Das Nebelhaus - Eric Berg


    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag; Auflage: 5. Auflage. (4. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3809026158
    • ISBN-13: 978-3809026150
    • Genre: Krimi

Amazon Kurzbeschreibung:
Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur, und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Meine Bewertung: * * * *

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Meine Meinung:
Der deutsche Autor Eric Walz, der hier unter dem Pseudonym Eric Berg, seinen ersten Krimi verfasst hat, schreibt normalerweise historische Romane.
Der Krimi spielt auf zwei Zeitebenen und wird auch in zwei Handlungssträngen erzählt. Jener in der Gegenwart wird aus der Sicht der Journalistin Doro Kagel in der Ich-Form erzählt. Sie recherchiert gerade über die "Mordnacht in Hiddensee".
Im zweiten Handlungsstrang, der vor zwei Jahren in der Vergangenheit spielt, lernen wir die das Ehepaar Philipp und Vev und ihre Tochter Clarissa kennen, die auf der Insel Hiddensee im sogenannten "Nebelhaus" wohnen. Philipp, ein anerkannter Architekt, hat sich dort sein Traumhaus erschaffen. Früher war er linker Aktivist und hat für ein Wochenende seine Freunde aus der damaligen Zeit in sein Haus eingeladen.  Doch Leonie, Timo und Yasmin sind weder beeindruckt von seinem Geld, noch scheinen die Vier noch irgendetwas gemeinsam zu haben. Leonie, Kindergärtnerin, die erst vor kurzem gekündigt wurde und an starken Stimmungsschwankungen leidet; Timo, der erfolglose Autor und Yasmin, die noch immer rebelliert und teilweise auf der Straße lebt, erzählen jeweils aus ihrer Sicht von den Ereignissen dieser Nacht, die letztendlich drei Tote und eine Schwerverletzte hinterlassen hat.


Der Krimi lebt von den den abwechselnden Erzählsträngen aus Gegenwart und Vergangenheit. So ist der Leser genau auf demselben Stand wie Doro, die für ihren Artikel recheriert und plötzlich gar nicht mehr so sicher ist, ob wirklich Leonie, die seither im Koma liegt, die Attentäterin war. Sie nimmt Kontakt zu den Überlebenden oder deren Familien auf und fährt selbst nach Hiddensee, um sich vom Geschehen ein Bild machen zu können.
Sehr gut gefallen hat mir, dass der Autor die Identität von zwei der drei Toten sehr spät auflöst und somit große Spannung erzeugt. Ich lese sehr viele Thriller und Krimis und finde oft sehr schnell heraus, wer der Täter oder die Täterin ist. Hier habe ich immer wieder geschwankt und war mir bis zur Auflösung nicht sicher. Durch plötzliche überraschende Wendungen und dem konfliktreichen Zusammentreffen der ehemaligen Freunde, hat der Autor hier eine tolle Krimihandlung erschaffen!

Cover:
Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und zum Titel.

Schreibstil:
Obwohl ich noch nie an der Nordsee war, hatte mein Kopfkino hier mächtig zu tun ;). Ich sah die Insel und das Haus vor mir, das Naturschutzgebiet und "spürte" den Sturm, der in der Mordnacht wütete. Auch die vielen Dissonanzen zwischen den einzelnen Hauptprotagoniusten in der Vergangenheit konnte ich so richtig fühlen.  Manche Leser fanden in ihren Rezensionen den Schreibsstil "gestelzt"...das fand ich eigentlich nicht, aber vielleicht fiel es mir durch das Lesen vieler historischer Romane nicht wirklich auf.

Fazit:
Ein interessantes Krimidebüt eines deutschen Autoren, der eigentlich historische Romane schreibt. Seine Idee, die Identität der Toten erst am Schluss aufzudecken, fand ich großartig und gab dem Buch viel mehr Spannung und uns Lesern ein viel längeres Rätsel raten auf! Gelungen!







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