Die Charité - Ulrike Schweikert



    • Broschiert: 496 Seiten
    • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 2 (26. Juni 2018)
    • ISBN-10: 3499274515
    • ISBN-13: 978-3499274510
    • Genre: Historischer Roman



Rowohlt Kurzbeschreibung:
Berlin, 1831. Seit Wochen geht die Angst um, die Cholera könne Deutschland erreichen – und als auf einem Spreekahn ein Schiffer unter grauenvollen Schmerzen stirbt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. In der Charité versuchen Professor Dieffenbach und seine Kollegen fieberhaft, Überträger und Heilmittel auszumachen: ein Wettlauf gegen die Zeit. Während die Ärzte um das Überleben von Tausenden kämpfen, führen drei Frauen ihren ganz persönlichen Kampf: Gräfin Ludovica, gefangen in der Ehe mit einem Hypochonder, findet Trost und Kraft in den Gesprächen mit Arzt Dieffenbach. Hebamme Martha versucht, ihrem Sohn eine bessere Zukunft zu bieten, und verdingt sich im Totenhaus der Charité. Die junge Pflegerin Elisabeth entdeckt die Liebe zur Medizin und - verbotenerweise - zu einem jungen Arzt ...

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Die Charité ist eine der bekanntesten Universitätskliniken Europas. Als ich letztes Jahr eine Serie im TV sah, die um die Jahrhundertwende spielte und die vorallem von Robert Kochs Forschungen erzählte, war ich begeistert. Ulrike Schweikert ist für mich keine unbekannte Autorin und nach der Leseprobe wusste ich, dass ich diesen Roman unbedingt lesen möchte.

In "Die Charité - Hoffnung und Schicksal" sind wir noch früher angesiedelt und zwar zu Anfang des 19. Jahrhunderts rund um die Jahre 1830-40. Die Cholera wütet in Teilen Osteuropas und auch in Berlin gibt es bereits die ersten Totesfälle. Die Menschen sind verängstigt und schreiben die Krankheit den giftigen Dämpfen, die aus dem Kanal aufsteigen zu. Zu dieser Zeit beginnt Elisabeth als Wärterin in der Charité zu arbeiten. Sie ist eine der wenigen Frauen und Männer, die diese schwere und kaum bezahlte Arbeit mit Herzblut verrichtet. Sie ist einfühlsam und kümmert sich liebevoll um die Patienten, aber auch wissbegierig und intelligent.
Gemeinsam mit Elisabeth beginnt auch Dr. Alexander Heydecker als angehender Arzt in der Charité zu arbeiten. Er ist noch in der Ausbildung, die ihm vom Militär gewährt wird und wird Doktor Diffenbach zugeteilt. Oft liegen sich Elisabeth und Alexander in den Haaren, aber die gegenseitige Anziehung ist groß....der Standesunterschied aber größer.

Gräfin Ludovia ist eine sehr interessante Frau, die ebenfalls ihrer Zeit weit voraus ist. Sie interessiert sich für Medizin und wäre es ihr zu der damaligen Zeit möglich gewesen, hätte sie studiert. So aber ist sie das Anhängsel eines schwachen Mannes, eines Hypochonders, der sich mit seinen eingebildeten Krankheiten das Leben schwer macht. Mit dem behandelnden Arzt des Grafen, Doktor Diffenbach, kann sie einige Stunden mit interessanten Unterhaltungen füllen und verliebt sich in ihn. Ludovica unterstützt daraufhin die Klinik mit finanziellen Mitteln für eine bessere Ausbildung der Wärterinnen.
Hebamme Martha ist die Dritte im Bunde der drei starken Frauen in dieser Geschichte. Durch einen Vorfall möchte sie nicht mehr als Hebamme praktizieren und verschreibt sich der Pathologie.
Doktor Diffenbach ist das Bindeglied dieser drei Frauen, die alle großes Interesse an der Medizin haben und von Diffenbach erkannt und unterstützt wird. Nur mit Ludovica verbindet ihn auch eine geheime Liebe.

Während wir die vier Figuren begleiten, erleben wir den täglichen Ablauf im Krankenhaus, aber vorallem bekommt man die damalige medizinische Realität vorgesetzt. Durch den sehr bildhaften Schreibstil befand ich mich selbst im Krankensaal, konnte den ekelhaften Geruch von Eiter und Bllut riechen und nur schwer atmen. Es ist kaum zu glauben, dass zu dieser Zeit bei einer Operation noch keine Betäubungsmittel eingesezt werden konnten und der Patient einfach nur festgehalten oder angebunden wurde, während er operiert wurde. Die Behandlungsmethoden der damaligen Zeit lassen den Leser dankbar sein, dass er im 21. Jahrhundert leben darf.
Auch Hygiene war ein Fremdwort! Nicht umsonst starben die meisten Patienten nach einer Operation an Wundbrand. Mit Professor Diffenbach, der sich auch der Forschung verschrieb, erleben wir einen sehr engagierten Arzt, der eigene Wege geht und nicht an althergebrachten medizinischen Irrtümern glaubte. Auch die Therapiemethoden von Patienten der psychiatrischen Klinik oder der Behandlung von Syphillis lassen einem beim Lesen die Haare zu Berge stehen...

Die Charaktere sind authentisch und wunderbar real dargestellt. Man erlebt ihre Angst, Wut oder Hoffnung hautnah mit. Die Eigenheiten der realen Personen hat die Autorin miteingeflochten. Alle haben Ecken und Kanten und wurden mit Liebe zum Detail gezeichnet. Man begegnet nicht nur bekannten Ärzten, sondern auch dem Dichter Heinrich Heine oder dem Brüderpaar Alexander und Wilhelm von Humboldt, Naturforscher und Gelehrter.

