- Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
- Verlag: List Hardcover (28. November 2024)
- Übersetzer: Marlene Frucht
- ISBN-10 : 3471360697
- ISBN-13 : 978-3471360699
- Originaltitel: L’Île haute
- Genre: Historischer Roman
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
Auf seiner ersten Zugreise mitten durchs Schneegestöber kann Vadim nur an eines denken: Atmen. Hoch oben in den Bergen, wo das Ende der Welt nicht mehr weit zu sein scheint, fließt die Luft klar und ungehindert in seine Lungen. Dort oben ist weit und breit kein Fliegeralarm zu hören, nur die alles umfassende Stille der Natur. Von nun an wird er als Vincent ein neues Leben führen, fern von seiner russisch-jüdischen Familie, abgeschieden von der Zivilisation. Und trotz der schneidenden Kälte findet er in dem kleinen Dorf am Hang ein Zuhause und Menschen, die ihm Wärme schenken. Doch über allen Bergen bleibt die Zeit nicht stehen, und schließlich wird die Realität 1943 auch über seinen Zufluchtsort hereinbrechen ...
Meine Bewertung: * * undeinhalb
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine Meinung:
Puh, was soll ich sagen? Mich hat dieser hochgelobte Roman leider komplett enttäuscht. Nicht nur, dass ich es wieder mit einem offenen Ende zu tun habe - was ich absolut nicht mag - hat die Geschichte leider so gar nicht gehalten, was ich mir versprochen hatte.
Paris, 1943. Vadim lebt in Paris und ist der Sohn einer Französin und eines jüdischen Vaters. Er leidet an Asthma und wird in die Berge nach Vallorcinnes, einem kleinen Dorf bei Chamonix, geschickt. Dort wird aus Vadim Vincent. Bei einer Bergbauernfamilie findet er Unterschlupf, wo er sich vor den Deutschen versteckt. Als Stadtjunge ist ihm die Natur und das Leben mit den Jahreszeiten fremd. Er ist fasziniert von den Bergen und integriert sich schnell in der Dorfgemeinschaft. Doch der Krieg findet auch den Weg nach Vallorcines - bleibt jedoch ein fernes Echo..
Die Leseprobe bei @vorablesen hat mir nämlich gut gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich eine komplett andere Erwartung an den Roman. Da ich viele Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg lese, habe ich mit einer Erzählung über die Flucht und die allgegenwärtige Gefahr für den jüdischen Jungen gerechnet. Doch es gibt kaum Geschehnisse und Erlebnisse dieser Art. Seitenweise, nein kapitelweise, werden in sehr poetischen und farbenfrohen Sätzen die Berge, die Landschaft und der Schnee beschrieben. Vadim, der jetzt Vincent heißt, verliert sich in der Natur und in der Bergwelt. Er zeichnet in bunten Farben seine Eindrücke und lernt mit der Zeit das harte Leben der Bergbauern kennen. Er freundet sich mit Moinette an, die ihm vieles zeigt und beibringt.
Puh, was soll ich sagen? Mich hat dieser hochgelobte Roman leider komplett enttäuscht. Nicht nur, dass ich es wieder mit einem offenen Ende zu tun habe - was ich absolut nicht mag - hat die Geschichte leider so gar nicht gehalten, was ich mir versprochen hatte.
Paris, 1943. Vadim lebt in Paris und ist der Sohn einer Französin und eines jüdischen Vaters. Er leidet an Asthma und wird in die Berge nach Vallorcinnes, einem kleinen Dorf bei Chamonix, geschickt. Dort wird aus Vadim Vincent. Bei einer Bergbauernfamilie findet er Unterschlupf, wo er sich vor den Deutschen versteckt. Als Stadtjunge ist ihm die Natur und das Leben mit den Jahreszeiten fremd. Er ist fasziniert von den Bergen und integriert sich schnell in der Dorfgemeinschaft. Doch der Krieg findet auch den Weg nach Vallorcines - bleibt jedoch ein fernes Echo..
