Todesfrist - Andreas Gruber


    • Taschenbuch: 416 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3442478669
    • ISBN-13: 978-3442478668
    • Genre: Thriller

Amazon Kurzbeschreibung: 
»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen ...

Meine Bewertung: * * * * *

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Meine Meinung:
Einen Thriller, der von mir 5 Sterne erhält, gibt es auf meinen Bücherblog nicht sehr oft, aber hier vergebe ich diese Bewertung wirklich sehr gerne!
Schon mein erstes Buch vom österreichischen Autor (als Österreicherin kann man echt stolz sein!) hat mir super gut gefallen, aber Andreas Gruber hat es geschafft mit seinem nächsten Roman, die Latte noch etwas höher zu legen und hat einen wirklich tollen Thriller veröffentlicht! Spannung vom Anfang bis zum Schluss und ein sehr interessanter. Hintergrund. Dieser basiert auf dem Kinderbuch "Der Struwwelpeter". Emotionslos und penibel geht der Täter Geschichte um Geschichte vor.

Schon der Prolog ließ mich nervös an meinen Fingernägeln kauen, denn bereits hier erkennt man, dass man es mit einem sehr brutalen Killer zu tun hat. Danach beginnt die eigentliche Geschichte, die anfangs mit mehreren Handlungssträngen und verschiedenen Personen etwas verwirren kann, jedoch sind die einzelnenen Kapitel kurz gehalten. So wechselt man oft von einem Schauplatz zum nächsten, während man immer mehr die Zusammenhänge in der Geschichte und die der einzelnen Protagonisten erkennt.
Den größten Raum der Geschichte nehmen die Ermitlungen der Kommissarin im Münchner Kriminaldauerdienst, Sabine Nemez, ein. Erst vor wenigen Stunden hat eine Tat ihre ganz persönliche Welt erschüttert. In der Münchner Frauenkirche wurde die Leicher ihrer Mutter gefunden. Kurz zuvor hat ihr ihr Vater von der Entführung und einer ominösen Aufgabe, die er gestellt bekommen hat, erzählt. Dafür hatte er 48 Stunden Zeit, um seine Frau zu retten. Und nun findet Sabine ihre Mutter an der Orgel angekettet und ertrunken an schwarzer Tinte. Während man versucht sie von den Ermittlungen fernzuhalten, will Sabine natürlich genau das Gegenteil, denn nichts ist ihr wichtiger als den Mörder ihrer Mutter zu finden. Helfen soll ihr dabei ihr Kollege Simon und der extra eingeflogene niederländische Kripopsychologe Maarten S. Sneijder, dem es weder an Überheblichkeit, noch an Arroganz fehlt.

Etwas mehr Raum nimmt auch die Geschichte von Helen, einer Psychologin und ehemaligen Profilerin, ein. Sie wohnt in Grieskirchen bei Wien und erhält ebenfalls ein  48-Stunden-Ultimatum, um eine ihr noch unbekannte Person aus der Gewalt des irren Killers zu befreien.

Durch in Rückblenden geschilderten Therapie-Sitzungen, erhält der Leser auch Zugang zur Gedankenwelt des Mörders und während man versucht die einzelnen Zusammenhänge zu einem Ganzen zusammenzusetzen, findet man bereits in der nächsten Stadt die nächste Tote. Der Autor entführt den Leser nach München, Leipzig, Köln, Grieskirchen bei Wien, Wien und Dresden.

Obwohl man schon ungefähr ab der Hälfte erfährt, wer der Mörder ist, bleibt trotzdem noch immer die Frage offen, warum er mordet und wie er seine Opfer aussucht. Und dies bleibt trotz der Bekanntgabe des Täters noch immer spannend und temporeich.

Cover:
Während das Cover des Taschenbuches eine blutige Schere ist, gibt es auch ein Hardcover mit dem Struwelpeter drauf. Beide sind gut gewählt, wobei natürlich das Bild des Struwwelpeters noch besser passt.

Schreibstil:
Schon in "Rachesommer" mochte ich den rasanten und packenden Schreibstil des Autors. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Charaktere sind wirklich alle wunderbar beschrieben und während Maarten S. Sneijder mit seinen Macken heraussticht, lernt man ihm bis zum Schluss hin, auch zu mögen ;) Das schafft nicht jeder Autor.

Fazit:
Ein Thriller, wie er sein sollte: Spannung vom Anfang bis zum Ende mit einer packenden Story! Meine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans!




4 Kommentare:

  1. Hi Martina
    Bist du Österreicherin? Das klang in deiner Rezi so an. Wenn ja, aus welchem Teil meines schönen Heimatlandes kommst du denn?
    Ich hatte den Thriller schon einmal sehr empfohlen bekommen .. nun fühle ich mich bestätigt, ihn zu lesen. Zu deiner Info: nur mit diesem Cover ist der Titel im Februar erschienen. Es gab ihn schon lange zuvor bis er von der Allgemeinheit für gut befunden wurde.
    Danke für die anregende Rezension!
    lg Jimmy

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  2. Hallo,
    das klingt wirklich sehr spannend - danke für den Thriller-Tip, ich werde mir das Buch gleich mal näher anschauen und dann auf meine Wunschliste wandern lassen. Ich war in letzter Zeit (da ich wenig Zeit zum Lesen zur Verfügung hatte) leider nicht so in der Stimmung für Kirmis/Thriller und hatte deshalb mit "Der Sarg" pausiert, obwohl der Anfang wirklich gelungen war. Mal sehen, wann ich wieder Bücher aus diesem Genre lesen will/werde.

    Liebe Grüße,
    Patricia

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  3. Hallo Martina,

    kann Dir nur voll und ganz zustimmen. Der Thriller war echt genial.

    LG Isabel

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