Ulrike Schweikert ist es wunderbar gelungen interessante Hintergrundinformationen zu vermitteln und dem Roman Leben einzuhauchen. Die fiktiven Figuren wie Elisabeth oder Martha stehen den realen Vertretern der Ärzteschaft, wie Dr. Diffenbach, gegenüber. Viele der angeführten Ärzte gab es wirklich und einige haben mit ihren Forschungen Geschichte geschrieben.
Fiktion und Wahrheit sind von der Autorin wunderbar verknüpft und mit einer dementsprechenden spannenden Rahmenhandlung perfekt umgesetzt worden.
Bezüglich Dichtung und Wahrheit gibt es am Ende des Romans noch einige Erläuterungen der Autorin.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und zeitgemäß, wobei er ruhig auch historischer hätte sein können. Die sachlichen medizinischen Informationen wurden mit einer spannenden Rahmenhandlung lebendig erzählt und wunderbar verknüpft.So fiebert man die 500 Seiten mit allen Figuren mit und erfährt nebenei wissenswertes über Medizin. Ulrike Schweikert hat wirklich hervorragend recherchiert.

Fazit:
Ein wunderbarer Roman, der den Leser aufzeigt, wie viel in den letzten zweihundert Jahren im medizinischen Bereich geforscht und erreicht wurde. Mit einer spannenden Rahmenhandlung und facettenreichen Figuren hat Ulrike Schweikert interessante medizinische Hintergrundinformationen zu einer fesselnden Geschichte verschmelzen lassen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Wähle den Tod - Jutta Maria Herrmann




    • Taschenbuch: 304 Seiten
    • Verlag: Knaur TB (2. Juli 2018)
    • ISBN-10: 3426519984
    • ISBN-13: 978-3426519981
    • Genre: Psychothriller


 
Knaur Kurzbeschreibung:
Jana Langenfeld hat alle Brücken zu ihrem alten Leben eingerissen. Als liebevolle Gattin und Mutter lebt sie vor den Toren Berlins. Niemand ahnt, dass Jana nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Doch als sie eines Morgens den Familienhund tot im Garten findet, kehrt die Angst zurück, und mit ihr die Erinnerung an ein längst vergangenes Unrecht. Dann werden Janas Kinder entführt, und schließlich steht sie vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie stirbt oder ihre Kinder. Und Jana muss erkennen: Wenn dich die Vergangenheit einholt, wird die Gegenwart zur Hölle auf Erden …

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Knaur Challenge

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Der neue Psychothriller von Jutta Maria Herrmann"Wähle den Tod" stand auf meiner Juli MUST-HAVE Liste und ich freu mich umso mehr, dass ich das Buch bei Lovelybooks mitlesen durfte.

Gewohnt spannend beginnt die Autorin mit einem Prolog, der dem Leser bereits auf den ersten Seiten rätseln lässt. Danach ein Cut und es beginnt etwas ruhiger mit dem Blick auf die Familie Langenfeld in Berlin. Jana Langenfeld lebt mit ihrem Lebensgefährten Hannes und den beiden gemeinsamen Kindern Kim und Max im idyllischen Eigenheim vor den Toren Berlins. Das Grauen beginnt nachdem der geliebte Familienhund im Garten der Familie verblutet - hingerichtet mit zahlreichen Messerstichen. Hier packte auch mich gleich die Wut, denn ich vertrage Gewalt an Tieren überhaupt nicht! Jana, die das Tier findet, ruft weder die Polizei, sondern vergräbt den Hund und erzählt den Kindern, dass Benny ausgerissen ist. Sie will vorallem den kleinen Max schonen, jedoch hat sie bereits eine böse Vorahnung, dass der Angriff eine Warnung an sie selbst sein könnte. Jana verbirgt nämlich ein Geheimnis, das sie schon Jahre mit sich herumträgt. Ihr Leben baut auf Lügen auf....und in diese verstrickt sie sich auch in ihrem neuem Zuhause in Berlin immer mehr. Als sie ein kompromittierendes Foto auf ihr Handy erhält, ist sie sicher, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat. Weitere Bedrohungen folgen und lassen ahnen, dass der Täter nicht aufgeben wird...

Die Geschichte kommt mit wenigen Figuren aus. Die Charaktere sind facettenreich und nicht alle sympathisch. Die Kinder Max und Kim sind dem Alter perfekt angepasst und haben auch die alterstypischen Flausen im Kopf. Hannes blieb etwas blass und konnte mich nicht ganz überzeugen. Er war auch die meiste Zeit nicht anwesend oder erreichbar und seine Lebensgefährtin musste alleine zurechtkommen. Jana blieb bis zum Ende ein undurchschaubarerer Charakter, was von der Autorin gewollt war und hervorragend zur Spannung beitrug.

Wie schon in ihren vorherigen Psychothrillern spielt die Autorin auch in "Wähle den Tod" mit den Lesern. Immer wieder gibt es Rückblicke in Janas Jugendzeit, doch konkrete Hinweise für die Angriffe gibt es erst ganz zum Schluss. Durch überraschende Wendungen und die Perspektivenwechsel bleibt der Spannungsbogen über die ganzen 300 Seiten über oben und endet in einem richtigen Showdown, bei dem das Geheimnis gelüftet wird. Mit dem Ende habe ich nicht gerechnet - ein Punkt für die Autorin! Ob der Schluss jedoch jedem gefällt, ist eine andere Sache. Trotzdem konnte mich "Wähle den Tod" nicht so überzeugen, wie "Schuld bist du" - mein Lieblingsthriller von Jutta Maria Hermann. Bei einigen Passagen hatte ich die richtige Vorahnung, manche Szenen waren mir etwas zu überzogen. Trotzdem hat mich auch der neueste Psychothriller von der ersten Seite an sofort gepackt und das Buch war in einem Rutsch durchgelesen.

