- Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
- Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 1. Edition (4. Juli 2023)
- Übersetzer: Franziska Hüther, Ricarda Essrich, Thorsten Alms und Hannes Langendörfer
- ISBN-10 : 3423283645
- ISBN-13 : 978-3423283649
- Originaltitel : Skriften i vattnet
- Genre: Thriller
- Reihe: Band 1 der Stormland Trilogie
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| Die Bildrechte liegen beim Verlag |
dtv Kurzbescheibung:
Ursprünglich sollte Kim Ribbing, der die Spuren eines tiefen Traumas in sich trägt, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei Recherchen unterstützen. Doch dann erschüttert ein Verbrechen das sommerliche Leben in den Schären. Nicht weit von Julias Ferienhaus werden die Gäste eines Mitsommerfests grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, der Tochter der Familie, gelingt es, sich zu retten. Aber das junge Mädchen ist verstummt. Für Julia ist die Zeit gekommen, zu handeln. Während Kim sich auf die Spur der Täter setzt
und ihnen im World Wide Web und rund um den Globus folgt, nutzt Julia
ihre Kontakte zur Kriminalpolizei. Ausgerechnet ihr Exmann Johnny ist
mit den Ermittlungen betraut. Wer steht hinter den Auftragskillern? Und
was hat Kim Ribbing zu verbergen, der immer wieder im Alleingang
arbeitet..
Meine Bewertung: * * *
Buch zur Weltenbummler Challenge
Meine
Meinung:
Ich lese sehr gerne Thriller, die in Skandinavien spielen und die Werbung, die eine Art Fortsetzung der "Millenium-Trilogie" versprachen, haben mich neugieirg gemacht. Dass der Autor sich damals beworben hat genau diese Trilogie weiterzuschreiben und ein anderer den Vorzug bekam, merkt man beim Lesen sehr. Es scheint, dass John Lindqvist versucht in seiner "Stormland" Trilogie seine Enttäuschung zu verarbeiten und damit zeigen möchte, dass er es kann. Für mich war dieser erste Band allerdings kein Reihenauftakt, den ich auf jeden Fall weiterverfolgen möchte.
Dabei ist der Beginn wirklich stark und spannend. Bei einer Mittsommer Party werden der Gastgeber und seine Gäste von zwei schwerbewaffneten Männern innerhalb von Sekunden hingerichtet. Niemand überlebt bis auf die 14jährige Tochter des Gastgebers, die sich unter Wasser versteckt hat. Der Überfall findet nicht weit von Julia Malmros Ferienhaus, Autorin und ehemalige Polizistin, statt, die sich dort nach einem handfesten Skandal zurückgezogen hat. In der Begleitung von Kim Ribbing, der ihr bei ihrem aktuellen Roman als Computernerd vom Verlag zur Hilfe gestellt wurde, kommen die Beiden zuerst am Tatort an und entdecken die einzige Überlebende. Doch das junge Mädchen ist verstummt. Der ermordete Gastgeber, Olof Helander, war ein Jugendfreund Julias. Gemeinsam mit Kim beginnt sie private Nachforschungen anzustellen, was ihrem Ex-Mann Jonny nicht passt, der als Polizist die Ermittlungen leitet.
Was spannend beginnt, lässt leider sehr stark nach. Nach dem fesselnden Beginn werden die Protagonisten eingeführt, wobei Kim die interessantere Figur ist. Sein Hintergrund bleibt zuerst sehr vage und geheimnisvoll und wird erst nach und nach teilweise aufgedeckt. Er soll wohl an Lisbeth Salander erinnern...beides geniale Hacker und rebellische Charaktere. Die Rückblicke in Kims Vergangenheit fand ich interessant und richtig erschreckend.
Julia Malmros ist eine selbstbewusste und sympathische Figur, die ich jedoch nicht ganz greifen konnte. Die Ermittlungen von Julia und Kim sind spannend erzählt, während die der Polizei im Vergleich geradezu beschämend sind.
Lindqvist öffnet viele Handlungsstränge, die für mich die Länge des Thrillers ausmachen. Er hat sich einigen aktuellen
Themen gewidmet, wie Klimaschutz, Wirtschaft, Energiekrise, Scheinfirmen und
Korruption.
Ebenfalls werden die privaten Gefühle von Kim und Julia, sowie von Ex-Mann Johnny immer wieder durchgekaut. Bei einem Thriller brauche ich weder eine Liebesgeschichte, noch Affären oder ähnliches. Der
Hauptaugenmerk in "Refugium" liegt eindeutig bei den beiden
Protagonisten und deren Entwicklung und nicht beim Fall selbst, was ich schade finde.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die kurzen Kapitel helfen dabei noch schnell ein weiteres zu lesen. Das Ende war mir etwas zu sehr "showdownlastig" ....was mich generell bei vielen Büchern in diesem Genre stört, die dann oftmals an einen Hollywood Blockbuster erinnern.
Cover:
von links nach rechts:
zwei fast identische Ausgaben...links das schwedische Original, rechts das dänische Cover.
Fazit:
Leider war der erste Teil der Stormland Trilogie nicht wirklich mein Fall. Zu viele Handlungsstränge und zu viel persönliches rund um die beiden Ermittler. Mir fehlte es an Spannung und ich werde nach diesem ersten Teil die Trilogie nicht fortsetzen.
*Das Buch wurde bereits im Oktober gelesen - Rezi wird hier nachgereicht*
















Hallo Martina,
AntwortenLöschendarüber hatten wir ja schon kurz geplaudert. Auch wenn die Figuren viel Raum einnehmen, scheint es mir jetzt nicht so, dass diese an den Roman binden. Irgendwie schade, denn für mich klingt es recht klischeebeladen. Privat wird besser ermittelt, der Blockbuster-Showdown, etc. Schade. Ich habe hier noch "Unwesen" von dem Autor liegen. Das werde ich dieses Jahr lesen.
Liebe Grüße
Nicole