schon bald, dass es sich hier um keine Profis zu handeln scheint.

Neben der sehr interessanten und realistisch wirkenden Ermittlungssarbeit stechen in diesem Krimi vorallem die Charaktere hervor. Hauptkommissar Bender ist ein überaus sympathischer Mann, der seine Leidenschaften pflegt. Neben seinen Beruf ist dies die Sammelleidenschaft von alten Gerümpel, das er restauriert, sein Hund Bommel und gutes Essen. Sein junger Kollege Marc Kittel ist ein ehrgeiziger Polizist, der jedoch mit seinem Übereifer meistens mehr Schaden anrichtet, als wieder gut macht. Seine Pannen heitern den Regionalkrimi ungemein auf und als Leser schwankt man zwischen Sympathie und Ärger. Da Kittel sich gerne profilieren möchte, tritt er oft voll ins Fettnäpfchen.
Auch die Umgebung wurde sehr bildhaft beschrieben und zeichnet diesen Regionalkrimi aus. Freunde von Asterix und Obelix kommen ebenfalls auf ihre Kosten, denn die Gallier spielen eine größere Rolle in dieser Geschichte.

Die Kapitel sind mit einem Wochentag und einem Zitat unterteilt (Beispiel: Erster Montag: "Diamanten in einer Gefriertüte, das ist so gruselig"). Der Wochentag gibt den Zeitpunkt seit der Entführung an. Das Zitat wurde aus dem Text genommen. Für mich einmal etwas ganz anderes. Zu Beginn gibt es auch ein Personenregister.
Die Geschichte ist anfangs noch gemächlich und der Leser wird mit den handelnden Charakteren bekannt gemacht. Danach beginnt der Spannungsbogen kontinuierlich anzusteigen. Auch die Thematik der Entführung eines falschen Kindes und die daraus entstehende Problematik samt der Reaktion der Täter sind Themen, auf die hier sehr genau eingegangen werden. Auch wenn man denkt, man hat eine Ahnung wer die Entführer sein könnten, führen überraschende Wendungen den Leser wieder auf neue Spuren und Wege. Die Lösung des Falles ist stimmig und lässt keine Fragen offen.

Den einzigen Mangel, den dieser spannende Krimi aufweist ist die schlechte Bindung des Buches! Man tut sich sehr schwer mit dem Lesen, da man beide Hände braucht um die Seiten ordentlich aufgeklappt halten und flüssig lesen zu können. Obwohl ich sehr heikel auf meine Bücher bin, erkennt man durch dieses Manko mehr als genug Lesespuren.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, die Regionalität kommt nicht zu kurz und trotz der Krimihandlung und dem ansteigenden Spannungsbogen fehlt auch der Humor nicht. Die beiden Autoren ergänzen sich hier perfekt. Für mich ein gelungener Debütkrimi!

Cover:
Auf dem eher düsteren Cover sieht man den Schatten eines laufenden Kindes -  passend zum Inhalt. Für mich assoziiert die Farbgebung des Covers sofort die eines Krimi/Thrillers.

Fazit:
Eine toller Debütkrimi mit regionalem Touch. Charismatische Charaktere, interessantes Thema, gute Ermittlungsarbeit und genau die richtige Prise Humor machen diesen Kriminalroman zu einem eindrucksvollen Erstlingswerk.



Vielen Dank an den Leinpfad Verlag, der Autorin für all die kulinarischen Einblicke und an Lovelybooks für die interessante Leserunde

Mandeljahre - Katrin Tempel


    • Taschenbuch: 448 Seiten
    • Verlag: Piper Taschenbuch (16. Februar 2015)
    • ISBN-10: 3492304974
    • ISBN-13: 978-3492304979
    • Genre: Historischer Roman