Schreibstil:
Jutta Maria Herrmanns Schreibstil ist temporeich, fesselnd und schnörkellos. Sie versteht es perfekt den Leser mit ihrer Geschichte zu packen.
Die Kapitel sind kurz gehalten. Der Prolog wird in der Ich-Form erzählt, der Rest des Thrillers wird aus der Sicht eines Erzählers in der 3. Person wiedergegeben.

Fazit:
Ein weiterer packender Thriller der Autorin, der nicht ganz an meinem Lieblingsthriller "Schuld bist du" heranreicht, aber trotzdem fesselt und einige Überraschungen bietet. Das Ende ist Geschmackssache. Ich freue mich schon auf den nächsten Psychothriller der Autorin!

Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar, sowie der Autorin für die Begelitung zur Leserunde bei Lovelybooks.


Frisch eingezogen im Juli


Hallo meine Bücherwürmer!

Während ich gerade ein paar Tage auf Stätdereise ✈ bin, möchte ich euch meinen letzten Neuzugang zeigen. Es sind wieder einige Bücher bei mir eingezogen. Im Moment befinde ich mich etwas in Thriller- und Krimilaune, nachdem ich vorallem meine geliebten Thriller die letzten Monate etwas vernachlässigt habe. Trotzdem ist es wieder ein kunterbunter Genremix

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Lilian Kim
Die Tochter des Pianisten
Roman

Japan 1987
Yasuko, eine junge Musikerin, wird mit ihrem Mann Jake von einem einsamen Strand entführt. Sie finden sich im Bauch eines Schiffes wieder, das sie an einen Ort bringt, der völlig von der Außenwelt abgeschottet ist und wo Recht und Gesetz nicht gelten. Nordkorea. Dort wird Yasuko gefangen gehalten und gezwungen, nordkoreanischen Spionen zu einer falschen, japanischen Identität zu verhelfen, während Jake spurlos verschwindet. Mit der Zeit muss Yasuko erkennen, dass Jake mit dem Regime kooperiert und ihr früheres Leben eine Lüge war.
Ihre Hoffnung auf eine Flucht schwindet, bis sie einem geheimnisvollen Pianisten begegnet, der ihrem Schicksal eine völlig neue Wendung gibt.

Auf diesen Roman bin ich schon mega gespannt! Diese Geschichte hört sich aufregend an und ich freu mich sehr, dass ich bei der Lovelyboook Leserunde dabei sein darf.
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Bernhard Schlick
Olga
Roman

Die Geschichte der Liebe zwischen einer Frau, die gegen die Vorurteile ihrer Zeit kämpft, und einem Mann, der sich mit afrikanischen und arktischen Eskapaden an die Träume seiner Zeit von Größe und Macht verliert. Erst im Scheitern wird er mit der Realität konfrontiert – wie viele seines Volks und seiner Zeit. Die Frau bleibt ihm ihr Leben lang verbunden, in Gedanken, Briefen und einem großen Aufbegehren.


Diesen noch sehr neuen Roman habe ich ganz zufällig im Bücherschrank entdeckt. Der musste natürlich sofort mit, da ich bereits mit dem Roman geliebäugelt habe.
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Thomas Baum
Tödliche Fälschung
Krimi

Aus einem ganz normalen Besuch im Linzer Konzerthaus wird für Kommissar Robert Worschädl ein höchst brisanter Fall: Hinter den Kulissen wird ein Musiker erdrosselt aufgefunden. Mit einer Saite als banalem Mordinstrument. Unbeliebt war er, der Kollege, und die Konkurrenz im Orchester ist groß. Aber reicht das aus als Motiv, um ihn und sein Instrument für immer zum Schweigen zu bringen? Der Hauptverdächtige, sein größter Widersacher, will von dem Mord jedenfalls nichts wissen und glaubt an eine hinterhältige Verschwörung. Ein gefälschter Fünfzig-Euro-Schein bringt Worschädl schließlich auf eine ganz andere Spur, die ihm gar nicht behagt. Schließlich scheint in den Fall nicht nur die geheimnisvolle und wunderschöne Cellistin Clara Bianchi verwickelt zu sein, sondern auch ein ranghoher Linzer Politiker, der mit allen Mitteln versucht, seine Rolle in der Sache zu vertuschen ...

Diesen Krimi hat mir die liebe Nicole von "Zeit für neue Genres" geschenkt. Bei unserem letzten Treffen hat sie ihn mir mitgebnracht, nachdem ich Interesse bekundet habe ;) Nochmals vielen Dank liebe Nicole!
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Julia Corbin
Das Gift der Wahrheit
Thriller

Am Mannheimer Klärwerk wird eine Leiche angespült. Um den Hals der Toten hängt ein Medaillon mit einer in Harz gegossenen Kreuzspinne. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern zu der Freundin der Getöteten. Sind die Frau und deren Tochter ebenfalls in Gefahr? Oder handelt es sich um ein perfides Eifersuchtsspiel? Erst als Alexis die Verbindung zu einer Serie von Morden in Kolumbien herstellt, wird klar: Das nächste Opfer ist bereits ausgewählt, und das Gift einer Spinne wird ihm langsam das Leben nehmen ...