Die Leseprobe bei @vorablesen hat mir nämlich gut gefallen und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, hatte ich eine komplett andere Erwartung an den Roman. Da ich viele Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg lese, habe ich mit einer Erzählung über die Flucht und die allgegenwärtige Gefahr für den jüdischen Jungen gerechnet. Doch es gibt kaum Geschehnisse und Erlebnisse dieser Art. Seitenweise, nein kapitelweise, werden in sehr poetischen und farbenfrohen Sätzen die Berge, die Landschaft und der Schnee beschrieben. Vadim, der jetzt Vincent heißt, verliert sich in der Natur und in der Bergwelt. Er zeichnet in bunten Farben seine Eindrücke und lernt mit der Zeit das harte Leben der Bergbauern kennen. Er freundet sich mit Moinette an, die ihm vieles zeigt und beibringt.
Zu Beginn ist es ja noch interessant, aber mit der Zeit werden die ewigen Beschreibungen, die ruhige Erzählweise und keinerlei weiteren Geschehnisse langweilig. Mir fehlte die Spannung....
Ich liebe die Berge und bewundere die Autorin, die diese auf so vielen Seiten immer wieder anders beschreiben kann. Der Roman wird in drei Abschnitte geteilt, die weiß (Winter), grün (Frühling) und gelb (Sommer) als Überschrift haben.
Ich liebe die Berge und bewundere die Autorin, die diese auf so vielen Seiten immer wieder anders beschreiben kann. Der Roman wird in drei Abschnitte geteilt, die weiß (Winter), grün (Frühling) und gelb (Sommer) als Überschrift haben.
Der Schreibstil ist einfühlsam, poetisch und sehr ruhig. Mir war die Geschichte zu ruhig und zu langweilig. Naturliebhaber, die 300 Seiten lang über dieselbe Gegend und Berglandschaften lesen möchten, können gerne zur Geschichte greifen.
Ich habe viele sehr positive Bewertungen gesehen - lasst euch deswegen nicht von meiner Bewertung abschrecken! Für mich war der Roman allerdings eine Enttäuschung.
Ich habe viele sehr positive Bewertungen gesehen - lasst euch deswegen nicht von meiner Bewertung abschrecken! Für mich war der Roman allerdings eine Enttäuschung.
Cover:
Ich habe drei Cover gefunden, die alle französische Titel haben.
Fazit:
Für mich war "Über allen Bergen" leider nicht das erhoffte Highlight - im Gegenteil. Keinerlei Spannung, zu ruhig und fast nur Beschreibungen der Gegend. Wer gerne seitenweise poetische Landschafts- und Farbbeschreibungen liest, kann hier zugreifen. Wer Geschichtliches über die Zeit des zweiten Weltkrieges lesen möchte, sollte die Finger davon lassen.
Vielen Dank an vorablesen und den List Verlag für das Rezensionsexemplar!
















Liebe Martina,
AntwortenLöschenoh je - das tut mir leid. Ich hatte zwar auch ganz andere Vorstellungen von der Geshcichte, mich hat sie dann aber sehr begeistert. Ja, e passiert nicht viel. Ich aber konnte mich richtig hineinfallen lassen in den Stil und die ganze Szenerie. Schade, dass dir das Buch nciht gefallen hat. :-(
LG Sabine
Liebe Sabine,
Löschenes war wohl auch nicht die richtige Zeit dafür, aber es war mir wirklich zu langweilig. Kann mal vorkommen....
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
AntwortenLöschenLängen können mir ein Buch auch schnell kaputt machen. Es tut mir leid, dass darüber hinaus auch noch deine Erwartungen enttäuscht wurden.
Ein offenes Ende empfinde ich nicht immer als schlecht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass so ein Ende eine Geschichte noch realistischer erscheinen lässt. Aber es ist schon eine Gradwanderung und passt nicht immer. Es muss gut gemacht sein.
Liebe Grüße
Tanja :o)
Bei Romanen "verkrafte" ich offene Enden noch eher - kommt aber auch immer auf die Geschichte an. Bei Thriller geht das absolut gar nicht! ich will doch am Ende wissen, wer der Mörder war!
LöschenLiebe Grüße
Martina