Piper Kurzbeschreibung: 
Als Katharina Nicklas die Jugendstilvilla ihrer Familie an der pfälzischen Weinstraße entrümpelt, findet sie im Keller Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter Marie. Die sensible Ehefrau eines gnadenlosen Großunternehmers schreibt darin über den Aufstieg und Fall einer Kaffeeröster-Dynastie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts – und über ihre geheime Liebe zu einem naturverbundenen Mandelbauern ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung: 
"Mandeljahre" von Katrin Tempel entführt uns in die Zeit kurz nach der Jahrhundertwende bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und enthält autobiografischen Grundlagen, was ich besonders interessant fand.Im Prolog und auch am Ende der Geschichte befinden wir uns allerdings in der Gegenwart, im Jahre 2015, und lernen Katharina kennen. Sie hat in Bad Dürkheim eine alte Jugendstilvilla geerbt. Während ihr Ehemann, ein Makler, bereits errechnet, wie viel er für das Haus verlangen kann, findet Katharina alte Fotoalben und Erinnerungsstücke. Die Erbschaft kam für sie total unerwartet, denn diese Seite ihrer Familie ist ihr gänzlich unbekannt. Katharina beginnt nachzuforschen und entdeckt Interessantes......
Ihre Großmutter Marie, geborene von Rabenhorst, ist die Tochter eines verarmten Adelsgeschlechts aus Dresden. Durch die Heirat mit dem aufstrebenden Industriellen Carl Hauser, einem Jugendfreund ihres Bruders Otto, soll sie ihre Familie vom drohenden Ruin retten. Otto wird Geschäftspartner in Carls Drogerie und Marie seine Frau. Sie beugt sich, wie damals üblich, den Wünschen ihres Mannes, während dieser durch die Herstellung eines neuen Ersatzkaffees, den "Quieta Kaffee", zu Reichtum kommt. Carl liebt das Geld und die Macht, doch Marie langweilt sich trotz des Wohlstandes. Auch der sehnlich erwünschte Erbe lässt auf sich warten. Erst als Marie bei einem Spaziergang im Mandelhain den jüdischen Weinkommissionär Jacob trifft, lernt auch sie die Liebe kennen.

Die Figuren wurden meiner Meinung nach treffend und facettenreich beschrieben. Marie ist anfangs eine schüchterne junge Frau, die sich zuerst den Wünschen ihres Vaters und danach denen ihres Ehemannes und Bruders beugt. Doch im Laufe der Jahre entwickelt sie sich zu einer starken Frau, der zwar die Familie über alles geht, die aber auch für sich selbst Vorteile nutzen kann. Sie wirkt dadurch nicht unsympathisch - im Gegenteil - doch sie versucht das Beste aus ihrer Lage zu machen. Sie zeigt wesentlich mehr Rückgrat als ihr Bruder und verurteilt niemand nach Herkunft oder Glauben. Gerade ihren Mitmenschen gegenüber zeigt sie Mitgefühl und durch ihre kluge Art wird sie geschätzt. Carl ist ein Egoist durch und durch, der das gute Leben und den Luxus genießt. Er will immer das Beste und das Neuerste, doch er ist auch ein Tüftler und Erfinder, der immer wieder Neues erschaffen will. Die Liebe kommt bei Carl und Marie zu kurz und so finden beide woanders das, was sie sich nicht geben können.

Die faszinierende Familiengeschichte einer Kaffeedynastie und deren Aufschwung begleitet den Leser über die Zeit von zwei Weltkriegen und jahrelanger französischer Besatzung. Die geschichtlichen Fakten und Ereignisse wurden sehr sorgfältig recherchiert. Bad Dürkheim und die Bewohner, sowie die wunderschöne Landschaft wird sehr bildhaft beschrieben. Auch die Not und die Entbehrungen während der Kriegszeit und der Judenhass während des zweiten Weltkrieges kommen hier nicht zu kurz. In dieser Geschichte wird nichts beschönigt und trotzdem liebt und leidet man Marie mit.

Katrin Tempel hat sich hier mit einem Teil der Familiengeschichte ihres Mannes auseinandergesetzt und sehr viel recherchiert. Dazu fließt noch jede Menge ihrer eigenen Fantasie mit ein und fertig war ein wunderbarer Familienroman, der mich gepackt und großartig unterhalten hat. Im Nachwort erzählt uns die Autorin noch welcher Teil der Geschichte Wahrheit ist und was ihrer eigenen Fantasie entspringt.

Schreibstil:
Der Erzählstil der Autorin ist großartig und hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Flüssig und sehr lebendig beschreibt die Autorin die Landschaft und die geschichtlichen Begebenheiten. Die Charaktere sind sehr lebendig, haben Ecken und Kanten. Keiner davon ist nur schwarz-weiß gezeichnet, sondern hat eben mehr oder weniger gute oder schlechte Seiten.

Cover:
Wunderschön! Frühlingshaft mit den Mandelblüten, angenehme Farben und es macht einfach Lust auf dieses Buch.