Ich hatte Glück bei Lovelybooks und mein absolutes Wunschbuch für den Juni durfte bei mir einziehen! Ich freue mich soo sehr!!  
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Jutta Maria Herrmann
Wähle den Tod
Psychothriller

Jana Langenfeld hat alle Brücken zu ihrem alten Leben eingerissen. Als liebevolle Gattin und Mutter lebt sie vor den Toren Berlins. Niemand ahnt, dass Jana nicht die ist, die sie vorgibt zu sein. Doch als sie eines Morgens den Familienhund tot im Garten findet, kehrt die Angst zurück, und mit ihr die Erinnerung an ein längst vergangenes Unrecht. Dann werden Janas Kinder entführt, und schließlich steht sie vor einer unmöglichen Wahl: Entweder sie stirbt oder ihre Kinder. Und Jana muss erkennen: Wenn dich die Vergangenheit einholt, wird die Gegenwart zur Hölle auf Erden …

Ein weiterer Psychothriller von Jutta Maria Herrmann...ebenfalls ein Must Have des Monats, das auch via Lovelybooks bei mir einziehen durfte. Ich habe den Thriller bereits gelesen. Rezi folgt! 
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Sheila O'Flanagan
Helle Nächte am Meer
Roman

Ihre Ehe ist perfekt, ihr attraktiver Ehemann trägt sie auf Händen, sie hat immer betont, wie glücklich sie ist: Als Imogen plötzlich verschwindet sind alle, die sie kennen, schockiert. Hinter der wohlgeordneten Fassade einer glücklichen Beziehung ist offenbar nichts, wie es scheint. Imogen weiß, dass sie einen Neuanfang wagen muss, um wieder die Frau zu sein, die sie einmal war, und sie hofft, im Süden Frankreichs, in dem kleinen Ort am Meer, in dem sie ihre Kindheit verbracht hat, zur Ruhe zu kommen. Aber die Vergangenheit ist ihr auf den Fersen, denn ihr Mann versucht mit aller Macht, sie zurückzuholen.

 Ein Rezensionsexemplar vom Insel/Suhrkamp Verlag, das ich netter Weise zur Verfügung gestellt bekommen habe
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Kai Everstein
Für dich bricht meine Welt zusammen
Roman

Weihnachten 1984: Florian ist 15, beliebt und mit sich und seinem Leben im Reinen. Doch das alles ändert sich mit dem Moment, in dem ihn sein Mathematiklehrer bittet, seiner Klassenkameradin Nicole im ominösen Raum 213 zu helfen. Pickel, Zahnspange, langweilige Frisur, altmodische Klamotten, übertriebene Schüchternheit: Wie viel Makel darf man als Junge haben, wenn man für Mädchen mehr sein möchte, als nur ein Freund? Gibt es einen Grund, warum man so voller Selbstzweifel ist, wo anderen doch scheinbar alles gelingt? Muss man wirklich immer stark sein, nur weil man zum angeblich starken Geschlecht gehört? Ist am Ende das Festhalten an den eigenen Gefühlen nicht einfach nur naiv und dumm? Eine Geschichte über das Erwachsenwerden; über Freundschaft, Liebe, Vertrauen, und über die Ängste und Selbstzweifel eines sensiblen Teenagers, der sich in dieser für ihn völlig neuen Welt erst zurechtfinden muss …

Ein etwas anderer Liebesroman - laut dem Autor! Ich bin gespannt!
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Aikaterini Maria Schlösser
Schwarzmond
Historischer Roman, Fantasy
Band 2

Dein Blut ist in mir. Mein Gift in dir. Ich höre dich meine Gedanken denken.
Fühle dich in meinem Hass brennen. Höre dein Herz für meine Liebe klopfen.
Ein Bruchstück in unserem Spiegelbild ist fremd. Gewaltsam wurde es in unsere Seelen gestanzt. Du siehst darin mich und ich sehe darin dich.
Gemeinsam baden wir im unschuldigen Blut. Gemeinsam schließen wir die Augen.
Gemeinsam tragen wir unseren letzten Gedanken in den Traum. Luna... Luna...

Mehr Inhaltsanagbe gibt es nicht zu diesem Roman....hier *klick* könnt ihr in meiner Rezension zu Band 1 "Blut schreit nach Blut" nachlesen.... Es war ein 5 Sterne Roman!!!

Ein Rezensionsexemplar der Autorin - herzlichen Dank! Ich freue mich sehr!
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Und was ist bei euch so im Juli eingezogen?


Mehr als nur ein Traum - Elisabeth Büchle




    • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
    • Verlag: Gerth Medien (26. Februar 2018)
    • ISBN-10: 3957344603
    • ISBN-13: 978-3957344601
    • Genre: Roman, historischer Roman




Gerth Kurzbeschreibung:
Felicitas hat trotz ihrer jüdischen Wurzeln Nazideutschland überlebt. Ein unerwartetes Erbe führt die junge Frau Anfang der 1960er-Jahre in den Süden der Vereinigten Staaten, mitten hinein in die brodelnden Rassenunruhen. Trotz aller Warnungen freundet sie sich mit ihren schwarzen Nachbarn an - und macht sich damit rasch Feinde, die bereit sind, bis zum Äußersten zu gehen. Welchem ihrer neuen Nachbarn kann sie trauen? Ein riskantes Verwirrspiel inmitten der aufgeheizten Stimmung am Mississippi nimmt seinen Lauf ...

Meine Bewertung: * * * * *
♥♥♥ Lieblingsbuch-Status ♥♥♥

Buch zur Weltenbummler Challenge

Buch zur "Ich war noch niemals ins New York" Challenge

Meine Meinung:
Bereits im Roman "Gute Geister" von Kathryn Stockett hat mich der Rassismus in den 1960igern im Süden der USA schockiert. Ich konnte es nicht fassen, dass es vor rund 50 Jahren im "fortschrittlichen" Amerika Zustände gab, die mich eher an die Zeit der Sklavenhaltung erinnerten. Die Gesichter derjenigen hätte ich gerne gesehen, als die USA den ersten schwarzen Präsidenten wählte! Nun...eine Frau hat es noch immer nicht geschafft...

