Going back - Wo fing das Böse an? - Gillian McAllister

     
    Die Bildrechte liegen beim Verlag

     

    • Broschiert: 432 Seiten
    • Verlag: ‎ Piper; 2. Edition (27. April 2023)
    • Übersetzer: ‎ Maria Hochsieder
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492064167
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492064163
    • Originaltitel: Wrong Place, Wrong Time
    • Genre: Thriller, Zeitreise, Familiendrama



Piper Kurzbeschreibung:
Es ist nach Mitternacht, du wartest auf deinen Sohn. Du siehst ihn kommen, doch er ist nicht allein. Du kannst kaum begreifen, was du beobachtest – dein lebensfroher jugendlicher Sohn ermordet einen Fremden. Du weißt nicht, wen. Du weißt nicht, warum. Du weißt nur, dass seine Zukunft verloren ist. Deine Welt zerbricht. In dieser Nacht schläfst du verzweifelt ein. Als du aufwachst, bist du im Gestern, dann im Vorgestern. Jeden Morgen wachst du einen weiteren Tag vor dem Mord auf. Und du begreifst: Irgendwo in der Vergangenheit liegt eine Antwort, der Auslöser für dieses Verbrechen. Der Moment, in dem das Böse seinen Ursprung fand. Und deine einzige Chance, die Zukunft deines Sohnes zu retten ... 

Meine Bewertung: * * * *

Buch zur Weltenbummler Challenge

Meine Meinung:
Wow, was für ein Klappentext! Da kann man doch gar nicht anders, als zu diesem Thriller zu greifen! Außerdem hatte ich das Buch bereits auf dem Schirm, als ich es in Reese Whitherspoons Bookclub gesehen habe, denn die Idee des Thrillers hat mich sofort angesprochen.
Bisher habe ich erst ein Buch gelesen, bei dem die Handlung rückwärts aufgerollt wird. Es ist "Der Funke des Lebens" von Jodie Picoult. Obwohl ich die Autorin sehr gerne lese, hat mir diese Aufrollung bei ihr nicht gefallen.
Bei "Going back - Wo fing das Böse an?" (Ich verstehe nicht, warum englische Titel in andere englische Titel "übersetzt" werden! Was hat das für einen Sinn?) mochte ich es schon.

Die bereits im Klappentext angekündigte Tat von Todd, dem Sohn von Jen und Kelly Brotherhood, erleben wir schon auf den ersten Seiten. Der Mord an einem unbekannten Mann, verübt von ihrem intelligenten Sohn, der normaler Weise keiner Fliege etwas zuleide tut, ist für Jen unbegreiflich. Umso überraschter ist sie, als sie am nächsten Morgen im Gestern aufwacht. Es ist nicht der nächste Tag, sondern der Tag davor - noch früh am Morgen und es ist noch kein Verbrechen begangen worden.
Danach gehen wir gemeinsam mit unser Hauptprotagonistin Jen auf Zeitreise. Interessanter Weise weiß sie nie, an welchem Tag oder Jahr sie am nächsten Morgen erwachen wird. Dabei geht sie anfangs tageweise zurück, doch die Zeitsprünge werden immer größer, bis sie zwanzig Jahre zurückgegangen ist und weder einen Sohn, noch einen Mann hat.
Jen wird klar, dass sie den Mord aufklären muss, damit er in Zukunft nicht begangen wird. Sie weiß, dass sie die Antwort nur im Gestern finden kann. Und damit beginnt eine spannende Reise, die einige überraschende Wendungen beinhaltet. Schicht für Schicht deckt Jen die Hintergründe auf und versucht alles, damit ihr Sohn kein Mörder wird. Dabei findet sie auch mehr über sich selbst und ihren Mann heraus und erkennt, dass sie im Leben einige Dinge anders hätte machen können/sollen. Sie begreift Dinge, denen sie zu wenig Beachtung geschenkt hat oder die sie nun in ein moralisches Dilemma führen. Wer weiß, wie viel sie in der Vergangenheit ändert kann, ohne die Zukunft zu sehr zu beeinflussen?

Als Leser:in hat man gegenüber der Hauptprotagonistin keinen Wissensvorsprung. Wir sind auf demselben Wissensstand wie Jen und dürfen miträtseln. Dabei werden uns aber einige Sachverhalte schneller klar, denn Jen ist gut dabei Dinge zu verdrängen und auch etwas naiv, wie sie an die Sache herangehen soll.

Gefallen hat mir die originelle Idee. Außerdem mag ich Zeitreisen. Der Schreibstil ist flüssig und liest sich gut. Neu war für mich, dass die Protagonistin sich an ihren Mann, Freunde und Bekannte wendet und diesen erzählt, dass sie in einer Zeitschleife festhängt...auch wenn sie am nächsten Tag wieder alles neu erzählen muss. Dadurch kommt es allerdings auch zu einigen Wiederholungen, die die Spannung rausnehmen.

Das Ende ist nachvollziehbar und zufriedenstellend, obwohl ich gerne noch ein bisschen mehr über das Motiv erfahren hätte. Für mich mehr Familiendrams mit Zeitreise, als Thriller. Trotzdem habe ich "Going back - Wo fängt das Böse an?" gerne gelesen.

Cover:

von links nach rechts:
Das amerikanische und das britische Cover, danach das ungarische, spanische, italienische und niederländische Cover
Der englische Originaltitel gefällt mir um einiges besser, als der deutsche Titel, wobei dieser ja auch wieder teilweise englisch ist (was ich nicht verstehe).

Fazit:
Ein Thriller, der mehr Familiendrama ist und mit einer ungewöhnlichen Idee punktet. Obwohl sich einige Wiederholungen eingeschlichen haben, die die Spannung im Mittelteil bremsen, hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten - vorallem, da ich Zeitreisen liebe.


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