Fazit:
Eine großartige Familiengeschichte rund um eine Kaffeedynastie während zwei Weltkriegen. Lebendige Charaktere, packender Erzählstil und hervorragend recherchiert. Ein Buch, das mich gepackt und großartig unterhalten hat! Meine Leseempfehlung!


Vielen Dank an den Piper Verlag, Lovelybooks und die Autorin Katrin Tempel für diese eindrucksvolle Geschichte!

Neuzugänge - Die letzten des Monats

Hallo liebe Bücherwürmer!

So, hier kommt der letzte Neuzugang für April und ab Mai werde ich mich nun dezent zurückhalten, denn so kann das echt nicht weitergehen!!!

Hier nun der Überblick


Lovelybooks Leserunde


"Eine bittersüße Liebe" von Cathy Marie Hake vom christlichen Francke Verlag hat mich angelacht. Nachdem mir das letzte Buch aus dem Verlag sehr gut gefallen hat, freue ich mich auf diese Leserunde

"Das Büro der einsamen Toten" von Britta Bolt - einmal ein Krimi aus den Niederlanden - für mich Neuland. ich bin schon gespannt!

Und zum Schluss noch was Lustiges: "Jetzt oder Nils" von Nikola Hotel

 Gewonnen


Bei der lieben Steffi von Steffis Bücherbloggeria habe ich bei ihrem SUB-ThrillKill Gewinnspiel tatsächlich den letzten Thriller von Andreas Winkelmann "Die Zucht" gewonnen. Jipeee!!

Und direkt bei Frauke Scheunemann ihren neuersten Roman "Ziemlich unverbesserlich" mit einer netten Widmung!    Vielen Dank!

Blogg dein Buch 

Bei Blogg dein Buch hatte ich nach richtig langer Zeit wieder einmal Glück und habe "Isamels Orangen" von Claire Hajaj gewonnen. ich bin schon sehr auf dieses Buch gespannt!

Bloggerportal 


 Und mein MUST HAVE für den April ist durch das Bloggerportal bei mir eingezogen! Das neue Buch von Claire Winter "Die verbotene Zeit". Ich freue mich schon megamäßig darauf!!

Ja, und nun wird gelesen was das Zeug hält!


Die Insel tanzt - Janne Mommsen


    • Broschiert: 272 Seiten
    • Verlag: rororo (27. März 2015)
    • ISBN-10: 3499269015
    • ISBN-13: 978-3499269011
    • Genre: Roman, Liebesroman

Rowohlt Kurzbeschreibung: 
Witwer Jan Clausen, 38, lebt mit seiner Tochter Leevke, 10, auf Föhr. Der Reetdachdecker ist ein typischer Insulaner, der tief in der «friesischen Karibik» verwurzelt ist. Doch irgendwann wird ihm alles zu viel: Die zickige neue Lehrerin seiner Tochter gibt ihm Erziehungstipps – wieso kann sie ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Da eröffnet Sina Hansen, 49, ehemalige Primaballerina am Flensburger Ballett, eine Salsa-Tanzschule auf ihrer Heimatinsel. Jan lässt sich von seiner Tochter zu einem Kurs überreden: Er hat Talent! Und wie! Sina will ihren besten Schüler auf einen Salsa-Wettbewerb der nordfriesischen Inseln schicken. Und zwar ausgerechnet mit wem?

Meine Bewertung: erfrischende * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Letztes Jahr habe ich Janne Mommsens Roman "Friesensommer" gelesen, der mich ganz wunderbar unterhalten hat und bereits etwas Nordsee-Insel-Flair nach Österreich gebracht hat ;)

Mit "Die Insel tanzt" ist dies dem Autor wiederum gelungen. Bereits zu Beginn der Geschichte erklärt Janne Mommsen uns Unwissenden die verschiedenen Winde und Windstärken. Denn unser Hauptprotagonist Jan Clausens hat den Winden und Wasserständen friesische Namen gegeben, um seiner Tochter Leevke die Angst vor den Sturmfluten zu nehmen. Aber auch Leevke sorgt sich um ihren Vater, der seit dem Tod ihrer Mutter mit ihr alleine lebt. Sie findet, dass er sich wieder eine neue Frau suchen sollte. Doch die Damen auf Föhr kennt Jan bereits, bis es zwei "Neuzugänge" auf der Insel gibt: Gesche Grigoleit, die neue Lehrerin, und Sina Hansen, ehemalige Balletttänzerin, die in ihrer alten Heimat eine Tanzschule aufmachen möchte. Doch mit Leevkes Lehrerin gerät er bereits am Elternabend in einen Streit und Sina ist zehn  Jahre älter als er. Um seine Tochter auf andere Gedanken zu bringen und seinem Leben doch wieder etwas mehr Schwung zu geben, meldet er Leevke in der Ballettschule und sich selbst zum Salsakurs an. Bald schon schwingt die ganze Insel die Hüften im Salsatakt....