Zurück zu den 1960igern. Zu dieser Zeit tritt Felicitas, eine junge Deutsche mit jüdischen Wurzeln, ein unverhofftes Erbe an. Als einzige Überlebende des Holocaust hält sie, außer ihrer Freundin Kerstin und ihrem Job als Fotografin, nichts mehr in Deutschland. Kerstin, die mit einem Piloten der US-Army liiert ist, überlegt allerdings ebenfalls mit Christopher nach Amerika auszuwandern. Als Felicitas in Wilkinson County, Mississippi ankommt, ist sie gänzlich unbefangen was Rassentrennung angeht - vorallem auch wegen ihrer eigenen Vergangenheit. Ihre offene und liebenswürdige Art hilft ihr schnell in der kleinen Stadt, sowie im eigens gelegenen Dorf der Schwarzen, Anschluss zu finden. Doch gerade ihre Unbeschwertheit den farbigen Menschen gegenüber ist manchen Bewohnern ein Dorn im Auge. Und so erhält Felicitas in ihrem neuen Heim, das zwar idyllisch, aber sehr abgeschieden liegt, bald Besuch von den berühmt berüchtigten weißen Kapuzenmännern, dem Klu-Klux-Klan. Als durchsickert, dass sie Jüdin ist, steht sie noch mehr im Zentrum der Vereinigung, die nicht nur auf Schwarze, sondern auch auf Juden und Katholiken Hatz macht. Nur durch die Hilfe der beiden engagierten Sheriffs Landon Brown und John Johnson ist sie erstmals sicher. Doch ihr fotografisches Gedächtnis erinnert sie an einen blinkenden Sheriffstern beim letzten Übergriff der Kapuzenmänner. Wen kann sie eigentlich noch trauen? Und was geschah mit der Frau, die vor ihr im Haus wohnte und auf mysteriöse Art gestorben ist? Als Kerstin in Deutschland auch noch Hinweise bekommt, dass die Nachlasspapiere Ungereimtheiten aufzeigen, sind beide Frauen mehr als beunruhigt...

Elisabeth Büchle ist mit "Mehr als nur ein Traum" ein wahrhaft großartiger Roman gelungen, der viele Themen beinhaltet und auch einen tollen Spannungsbogen aufweisen kann. In der Geschichte nehmen die Rassenunruhen in den Südstaaten der USA eine tragende Rolle ein. Dazu hat die Autorin auch einige historische Begebenheiten und Personen einflochten. J.F. Kennedy, Martin Luther King, sowie der bereits im Kern beginnende Vietnamkrieg sind genauso Themen, wie der Kampf gegen den Drogensumpf.
Mit dem Perspektivenwechsel nach Vietnam erzählt Büchle ebenso brilliant über den schwelenden Konflikt zwischen dem Norden und Süden des Landes, den Glaubenskriegen und dem Einsatz der US Army, sowie den beginnenden Drogenhandel und der Prostitution.

Charaktere:
Felicitas ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Trotz ihrer schweren Kindheit ist sie eine offene, herzliche und hilfsbereite Frau. Sie hat ein fotografisches Gedächtnis und ist vollkommen unvoreingenommen. Auf der anderen Seite ist sie etwas tollpatschig, naiv und chaotisch. Sie hat Mut und lässt sich nicht so schnell von ihrem Weg abbringen. Sie setzt sich für Gerechtigkeit ein und nimmt auch selbst die Dinge in die Hand.
Sheriff Landon bleibt bis zum Ende hin ein undurchschhaubarer Charakter. Ich konnte ihn bis zum Ende nicht in Gut oder Böse einordnen, auch wenn ich immer etwas mehr zu den Guten tendierte. Das beruhte aber auch darauf, dass er ebenfalls den Schwarzen gegenüber gerecht und freundschaftlich gegenüber trat.
Kerstin und vorallem Christopher, den wir in einem eigenen Handlungsstrang nach Vietnam begleiten, nehmen ebenfalls einen Teil der Geschichte ein. Die restlichen Nebenfiguren sind ebenfalls sehr authenisch und sprühen teilweise nur so vor Leben. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Birdie, die im Dorf der Schwarzen lebt.
Und noch kurz erwähnt...nicht nur der Inhalt, sondern auch das Cover ist einfach mehr als nur ein Traum!

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist einnehmend, lebendig und sehr bildhaft. Die beschriebene Zeitspanne wurde hervorragend recherchiert. Historische Persönlichkeiten wurden in die fiktive Geschichte miteinbezogen. Dadurch erhält man beim Lesen das Gefühl inmitten einer wahren Geschichte zu sein, die fesselt und mitreißt. Die wunderbare Erzählweise und Sprache der Autorin sind ein weiterer Pluspunkt.
Die Geschichte ist in fünf Teile aufgeteilt, die sich über die Jahre 1960-1964 aufteilen. Das Schriftbild des Buches ist eher klein und der Roman besitzt eine Dichte, die etwas mehr Lesezeit beansprucht. Zum einfach "kurz dazwischenlesen" ist die Geschichte nicht geeignet. Aber wer einmal begonnen hat, greift sowieso zu keinem anderen Roman.

Fazit:
Dieser tiefgründige Roman beinhaltet einfach alles, was man sich für einen bewegenden und interessanten Leseabend wünscht: spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, lebendige Charaktere und Landschaften, sowie die hervorragende Recherche der Autorin.
Meiner Meinung ist "Mehr als nur ein Traum" das bisher beste Buch der Autorin! Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung und den "Lieblingsbuch" Status!

