Oracle - Ursula Poznanski

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    • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Loewe (16. August 2023)
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3743216582
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3743216587
    • Genre: Jugendthriller



Loewe Kurzbeschreibung:
Ich sehe was, was du nicht siehst, und das wird wahr Als Kind hat Julian merkwürdige Visionen. Das sind nur Fehlschaltungen im Hirn, sagt seine Therapeutin, bedeutungslose Trugbilder. Und mit den richtigen Medikamenten sind die auch verschwunden. Jahre später wird Julian mit einer schockierenden Erkenntnis konfrontiert. Einige seiner Visionen scheinen wahr geworden zu sein. Sieht er Schatten, die die Zukunft vorauswirft? Könnte er also schlimme Ereignisse verhindern? Oder tritt er damit noch größere Katastrophen los? 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Ich war mir etwas unsicher, ob ich den neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski lesen werde, weil mich ihr letztes Jugendbuch "Shelter" nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Dann habe ich ganz überraschend von Buchcontact die Anfrage bekommen, ob ich das Buch lesen möchte und habe sofort zugesagt....und nicht bereut.

In "Orcale" lernen wir Julian kennen, der seit seiner Kindheit unter merkwürdigen Erscheinungen leidet. Er sieht manche Menschen nur teilweise, da Trugbilder Teile des Körpers oder des Kopfes verdecken. Manchen Menschen wabbert auch Nebel aus den Augen, was Julian natürlich richtig verstört. In der Schule wird er wegen seines komischen Verhaltens gemobbt und ist deswegen seit einigen Jahre in psychologischer Behandlung. Durch die Einnahme von Tabletten sind die Trugbilder tatsächlich verschwunden. Aus diesem Grund erlauben ihm seine Eltern etwas selbstständiger zu werden. Zum Studium zieht er in ein Studentenwohnheim und erlebt erstmals richtige Freundschaften. Doch das Klassentreffen mit seinen ehemaligen Mitschülern wirft ihn wieder zurück. Er erfährt, dass zwei seiner Schulkameraden Unfälle hatten und sie genau dort verletzt wurden, wo er die Trugbilder gesehen hat. Kann Julian etwas Ereignisse aus der Zukunft voraussehen? Um dies herauszufinden, trifft er eine folgenschwere Entscheidung....

Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte. Ursula Poznanski ist bekannt für ihre coolen Ideen mit mystischen Einschlägen und besondere Rätsel, die sie gekonnt in ihrer Handlung einbaut. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell, auch wenn es in der Mitte einige kleinen Längen hat.

Oftmals sind mir bei Poznanskis Jugendbücher die Figuren zu blass. Bei "Oracle" hatte ich allerdings mit Julian einen Protagonisten, den ich mir gut vorstellen und mit dem ich mitfühlen konnte. Seine Sorgen und Ängste gingen mir nahe, denn die Visionen beeinträchtigen Julians Leben stark. Leider trifft er aber auch oftmals sehr leichtsinnige Entscheidungen und wirkt etwas naiv für sein Alter. Ich habe es mir so erklärt, dass er sich deswegen so verhält, weil er kaum Freunde hatte und in seinem Leben mit den Trugbildern festgesteckt ist. Julian hatte ein sehr einsames Leben, bis er in das Studenten-Wohnheim gezogen ist.
Robin, Julians Freund, ist sehr gut dargestellt und hat etwas Farbe in die Geschichte gebracht, genauso wie Pia und ihr Hund Kinski. Die Nebenfiguren bleiben hingegen ein bisschen blass. Weil es aber wirklich jede Menge sind, fand ich die Charakterzeichnung im Allgemeinen gut gewählt. Einzig zu Armin hätte ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.