Janne Mommsen bringt uns, wie kein anderer, das Flair von Föhr näher. Ich sah reetgedeckte Häuser, die endlose und weite Landschaft, Leuchttürme und Strandkörbe vor mir, hörte den Wind brausen und hätte am liebsten gleich die Koffer gepackt. In seinen bildhaften Beschreibungen erkennt man seine Liebe zur Nordseeinsel.
Die Geschichte wird in der dritten Person, aber kapitelweise abwechselnd aus der Sicht von Jan und Sina erzählt. Jan, der wirklich ein sehr liebevoller Vater ist und sich Sorgen um seine Tochter macht, ist überrascht, wie viel Freude ihm das Tanzen bereitet. Nach und nach lernt der Leser die Inselbewohner besser kennen und diese klar vor Augen. Die Charakterbeschreibungen sind äußert gelungen. Besonders die anfängliche Skepsis gegenüber der  Tanzschule, den karibischen Klängen und Bewegungen. Doch bald schon beginnen die Föhrer, die zuerst mit Salsa so gar nichts anfangen konnten, in den Tanzkurs zu strömen. Hier hat der Autor einige amüsante Geschichten eingestreut, die Lacher garantieren. Auch die teilweise schrulligen Inselcharaktere fand ich hervorragend ausgearbeitet. Die Tanzszenen gefielen mir im Roman sehr gut, jedoch muss ich leider sagen, dass mir  "Friesensommer" weit besser gefallen hat. In "Die Insel tanzt" hätten mehr Seiten rund um diese wunderbare Rahmenhandlung und etwas mehr Tiefgang der Geschichte gut getan.

Schreibstil:
Janne Mommens Schreibstil ist sehr locker, humorvoll und vorallem sehr bildhaft. Kein anderer kann Föhr so stimmungsvoll beschreiben. Man erkennt die Liebe zu dieser Insel in jeder Zeile. Auch die typischen Inselbewohner in ihrer schrulligen Art werden wunderbar beschrieben.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Nordseeroman für kurzweilige Lesestunden. Leicht-locker und etwas "Let's dance" für zwischendurch. Wer gerne  Urlaubsfeeling genießen und karibische Salsa-Rhytmen im Ohr haben möchte, sollte zu diesem amüsanten Wohlfühlbuch greifen.



Vielen Dank an den Rowohlt Verlag, Lovelybooks und vorallem an Autor Janne Mommsen für die wieder sehr unterhaltsame Leserunde!

Dunkler Donnerstag - Nicci French


    • Broschiert: 448 Seiten
    • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (27. Oktober 2014)
    • ISBN-10: 3570101657
    • ISBN-13: 978-3570101650
    • Originaltitel: Thursday's Children
    • Genre: Krimi, Thriller 
    • Reihe: ja . 4. Band



Bertelsmann Kurzbeschreibung: 
Als Frieda Klein unerwarteten Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die sie um psychotherapeutische Hilfe für ihre Tochter bittet, ahnt sie nicht, worauf sie sich da einlässt ... Die Fünfzehnjährige ist verstockt und magersüchtig. Und bald stößt Frieda auf den Grund: Becky wurde eines Nachts in ihrem Zimmer von einem Unbekannten vergewaltigt. In Frieda reißt die Geschichte alte Wunden auf. Sie beschließt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen … Ein packender Thriller, bei dem man Frieda durch London begleitet und auf falschen Spuren in ihre Heimatstadt Braxton, wo alle ihr bald mit wachsendem Misstrauen begegnen ...