Die rote Frau - Alex Beer

    Die Bildrechte liegen beim Verlag


    • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    • Verlag: Limes Verlag (21. Mai 2018)
    • ISBN-10: 380902676X
    • ISBN-13: 978-3809026761
    • Genre: Historischer Krimi
    • Reihe: ja - Band 2 der August Emmerich Reihe

 
Limes Kurzbeschreibung:
Wien, 1920: Die Stadt von Kriminalinspektor August Emmerich ist ein Ort der Extreme, zwischen bitterer Not, politischen Unruhen und wildem Nachtleben. Während seine Kollegen den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter Kindermädchen für eine berühmte Schauspielerin spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sondern kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, der sie in die Abgründe der Stadt und deren Einwohner blicken lässt

Meine Bewertung: * * * * undeinhalb

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band rund um Rayonsinspektor August Emmerich sehr gut gefallen hat, war es selbstverständlich, dass ich auch den neuen Fall lesen werde. Und ich kann euch gleich zu Beginn verraten: Auch "Die rote Frau" ist wieder richtig gut!

August Emmerich und sein junger Assistent Ferdinand Winter haben es nach der erfolgreichen Auflösung des Kriminalfalles aus Band 1 tatsächlich geschafft und sind in die Abteilung "Leib und Leben" aufgestiegen. Allerdings gestaltet sich das Berufsleben am neuen Arbeitsplatz nicht so, wie es sich Emmerich vorgestellt hat. Anstatt endlich durch die Straßen von Wien auf Verbrecherjagd zu gehen, sitzen er und Winter gemeinsam neben Bürofräuleins und "dürfen" Protokolle tippen. Von den Kollegen werden sie als "Krüppelbrigade" beschimpft, nachdem Winter wegen eines Dienstunfalles noch seinen Arm in der Schlinge trägt und Emmerich wegen eines Granatsplitters im Bein hinkt. Vom Heroin, das ihm im ersten Teil Linderung verschaffte, ist er losgekommen, aber seine Wohnung bei Luise hat er trotzdem verloren als ihr Mann aus dem Krieg zurückkehrte. Nun lebt er in einem Männerwohnheim für Kriegsverletze. Als Stadtrat Richard Fürst, der sich für die Belange der sozial Schwachen einsetzt, ermordet wird, hofft Emmerich den Fall zu übernehmen, doch Polizeichef Gonka zieht ihn gar nicht erst in Betracht. Bald darauf geschieht ein weiterer Mord. Die Tote ist ebenfalls gut situiert und eine Wohltäterin, wie Stadtrat Fürst. Wer bringt schon Menschen um, die sich für Andere einsetzen? Welches Motiv hat der Täter?
Kollege Brühl fasst kurz darauf einen Verdächtigen: Es ist Peppi, der im selben Männerlogierheim, wie Emmerich wohnt. Dieser ist fassungslos und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Seine Wege führen ihn und Winter wieder in den Wiener Untergrund: Illegale Wettlokale, Bordelle und Bäder, aber auch ein Sanatorien und die Welt des Theaters und des Films sind ihre Ziele. Doch Emmerich und Winter bleiben nur 72 Stunden, die Gonka der "Krüppelbrigade" gibt, um die Mordefälle zu lösen....

Noch immer ist das Leben der Menschen gekennzeichnet von bitterer Armut, Wohnungsnot, unzureichender medizinischer Versorgung, Hunger und hoher Arbeitslosigkeit. Die junge Republik ist instabil. Während Monarchisten die Rückkehr des Kaisers wünschen, bilden sich bereits neue politische braune Herde, die aus München nach Wien überschwappen. Zur selben Zeit befindet sich die Filmindustrie auf ihrem Höhenpunkt. Die Menschen flüchten in eine Scheinwelt.

Emmerich, der mittlerweile seine Meinung über seinen Assistenen Winter geändert hat, bleibt seiner unkonventionellen Arbeitsweise treu. Die Auslegung der Gesetze dreht und wendet er, wie er sie gerade braucht und Winter kommt durch Emmerichs Eskapaden nicht nur in eine brenzlige Situationen. Trotzdem unterscheidet er sehr wohl zwischen Gut und Böse und hat immer das Herz am rechten Fleck. Die Sorge um seine Geliebte Luise und die Kinder lassen ihn kaum schlafen, denn Luises Mann kehrt als anderer - als grausamer Mensch - aus dem Krieg zurück.
Während sich die Ermittlungen etwas im Kreis drehen, die Motive völlig unklar sind und Emmerich sich auch in eine Sackgasse manövriert, begleiten wir die beiden ungleichen Ermittler durch die Straßen Wiens. Manche Auflösungen erschienen mir dabei ein bisschen weit hergeholt, jedoch löst sich alles logisch auf, während sich das Ende diesmal zu einem richtigen Showdown entwickelt.

Alex Beer gelingt es wieder hervorragend das Lokalkolorit der Stadt Wien einzufangen. Der historische Krimi lebt neben den beiden eigenwilligen Ermittlern vorallem von der besonderen Atmosphäre, die die Nachwehen des Krieges brutal aufzeigen. Die atmosphärische Beschreibung der Nachkriegszeit habe ich noch bei keinem Autor/Autorin so perfekt umgesetzt gefunden, wie bei Alex Beer. Dazu gibt es, wie bereits im ersten Teil, interessante Details über bedeutende Bauwerke und Lokale, die heute noch existieren.

Schreibstil:
Wie schon im ersten Teil gelingt es der Autorin wieder fabelhaft, sich beim Lesen mitten im Wien der Zwanziger Jahre zu fühlen. Sie erzählt sehr intensiv und detailliert, aber genau in der richtigen Dosierung. Auch die Wiener Mundart darf nicht fehlen und bringt wieder das typische Lokalkolorit mit sich. Alex Beer alias Daniela Larcher hat hervorragend recherchiert und erzählt von einem Wien der gar nicht so goldenen Zwanziger Jahre.
Die Charaktere sind einzigartig und facettenreich. So wird das Wien der 1920iger Jahre wieder lebendig!

Fazit:
Auch der zweite Band rund um den charismatischen Inspektor August Emmerich und seinen Assistenten Winter ist wirklich gelungen. Der historische Krimi lebt vorallem wieder von der tollen Atmosphäre der Nachkriegszeit, dem typischen Wiener Flair und dem verzwickten Kriminalfall. Von mir gibt es eine Empfehlung für diese tolle Reihe!

