- Taschenbuch: 384 Seiten
- Verlag: rororo (1. März 2014)
- Originaltitel: The money kill
- ISBN-10: 3499267217
- ISBN-13: 978-3499267215
- Genre: Thriller
Amazon Kurzbeschreibung:
Er weiß, was du am meisten liebst. Und er will es dir nehmen. Ein ungewöhnlich hohes Honorar, ein anonymer Auftraggeber, eine Reise nach Europa: Ihr neuer Fall führt Ex-Polizistin Karin Schaeffer und Ehemann Mac nach London, auf die Fährte eines Geldwäscheskandals. Während die beiden ermitteln, reisen ihre Kinder mit Kollegin Mary nach Sardinien. Doch als die Eltern nachkommen, fehlt von den dreien jede Spur. Der geplante Familienurlaub wird zum Albtraum. Und je mehr Tage verstreichen, desto größer wird Karins Angst, das zu verlieren, was sie am meisten liebt.
Meine Bewertung: * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Buch zur Einmal um die Welt Challenge
Buch zur Chaos Challenge 2014
Meine Meinung:
Vor meiner Blogger Zeit habe ich einige Thriller von Kate Pepper gelesen und sie geliebt. Sie waren spannend und mir gefiel auch der Schreibstil. Dann habe ich einige Jahre kein Buch der Autorin mehr gelesen und verwundert all die schlechten Bewertungen ihrer Bücher (auch einiger älteren) gelesen und konnte es nicht verstehen. Nun...nach einer langen Pause habe ich mir den neuersten Thriller der Autorin aus der Bücherei mitgenommen und muss nun leider sagen, dass ich auf jeden Fall einmal die eher lauen Bewertungen zu diesem Buch verstehen kann.
Dabei beginnt die Geschichte spannend, wie auch schon ihre älteren Romane. Privatdetektiv Mac MacLeary lässt sich überreden einen weiteren langweiligen Auftrag anzunehmen: Observierung eines vermeintlichen Ehebrechers. Ein Fall wie schon so viele andere und seiner Meinung nach sterbenslangweilig, auch wenn es sich um den schwerreichen Geschäftsmann Godfrey Millerhausen handelt, dessen zweite Frau die Scheidung einreichen will.
Da erhält er einen gut dotieren, aber eher dubiosen Auftrag eines anonymen Auftraggebers, der ihn nach London führt. Es geht um Geldwäsche. Gleichzeitigg macht ihm die Agentur, die ihm diesen lukrativen Job anbietet, den Vorschlag doch mit einem Ehepaar auf Sardinien die Wohnung zu tauschen und einen Urlaub in Europa dranzuhängen. Obwohl Mac und seine Frau, die Expolizistin Karin, Zweifel hegen, wollen sie gemeinsam mit Mac's Assistentin und Freundin der Familie, Mary und ihren Sohn Fremont, genannt Free, nach Sardinien fliegen und am Strandhaus die Sorgen vergessen. Während Mary mit den Kindern Dathi, Ben und Fremont vorausfliegen, nehmen Mac und Karin das Flugzeug nach London. Und das italienische Ehepaar Mario und Maria Rossi sind im Anflug nach New York.
Als Karin und Mac in Sardinien ankommen fehlt jedoch jede Spur von Mary und den Kindern und die hiesige Polizei scheint zwar das modernste Polizeirevier weit und breit zu haben, aber die Ermittlungen sind umso zäher. Bald sehen die beiden einen Zusammenhang zum Beschattungsfall in New York, denn Millerhausens erste Frau und deren Tochter leben seit einigen Jahren auf der italienischen Insel.
Denkt man sich schon beim Durchlesen des Klappentextes, dass hier einige sehr unwahrscheinliche Komponenten zusammenfallen, wird es beim Lesen dann leider umso schlimmer. Mac fliegt alleine zurück nach New York und will mit seinem Freund Billy Nachforschungen anstellen. Er lässt seine Frau alleine im fremden Land und ohne Sprachkenntnisse, ohne echte Hilfe seitens der Polizei. In New York geht er zwar zuerst zu seiner Wohnung, doch er läutet an, obwohl er ja einen Schlüssel haben muss. Danach geht er (!) und übernachtet bei einer Freundin und Arbeitskollegin.
Karin hingegen macht sich auf in den Norden von Sardinien mit einem Auto, das laufend Mängel aufweist und wo Kupplung und Bremse ausfallen. Dabei jagt sie über steile Klippen und enge Straßen.....
Zweimal beschrieb die Autorin immer wieder Flut und Ebbe auf der Mittelmeerinsel und die Gefahren, die damit verbunden sind. Wer jemals im Süden Urlaub gemacht hat, weiß dass die Gezeiten dort kaum oder gar nicht bemerkbar sind.
Laut Wikipedia (ich lebe ja in einem Binnenland, aber durch unzählige Urlaube in Griechenland, Spanien und Kroatien kam mir das sehr komisch vor und fiel sogar mir auf!) heißt es:
"Das Mittelmeer ist durch die Strasse von Gibraltar weitestgehend vom Gezeitengeschehen des Atlantiks abgekoppelt."
Somit dürfte die Autorin entweder noch nie dort gewesen sein und/oder sie hat schlecht recherchiert. So etwas geht eigentlich gar nicht!
Durch diese Mängel und den eher unwahrscheinlichen Begebenheiten hinterlässt die Geschichte, die sonst eigentlich sehr flüssig und angenehm zu lesen ist, leider einen negativen Eindruck.
Fazit:
Schade, dass die Autorin scheinbar nach ihren guten ersten Romanen kein wirklich gutes Buch mehr zustande bringt. Als Leser erwartet man doch, dass wenigstens richtig recherchiert wurde, wenn der Roman mal nicht in der Heimat spielt. Ob ich noch die nächsten Thriller der Autorin lesen werde, kann ich noch nicht sagen.
















Hallo Martina,
AntwortenLöschenmir geht es mit Kate Pepper und ihren Thrillern genauso wie dir. Früher fand ich sie toll, nun hab ich sie von meiner Wunschliste gestrichen. Schade...
Liebe Grüße von
Sabine