Meine Bewertung: schwache * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:

**** Die Bücher dieser Reihe sollten in der richtigen Reihenfolge gelesen werden!****

Der vierte Band der Reihe rund um Frieda Klein wird als "ihr persönlichster" beworben. Tatsache ist, dass in dieser Geschichte ein großes Augenmerk auf die Vergangenheit unserer Hauptprotagonistin gelegt wird. Die Psychoanalytikerin erhält plötzlich Besuch ihrer ehemaligen Schulkollegin Maddi, die sie verzeifelt um Hilfe bittet. Frieda soll mit Maddis Tochter sprechen, die sich plötzlich vollkommen von der Außenwelt abschottet und unter Magersucht leidet. Als sich Frieda der 15-jährigen Becky annimmt, wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Becky wurde wie sie vor 23 Jahren von einem Unbekannten im eigenen Haus vergewaltigt. Niemand glaubte Frieda damals und Becky ergeht es heute genauso. Doch der Satz, den der Vergwaltiger den beiden Frauen ins Ohr geflüstert hat, werden sie nie vergessen: "Komm gar nicht erst auf die Idee, es jemandem zu erzählen, Süsse. Kein Mensch wird dir glauben."

In diesem vierten Teil ermittelt Frieda Klein auf eigene Faust, denn in "Dunkler Donnerstag" holt sie die Vergangenheit ein und dieser will sie sich auch stellen. Sie reist zurück in ihr Heimatdorf Brixton. Dort wird sie nicht nur mit ihrem ehemaligen Leben konfrontiert, sondern auch mit ihrer kalten und herzlosen Mutter, die schwer erkrankt ist. Als Leser der Reihe erfährt man hier einiges an Neuigkeiten rund um Frieda's Leben vor London. Auch damals war sie schon anders als die Anderen und bei ihrer Rückkehr wird sie in ihrem ehemaligen Heimatort nicht nur mit Wohlwollen begrüßt. Denn hinter der freundlich, vorgetäuschten Kleinstadtfassade verbirgt sich ein Vergewaltiger, der bereits seit Jahren das gleich morbide Spiel spielt Außerdem wird Frieda immer mehr klar, dass Dean Reeve immer noch ihr Leben verfolgt.

Leider muss ich sagen, dass mir die verschrobene Frieda in diesem Band nicht mehr so sympathisch war wie in der Vorgängerbänden. Eine Handlung ihrerseits konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Da ich hier nicht spoilern möchte, kann ich auch nicht weiter darauf eingehen. Außerdem empfand ich Frieda in diesem vierten Band als ziemlich egoistisch. Neben dem aktuellen Fall kommt natürlich auch Friedas Privatleben nicht zu kurz und man trifft viele alte Bekannte der früheren Bände wieder.
Die Charaktere der Menschen aus der Kleinstadt Braxton sind teilweise sehr gut dargestellt und meist undurchschaubar. Als Leser tendiert man zwar zu einigen Spekulationen, wer hinter den Vergewaltigungen stecken mag, wird aber sehr bald durch unvorhersehbare Wendungen auf eine neue Fährte geschickt.

Das Autorenehepaar Nicci Gerard und Sean French versteht es wieder vortrefflich den Leser in die Irre zu führen. Die ausdrucksstarke Schreibsweise und die extravagante Protagonistin relativieren die kleinen Längen und die teilweise sehr detaillierten Beschreibungen. Obwohl am Cover der deutschen Ausgabe Thriller steht empfinde ich diese Reihe eher als typisch englische Krimis.


Cover:

Das Setting ist auf beiden Covern sehr ähnlich, die verwendeten Schriftarten sind ident. Das Cover der englischsprachigen Bücher gefällt mir eigentlich besser, als das deutsche Cover, jedoch liegt Braxton nicht am Meer.

Fazit:
Ein weiterer Brit-Krimi rund um die Psychoanalytikerin Frieda Klein. "Dunkler Donnerstag" unterscheidet sich durch den persönlichen Bezug des Falles und der Ermittlung auf eigene Faust von den Vorgängerbänden. Ich warte schon auf Band 5.
 

Neuheiten im Mai


Hallo liebe Bücherwürmer!


Oh nein....habt ihr die Neuerscheinungen für den Mai schon gesehen????????? Ich habe hier eine ellenlange Liste mit tollen Büchern und die will ich euch natürlich nicht entgehen lassen! Schließlich soll nicht nur ich die Qual der Wahl haben ;)

Hier sind einmal die Bücher, die mir so aufgefallen sind...und es sind nicht wenige:



Das sind meine MUST HAVES:

 

Die Bücher von Astrid Fritz gefallen mir sehr gut und dieses hier spielt noch dazu in Rothenburg ob der Tauber. UIch war im Februar dort und finde dieses romantische Städtchen sooo schön!