Für einen Thriller war mir die Spannung zu wenig, aber es ist ja ein Jugendbuch/Jugendthriller. Ich muss aber sagen, dass ich mich trotzallem sehr gut unterhalten habe und zu keiner Zeit gelangweilt war - im Gegenteil: Ich wollte unbedingt weiterlesen und war gespannt, wie Ursula Poznanski alles auflösen wird. Gott sei Dank gab es keine fragwürdige Wendung, wie bei Shelter. Diesmal war ich mit dem Ende einverstanden und fand es logisch und nachvollziehbar.

Fazit:
Ursula Poznanskis neuer Jugendthriller hat wieder eine geniale Grundidee und liest sich flüssig und unterhaltsam. Richtige Spannung kommt erst am Ende auf, welches für mich diesmal logisch und gut aufgelöst wurde. "Oracle" hat mir auf jeden Fall um einiges besser als "Shelter" gefallen und kann es weiterempfehlen.


Vielen Dank an Claudia Asholz von Buchcontat für das Rezensionsexemplar!
  • weitere Rezensionen findet ihr bei

Nicoles Bücherwelt

8 Kommentare:

  1. Hallo Martina,

    da schaue ich auch direkt mal zum Gegenbesuch bei dir vorbei. :)
    Eine schöne Rezension, da haben wir ganz ähnliche Meinungen.
    Mir haben auch Robin, Pia und ihr Hund Kinski sehr gut gefallen.
    Und die Grundidee, der flüssige Schreibstil und das spannende Ende sind gut gelungen.

    Ich habe deine Rezenion mal in meiner verlinkt. :)
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Nicole

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    1. Vielen Dank fürs Verlinken....mach ich doch auch gleich =) Du hast genau die Dinge aufgezählt, die mir ebenfalls gefallen haben.
      Liebe Grüße
      Martina

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  2. Hallo Martina,

    na das klingt auf jeden Fall schon mal gut, dass es dir besser gefallen hat als Shelter. Ich finde die Ausgangslage auch richtig spannend und fange wahrscheinlich heute noch mit dem Hörbuch dazu an.
    Ich bin gespannt, wie es mir gefallen wird :)

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

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  3. Liebe Martina,
    Um dieses Buch schleiche ich auch...ich hätte da die Gelegenheit es als Rezensionsexemplar zu lesen.
    Ich habe Bedenken wegen den mystischen Ansätzen...das ist gar nicht meines. Ist das ausgeprägt in dem Buch?
    Liebe Grüsse
    Irene

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    1. Liebe Irene,
      nein, die mystischen Ansätze sind vorallem die Visionen und Trugbilder, um die es eigentlich geht. Sonst ist nicht wirklich etwas in dieser Richtung dabei. Poznanski hat immer wieder solche Themen. ..wenn du ein Buch aus der Jugendbuchreihe kennst, dann weißt du, was ich meine.
      Liebe Grüße
      Martina

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  4. Liebe Martina, das klingt richtig gut, dürfte ein spannendes Jugendbuch sein. Direkt schade, dass ich momentan niemanden in der passenden Alterskategorie kenne...
    Danke für deinen lieben Kommentar. Oh, deine Arbeitskollegin war also auch bei den Lovely days! Ein Glück, dass sie letztendlich doch noch ein "Taxi heimwärts" gefunden hat - solche Situationen sind oft wirklich blöd. Ich hoffe, Joss Stone hat ihr gefallen - angeblich war sie gut, aber wie gesagt, wir hätten sie nicht mehr "derpackt" ;-))
    Alles Liebe und ein schönes weiteres Wochenende
    Traude
    🌼❤️🌼
    https://rostrose.blogspot.com/2023/08/romerstadt-carnuntum-und-die-tiere-von.html

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  5. Servus!

    Na, da sind wir ja schon zwei, was die Skepsis zu "Oracle" angeht bzw. angegangen ist :D. Schön, dass dich ihr neues Buch wieder mehr begeistern konnte, manchmal wirkt ja auch eine längere Pause kreative Wunder!
    Ich schätze, ich werde dieses Mal mit dem Hörbuch einen Versuch wagen, Jens Wawrczeck mag ich eigentlich schon seit "Erebos" sehr gern :).

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