Die Reihe um August Emmerich:
  1. Der zweite Reiter  *Rezi*
  2. Die rote Frau

Die Rivalin - Michael Robotham

    Bildrechte liegen beim Verlag


    • Broschiert: 512 Seiten
    • Verlag: Goldmann Verlag (27. Dezember 2017)
    • Übersetzer: Kristian Lutze
    • ISBN-10: 3442314097
    • ISBN-13: 978-3442314096
    • Originaltitel: The Secret she keeps 
    • Genre: Thriller


Goldmann Kurzbeschreibung:
Agatha, Ende dreißig, Aushilfskraft in einem Supermarkt und aus ärmlichen Verhältnissen, weiß genau, wie ihr perfektes Leben aussieht. Es ist das einer anderen: das der attraktiven Meghan, deren Ehemann ein erfolgreicher Fernsehmoderator ist und die sich im Londoner Stadthaus um ihre zwei Kinder kümmert. Meghan, die jeden Tag grußlos an Agatha vorbeiläuft. Und die nichts spürt von ihren begehrlichen Blicken. Dabei verbindet die beiden Frauen mehr, als sie ahnen. Denn sie beide haben dunkle Geheimnisse, in beider Leben lauern Neid und Gewalt. Und als Agatha nicht mehr nur zuschauen will, gerät alles völlig außer Kontrolle ...

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Schon seit einige Zeit lese ich die Bücher von Michael Robotham und konnte somit auch nicht an seinem letzten Buch vorübergehen. Diesmal haben wir es mit einem Thriller abseits der Reihe um den Psychologen Joe O'Loughlin und seinem Freund und Ermittler Vincent Ruiz zu tun.

In "Die Rivalin" (den Titel finde ich nicht ganz passend) geht es um Agatha und Meghan. Beide Frauen sind schwanger und erwarten etwa zur gleichen Zeit Nachwuchs. Für Meghan ist es ihr drittes und für Agatha das erste Kind. Beide Frauen kommen aus völlig unterschiedlichen Schichten und laufen sich im Supermarkt über den Weg, wo Agatha arbeitet und Meghan von der Ferne bewundert. Ihr Leben erscheint nach außen hin perfekt. Meghan lebt in einem tollen Haus mit Garten, hat bereits zwei süße Kinder und einen erfolgreichen Ehemann, der beim Fernsehen arbeitet. Außerdem betreibt sie einen erfolgreichen Mami-Blog, wo sie aus ihrem Leben erzählt. Doch so rosig, wie es aussieht, ist es in ihrer Ehe nicht. Der Schein trügt...

Agatha hingegen kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hatte eine schlimme Kindheit und bereits eine Ehe hinter sich. Sie hat in ihrem Leben bereits viel erleiden müssen. Nach einigen Fehlgeburten und vergeblichen Fruchtbarkeitsbehandlungen ist sie nach einer kurzen Liason mit Hayden, einem jüngeren Kommunikationstechniker der Royal Navi schwanger und tut alles dafür, um endlich eine glückliche Mutter zu sein.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt, wobei der erste Abschnitt sehr ruhig beginnt und sich langsam aufbaut. Dies ist jedoch sehr wichtig, da man als Leser mehr über die Lebensumstände und die Vergangenheit der beiden Frauen erfährt. Hier geht es vorallem um Schwangerschaft, Verluste, Missbrauch, Unfruchtbarkeit und Eheprobleme. Der Leser hat keinen typischer Ermittler-Thriller in den Händen, sondern mehr ein Drama. 
Beide Frauen erzählen abwechselnd in der Ich-Perspektive. Dabei kommt es etwa im Mittelteil zu einigen kleinen Längen. Unterschwellig spürt man aber bereits die aufkommende Spannung  - bis es zum  großen "Knall" kommt. Danach beginnt der zweite Abschnitt des Buches und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Ab diesem Zeitpunkt blickt man als Leser in die Abgründe der menschlichen Seele.

Der Spannungsroman/das Drama (als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen - oder nur den 2. Teil davon) ist eindringlich und emotional. Die Charaktere hat Robotham einfach großartig ausgearbeitet. Ich konnte mich in beide Frauen hineinversetzen. Als Leser hat man immer wieder Zweifel, auf welcher Seite man stehen soll. Manchmal lassen die Lebensumstände Menschen Dinge tun, die nicht richtig sind, aber bei denen man auch Verständnis aufbringen kann. Einige Vorkommnisse aus Agathas oder Meghans Leben könnten jeder Frau passieren. Der Autor spielt hier gekonnt mit der Psyche und hat auch einige unvorhersehbare Szenen eingebaut. Es gibt kein schwarz-weiß, nur grau.
Man hat nicht das Empfinden, dass die Täterin gewollt grausam ist und kann ihre Gedanken und Taten teilweise wirklich nachvollziehen. Sie ist eine gebrochene Frau und ich hatte Mitleid mit ihr. Jedoch gab es auch einige Szenen, die mir kurz die Luft nahmen und unglaublich den Kopf schütteln ließen. Agatha versinkt in ihrem eigenen Lügengebilde und als Leser weiß man oft nicht, was Lüge und Wahrheit ist.

Die Nebencharaktere komnnten mich hingegen nicht zu 100% überzeugen. Vorallem die Wandlung von Hayden fand ich nicht wirklich nachvollziehbar.
Respekt muss ich dem Autor zollen, wie er sich in die beiden Frauencharaktere hineinversetzt hat. Außerdem konnte er mich mit seinen Kenntnissen betreffend Schwangerschaften überraschen.
Das Ende überrascht und lässt mich nach einigen spannenden Stunden das Buch zufrieden zuklappen.