Natürlich muss auch der neue Roman von Lori Nelson Spielman ins mein Bücherregal einziehen.

Und das dritte Buch ist mir durch den Klappentext aufgefallen. ich liebe Geschichten wie diese!!!

Und diese meine MIGHT HAVES:

 

Mal sehen, ob eines dieser vier Bücher auch einziehen wird? Marc Levy und Adriana Popescu lese ich ja sehr gerne..... 
Und habt ihr auch eure Favoriten gefunden?


Die letzten Tage der Rabbit Hayes - Anna McPartlin


    • Taschenbuch: 464 Seiten
    • Verlag: rororo; Auflage: 2 (20. März 2015)
    • ISBN-10: 3499269228
    • ISBN-13: 978-3499269226
    • Originaltitel: The last days of Rabbit Hayes
    • Genre: Roman



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Bei diesem wunderbaren Buch tu ich mir mächtig schwer mit meiner Rezension! Am liebsten würde ich hier einfach nur sagen: Kauft und liest es selbst! Es ist einfach toll!!!

Ich hatte das große Glück bei der zweiten Verlosung des Romans bei Lovelybooks (der Verlag hat nochmal Exemplare zur Verfügung gestellt) das Buch samt einem Zweitexemplar zu gewinnen. Wie liebevoll es verpackt wurde und die Lesezeichen, die beigelegt wurden, habe ich euch schon in meiner letzten Neuzugänge-Post gezeigt. Eigentlich hätte ich vorher ein anderes Buch lesen sollen, aber ich wollte sofort mit dem Lesen beginnen und habe kurz reingeschnuppert. Dabei blieb es aber nicht.....

Rabbit Hayes, die mit richtigen Vornamen Mia heißt, aber schon seit ihrer Kindheit "Rabbit" genannt wird, hat Brustkrebs im Endstadion. Zu Beginn des Buches checkt sie gerade ins Hospiz ein. Ihr bleiben nur mehr wenige Tage und diese wird sie gemeinsam mit ihrer Familie verbringen, die kaum von ihrer Seite weicht. Und genau diese Personen, die sich hier um Rabbit scharen, machen den Charakter dieses Buches aus, denn sie sind die großen Highlights.
Diese Menschen, die Rabbit bis jetzt das Wichtigste waren und sie auf dem letzten Weg begleiten, sind überaus real und menschlich. Sie haben Stärken und Schwächen, sie leiden, sie kämpfen und fluchen....jeder von ihnen führt seinen eigenen inneren Kampf aus - gegen den Krebs und gegen den Verlust. Denn Rabbit wird sterben. Das ist schon zu Beginn des Buches klar und man weiß, worauf man sich hier einlässt. Doch diese Geschichte verbirgt so viel mehr als die zu erwartende Traurigkeit. Der oft schwarze Humor und die auflockernden Stellen nehmen dem Roman das Negative, das Depressive. Man leidet hier zwar mit und viele hatten bei der Leserunde einen erhöhten Taschentuchverbrauch...den hatte ich nicht, aber ich habe im wahren Leben selbst schon dreimal so ein Schicksal miterlebt. Trotzdem musste ich das Buch zweimal unterbrechen, um kurze Zeit später meine Nase doch wieder zwischen die Seiten zu stecken.

Außer Rabbit selbst, die unheimlich stark ist und sich vorallem Sorgen um ihre 12-jährige Tochter Juliet macht, lernt der Leser die Eltern, Molly und Jack, Rabbits Bruder Davey und Schwester Grace samt Familie, sowie ihre beste Freundin Marjorie und Rabbits große Liebe Johnny kennen. Jeder Einzelne spielt  eine große Rolle, denn wir erfahren hier nicht nur mehr über Rabbits Leben, sondern auch über dass ihrer Familie und den engen Zusammenhalt.
Molly, ihre Mutter ist eine sehr starke Persönlichkeit, auf die sich auch Jack verlässt und der hofft, seine Frau würde eine Lösung oder ein Wunderheilmittel finden, um Rabbit vor dem Tod zu bewahren. Grace, ihre Schwester, selbst Mutter von drei Jungen, verheiratet mit Lenny, ist Rabbit ebenso eine große Stütze, wie Molly. Davey, ihr großer Bruder, mit dem sie den Großteil ihrer Kindheit verbracht hat, genauso wie mit seiner Garagenband, die später vorallem durch Leadsänger Johnny eine noch größerer Bedeutung für Rabbit hatte. Davey lebte die letzten Jahre in den USA und ist Junggeselle. Trotzdem hat er eine besonders gute Beziehung zu Juliet. Und Marjorie, die quirlige Freundin von Rabbit, die sich ein Leben ohne ihrer besten Freundin gar nicht ausmalen kann. All diese Charaktere sind sehr verschieden und doch so liebenswürdig, dass man unwillkürlich alle ins Herz schließt und mit ihnen hofft, bangt und leidet.

Rabbits letzte Tage werden zwar chronologisch erzählt, trotzdem gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit und Erinnerungen an Rabbits Kindheit und Jugend. Hier spielt durch Davey, Johnny und die Band auch Musik eine große Rolle. Da ich Musik liebe, finde ich einen musikalischen Aspekt in einem Buch immer wieder großartig. Auch der Humor, der trotz des traurigen Themas immer wieder durchklingt, diese Anteilnahme aller und der Zusammenhalt, gibt auch dem Leser Kraft und Stärke. Das und der wunderbare Schreibstil macht diesen Roman so außergewöhnlich. Er berichtet von Hoffnung, Angst, Leid, Stärke, Mut und dem Schicksal, das manchen von uns ziemlich grausam mitspielen kann. Und vom schwierigen Thema des Abschied nehmens....
 
Schreibstil:
Anna McPartlin berührt mit ihrem wunderbaren Schreibstil und den toll ausgearbeiteten Charakteren. Obwohl ich Pausen einlegen musste, wollte ich trotzdem irgendwie immer gleich weiterlesen und lebte, lachte und weinte mit all den liebenswerten Menschen in diesem Buch einfach mit. Die Autorin schafft den schwierigen Spagat eine traurige Geschichte so zu verpacken, dass sie einerseits die Leser durch die humorigen Passagen nicht hinunterzieht, sondern man sich wünscht, mit genau so einer wunderbaren Familie und Freunden seine letzten Tage verbringen zu können. Man bleibt nachdenklich zurück und wird sich an dieses wunderbare Buch auf jeden Fall noch lange erinnern.

Cover:


Oben könnt ihr die englischsprachigen Cover sehen. Mir gefallen beide gut.
Das deutsche Cover finde ich auch sehr schön, wobei diese Art der Covergestaltung nun immer mehr in Mode zu kommen scheint (wie auch die Scherenschnitte). Allerdings haben alle drei nicht wirklich einen Bezug zur Geschichte......letzteres mit den Herbstblättern vielleicht noch am ehesten.

Ich habe festgestellt, dass durch den großen Erfolg nun ältere Bücher der Autorin neu aufgelegt werden und ähnliche Cover erhalten werden wie unser Buch ganz oben. Dabei habe ich herausgefunden, dass ich ein Buch mit altem Cover der Autorin noch auf meinen Uralt-SuB habe!!! Das werde ich sicherlich sehr bald lesen!!!
Hier könnt ihr gleich den Vergleich sehen:


Links "mein" Buch aus dem Jahre 2007 und rechts die Neuauflage, die am 30. Mai 2015 erscheinen wird.

Fazit:
Eine Geschichte, die den Leser auf eine sehr emotionale Reise mitnimmt, denn man erlebt hier eine Achterbahn der Gefühle. Ein Roman, der einem im Gedächtnis bleiben wird und besonders durch die wunderbare Schreibweise der Autorin punktet. Sie hat dieses schwierige Thema großartig umgesetzt und ein Buch geschrieben, das mit gutem Recht 5 wunderbare Sterne verdient! Lesempfehlung!




Vielen Dank an den Rowohlt Verlag und Lovelybooks für diese einmalige Geschichte!


An einem Tag im November - Petra Hammesfahr


    • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
    • Verlag: Diana Verlag (1. September 2014)
    • ISBN-10: 3453291557
    • ISBN-13: 978-3453291553
    • Genre: Kriminalroman


Diana Kurzbeschreibung: 
An einem Nachmittag im November verschwindet die fünfjährige Emilie Brenner. Spurlos, denn obwohl die Nachbarn sie noch mit ihrem neuen Fahrrad sahen, scheint sie wenig später wie vom Erdboden verschluckt. Ein Albtraum für die Eltern, die eine Vermisstenanzeige allerdings viel zu spät aufgeben, und auch für Kommissar Klinkhammer, der aus bitterer Erfahrung weiß, dass bei verschwundenen Kindern jede Minute zählt. Noch ahnt er nicht, dass seit Monaten in der Nachbarschaft Dinge geschehen, die an jenem Tag im November unweigerlich zur Katastrophe führen.