Schreibstil:
Robotham schreibt flüssig und lebendig. Die Spannungskurve beginnt diesmal erst ab der zweiten Hälfte zu steigen. Der Autor baut mehr auf die unterschwellige Spannung auf.
Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Meghan und Agatha in der Ich-Form erzählt.

Cover:

von links nach rechts: zwei englischsprachige Cover, das niederländische und das polnische Cover.

Fazit:
Ein emotional packendes Drama, das ruhig und langsam beginnt und sich ab der zweiten Hälfte zu einem spannenden Psychothriller mausert. Ein interessantes Thema und großartig ausgearbeitete Charaktere verdecken kleine Schwächen.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal

Der Flüstermann - Catherine Shepherd



    • Taschenbuch: 334 Seiten
    • Verlag: Kafel Verlag; Auflage: 1 (20. Juni 2018)
    • ISBN-10: 3944676203
    • ISBN-13: 978-3944676203
    • Genre: Thriller 
    • Reihe: ja - Band 3 der Reihe um Laura Kern



Kafel Kurzbeschreibung:
Ein grauenvolles Video taucht im Internet auf. Eine junge Frau wird vor den Augen aller Welt ermordet. Der Täter flüstert ihr vorher etwas ins Ohr, das Laura Kern zutiefst schockiert. Die Spezialermittlerin arbeitet auf Hochtouren, doch bereits nach kurzer Zeit wird ein neues Video veröffentlicht. Der Killer scheint seine Opfer wahllos von der Straße zu holen. Bevor er tötet, testet er sie. Laura jagt ein Monster, das ihr immer einen Schritt voraus ist. Erst viel zu spät entdeckt sie ein dunkles Geheimnis, das sie auf die Spur des Serienmörders bringt. Aber der hat das nächste Opfer längst in seiner Gewalt, und niemand vermag zu sagen, ob Laura ihn rechtzeitig stoppen kann.

Meine Bewertung: * * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich habe bereits einige Thriller der Autorin, darunter auch Shepherds Zons-Thriller, die immer zwei Zeitstränge haben und nicht ganz so blutrünstig, wie ihre anderen Bücher sind, gelesen. In meinen letzten Rezensionen hatte ich immer nur einen, jedoch denselben Kritikpunkt, der einen kleinen Sterneabzug mit sich brachte. Diesen kann ich beim Flüstermann nun nicht mehr anbringen, denn der Thriller ist vom Anfang bis zum Ende hin schlüssig und sehr spannend geschrieben!

"Der Flüstermann" ist der dritte Band der Laura Kern Reihe, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Schon im Prolog bekommt der Leser einen heimtückischen Mord an einer Frau vorgesetzt, der es unmöglich macht das Buch nochmals aus der Hand zu legen. Als kurze Zeit später ein Snuff-Video im Internet auftaucht, bei dem eine Frau brutal getötet wird, werden Spezialermittlerin Laura Kern und ihr Team auf den Fall angesetzt. Doch kaum wird die Location des Mordes gefunden, steht ein weiteres Video im Netz. Eine Mordserie beginnt, wobei der Täter willkürlich seine Opfer wählt...oder doch nicht? Alle Tötungsarten sind sehr speziell und werden vom Mörder explizit ausgesucht. Was steckt dahinter?

Die Autorin lässt den Leser kaum zu Atem kommen. Videos und Todesfälle reihen sich wie Perlen auf einer Schnur, während Laura, Max und Taylor versuchen die Spur des Täters zu finden. Diese führt ebenso ins Rotlichtmilieu, wie zu einer Versicherungsagentur. Immer wieder eingeschobene Rückblenden, die von einer Afrikareise vor sechs Jahren berichten, ergeben erst nach und nach Sinn. Für Gänsehaut pur sorgen die detaillierten Beschreibungen der Opfer kurz vor ihrem Tod. Nicht nur das Ermittlerteam, sondern auch der Leser spekuliert und rätselt, wohin die Spuren führen könnten. Überraschende Wendungen und einige falsche Fährten sind geschickt von der Autorin platziert.
Ich hatte zwar zum Ende hin den richtigen Riecher, wer der Täter sein könnte, aber die Gewissheit kam erst am Schluss. Und diesmal war auch mein Kritikpunkt, den ich bei den letzten Thriller der Autorin hatte, nicht vorhanden. Ein richtiger Pageturner für spannende Stunden!

Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und die prickelnde Beziehung zwischen Laura und Taylor nimmt nicht zu großen Raum ein, was ich befürworte, da romantische Thriller nicht so mein Ding sind. Laura ist eine sehr sympathische Ermittlerin, die ihr eigenes Päckchen zu tragen hat. Taylor bleibt auch in diesem Band geheimnisvoll und Max ist diesmal ein kleiner Pechvogel, der die Risiken seines Berufes am eigenen Leib zu spüren bekommt.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist rasant und fesselnd. Der Spannungsbogen ist sehr hoch und bleibt über die ganzen 334 Seiten konstant und gipfelt in einen dramtischen Showdown. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Die Abschnitten aus der Vergangenheit sind gekenntzeichnet. Die Perspektivenwechsel erhöhen den Spannungsfaktor.


Fazit:
Ein packender Thriller mit Gänsehautfeeling an dem ich diesmal nichts auszusetzen habe und volle Sternenzahl vergebe! Spannung und etwas andere Tötungsarten machen den Thriller zu einem Pageturner! (Und auch das Ende konnte mich diesmal zufriedenstellen)

Vielen Dank an den Kafel Verlag für das Rezensionsexemplar, sowie an die Autorin und Lovelybooks für die Leserunde!

Die Reihe rund um Laura Kern:
  1. Krähenmutter
  2. Engelsschlaf  *Rezi*
  3. Der Flüstermann
 

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