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
"An einem Tag im November" konnte mich im Vergleich zu meinem ersten gelesenen Roman der Autorin "Der Frauenjäger" (Rezi hier) wirklich positiv überraschen.

In diesem Kriminalroman geht es um einen Vermisstenfall. Die kleine Emilie Brenner verschwindet an einem regnerischen und grauen Tag im November spurlos. Während ihre schwangere und vollkommen erschöpfte Mutter Anna Brenner im Wohnzimmer eingeschlafen ist, holt Emilie ihr neues Fahrrad heraus, um in der Wohnsiedlung  herumzufahren. Doch aus dem kleinen Fahrradausflug wird einer ohne Wiederkehr. Emilie gilt als vermisst - ein Albtraum für alle Eltern.

Schon der Prolog entführte mich in eine unglaubliche Geschichte, die einem nach Luft schnappen lässt und man sofort wissen möchte, wie es weitergeht. Doch danach lässt uns die Autorin in verschiedene Erzählsträngen an den Ermittlungen, sowie an den Monaten vor dem Verschwinden von Emilie, teilhaben. Während die Ermittlungsarbeiten unter Kommissar Arno Klinkhammer kaum voranschreiten, lernt der Leser die Bewohner der vermeintlich idyllischen Gartensiedlung, in der die Brenners wohnen, näher kennen. Doch auch dessen Verwandtschaft, die ehemalige Chefin von Anna und die Angestellten aus Lukas Brenners Fitnessstudio. Bei diesen vielen Figuren ist das anfangs angeführte Personenregister teilweise unablässig!

Autorin Petra Hammesfahr beweist hier großes Geschick, denn um all die vielen Personen, Handlungen und letztendlich die Geschichte zu einem zufriedenen und logischen Ende zu bringen, bedarf es wahrlich der Kunst des Schreibens!
Hier geht es um viele Themen: Überforderung, Mobbing, Erpressung und vorallem um das kleinbürgerliche Spießbürgertum, um Rassismus und Geheimnisse. Sieht man etwas genauer hinter die wunderschönen Fassaden, findet man jede Menge Grausamkeiten und Lieblosigkeit. Sei es der Nachbarjunge, der in der Schule gemobbt wird und dessen Eltern sein Leiden nicht mal bemerken oder die drei Mädchen, die ihre Schulkameraden bestehlen und prügeln, der etwas anderes Sohn von Anna Brenners Chefin, der junge Mädchen bedrängt und der prügelnde Ehemann.....alle scheinen ihre Päckchen zu schleppen und nichts ist so, wie es scheint. An manchen Stellen erinnert der Roman teilweise an eine Sozialstudie und die typischen Klischees kommen auch nicht zu kurz. Trotzdem bleibt die Krimihandlung spannend und alle beschriebenen Personen könnten als Täter in Frage kommen.
Die Charaktere werden sehr glaubhaft beschrieben und ich bin mir sicher, dass wir alle einen oder mehrere ähnliche Charaktere, die hier dargestellt werden, kennen. 

Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr detailreich und die vorkommenden Personen sind anfangs nicht ganz zu überblicken. Das Personenregister zu Beginn hilft hier ungemein und der flüssige Schreibstil ebenso. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten ist man sehr schnell in der Kriminalgeschichte gefangen und fragt sich, was sich hinter all den Abgründen verbirgt. Dies hat die Autorin meisterhaft gelöst, genauso wie die vielen roten Fäden, die sich zum Ende hin wunderbar zu einem Ganzen verbinden.

Cover:
Das Cover ist perfekt gewählt. Das pinke Fahrrad der kleinen Emilie, das der eigentliche Auslöser und der Beginn einer tragischen Geschichte wird. Auch die düstere und graue Stimmung im November zeigt sich auf dem Titelbild.

Fazit:
Ein spannender Kriminalroman mit einem überraschenden Ende, der anfangs durch die vielen Personen und Erzählstränge etwas verwirren kann. Obwohl hier einige Klischees bedient wurden, fesselte mich die Handlung und ließ mich durch das Buch nur so fliegen.Wegen der angesprochenen negativen Punkte (viele Erzählstränge und Personen, Klischees...) sind es vier statt fünf Sterne geworden - sonst TOP!


 

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